Gleichstellungsantrag / Widerspruch GdB

Ich weiß nicht ob das hier das richtige Topic ist aber ich versuche es einfach mal.

Ich habe meine ADHS Diagnose seit letztem Jahr und habe daraufhin meinen Antrag zur Erlangung eines Gdb gestellt.

Mir geht geht es vorrangig um den Nachteilsausgleich. Ich leide schon Jahre damit aber nun habe ich einen plausiblen Grund. Davor war ich mir unsicher ob es am Charakter oder an Dritten liegt.

Jetzt weiß ich, dass es an dritten und dem ADHS liegt.

Hat jemand schon mal Gleichstellung beantragt und Widerspruch zum erhaltenen Gdb geschrieben? Ich kann mir nicht genau vorstellen wie man seine Einschränkungen beschreiben soll. Das würde mir in dem Aufbau noch fehlen.

Da wäre es schön wenn jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte oder ein paar Beispiele bringen könnte damit ich in etwa weiß wie das auszusehen hat. Im Endeffekt gehe ich davon aus das wir Adhsler mehr oder weniger die selben Probleme haben. Bei mir massiv in sozialer Interaktion und Arbeitsweise. Routine langweilt mich zu Tode bekomme ich aber trotzdem relativ gut hin. Ich mag es nur nicht wenn Kollegen dazwischen Funken oder ihren Senf dazugeben obwohl Sie auf gleicher Stufe mit mir sind. Ebenso habe ich große Probleme mit Doppelmoral so wie du darfst früher gehen ich aber nicht.

Willkömmchen :adxs_wink:

Hier unter diesen Themen rundum GdB gibts Erfahrungen und Tipps.

https://adhs-forum.adxs.org/search?context=topic&context_id=36762&q=gdb&skip_context=true

da liegst du aber völlig falsch. Wir haben ja nicht wie im Film mit Schweiger und Vogel Behinderung Standard.

Auch das du meinst das es an dritten und Adhs liegt könnte bei dir zutreffen, könnte dein Empfinden sein könnte aber auch typisch Eigen- und Fremdwahrnehmungsstörung durch Adhs sein ggf ein Mix aus mehreren Dingen.

Das du ohne einen Sozialverbnd oder andere fachjuristische Unterstützung in den Widerspruch willst und diesen alleine begründen willst zeigt mir das du wie viele inklusive mir an Wahrnehmungsproblemen leidest, denndu wirst gefüaus meinem Bauch falsch begründen wollen was wahrscheinlich nicht ausreichend auf ihre Forderungen eingeht. Ich weiß nicht was du bekommen hast aber mehr als 30% für Adhs wird es nicht geben und du kannst hier auch suchen es braucht einen anderen Aufbau. Legt Widerspruch mit fristwahrender Widerspruch Begründung folgt ein und hole dir Unterstützung vom Sozialverband ein damit es aaussicht auf Erfolg hat

Ich hab nur für mein ADHS 4O bekommen also war mein Antrag entweder richtig brutal oder ich hatte einen wohlwollenden Sachbearbeiter.

du mußt deine Ärzte ja befreien steht in der Bewilligung nur Adhs oder auch andere Diagnosen

Hi.

Ich bin gerade noch mitten drin.

Nach meinem Antrag habe ich 40% zugesprochen bekommen.
Allerdings sind a auch noch reiz. Schwere Depressionen und ein Wirbelsäulenleiden dabei.

Aufgrund des nicht beachtete ADHS habe ich über die Schwerbehindertenvertretung meiner Arbeitsstelle einen Widerspruch eingelegt mit der Hoffnung auf 50%.
Im Widerspruchschreiben wird sich dazu geäußert das die 40% nicht ausreichend sind WEIL:
da mußt du dann sehr kurz und knapp dein Leid zusammenfassen.

Daraufhin wurde ich zm Amtsarzt geschickt. Dort hatte ich auch meinen Mann dabei. Zur Unterstützung aber auch zur Fremdanamnese.

Beim Amtsarzt kommt es zu einer Körperlichen Untersuchung. Überprüfung des Bewegunsgapperates. Eigentlich nicht mehr.

Anschließend ging es ca 60 min. in ein Gespräch welches so alle Lebensbereiche abklappert. Und wie da eben die Beeinträchtigung ist und wo mein Mann und 3. mich unterstützen müssen.
Bei mir z.B. finanzielle Übersicht behalten. Geld wirklich rationieren, Termine erinnern. Haushalt usw.

nach einigen Wochen bekam ich vom Versorgungsamt dann ein schreiben das meine Sache in Münster zum Minsterium zur Beurteilung ging.

Ich hab noch keine Antwort. Ich erwarte das so Mitte des Jahres.

Hi,

ich möchte gerne meine Erfahrungen mit dir teilen:

ich hab alles komplett selbst gemacht. Hatte damals noch keine ADHS-Diagnose, aber logischerweise schon ADHS, was sich bei mir in vielen Dingen, unter anderem auch in einer sehr starken Ungeduld äußert. Deshalb wäre ein Termin bei einem Sozialverband UND dort alles besprechen UND dann noch den Antrag und warten einfach zu viel gewesen. Überhaupt hasse ich warten :see_no_evil_monkey::joy:.

Ich hab auch noch weitere körperliche und psychische Diagnosen, kam aus dem Krankenhaus und hab denen einige Seiten geschrieben, was mich wie einschränkt, Arztbriefe mitgeschickt und auch, das hab ich selber so beschlossen, Nachweise von Medikamenten und Krankmeldungen. Kurzum, alles, was greifbar war, hab ich in den Umschlag gesteckt.

Der Bescheid kam schon nach drei Monaten, 40. War ok für mich, denn eine Autoimmunerkrankung hatte sich verschlechtert und mir ging es in erster Linie um den Kündigungsschutz. Mein Job war nicht gefährdet, allerdings hatte ich große Angst, dass es soweit kommen könnte und habe eine Gleichstellung beantragt. Innerhalb einer Woche hatte ich die.

Das ist jetzt knapp drei Jahre her. Nun wurde körperlich was schlechter und psychisch einiges schlimmer, sodass ich letzten Sommer einen Antrag auf Neufestsetzung gestellt hab. Bis auf ein paar Zeilen von meinem Therapeuten habe ich wieder alles allein gemacht. Diesmal hat es ein bisschen länger gedauert, das Amt hat aber immer wieder freundlich mit mir kommuniziert, dass zum Beispiel noch das und das benötigt wird (Einwilligungen etc.).

Er wurde dann tatsächlich erhöht und ich hab jetzt einen solchen Ausweis bekommen.

Fühlt sich komisch an, aber seit ich den habe, hat sich für mich was geändert: zum Beispiel traue ich mich in der Arbeit zu sagen, wenn ich nicht mehr kann und mal kurz Pause brauche.

Wünsch dir alles Gute!