Essrhythmus zum Abnehmen

Hallo zusammen,

ich habe das Problem zu Binge Eating zu neigen sobald ich anfange zu essen, vor allem abends ist es besonders schlimm.

Nun habe ich von verschiedenen Ärzten verschiedenen Rat bekommen. Von 5 Mahlzeiten täglich bis 2 Mahlzeiten täglich mit intervallfasten. Jetzt wollte ich eure Erfahrung hören. Was ist besser. Ich ernähre mich zwar gesund, koche selbst und esse keinen Industriezucker, möchte aber wieder abnehmen, weil ich stark zugenommen habe und komm da nicht raus. Auf viel Eiweiß achte ich schon. Ich mache regelmäßig Sport mehrmals die Woche und gehe um 6:40 Uhr außer Haus. Vormittags habe ich nur eine kurze Pause und dort Möglichkeit zu essen.

Über eure Rückmeldung würde ich mich sehr freuen :blush:

Liebe Grüße

Das ist ganz individuell und es muss ja vor allem in dein Leben passen.

Ich habe auch diese für ADHS typischen Essanfälle. Aus Stress meistens und oft, nachdem ich länger gar nichts gegessen hatte.

Mir hilft es also, nicht zu warten, bis ich Riesenhunger habe. Aber quasi ständig zu essen, hat auch nicht funktioniert. Ich bin mehr oder weniger bei den 4-5 Mahlzeiten gelandet.

Richtiges Frühstück, Joghurt/Obst so um 11. Spätes Mittagessen, Abendessen. Manchmal kommt Nachmittag was süßes dazu oder abends naschen oder knabbern.

Für andere funktioniert aber vielleicht ganz was anderes…

Am Ende zählt doch einfach die aufgenommene Menge an Kalorien.

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Wieso mehrere Ärzte die Verschiedenes empfehlen?

Das frage ich mich auch. Da herrschen unterschiedliche Meinungen…

Das ist ja doof. Welche Ärzte oder Ärztinnen mischen da denn mit?

Internist, Hausarzt, eine frühere Ernährungsberaterin und eine weitere Fachärztin

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Hallo Liebe @Mein.Weg , Du schreibst zwar das Du Dich „gesund ernährst“ aber nichts darüber was Du als eine „gesunde Ernährung“ deklarierst.

Deshalb meine Frage an Dich, heisst „was“ siehst Du persönlich denn überhaupt als eine „gesunde Ernährung“ an?, und „warum“ hast Du dann eigentlich „trotz“ Deiner „gesunden Ernährung“, „Probleme“ mit Bing Eating?.

Sorry wenn ich das leider tatsächlich nicht wirklich irgendwie verstehe, aber für mich persönlich eröffnet sich irgendwie ein Wiederspruch zwischen den beiden Aussagen, wie einerseits „ich ernähre mich gesund“, und andererseits dem Umstand das die gesunde Ernährung anscheinend irgendwie anscheinend doch nicht genügend „gesund“ ist, sondern Du ein Problem mit sogenanntem „Bing eating“, trotz allem anscheinend hast?.

Jedenfalls schreibst Du ja hier darüber das Du besonders abends anfällig für „Bing eating“ bist, und deshalb frage ich persönlich mich gerade ob da z.B. ein Zusammenhang mit Deinen ADHS Stimmulanzien bestehen „könnte“ die Du „eventuell“ täglich einnimmst?, obwohl Du ja darüber leider nichts geschrieben hattest?.

Denn bei mir selbst war es z.B. so, dass sobald mein persönliches ADHS Stimmulanz namens Concerta, abends seine Wirkung verlor, ich dann abends plötzlich so einen extremen „Heisshunger“ bekam, heisst ich z.B. dann meist ab +/- 21 Uhr, einen so dermassen krassen „Heisshunger“ bekam, dass ich dann z.B. solche krassen „Heisshunger Gelüste“ entwickelte, dass ich dann z.B. unbedingt eine riesige Portion Pommes Frites mit Mayonnaise und Ketchup „verschlingen“ wollte, und am besten dazu dann vielleicht noch einen Burger, oder wenigstens irgentwas was anderes „fettiges“, und dann das ganze natürlich möglichst „schnell“, und wie gesagt, wenn möglich am liebsten „in rauhen Mengen“, heisst meistens habe ich dann z.B. sogenannten „Fastfood“ in mich rein geschlungen, und das dann aber eben meistens so schnell und Quasi „wie ausgehungert“, dass ich einfach spürte das dieses Essverhalten definitiv nicht gesund war, sondern ich mich danach sogar oft wieder erbrechen musste.

Heisst, jedenfalls wegen meiner Frage an Dich, heisst kommt Dir das eventuell bekannt vor?.

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Liebe @AlienBirne ,

danke für deine ausführliche Rückmeldung. Ich versuche es mal besser zu erklären. Ich ernähre mich vollwertig, schaue,dass ich genug Eiweiß esse,esse keine Fertigprodukte und hab das auch nicht Zuhause. Wenn ich mich aber überesse kann ich dann nicht aufhören,auch wenn ich schon mehr als satt bin. Das geht auch mit „gesunden“ Lebensmittel wie Tofu, Nüssen, Porridge, 100% Schokolade, einem vorgekochten Gericht (z.b. Curry), Datteln, Sojajoghurt usw. Und davon nimmt man offensichtlich auch zu.

Medikamente nehme ich (noch) nicht. Da bin ich zwar dran,aber geht leider nicht so schnell.

Wenn ich mir beispielsweise ein Porridge zum Frühstück mache mit Eiweiß und Fetten,dann kann ich nach der eigentlichen Portion nicht aufhören und suche alles mögliche um weiterzuessen. Ebenso wenn ich mir z.b. was leichteres aber gutes zum Abendessen mache…

Ich hoffe, dass das jetzt etwas Licht ins Dunkle gebracht hat. :slight_smile:

P.s. die Blutwerte werden regelmäßig gecheckt und zwar wirklich sehr ausführlich. An einem Mangel liegt es nicht.

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Liebe @Mein.Weg , dass heisst also das Du nicht nur abends, sondern auch morgens schon Heisshunger Anfälle hast?, und das trotz Haferbrei zum Frühstück?, und das ja eigentlich etwas ist wo den Magen ziemlich gut füllt.
Ich selbst war ja eigentlich schon immer eine schlechte Morgenesserin, und habe z.B. vor der Arbeit „zum Frühstück“ immer nur meinen Kaffee getrunken, essen war dort für mich schlicht unmöglich, und das weil ich ja wirklich immer sehr früh aufstehen musste, heisst vor 6 Uhr morgens.
Aber entschuldige das ich gedanklich abgedriftet bin, deshalb zum Thema zurück.

Darf ich Dich fragen wie lange Du schon unter Deiner Essstörung leidest?, und dann noch, musst Du nach solchen Heisshunger Anfällen erbrechen?.
Und wie geht es Dir psychisch?, gibt es Dinge die Dir schwer auf der Seele liegen, und Du aber mit niemand über solche Themen sprichst?, sondern Deine Probleme, oder Ärger, oder Deine Sorgen, Quasi immer nur in Dich hinein frisst?.
Denn in diesem Fall wäre z.B. eventuell eine Psychotherapie viel hilfreicher als eine Ernährungsberatung, da eventuell Deine Seele dringend ein wenig Zuwendung benötigt. :white_heart:

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Eventuell helfen da tatsächlich die Medikamente. Was bei mir teilweise hilft, ist Kalorien tracken mit einer App. Du bekommst nicht nur die Info, wieviel Du gerade gegessen hast, sondern auch, aus was Dein Essen besteht (Ballaststoffe, Proteine, Fette..), bei Bewegung wird das nach oben verschoben usw. Mir hat es geholfen, dass ich gesehen habe, wie viel ich so „nebenbei“ Snacke. Die schlechte Nachricht ist, dass Du dran bleiben musst. Vielleicht hilft Dir Intervallfasten da auch, aber auch da musst Du darauf achten, wieviel Du isst. Viel trinken ist auch immens wichtig, das kann oft mit Hunger verwechselt werden.

Bei einer Essstörung ist natürlich auch therapeutische Hilfe immer gut.

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Liebe @AlienBirne ,

ich muss auch schon um 5:30 Uhr aufstehen und hab vormittags kaum Pause.

Nein, erbrochen habe ich noch nie, auch wenn ich schon ein paar Jahre Probleme habe. Momentan ist es nur deutlich schlimmer geworden.

Leider habe ich das auch,wenn es mir sehr gut geht, aber natürlich macht es der viele Stress nicht besser (oder wenn dann mal im Urlaub Langeweile ist, da unbekannt). Darüber reden tue ich eigentlich mit niemandem, außer schon mit einem Therapeuten,aber das hat leider auch nichts gebracht… Darum verzweifle ich langsam und möchte da natürlich raus.

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Liebe @Aurora-Dilara , mit einem Therapeuten habe ich auch schon gesprochen,hat aber nicht viel gebracht. Bis ich Medikamente ausprobieren kann, dauert es leider noch.

Ich trinke eigentlich schon viel. Tracken habe ich auch schon oft probiert, aber immer wieder aufgegeben,weil es mich sehr stresst oder ich es vergesse.

Liebe Grüße

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Mit Intervallfasten hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, ebensowenig mit strikter Kontrolle der Mengen oder Nährstoffe. Das hat bei mir den Drang und Stress eher erhöht.

Auch ich esse häufig zu viel, weil sich bei mir meist gar kein Gefühl von Satt oder Hunger einstellt. Ich habe früher nur gegessen, wenn der Magen lautstark grummelt hat und habe aufgehört, wenn der Hosenbund spannte oder einfach nix mehr rein ging.

Auch ich ernähre mich dennoch von gesunden Lebensmitteln ähnlich wie Du das beschreibst. Viel selbst kochen, kaum Fertigprodukte, zudem einiges Selbst geerntetes und Wildpflanzen/Wildobst. Ich kann gut nachvollziehen wieviel Mühe und Nerven das kostet, sich teils auch dafür noch rechtfertigen zu müssen.

Mir hat dann erst das ‚Scheinfasten‘ wirklich geholfen. Da bin ich über meinen Reizdarm drauf gekommen. Das Prinzip: Du fastest für rund eine Woche indem Du möglichst wenig Eiweiß isst, insgesamt weniger als ich glaube 700kcal per Tag zu Dir nimmst und dennoch ein sättigendes Frühstück Mittag und Abendbrot mit zwei kleinen Snacks dazwischen machst. Gleichzeitig soll man auch den Zuckerkonsum möglichst niedrig halten. Nach spätestens 3 Tagen hat sich der Körper dran gewöhnt und baut überschüssige Körpereigene Reserven ab. Das Verdauungssystem kommt zur Ruhe, und organisiert sich etwas um. Das Magengrummeln und die Esslust werden bei mir deutlich reduziert und zwar nachhaltig für viele Wochen. Dadurch dass man trotzdem isst stellt sich nicht dieser krasse Bruch und dieser krasse Hunger ein, der sonst beim Fasten möglich ist. Nach etwa einer Woche steigert man dann wieder auf normalen Konsum, der aber in der Regel dann niedriger ausfällt weil man gar nicht mehr so viel fürs Glücksgefühl braucht und erstmal wieder Bewusstsein fürs Essen selbst entwickelt hat. Häufig stellt sich auch beim Fasten ein gewisses Glücksgefühl und größere Produktivität ein, denn der Körper hat durch weniger Verdauung mehr Reserven für andere Prozesse frei und das ‚Bauchhirn‘ wird entschlackt und etwas befreit. Dort entstehen übrigens viele Stoffe für die Emotionen (Bauchgefühl).

Man beginnt langsam erstmal nur mit zwei drei Tagen und steigert sich jedesmal bis auf ein zwei Wochen. Danach folgen mindestens drei Wochen, eigentlich eher 5-6 Monate, normales Essen (Frühstück, Mittag, Abendessen, bei Bedarf 2 gesunde Snacks). Der Körper lernt dadurch dass nach Hungerphasen auch wieder ‚fette Beute‘ ansteht und er sich gar nicht so voll fressen muss. Es entfällt ein gewisser unbewusster Stress, weil die vorhandene ‚Futtermenge‘ auch im unbewussten besser eingeschätzt werden kann. Das kann sich also auch sehr positiv auf Dein ‚nicht-stoppen-können‘ auswirken. Damit wäre wahrscheinlich das Gewicht nicht nur jetzt reduziert sondern bliebe nachhaltig niedriger.

Ich kann’s Dir leider nur von mir berichten und bin kein Experte. Allerdings kenne ich das gut, dass alle Experten irgendne tolle Aussage treffen, die sich dann aber selbst oder mit anderen Experten wiederspricht. Leider ist das auch ne sehr individuelle Sache.

Günstig beim Scheinfasten finde ich v.a. Drei Punkte:

  1. der Körper wird nicht so hart und radikal belastet wie beim vollen Fasten und Medikamente müssen nicht auf leeren Magen genommen werden.

  2. die Laune steigt, der Körper kann regenerieren

  3. das Gewicht sinkt leicht aber nachhaltig

Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg auf Deinem Weg. :slight_smile:

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