Eure Voruntersuchungen -+ regelmäßige Checkups wegen Medikation

Moin, an alle! Der Titel sagt es eigentlich schon: mich würde mal interessieren,

  1. welche körperlichen Untersuchungen bei euch Pflicht waren, als ihr medikamentös eingestellt wurdet?
  2. bei welchem Medikament?
  3. Müsst ihr in regelmäßigen Intervallen ein Folge – EKG oder Blutbild anfertigen lassen? Wenn ja, in welchen Intervallen?
  4. Welche Werte werden in eurem Blutbild bestimmt?

Warum ich das so genau wissen will: mein Termin beim Neurologen ist leider erst im März… Da sind noch einige Wochen, die ich zu überbrücken habe. Ich wollte in der Zwischenzeit mit meiner Hausärztin sprechen, und sie fragen, ob sie schon mal die Untersuchungen durchführen kann, damit ich schon mit allen relevanten Befunden zum Neurologen komme, und schon direkt beim ersten Gespräch auch ein Rezept ausgestellt bekomme.

Ich habe zwischenzeitlich auch mit einer privaten Neurologie Praxis geschrieben, die mich als Selbstzahlerin aufgenommen hätte. Mein Plan war es, dort einmalig, ein Rezept mitzunehmen, um die lange Wartezeit bis März zu überbrücken. Allerdings kamen sie mir heute Morgen mit einer E-Mail zuvor, die mich sehr verwundert hat. Ein MRT vom Kopf? Hae? Wurde so etwas bei euch auch veranlasst?
Mir kommt es gerade so vor, als würde man einfach nur bei Selbstzahler und Privatpatienten versuchen, den Geldhahn maximal auszumelken, und deswegen Untersuchungen zu veranlassen, die eigentlich gar nicht nötig sind… Jedenfalls werde ich von dieser Praxis Abstand nehmen, und mit aller Kraft versuchen, mich bis März zu gedulden… Eure Antworten wären definitiv hilfreich für mich, weil ich dann zumindest mit meiner Hausärztin noch mal ins Gespräch Kommen könnte.

Also ich bin noch nicht medikamentös eingestellt, war aber schon bei einem Psychiater deswegen und musste danach Blutwerte und EKG testen lassen.

Ein MRT vom Kopf wurde auch vorgeschlagen. Es ist kein muss! Es dient wohl dazu zu gucken, ob es da irgendwelche Probleme gibt, die gegen eine medikamentöse Behandlung sprechen. Ich habe das aber abgelehnt, weil es 1. nur freiwillig war und ich 2. enorme Platzangst habe und dieses Jahr (also letztes Jahr) schon ein MRT hatte. Für mich ist das mit super viel Stress verbunden. Wird aber auch wirklich nur selten gemacht.

Bei den Blutwerten wird vor allem auf Leber, Niere, usw. geachtet. Ich hatte Ende 2023 ein großes Blutbild, musste aber Ende 2024 nochmal ein frisches für den Psychiater machen. Der hat mir eine Überweisung mitgegeben für den Hausarzt mit den Werten, welcher er haben wollte. Waren definitiv weniger als beim großen Blutbild - kann aber nicht genau sagen welche, weil ich die Abkürzungen nicht verstehe :sweat_smile:

Also beim neuen (vom Psychiater verordneten) waren dabei:

Erythrocyten, y-GT, Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, MCH, MCHC, MCV, ASAT, ALAT, Thrombocyten, TSH

Bei dem von Ende 2023 war viiiiiel mehr dabei, aber das hat der Psychiater nicht verlangt (z.B. Glucose i.S., Krea/GFR, … usw)

Getestet werden in der Regel aller 6 Monate EKG und Blutwerte. Kommt glaube auch darauf an, ob du andere Vorerkrankungen hast - aber 6 Monate sind der Standard. Mal sind es auch nur 3 oder 12 Monate.

  1. Pflicht ? Gar keine. Mein Psychiater hat mir empfohlen ein EKG + Blutdruck messen zu lassen bei meiner Hausärztin, habe ich auch gemacht.
  2. Start mit Medikinet, inzwischen nehme ich Elvanse.
  3. Im Beipackzettel steht, man soll alle 6 Monate EKG machen lassen, hat auch mein Psychiater gesagt. Werde ich künftig also 2x im Jahr machen lassen, im März also wieder. Von einem Blutbild war nie die rede, die frage ist ja auch, was soll man im Blut untersuchen ? Das normale kleine Blutbild dass die KK zahlt macht ja nur die Blutkörperchen. Das habe ich im August ´24 mal machen lassen ( vor meiner Diagnose + Medikament ), + Eisen und B12, war iO.
  4. Wie gesagt, das Standard Blutbild Untersucht werden im kleinen Blutbild die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Mit Hilfe der Menge an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) und dem Volumenanteil von roten Blutkörperchen (Hämatokrit) werden weitere Laborwerte wie MCV, MCHC und MCH analysiert.

Ja und ? Macht sie das nicht ? Für EKG + Blutdruck und ggf Blutbild wenn du willst ist deine HÄ doch da.

Dass ist das Standard kleine Blutbild.

:adxs_wink: @DieSummsi

Frische Blutwerte usw. sind ja nie verkehrt, gerade auch, wenn es um ein neues Medi geht, auch für später, als Referenzwert, um zu sehen ob sich das neue Medi irgendwo bemerkbar macht.

Da ich ohnehin mindestens halbjährlich etwas aktuelles habe, hatte meine Neurologin um die letzte gebeten, was ihr fehlte, hat sie dann selbst abnehmen lassen.

Genau, ich würde es tatsächlich, im weitesten Sinne,
mit dem „kein Koffein zur Eindosierung“ vergleichen.

Rein der Über-und Vorsicht wegen.

Dieses Problem gibt es leider häufig, muss jetzt nicht auf diese Praxis zutreffen, aber wirklich sicher sein, schwierig…

G.E.D.U.L.D. :adxs_zwinker: liebe @DieSummsi , das wird schon :four_leaf_clover:

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Spannend,
Ich hätte gedacht, dass man zumindest im Blut noch Gamma-GOT (Leber) und Kreatinin (Niere) macht, weil Stimulanzien beides ‚beanspruchen“:face_with_peeking_eye::eyes:

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Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, MCH, MCHC, MCV, Thrombozyten, Leukozyten: Blut (rote und weiße Blutkörperchen, Blutbildung, Sauerstofftransport).

γ-GT, ASAT, ALAT: Leber (Leberfunktion und -gesundheit).

TSH: Schilddrüse (Schilddrüsenfunktion).

Ich hätte auch gedacht, dass da Niere dabei ist :joy:

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EKG bei Start Medikation und BE (Niere, Leber, Schilddrüse, kleines Blutbild, Elektrolyte).

Verlaufskontrolle jedes Jahr.

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Bin gerade zu faul aufzustehen, erst mal aus dem Kopf:
Vor der Medikation:
Blutdruck, EKG, Blutwerte
Bei den Blutwerten auf jeden Fall Schilddrüse und VitD, aber da noch mehr dabei.
MRT Kopf wollte er auch, das vorhandene (zwei Jahre alte) reichte ihm aber.

Nach 1 Monat Medikinet nochmal Blutwerte (aber ohne Schilddrüse u. VitD) , Blutdruck, EKG,
Nach 1 Monat Elvanse das gleiche nochmal (wegen Wirkstoffwechsel) - war im August.

Nächster Termin im Februar. Mal sehen, ob er mich dann wieder zum Hausarzt schickt.
Ich kann da auch nicht schlampern, mein Doc rückt keine Rezepte mehr raus, wenn er die Werte nicht zeitnah bekommt.

Und würdest du sagen, dass deine Werte „stabil“ sind? Oder sieht man im Verlauf, dass die Leberwerte noch im Rahmen sind, aber immer schlechter werden?

Ich glaube, dass kann man nicht genau sagen.

2021 waren meine Leberwerte leicht erhöht. Nichts bedenkliches.
Eventuell vom Antidepressiva, aber hätte auch gut von anderen Dingen kommen können, da einiges einen Einfluss darauf hat (sogar Stress).

Beim Testen nach 6 Monaten war wieder alles normal und supi - bis heute.

Manchmal kann es passieren, dass ein Wert mal schlechter ist, was nicht immer mit Medikamenten zu tun haben muss. Wichtig ist, dass man es eben beobachtet.

Als ich gestern beim Psychiater war und Blutwerte + EKG abgegeben habe, musste ich auch noch Blutdruck und Gewicht messen. Das wird jetzt auch alle 4 Wochen gemacht solange ich in der Eindosierung bin - danach aller 6 Monate.

Blutdruck messe ich aber auch zu Hause (unregelmäßig, vllt 3x in der Woche), weil ich beim Arzt immer ziemlich aufgeregt bin, was oft zu einem hohen Puls führt. :roll_eyes:

Alle vier Wochen!
Wow… das nenne ich mal engmaschig :face_with_peeking_eye:

Ich bin auch immer sehr aufgeregt beim Arzt… als müsste ich irgendeine Prüfung dort bestehen oder so. Deshalb gehe ich auch sehr ungern hin, weil mir das Herz im Wartezimmer schon bis zum Hals schlägt😅

Ja, wegen Eindosierung halt.
Wobei ich nicht weiß, ob wir nach den jetzigen 4 Wochen, nochmal 4 Wochen machen :joy:
Aber lieber zu viel, als zu wenig.

Jaaaaa. Mein Puls ist beim Arzt/Wartezimmer auch immer bei 120-140 :sweat_smile: besonders wenn ich zum ersten Mal bei einem neuen Arzt bin.

Es kommt glaube ich auch stark drauf an, ob Komorbiditäten vorhanden oder vermutet werden.
Auch familiäre Vorerkrankungen spielen eine Rolle, was für Untersuchungen vorab angeordnet werden.

Ich wurde im Dezember diagnostiziert und mir wurde empfohlen einen Monat vor dem Termin täglich, unter gleichen Bedingungen, den Blutdruck zu messen, als auch meinen Puls im Verlaufe des Tages (letztere bei mir über Smartwatch) zu dokumentieren. Dies wurde dann während der Einstellung auf Medikinet adult (Wirkstoff: Methylphenidathydrochlorid) fortgesetzt. Unter anderem soll ich im Februar nun noch ein EKG machen lassen.
Bei Einnahme des oben genannten Wirkstoffes kann es u.a. zu einer Pulserhöhung und beim EKG zu einer q/t-Zeit-Verlängerung kommen.

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Verlangt wurde gar nichts. Mein Psychiater hat nur gefragt, ob ich mal ein auffälliges EKG gehabt hätte. Effektiv angefordert hat er die Daten von meiner Hausärztin aber nicht.

Hab mich aber vor der ADHS-Diagnostik eh durchchecken lassen, da ich so unspezifische Symptome hatte. Ist dann auch noch ein Eisenmangel festgestellt worden - darauf sollten gerade wir Frauen immer ein Auge haben.

Werde aber beim nächsten Kontroll-Termin den Psychiater fragen, wie oft ich ein EKG machen soll. In meiner Familie sind Herz-Probleme leider verbreitet. Wobei die Familienmitglieder meist auch noch mehr Risikofaktoren hatten als ich.

Ich frag mich auch, wie oft man Blutwerte wie Cholesterin, Leberwerte und so checken lassen sollte. Die Kosten bleiben halt normalerweise an mir hängen…

oh, ja, same!! Auch beim Blutspenden musste ich schon ein paar Mal den Puls nachmessen lassen. Es gibt glaub sogar einen Ausdruck dafür: „Weisskittel-Bluthochdruck“ oder so ähnlich.

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Hausärztin hat nix gesagt und ich hab die Werte alt/neu nicht verglichen.
Meine Hausärztin hat da aber immer ein Auge drauf, weil ich durch meine Schmerzerkrankungen deutlich mehr Schmerzmittel nehme als der Durchschnittspatient. Wenn da was auffällig gewesen wäre oder in die falsche Richtung geht, hätte sie mir ein Post-It mit nem Hinweis auf den Zettel mit den Laborwerten drauf gepappt oder mich angerufen.

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