Es ist schon anstrengend,wenn einem das gesagt wird. Wir haben einen Nachbarn, der ein erfahrener Lehrer ist und auch Inklusionskinder kennt. Der meinte, er kennt dieses Verhalten nicht.
Bei uns wurde es mit sehr viel Struktur besser. Innerhalb dieser Strukturen, darf er viel mitentscheiden.
Wenn wir möchten, dass er während der Schulzeit (Volksschule) um 20 Uhr schläft, muss ich zwischen 17 und 18 Uhr anfangen alles vorzubereiten und darauf hinarbeiten. Tagesablauf muss immer ähnlich sein. Spontane Änderungen können schwierig sein. Jetzt kann er die Tageszeiten schon und Uhrzeit wird besser, das hilft schon beim Erklären, warum man um eine bestimmte Uhrzeit bestimmte Dinge so und nicht anders machen soll und wie man sich dazu verhaltet. Im Kleinkind Alter haben wir eine Tafel mit Sonne, Mond und Aktivitäten dazugehabt.
Wir wechseln zwischen Bewegungseinheiten und ruhigen Spielen ab. Ich stelle dafür eine Eieruhr. Seine Abmachungen muss er so gut wie möglich einhalten, Grenzen einhalten, klar machen er hat die Zeit selbst aussuchen dürfen(z B. Er sucht sich 15 Minuten Bewegung aus)
Lautstärke und Kraft sind/waren zu Hause ein großes Problem. Mit Ergoth. wurde es besser und die Übungen müssen wir regelmäßig machen, sonst wird es schlechter. Emotionen benennen mit verschiedenen Hilfsmittel wird auch besser. Er kann es nicht gut einschätzen und weiß nicht, dass er andere damit wehtut. Momentan benenne ich es auf einer Skala, es gibt wenig, Mittel und Stark. Wenn er raus geht zum Spielen, weiß er , dass die Nachbarn die mittlere Lautstärke akzeptieren. Tiere, kleinere Kinder leichte Stärke usw.
Co Regulation hat uns auch schon gut geholfen. Das ist glaube ich die härteste Arbeit , weil man bei einem Selbst anfangen muss. Mein Mann hat es auch erkannt und seitdem wir es gemeinsam machen, hat sich einiges geändert. Wir regulieren nicht nur die Kinder, wir Erwachsene regulieren uns auch gegenseitig in Stresssituationen. Und es geht auch besser, wenn in Stresssituationen nur 1 Erwachsener die Situation durchmacht, sonst endet es oft im Chaos und alle sind danach erschöpft.
Medikamente haben wir bisher keine, es wurde aber schon angesprochen.