keine Sorge @AbrissBirne das hast du nicht getan. Ich wollte nur verhindern, dass es zu OT wird
Wobei ich natürlich zu gern wüsste, warum ich so vieles nicht mehr weiß… wenn du magst und es dich interessiert, können wir dieses Thema via PN gern weiter ausführen.
Klar @Daydreamer wenn Du darüber gerne mal ein wenig sinnieren möchtest biete ich Dir sehr gerne per PN meine offenen Ohren an, wie auch wie immer über alle möglichen sonstigen Gesprächsthemen, oder Deinen Roman, und wie immer von Herzen gerne.
Gedanklich nur im Moment sein .
Das kann ich sogar mehrfach. Heute Morgen sieht mich meine Frau an wie ich erstarrt im Schlafzimmer stehe. Meine Bettdecke in der Hand, die wollte ich ausschütteln ? meine Zahnbürste im Mund, meine Augen schweifen durch das Schlafzimmer. Meine Frau fragt mich, ist was ?
Wo ist eigentlich meine Jeans ?
@Reibeisen Hm. Ich empfinde solche Momente genau als das Gegenteil von „in dem Moment sein“. Ich meine, gerade weil ich nicht in dem Moment, in dem „Hier und Jetzt“ bin, und dann mehrere verschiedene Dinge begonnen und direkt wieder verlassen habe, weil meine Gedanken schon längst wieder weitergehüpft sind
@Lavendel nachdem ich erneut nochmals alles hier durchgelesen habe, musste ich natürlich erstmal sofort über mich selbst lachen, obwohl es irgendwie eigentlich nicht wirklich zum lachen ist, aber manchmal ist es besser solange man noch über sich selbst lachen kann, trotz allem, wie auch immer.
Jedenfalls, ja klar gewisse Situationen die Du beschrieben hast werden irgend jemand wahrscheinlich immer irgendwie bekannt vorkommen, wenn vielleicht auch nur Teile oder Ausschnitte davon, aber vielleicht für den ein oder anderen irgendwie vertraut.
Was es mir persönlich aber ein bisschen schwer gemacht hat Dir zu antworten, heisst ich total schnell abgedriftet bin, war der Umstand das ich eigentlich nicht so recht wusste auf was genau ich eingehen sollte.
Denn Du beschreibst ja zum Beispiel auch Situationen aus eurer Paarbeziehung, bei denen ich plötzlich, kann ehrlich gesagt „hier und jetzt“ nicht mal mehr sagen „was“ mich da anscheinend „getriggert“ hatte, an meine Ex Beziehung erinnert, jedenfalls bin ich deshalb in meine Erinnerung verfallen.
Mir persönlich passiert eben genau sowas extrem oft, dass irgendwas sei es ein Wort, ein Satz, ein Spruch, eine Melodie, ein Geräusch, ein Geruch, ein Geschmack an irgendwas erinnert was mich dann in eine Gedankenschlaufe abdriften lässt, Erlebnisse aus der Vergangenheit halt die ich dann wie einen Film im Kopf (Kopfkino) beobachte, also alles andere als fähig „im hier und jetzt“ zu sein.
Aber Spass beiseite, ich kann schon im hier und jetzt sein, ich muss mich einfach wahnsinnig darauf konzentrieren, dann klappt es sogar ab und zu.
Hallo @anon94021787 ich meine, leider habe ich keine Momente in denen ich lange im Gedanken verweilen kann.
Meine Gedanken sind oft so sprunghaft, das es schwer ist mir mit ein Gespräch zu führen.
Wahrscheinlich habe ich aus diesem Grund auch keinen Freunde. Das ich Freunde vergesse ist genauso üblich wie, meine Tablettenschachtel anzusehen und nicht zu wissen hab ich die gerade genommen ? So was wie Feingefühl hab ich selten, niemlas würde jemand verletzen wolle, aber es passiert ständig.
In meiner Sprache bin ich der selbe grobmotriker wie im Handwerklichen ich kann echt viel reparieren aber ich brauche danach auch immer ein Pflaster und schrecklich viel Nerven immer verbunden mit Zeitstress.
Bei mir muss immer alles schnell gehen und gefährlich sein. Taekwondo Wettkämpfe, Fallschimspringen, American Football. Jetzt bin ich 57 Jahre alt und fahre noch Motocross, alle zwei Jahre habe ich einen schweren Sturz, weil langsam einfach nicht geht. Aufhören kann ich auch nicht sonst fühle ich mich wie tot. Wenn ich etwas schreibe schaue ich fünf mal durch ob ich Rechtschreibfehler habe, nee alles ok.
Abschicken : shit das muss doch klein und das groß oh man…
Wenn ich ein Buch lesen muss es immer spannend sein, ist es das nicht schlummer ich schon auf Seite 2 weg.
Jetzt hab ich das geschrieben und will wieder alles löschen, fang von vorne an und der Zweite Ansatz ist noch viel schlechter.
Tja so ist das.
@Reibeisen Du musst neu hier sein, oder?.
Jedenfalls sage ich Dir mal Hallo und herzlich Willkommen.
Das was Du da über Dich schreibst mit der erhöhten Risikobereitschaft kommt wahrscheinlich einigen anderen Adhs’ler auch irgendwie bekannt vor.
Sagen wir ich bin früher gelegentlich auch mal ehr etwas zu schnell oder sogar riskant Auto gefahren, habe zum Beispiel total bescheuerte und gefährliche Überholmanöver gemacht auf die ich heute im Nachhinein alles andere als stolz bin.
Jedenfalls habe ich damals dann ein Erlebnis gemacht nachdem ich dachte das ich echt einen Schutzengel oder so was haben muss, seit dort fahre ich sozusagen nur noch genau nach Vorschrift, denn ich könnte es mir niemals verzeihen andere durch mein waghalsiges Verhalten in Gefahr zu bringen.
Das was Du über das schreiben von Texten geschrieben hast könnte von mir sein.
@Lavendel wollte nur noch schreiben, um Dir Deine Frage bezüglich Deines Mannes ob er Adhs typisches Verhalten aufzeigt zu beantworten, kann ich Dir ehrlich gesagt keine Antwort liefern, finde da müsstest Du wirklich noch ein bisschen mehr über ihn, oder euer Zusammenleben schreiben um sich ein Bild machen zu können.
Das sind schon klassische Symptome von chronischem Stress.
AD(H)S und chronischer Stress vermitteln ihre Symptome beide durch Dopamin- und Noradrenalinmangel. Daher sind die Symptome insoweit identisch.
Trotzdem haben der DA- und NE-Mangel bei chronischem Stress und bei AD(H)S unterschiedliche Ursachen.
Stress geht mit dem Stressor, AD(H)S bleibt.
Bei Dir scheint eine Hochbegabung oder deutlich erhöhte Begabung dazu zu kommen. Die erhöht die Copingfähigkeit und verdeckt so lange ein etwaiges AD(H)S.
ADHS trifft auf ADS!
Dein Verhalten trifft sehr präzise auf meine Ex zu, sein Verhalten auf mich mit meiner ADS.
Wer den ganzen Tag Gedankenkarussel fährt hat machmal nichts sinnvolles zu erzählen
oder die Kraft etwas gefordertes/versprochenes zu tun, klebt im Moment fest und verzweifelt innerlich an der Situation.
Ich freue mich sehr für dich, dass du deinen Herzensmenschen gefunden hast und ihr als beide Betroffene so gut klar kommt.
Dennoch glaube ich nicht daran, dass AD(H)Sler grundsätzlich gegenseitiges Verständnis für einander aufbringen. Da spreche ich leider aus Erfahrung.
@Andromache tut mir leid das Du andere Erfahrungen damit gemacht hast.
Klar ist natürlich immer alles Supi solange der Himmel voller Geigen hängt und Trallala und Solala ist.
Aber natürlich gibt es keine Garantie dafür das zwischen Adhs’ler + Adhs’ler „immer“ alles Super passt, genauso wenig wie bei anderen Kombinationen, im Prinzip ist Liebesglück wahrscheinlich irgendwie im Endeffekt reine Glückssache, entweder man hat das Glückslos gezogen oder geht leer aus.
@AbrissBirne
Klar, warum sollte es auch automatisch passen, denn es prallen ja auch immer zwei Persönlichkeiten aufeinander.
Worum es mir aber in erster Linie ging, ist das gegenseitige Verständnis für die ADHS-Symptome und dadurch bedingten Macken des anderen.
Ich habe nämlich das Gefühl, dass mit der Spiegelung der eigenen Symptomatik gerade die nicht gut umgehen können, die sich selbst ihre eigenen Symptome nicht verzeihen können und durch Coping unterm Deckel halten. Wenn sie dann in den Spiegel blicken müssen, den ihnen der Partner oder die Partnerin vorhält, richten sie dann den Ärger und die Aggression auch gegen diese.
Ist aber nur meine These…
Ich glaube, das Thema verdient einen eigenen Thread.
@Andromache ich weiss nur, dass mein Partner und ich wirklich ein tolles Team sind, bei uns passt es einfach sehr gut. Warum?, wieso?, weshalb?, keine Ahnung ist einfach so. Und was will ich persönlich in unserem Fall mehr als einfach nur zufrieden sein?. Ich habe da anscheinend einfach nur grosses Glück gehabt, dafür danke ich Gott und weiss mein Glück zu schätzen, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und eine gute Woche.