Das zusammen mit dem richtig Essen wäre bei mir ein riesen Problem gewesen, da ich extrem unterschiedliche Tage hab, durch Schichtarbeit, Kinder, Wochenende, ob meine Frau arbeitet etc.
Das klingt super stressig, wenn man nicht jeden Tag so ziemlich den selben Tagesablauf hat.
Ich nehme das erst seit kurzem, weil ich auch noch in der Einstellungsphase bin.
Von Beginn an 27mg. Kinecteen ist immer etwas höher dosiert als z.B. Medikinet, weil es viel länger wirkt. 20mg Medikinet waren z.B. ±36mg Kinecteen (sagt ChatGPT
).
Ich muss dazu sagen, dass ich mich Bupropion 300mg nehme. Das ist ein Antidepressiva, welches ebenfalls Noradrenalin und Dopamin erhöht. Daher vertrage ich nicht so viel Methylphenidat.
Ich bräuchte, laut Psychiater, allerdings mehr, weil die ADHS Symptomatik, vor allem mit dem voll gestopft Kopf, Konzentrationsproblemen und Vergesslichkeit, weil ich mit den Gedanken immer so anders bin, kaum besser geworden sind.
Allerdings bin ich im Alltag weniger schnell in der „ADHS Rage“, welche meistens aus Überforderung und/oder wenn einfach zu viel los ist um mich herum kommt. Und ich komme leichter ins Tun. Ich merke das, dass ich Zuhause endlich Sachen erledigen, dich seit Ewigkeiten machen wollte/sollte. Und auch auf der Arbeit Dinge direkt mache, die ich sonst aufgeschoben hätte.
Ich hab vorher Methylphenidat AL (Ritalin Generika) gehabt. Bin da direkt mit 20mg gestartet.
Da ich damals eine leichte Verbesserung gemerkt habe, aber wie oben beschrieben, halt irgendwie nicht ganz so gut, bin ich auf 30mg hoch. Das war dann viel zu viel. Schwindel, gedanklich getunnelt, Konzentration extrem viel schlechter, sogar motorische Probleme.
Zurück auf 20mg war mit die Initialdosis noch immer zu stark. Erst so die letzten 2-3 Stunden der Wirkzeit waren für mich dann angenehm und besser.
Abgesehen davon, war mir die Wirkung auch viel zu kurz. Nur 6-7 Stunden.
Aufgrund der ganzen Problematik, bin ich dann zu Kinecteen gewechselt und bis jetzt sehr zufrieden.
Die Wirkung kommt schneller als bei Ritalin, schon nach 30min statt einer Stunde, und ich merke am Abend, dass ich gegen 19-20 Uhr langsam wieder raus gleite. Insgesamt also so 10-11 Stunden.
Mein Psychiater ist jetzt im Urlaub, danach sind wir im Urlaub.
Vermutlich versuchen wir im September, das Bupropion zu reduzieren und auf 36mg Kinecteen zu gehen.
Ich wollte vorher nichts mehr rum experimentieren, wenn ich keinen Ansprechpartner habe.
Ich bin noch nicht so lange dabei, daher finde ich, es geht. Die Überdosierung mit 30mg Ritalin war heftig. Am dritten Tag hatte ich einen mega Rebound inklusive Panikattacke (allerdings hatte ich da auch einen ziemlichen Streit mit meiner Frau
). Was die Gesamtsituation einfach von allen Seiten be
en gemacht hat.
Leider ist das nichts, wo Schema F immer passt, da jedes Gehirn doch stark unterschiedlich reagiert. So bleibt nichts anderes übrig…
Was ich noch sagen wollte, wegen der Müdigkeit bei dir mit Elvanse, ich hatte das bei 20mg Ritalin, und vor allem bei 30mg auch, teilweise richtig tiefe Löcher.
War das bei dir von Anfang an so, oder wurde es immer schlimmer, wenn du die Dosis erhöht hast
Es könnte sein, dass du evtl. sogar überdosiert bist, dann kippt die positive Wirkung teils auch sehr stark ins negative.
Man spricht hier auch vom sogenannten Sweet Spot . Schon etwas zu viel, kann schon echt negative Auswirkungen haben. Bei machen ist das ein wirklich kleiner Toleranzbereich zwischen zu wenig und zu viel.
Das mit der Müdigkeit leite ich komplett von meinen Erfahrungen mit der Methylphenidat Überdosierung ab. Ist nur ein Hinweis, wie es bei mir war. Ich war schon mit 20mg leicht überdosiert und hab mit einer noch höheren Dosis dann alles schlimmer gemacht, statt besser.
Sowas in der Art hattest du ja auch geschrieben. Auch dass du so leichte Panik hattest. Kenne ich ebenfalls vom Ritalin (und ist jetzt komplett weg.
Thema Steady State: nach 4 Tagen schon erhöhen, ist eigentlich zu früh bei Elvanse.
Ziemlich erbärmlich für eine Psychiaterin…
Es gibt mittlerweile groß angelegte Studien, bei denen auffällig ist, dass der Präfrontalen Kortex unter Last weniger stark durchblutet ist und eine geringere Nervenaktivität aufweist, im Vergleich zu Menschen ohne ADHS.
Im EEG oder fMRT kann man sehen, dass das sogenannte Ruhezustandsnetzwerk bei Menschen mit ADHS nicht richtig abschaltet, wenn sie sich auf eine Aufgabe konzentrieren sollen. Das Gehirn „träumt“ quasi im Hintergrund weiter.
etc.
Abgesehen davon, gab es diese Modeerscheinung auch schon, bevor sie eine „Modeerscheinung“ war. In alter Literatur sind Beschreibungen von Menschen zu finden, die „typische ADHS Verhaltensweisen“ aufzeigen schon teilweise mehrere Jahrhunderte zurückliegend.
Oder auch die Geschichten vom Zappelphilipp und dem Hans Guckindieluft…
Wer, ausgerechnet in dem Fachbereich, ADHS leugnet, hat einfach seine Hausaufgaben nicht gemacht…