Hallo, ihr habt mir schonmal geholfen Zusammenhänge zu erkennen, bzw. Symptome die nicht in jedes Buch stehen einzuordnen. Jetzt habe ich noch eine Frage zum gleichen Thema.
Mein Kind hat noch nie Hunger gespürt, bzw. nur erst wo es schon zu spät war. Da kein Arzt das ernst nahm, nach dem Motto „für Kinder ist halt Spielen wichtiger“, haben wir Eltern gelernt damit zur Recht zu kommen, seine Hungerlaunen zu erkennen und versucht ihm Strategien zu vermitteln wie er selber rechtzeitig ans Essen denkt. Zum Beispiel wenn anfängt wie eine Zeitbombe zu ticken, oder sich an feste Essenszeiten in die Kita bzw Schule zu halten. Mit Beginn der Medikation wurde diese Körperwahrnehmung trotz leichter Appetitlosigkeit etwas besser. Mit 8Jahren habe ich zum ersten mal von Kind den Satz „Ich habe Hunger“ oder „ich bin müde“ gehört. Seit einem Jahr quellen wir uns mit unzureichender Wirkung und Nebenwirkungen. Bin kurz davor die Praxis zu wechseln, weil nichts optimiert wird. Die Gerichte/ Lebensmittel die gegessen werden sind wieder sehr eingeschränkt und einseitig- bei ausreichender Wirkung von Medikinet und dadurch psychisch stabiler hat nicht nur ausgewogener gegessen sondern sogar neue Gerichte probiert. Wenn bei guter Wirkung auch tagsüber gegessen wurde, werden seit einem Jahr auf Nacht unmengen gefuttert. Das Gewicht geht steil nach oben. Neulich sagte ich zu ihn „satt ist wenn du keinen Hunger mehr spürst, nicht wenn du schon am platzen bist“. Und die Antwort war so logisch, so offensichtlich und ich bin nicht von selbst darauf gekommen: „wocher soll ich das wissen wenn ich nie weiß wann ich Hunger habe. Ich denke von alleine ans Essen nur wenn mein Bauch schon weh tut. Wie soll ich dann wissen wann ich satt bin?“
Kennt das jemand und kann mir paar Strategien verraten? Vielleicht ohne feste Portionen, weil das nicht funktioniert, außerdem kommt das Kind langsam in die Pubertät, wo der Bedarf dann eh höher ist.
Falls relevant, diagnostiziert ist nur ADHS.