Hallo Zusammen,
Ich plane meine „online“ Diagnose bei https://diagnostikplus.de zu machen.
Gibt es hier im Forum Erfahrungen?
Danke im Voraus
Thomas
Hallo Zusammen,
Ich plane meine „online“ Diagnose bei https://diagnostikplus.de zu machen.
Gibt es hier im Forum Erfahrungen?
Danke im Voraus
Thomas
Ich weiß, dass immer mehr Kassenarzt-Psychiater die Diagnosen von privat psychologen ablehnen und man so drauf angewiesen ist, einen Privat-Psychiater zu finden, wodurch alles selbstbezahlt werden muss, also Arzttermin, Rezept, Medikament etc.
Aber generell an sich ist die Diagnose gültig und man kann trotzdem beim Kassenarzt versorgt werden und alles auf GKV Rezept verschrieben bekommen.
Das ist die Reaktion darauf, dass ADHS Privat-Diagnostiken mittlerweile an allen Ecken aus dem Boden schießen, ähnlich wie damals die Privat-Praxen für medizinisches Cannabis als es noch BtM war, weil sich damit haufenweise Geld verdienen lässt.
Da hat dann auch jeder Hinz und Kunz ein Cannabis BtM Rezept in die Hand gedrückt bekommen nachdem „fachärztlichen Screening“.
Die Zeiten, in denen jeder 2te Reel dem Zuschauer ADHS, Autismus und co. andichten, man auf einmal potenziell 1.) ordentlich abkassieren und 2.) die Diagnose wie warme Semmeln verteilen kann, wundert mich die Entwicklung nicht.
550€ pro Diagnostik, dazu noch ONLINE Diagnostik only bei bedarf, nicht schlecht Herr Specht.
Naja, der Markt ist da. Und der kommt nicht von ungefähr, alles „offizielle“ über die allheilige GKV ist nahezu unmöglich zu bekommen. GKV Reform ist die Kirsche auf der Torte.
Bin mal gespannt, wann die Bundesregierung an die ADHS Diagnostik & Medikamente geht, wenn die sehen, dass die Verschreibungen von Betäubungsmitteln wie Methylphenidat und Lisdexamfetamin stark ansteigen als Privatrezept („warum nicht Kasse?!“ fragt sich die Warken da sicherlich), aber auch als Kassenrezept.
Die armen Krankenkassen, vor kurzem noch unsere 170 Millionen €€€ verzockt, werden sich wundern in der Statistik sprunghaft mehrere Millionen Euro mehr Belastung zu haben, weil sie die ADHS Medikamente und Behandlungen zahlen müssen von zehntausenden, die sich plötzlich Deutschlandweit jährlich im schnellverfahren diagnostizieren lassen.
Und der Patientenplatz beim Kassenärzlichen-Facharzt wird rarer, und rarer. Düstere Zeiten stehen bevor.
Mit der direkt nicht.
Ich hab keine Diagnostik aber auch Online gemacht (Neomentix), da ich über 6 Monate KEINEN Arzt in sehr sehr großem Umfeld gefunden habe, der es über die Krankenkasse macht (kein Termin, keine Warteliste, NICHTS).
Die ansässige Privatpraxis die auf ADHS und Autismus spezialisiert ist, hätte 1200+ gekostet. Bei Neomentix ± 600€.
Kostenübernahme von der Krankenkasse wurde übrigens in beiden Fällen abgelehnt, obwohl ich „nachweisen“ konnte, dass ich sicher bei über 50 Praxen angerufen hatte…
Ich schweife aby aber das Thema ist für mich noch immer echt ein Aufreger!
Sowohl Hausarzt als auch der Psychiater denn ich dann wenigstens für die Medikation gefunden habe (nochmal 6 Monate Wartezeit bis zum ersten Termin…) haben die Diagnose aber Problemlos anerkannt.
Ich habe auch sämtliche Unterlagen/ Tests mit Auswertung bekommen. Aber die wollten beide gar nicht sehen.
Das Diagnoseschreiben hat gereicht.
Danke für die Warnung. Ich sollte mal einen Vorstellungsthread machen, aber in kurz die online Diagnose weil in der Umgebung die Wartelisten zu sind. Wenn ADHS für mich nur so wäre wie die Modeerkrankten wäre ich froh. Ich hatte die angeguckt weil ich keine Express Diagnose mit 30min Interview Fragebögen und dann Ergebnis wollte.
Kann man sagen, dass solche Praxen (Online-Diagnostik in ein oder zwei Terminen) tendenziell die Diagnose geben, oder kann es trotzdem passieren, dass man die Diagnose nicht bekommt? Oder richten die sich danach, ob man sie selber will oder eher nicht, und geben somit jedem einfach das, was er möchte?
Ich kann jetzt nur von mir berichten, aber die Psychiaterin hat mir relativ stichhaltig und gut erklärt, wie sie zu der Diagnose kam.
Es wurden über Differential Diagnosen geredet, Borderline, Depression, Autismus und auch Per Grafik gezeigt, wo welche Symptome stark/ stärker auftreten, bzw. sich überschneiden.
Es wurde eine Anamnese, auch über die Kindheit bis zu den Problemen die man im Heutzutage hat gestellt.
Sie hat bei mir z.B. auch explizit darauf hin gewiesen, dass sie viele Zeugnisse zu Gesicht bekommt, aber meine schon sehr auffällig waren.
Das es auch unwahrscheinlich ist, dass die Auffälligkeiten durch die Trennung meiner Eltern kam (da war ich 6 Jahre alt) hätte eher vielleicht die erste- zweite Klasse betroffen, bei mir ist aber von Klasse 1-6 Konstanz immer ziemlich das Selbe, aber von Unterschiedlichen Lehrern drin gestanden.
Es wurden die Fragebögen durch gegangen und auch hier erklärt, wieso es auf ADHS und z.B. nicht Borderline und Autismus passt.
Neomentix hat die Praxis in Köln, also dort kann man auch persönlich hin, wenn man in der Nähe wohnt. Es sind niedergelassenen Psychiater. Also auch keine dubiosen, vielleicht sonst wo in Ausland ansässigen Fleißband diagnostiker.
Es wirkte zumindest sehr seriös, fragen und Anmerkungen wurden berücksichtigt und beantwortet. Die Gespräche ginend deutlich länger, als auf der Webseite angegeben. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sie Zeitdruck hatte und mich nur Durchschleusen wollte.
Ja, ich hab die Diagnose bekommen, die Gespräche waren verhältnismäßig trotzdem (zu) kurz, als sie es in einer „normalen“ Diagnostik wären. Die Fragebögen waren aber die Standardisierten „offiziellen“.
Von daher ist das aber trotzdem keine valide Aussage, ich wurde ja auch mit dem „bedient“ was ich gesucht habe. Ich wollte nur drauf hin weisen, dass es sich für mich schlüssig angehört hat, wie man zu dem Ergebniss gekommen ist und wieso differentialdiagnostisch andere Diagnosen ausgeschlossen wurden.
Auch wurde mir hier nichts weiteres „verkauft“ sondern noch Tips gegeben, wie ich jetzt weiter vorgehen soll, um z.B. an einen ansässigen Kassenarzt hier zu kommen, wegen der medikamentösen Einstellung und/oder Psychotherapie.
Das ist auf jeden Fall ein Markt, an dem sich sicher gut verdienen lässt, gerade weil Diagnostiken als Kassenpatient fast gar nicht erhältlich sind. Und wo sich Geld verdienen lässt, gibt es garantiert auch schwarze Schafe.
Deswegen ist es schon gut, wenn man sich im Vorfeld so genau wie möglich informiert und wenn möglich auch Erfahrungsberichte etc. durch liest.
Aber was hat man sonst für Alternativen, wenn der Geldbeutel nicht all zu viel her gibt, Diagnostik in Praxen vor Ort bedeutend teurer sind und über die Kasse eine Diagnostik fast unmöglich?
Ja mach das gerne, finde den Austausch hier echt gut und so kann man sich schon mal bekannt machen.
Und bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht sagen, dass Du kein ADHS hast oder sowas. Sowas mache ich mir nicht zu eigen, tut mir leid falls das so rüber kam.
Jetzt beim nachlesen meines Textes, kann ich aber verstehen, dass man das so auffassen kann.
Ich bin der Meinung, man sollte jede Diagnostik in Anspruch nehmen, die man für richtig hält.
Privatbehandlungen sind nicht selten die besseren und vor allem weniger strikten (Stichwort Off-Label) als Selbstzahler ist das kostspielig, als Privatpatient sitzt man in der ersten Klasse.
ADHS ist nun mal auch stark unterdiagnostiziert, das darf man auch nicht vergessen. Die Spannweite ist groß, viele fliegen unter dem Radar.
Wenn eben das GKV System vom Mafiastaat demontiert wird, alles kaputtgespart und gekürzt wird, dann ist das alles die logische Konsequenz.
Es hilft einem keiner, nur man selbst kann sich hier in der Welt noch helfen.
Und da nimmt man am besten alles mit, was geht.
Wer weiß, wann einem das von den regierenden Mafiafucks genommen wird.
Das kann „von heut’ auf morgen“ gehen.
Guckt euch nur mal die Cannabispatienten mit Kostenübernahme an.
Die der ersten Stunde, die teils schon 2013 ihre Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle für medizinisches Cannanbis/ privaten anbau hatten, dann ab 2017 offiziell mit Kostenübernahme und direkt bei uns in den Apotheken.
Was das für die allermeisten ein rechtlicher Leidensweg war.
Auf einmal haben gut 65000 Menschen mit schweren Leiden ihre Kostenübernahme verloren, weil die GKV keine Blüten mehr übernimmt.
Jetzt sagen viele, ja es gibt die Extrakte usw. aber das ist ähnlich wie bei ADHS Medis, es gibt kein Patentrezept für den Patient und man kann das eine nicht direkt durch das andere ersetzen.
Blüten sind quasi das Attentin oder unretardierte MPH, Extrakte mehr wie Medikinet/ Elvanse
(nicht 1:1 vergleichbar, nur versinnbildlicht)
@Akana
Ich denke auch wie Levi, es wird offizielle(re) Diagnostiken geben und schwarze Schafe, die aufs große Geld aus sind am besten so schnell wie möglich.
Ähnlich wie bei Cannabisverschreibungen damals, gab es die Firma die jeden durchgewunken hat, und die Firmen die es seriöser & strikt(er) nach Vorschrift machten.
Meines Erachtens sollte man sich zumindest vorher über den Anbieter informieren, immerhin kostet es eine Stange Geld und wenn das dann irgendwann ein unseriöser wird, weil rauskommt dass da „fahrlässig“ diagnostiziert wurde, dann ist der Wisch am Ende ja nix mehr Wert.
Vielleicht kommen sie irgendwann auf irgendeinen Biomarker Test, plötzlich änderen sie die Leitlinienfür die Diagnose und es hat nur noch ein kleiner Teil offiziell ADHS oder so?
Weil, wie oben gesagt, wer weiß wie lang alles so bleibt und man alles noch so hat.
Man muss tätig werden, man muss alleine in den Kampf.
Das muss ich auch nochmal verinnerlichen, ich habs verlernt die letzten 2 Jahre.
Kein Thema, ich wollte das nur betonen das ich keiner der Fraktion 3 Reels geschaut und sagen ich habe ADHS. Das was gerade mit der Psychotherapie passiert Moppelkotze ist braucht glaube ich keiner betonen. Nur was ist die Alternative wenn die GKV Medies und Thearpie bezahlt schaffe ich es vielleicht bis 70 zu arbeiten, wenn ich Anfang 60 Arbeitsunfähig werden würde wäre das teurer.
Ja, alles was gerade im Gesundheitssystem abgeht mit dieser „GKV Reform“, ist eine riesen Frechheit.
Deshalb, alles mitnehmen was geht, damit man ein würdevolles und schönes Leben leben kann.
Deine Logik ist eigentlich richtig, auf Dauer wirds teurer, aber es wird alles dafür gemacht, dass man eben nicht alt wird und direkt bei der Rente unter die Erde gehen darf.
Auf kurze bis mittlere Sicht spart man ordentlich, das ist alles was zählt, was interessieren die Probleme von übermorgen, siehe auch die Psychotherapie.
Wurde ja auch allesmögliche an Vorsorgen gestrichen, z.B. beim Thema Krebs.
Solang man seine Muss-Arbeitszeit abgeknechtet hat, egal in welchem Zustand, ist alles paletti, danach ist man nur noch Balast und kostet geld.
Macht dann ja durchaus Sinn dass man streicht, was für ein längeres Leben sorgt.
Sparmaßnahmen, die größtenteils die schwächsten und ärmsten unserer Gesellschaft treffen…
jemand der chronisch krank ist, hat es finanziell oft schwierig den Umständen geschuldet.
Sehe ganz gruselige Zeiten auf uns zukommen mit der derzeitigen Entwicklung.
Ich gebe dann mal ein Update. Es hat sich spontan ein Termin bei einem anderen Anbieter ergebten. Seit häute habe ich offiziell adhs.
Halli Hallo.
Freut mich sehr, dass du einen passenden Platz für deine Diagnose gefunden hast!
Zu Privatpraxen wollte ich für alle Mitlesenden auch noch kurz einen Kommentar dalassen: Ich habe meine Diagnose damals auch privat durchführen lassen, weil der Leidensdruck sehr hoch war, und ich das deshalb endlich angehen musste. Ich habe mir vorher genau angesehen, wo die Kompetenzen der Praxisbetreibenden anzusiedeln sind.
Ich hatte bisher zum Glück noch keine Probleme in Bezug darauf, dass mir die Diagnose nicht anerkannt werden würde, obwohl ich sie privat habe machen lassen.
Ärztinnen stellten in der Regel ein paar Fragen, und dann war es für sie fein.
Therapeutin, die ich dann nach Monate langem Suchen fand, kann selbst (zum Glück) auch ADHS diagnostizieren und sieht es ebenfalls ohne Zweifel bestätigt.
Den Psychiater, bei dem ich mir ebenfalls nach langem Suchen und vielen Absagen hart einen Platz erkämpft habe, führte auch nochmal eine Anamnese durch und stimmt der Diagnose ebenfalls zu.
Somit kann man zumindest sagen:
Nicht alle Privatpraxen wittern hier schnelles Geld. Viele scheinen wirklich (und so sollte es auch sein) Betroffenen helfen zu wollen und sind auch Profis auf ihrem Gebiet. Es besteht rechtlich auch absolut kein Grund, wieso die Diagnose einer privaten Praxis, wenn sie von Profis ausgeführt wurde, nicht anerkannt werden sollte.
Ich hoffe, diese Info kann ggf. jenen weiter helfen, die im Moment noch suchen, bzw. unentschlossen sind. ![]()
Hallo,
ich kann nicht bestätigen und weiß auch nicht, wo das Gerücht herkommt, dass Diagnosen von Privatpraxen nicht oder „immer weniger“ anerkannt werden.
Das halte ich schon deswegen für unplausibel, weil aus dem Briefkopf der jeweiligen Psychiaterin gar nicht unbedingt hervor geht, wer die Rechnung bezahlt hat.
Es kommt natürlich auf die Qualität des Berichtes an und auf dessen Plausibilität. Da viele Psychiaterinnen selbst keine ADHS-Diagnostik durchführen, sind logischerweise alle ADHS-ler, die sie behandeln (wenn sie es tun), von jemand anders untersucht worden.
Und neu ist diese Entwicklung auch nicht. Auch ich habe meine Diagnostik 2003 selbst bezahlt. Die kostete damals allerdings 200 € und nicht 600 bis 800 wie manche heutige Anbieter.
Und obwohl ich danach von demselben Psychiater als Kassenpatient weiter behandelt wurde, musste ich wie alle anderen erwachsenen ADHS-ler auch mein Ritalin selbst bezahlen - vor 2011 gab es keine ADHS-Medikamente für Erwachsene auf Kosten der Krankenkasse.
Die angekündigten Spargesetze der aktuellen Bundesregierung will ich nicht schönreden. Aber dass alles schlechter wurde, stimmt jedenfalls bisher für Erwachsene mit ADHS nicht. Im Gegenteil, nie hatten so viele Erwachsene mit ADHS eine Chance, diagnostiziert und behandelt zu werden, wie jetzt.
Schöne Ergänzung. ![]()
Ich bin was das angeht auch echt froh, dass es für Erwachsene nun endlich mehr Hilfe gibt.
Ich hatte auch eine private Diagnostik, da der erste Versuch (tatsächlich auf Kasse!) in einer großen neurolog.-psych. Praxis in unserer Nähe mit Schwerpunkt ADHS nicht geklappt hatte.
In dieser Praxis wollte ich aber grundsätzlich bleiben für die Medikamente, und sie haben die externe Diagnose nach anfänglich schrägen Blicken und gefühlt innerem Augenrollen dann akzeptiert.
Mein Pluspunkt war, dass ich bei einem wirklichen Experten zur Diagnostik war und einen 8-seitigen und sehr ausführlichen Befundbericht vorlegen konnte UND gute Argumente hatte, weshalb ich an dem Ergebnis der ersten Psychologin aus der Praxis Zweifel hatte.
Gottseidank haben sie sich darauf eingelassen, die Neurologin musste erst Rücksprache mit denn Chefs halten, aber nach ein paar Tagen kam dann die Nachricht, dass es klappt…
Ixh habe nach allem was man hier so liest das Gefühl, das ich wirklich großes Glück gehabt habe. Dafür bin ich immer noch dankbar…
Das nur als positives Beispiel… Obwohl: noch positiver wäre es natürlich, wenn die direkt die Diagnose gestellt hätten und ich nicht viele Hundert Euro hätte zahlen müssen ![]()
Aber letzten Endes bin ich jetzt froh, so wie es ist.