Erster Termin

Hallo, ich bin 23jahre alt und habe es mal geschafft einen Termin beim Neurologen auszumachen. Hat mich dass schon sehr viel Überwindung gekostet, könnt ihr mir Sorgen nehmen. Was kommt auf mich zu?? Was kann ich mir erhoffen?
Zu mir, ich will mein adhs endlich mal behandeln lassen, ich bin mir ziemlich sicher das ich es habe, allein meine Zeugnissbemerkungen da zieht sich ein roter Faden durch. Auch war ich von der 1 bis zur 9 beim Schulpsychologen und in der 4. auch extern bei einem kinderpsychologen. aggressiven Verhalten, Unruhe, schlechte Handschrift, Bemerkungen von Lehrer du bist eigentlich intelligent aber benutzt es nur für schlechte Sachen usw. Hauptschule so durchgerutscht genauso wie meine Ausbildung als Elektriker. Leider auch in eine Sucht abgerutscht (ist da der Neurologe auch der richtige Ansprechpartner?). Die Sucht gehe ich Gott sei dank nicht mehr stark nach. Aber ich möchte endlich mein Leben ordentlich auf die Reihe bekommen aber selbst Sport, gesunde Ernährung selbst halbwegs strukturierte Tagesabläufe hat alles nicht so gefruchtet. Möchte meinen Meister machen und wie gesagt endlich mal ordentlich mein Leben führen, da ich an dem Punkt bin, wo ich es selber nicht mehr packe, versuche ich mir Hilfe zu holen was mir echt schwer fällt.
Sorry für meinen satzbau es ist früh und wsl. Kennt ihr das:joy: habt ihr Evtl noch Tipps, schickt der Neurologe Evtl. Mich auch gleich zum Psychologen oder muss ich mir selbst ein Termin machen. Obwohl anonym fällt es mir hier schon schwer von mir zu erzählen.
Schönes Wochenende euch allen

Hallo @Yasin69 .
Meine Diagnose lief in einer Klinik ab. Vor dem Termin musste ich Blutuntersuchung, EEG und noch so ein Test machen,ob ich auf einem Bein stehen kann ( keine Ahnung wie der hieß), ich glaube was mit Gleichgewicht, machen. Mit den Ergebnissen, ein Gutachten meiner Thera, zwei Überweisungen jeweils von meinem Neurologen und Hausarzt unterschrieben sowie ein Auswertungsbogen von meinem Mann ausgefüllt bin ich zu der Diagnosetermin gegangen.
An diesem Tag gab es Gespräche, Intelligenz und paar komische Computerspielchen.
Zum Schluss gab es ein Abschlussgespräch mit der Diagnose und eine vorläufige Kopie des offiziellen Diagnoseberichtes. Später habe ich das Original per Post bekommen.
Einen TherapiePlatz muss du dir selber suchen, du kannst aber den Neurologen eventuell nach Empfehlungen fragen.
Wenn dich der Neurologe nicht ernst nimmt und dich schnell abwimmelt, denke bitte dran dass es in Deutschland die freie Ärztewahl gibt. D.h. Gib bitte nicht schnell auf bevor du eine adäquate Hilfe bekommst. Ich wünscht, ich hätte in deinem Alter die Lust gehabt mir Hilfe zu suchen und nicht so viele Jahre verloren.
Wünsche dir alles Gute für deinen Termin und vielleicht berichtest kurz danach.

Meinte Intelligenztest, bin immer nicht richtig fit heute.

Bei mir lief es ruhiger ab.

Start der Diagnose noch in der Reha , da sollte es aber eine Ausschlussdiagnostik werden. Diagnose konnte mangels Zeit und Mangels Fragebögen nicht zu Ende gemacht werden. Der Kindheit Fragebogen bestätigte jedoch eher die Diagnose.

Dann durch Zufall bei meinem Therapeut gelandet der ADHS mit im Profil hat. Der war gar erstaunt das es in der Reha überhaupt Thema war.

Der hat dann per Fragebögen und interview die Testung gemacht .
Untersuchung war nicht notwendig da die Ergebnisse aus der Reha noch aktuell waren.

Dann bin ich Mir der Diagnose zu einem Psychiater
der dann die Medikation übernahm.

Also alles ganz harmlos , aber ich war schon aufgeregt als die Testung Anstand und auf das Ergebnis aufgeregt .

Hallo Yasin,

was auf dich zukommt, hängt natürlich auch sehr von dem Arzt ab, zu dem du gehst.

Du schreibst du hast einen Termin beim Neurologen. Ist dieser bekannt als AD(H)S-Spezialist und hast du ausdrücklich einen Termin zur ADHS-Diagnostik?

Denn die Fachärzt(inn)en, die sich mit ADHS auskennen und diese selbst diagnostizieren und behandeln, ist immer noch eine Minderheit.

Von den übrigen sagen dir die besseren, dass sie davon wenig Ahnung haben und verweisen idealerweise zu einer/m kundigeren Kollegin/en.

Die schlechteren werden deinen Eigenverdacht eher herunterspielen und dir ein Antidepressivum oder ein Neuroleptikum verordnen. Und später noch eins und dann noch ein weiteres, und bis du merkst dass du dort falsch bist hast du ein halbes, ganzes oder zwei Jahr(e) verloren.

Die Auswahl des richtigen Facharztes ist nicht leicht, und viele von uns haben längere Wartezeiten oder/und lange Anfahrtswege in Kauf genommen, aber wenn es ein/e gute Ärztin/Arzt ist, lohnt sich das auch! Mein Psychiater war über 2 Stunden mit Öffis entfernt, aber ich habe das nie bereut. Leider gibt es ihn jetzt nicht mehr und ich muss mir einen neuen suchen.

Ach ja, und auch von mir herzlich willkommen! :smiley: