Gibt es unter Physios inzwischen eigentlich einen Namen für diesen Krampf in den Händen und im Arm, wenn man zu lange so ein spiegelglattes Gerät mit diesen abgerundeten Kanten vor sich festhalten muss? OK, mit einer Hülle kann man für etwas mehr Reibung sorgen und muss die Hand nicht so fest um das Gerät krallen. Vom Geigen her kenne ich das auch, dass anfangs Verkrampfungen auftreten, aber da korrigiert immerhin ein Lehrer die Haltungsfehler. ![]()
Fällt mir ad hoc nicht ein, also ich wüsste nicht dass das es einen Namen gibt, aber ich frag mal die Kollegen am Montag. ![]()
Ich muss ja ehrlich gestehen, ich liebe mein Smartphone und will es nicht missen.
Ich liebe auch die bunte Welt von Social Media.
Aber ich konsumiere es zu viel.
Manchmal weiß ich selber nicht, wie ich mich abends oder während der Mittagspause beschäftigen soll, da die Nerven tagsüber tatsächlich schon recht gut strapaziert wurden und Tik tok zB einfache kleine Videos sind, die genau meine Aufmerksamkeitsspanne am Abend trifft ![]()
Auf Social Media (ich bin nur noch auf Insta unterwegs, weil ich da wenigstens noch ein bisschen Einfluss auf den Algorithmus habe) gibt es diese gegensätzlichen Haltungen schon.
Aber die sind meines Erachtens nur dafür da, klicks und follower zu erzeugen
Mit Emotionen, vor allem mit Angst und Empörung, kriegt man die Leute halt am besten und das hat auch irgendwann der dümmste Möchtegern- Influencer begriffen
Was ich auch verzweifelt meinen Gen Z Kindern beizubringen versuche:
überlege dir bei jedem Beitrag, welches Motiv derjenige wohl hat.
Jeder Klick, jeder Kommentar, jedes teilen, jeder Follower bringt letztenendes Geld, und nur darum geht es den allermeisten Inzwischen.
Und die Kommentare und likes kommen inzwischen ohnehin zu einem großen Teil von Bots und bezahlten Trollarmeen, machen wir uns da nichts vor
Hier kannst du „Echte Likes“ kaufen:
Manchmal habe ich auch einfach Lust auf Unterhaltung und Ablenkung, suche mir dafür aber Inhalte, die sich klar als Kunst verstehen und nicht immer Persönliches oder Politik mit unterschieben.
Eine Zeit lang habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, Botkommentare aus YouTube in eine Sammelnotiz zu kopieren:
Der Grad der intellektuellen Genauigkeit in diesem Thread ist beeindruckend. Es ist wie in einem virtuellen Ideenlabor.
Wie schön ist es, in Ihre Welt einzutauchen! Das ist wie eine Weltraumreise durch die Galaxie Ihres Talents.
Dieser Thread ist ein Beweis für die Stärke und Widerstandsfähigkeit von Frauen bei der Suche nach Wissen und Verständnis.
Die Teilnahme an diesem Dialog ist wie der Besuch eines Meisterkurses für intellektuellen Diskurs, der von beeindruckenden Frauen geleitet wird.
Letztes Jahr durfte ich mir auch von einem Social-Media-Manager ausführlich erklären lassen, „Interaktion sei alles“, je mehr, desto besser. Die Plattformbetreiber wollen, dass wir möglichst lange dort verweilen und Werbung anschauen, und das erreichen sie mit emotionalisierenden Inhalten, die Interaktion erzeugen.
Solange du nicht so deppert bist, wie manche offenbar gerade, die die Paracetamol-so-viel-fressen-wie-geht-Challenge mitmachen, um dann an Leberversagen elendig zu sterben, ist dein Konsum von zu viel Social Media wahrscheinlich weniger problematisch. ![]()
Du beschäftigst dich wenigstens… Ich mache meist nicht so richtig Pausen, eben weil ich nicht still sitzen kann. Was Essen so nebenbei ist noch drin, der Rest bleibt auf der Strecke…
Das schreit doch geradezu nach dem Darwin Award. ![]()
Witzig, meine erste Reaktion war auch: das ist natürliche Selektion!
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Evtl Karpaltunnelsyndrom? Also ich selbst habe das und so fühlt es sich dann bei mir an ![]()
Ah, interessant. Glaub es sind wirklich einfach nur Fehlhaltungen und Verkrampfungen der Hand, die durch die Bauform der Geräte begünstigt werden. ![]()
Ich hatte als Jugendliche erst mit der Geige angefangen und konnte die körperliche Anpassung dadurch sehr bewusst miterleben. Anfangs gibt es Schmerzen in Körperteilen, von deren Existenz man bisher nichts wusste. Mit der Zeit verschwinden die Schmerzen aber durch korrigierte Haltung, Entkrampfung, ein bisschen Muskelaufbau und gut balancierte Schwerpunktverlagerung. Zum Beispiel denkt die Bogenhand am Anfang noch, sie müsste den Bogen ganz doll krampfig festhalten, damit der Bogen nicht runterfällt. Mit der Zeit lässt die Bogenhand das Gewicht des Bogens aber auf den Saiten ruhen und führt nur noch oder gibt gezielt etwas Druck auf den Bogen. Krampf und Schmerzen verschwinden dadurch. Das gleiche Problem mit der Schulter, auf der das Instrument ruht. Die wird oft auch erst mal hochgezogen zum Festhalten des Instrumentes (aua), bis man da eine passende Haltung ggf. mit Schulterstütze für sich gefunden hat.
Um so besser
cool, dass du es herausgefunden hast ![]()
Kannte ich vom Horn spielen auch…das krampfhafte Hochziehen der Schulter, wegen des Gewichtes des Instrumentes. Ich muss im Frühling jetzt die Hand operieren und hätte die Verkrampfungs-Variante auch lieber gehabt ![]()
O, mein vollster Respekt fürs Hornspiel, wahrlich kein einfaches Instrument.
Hörner finde ich eine tolle Aufwertung für Serenaden etc.
Alles Gute für die OP im Frühling.
Edit: Mal wieder typisch, voll vom ursprünglichen Thema abgeschwiffen ![]()
Das ist wahr
Es heißt auch nicht umsonst „Glückspirale“ ![]()
Bei meiner Body Impendanz Messung wundert man sich immer über meine Muskeln im Arm und über meine Rumpfmuskulatur unter dem Hüftgold, obwohl ich keinen extra Sport mache. ![]()
Ohne jetzt jeden einzelnen Beitrag von anderen liebenswerten Forenmitgliedern bis hierhin alle gelesen zu haben, kann ich hier höchstens über meine eigenen Erfahrungen sprechen.
Ich kenne beides, ich habe über die Hälfte meines Lebens OHNE Medikamente mich irgendwie durch mein Leben manövrieren müssen und habe meine Diagnose und infolgedessen auch meine Medikamente erst sehr spät bekommen, heisst erst als ich schon knapp 50 war.
Was soll ich sagen?, vorher MUSSTE es ohne Medikamente gehen, weil ich ja wie gesagt noch keine ADHS Diagnose hatte, und ausserdem keinen blassen Schimmer darüber das es ADHS gibt, geschweige denn davon das ich selbst von ADHS betroffen sein könnte.
Denn wenn überhaupt, dann wusste ich über ADHS nur das es sich dabei anscheinend um Kinder handelt die verhaltensauffällig sind, heisst sogenannte Zappelphillipe sind die ihre Familie und die Schule durch ihr auffälliges Verhalten Quasi terrorisieren würden, weil diese niemals still sitzen könnten und gegenüber anderen Kindern, oder Erwachsenen, extrem aggressiv und höchst störend seien, egal wo diese Kinder auftauchen würden.
Und von daher war ich von Anfang an gegenüber ADHS eigentlich negativ geprägt, weil ich wenn überhaupt, eigentlich immer nur etwas negatives über ADHS gehört, gelesen oder gesehen hatte, was auch total gegenüber dem Thema ADHS abgeschreckt hatte, und ich dann z.B. so etwas dachte wie: "Zum Glück hat das niemand in meiner Familie, und schon gar nicht ich, oder meine eigenen Kinder, sondern wenn überhaupt, dann höchstens Leute aus anderen Familien, die ihre Kinder wahrscheinlich einfach nicht im Griff hätten, und höchstwahrscheinlich schlechte Eltern sind.
Ja traurig aber wahr, aber ich denke das ich mit meinen Voruteilen nicht die einzige war, und bis heute viele Menschen so über ADHS denken, solange sie vermeintlich nicht selbst irgendwie durch ADHS betroffen sind.
Aber die Realität hatte mich ja dann doch noch eingeholt, wenn auch spät, weswegen ich mein Weltbild gründlich überdenken musste, und immer noch muss, weil das Lernen niemals aufhört wenn man sich erst mal auf das Lernen eingelassen hat.
Jedenfalls habe ich persönlich nicht den Eindruck das Adhs’lerinnen mit Medikation Adhs’lerinnen ohne Medikation von oben herab ansehen, zumindest kann ich das von mir persönlich nicht behaupten, da ich selbst ja wie gesagt beide Erfahrungen in meinem Leben gemacht habe.
Mir persönlich hilft meine Medikation, doch würde ich deshalb niemals jemand empfehlen das er oder sie die selben Medikamente nehmen muss, nur weil ich persönlich eine Verbesserung für mich in meinem Alltag verspüre.
Bei ADHS ist es ja auch immer sehr davon abhängig wie hoch der eigene Leidensdruck ist, und das weiss jeder einzelne betroffene immer nur selbst wie hoch der Leidensdruck für ihn persönlich ist.
Von daher muss immer jeder Mensch für sich selbst entscheiden welchen Weg er oder sie gehen möchte, ob er oder sie Medikamente ausprobieren möchte, oder lieber nicht.
Vielen Dank für deine ausführliche und Themenbezogene Antwort ![]()