Hilfe: Elvanse Adult Unterschiede? Welches Medikament bei Panik

Hallo Leute,

Eine Frage an die Community.

Gibt es einen erkennbaren Unterschied zwischen Elvanse für Kids, oder Elvanse Adult?

Würde mich sehr interessieren denn ich bekomme das Kids Elvanse, obwohl ich schon 25 Jahre bin?

Auch würde mich Interessieren welche Medikamente ihr nimmt gegen Panik und Angst, da ich das Gefühl habe Venaflaxin in der Hohen Dosis macht mich zusätzlich Unruhig?

Liebe Grüße

Flo

Abgesehen davon, dass auf der Erwachsenen-Packung ‚adult‘ steht, gibt es keinen Unterschied… das Medikament ist genau das gleiche. Die Kids-Version gibt es aber in mehr Dosisstärken… wenn du also nicht 30, 50 oder 70mg verschrieben bekommst, könnte das der Grund für das fehlende ‚adult‘ sein!?

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Hey ich bin gerade mich am Informieren da ich elvanse nun bekommen soll und leider schon schlimme Erfahrung bei neuen adhs Medikamenten am ausprobieren hatte.

Tatsächlich sind die trägerstoffe andere
Bei kids und adult

Inwiefern?

Elvanse 30mg hat identische Inhaltsstoffe wie Elvanse Adult 30mg zum Beispiel.

Elvanse

Inhaltsstoffe
Cellulose, mikrokristalline (Hilfsstoff)
Croscarmellose natrium (Hilfsstoff)
Magnesium stearat (Hilfsstoff)
Gelatine (Hilfsstoff)
Drucktinte schwarz (Hilfsstoff)
Titandioxid (Hilfsstoff)
Erythrosin (Hilfsstoff)

Elvanse adult

Inhaltsstoffe
Cellulose, mikrokristalline (Hilfsstoff)
Croscarmellose natrium (Hilfsstoff)
Magnesium stearat (pflanzlich) (Hilfsstoff)
Gelatine (Hilfsstoff)
Titandioxid (Hilfsstoff)
Brillantblau FCF (Hilfsstoff)
Drucktinte (Hilfsstoff)

Vergleichst du schon die gleiche Dosis? Denn was ich nun als Unterschied sehe ist die Farbe der Kapsel(hälfte).

Erythrosin = „rosa“ und bei Brilliantblau steckt wohl ein Blauton dahinter.

Rosa = 30 mg und blau = 50 mg.

Edit: Siehe auch Fachinfo von Takeda auf Seite 9.

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Da sehe ich kein Problem, da diese Unterschiede sich nicht auf die Bioverfügbarkeit auswirken.

Je nachdem wo was hergestellt wurde können solche Dinge schon mal variieren.

Die Galenik wird aber dadurch nicht verändert.

Das ist zum Beispiel bei unterschiedlichen Präparaten mit Methylphenidat etwas anderes! Die wirken tatsächlich alle etwas anders.

@Florian97
Was heisst eine hohe Dosis von Venlafaxin?
Handelt es sich um retardiertes Venlafaxin oder um solches mit sofortiger Freisetzung (=verdächtiger Unruhe zu verursachen).
Wie lange nimmst Du schon Venlafaxin in dieser Dosis?
Wenn kurz, könnt es sich um natürliche Nebenwirkungen handeln, die sich mit der Zeit, mit den Wochen geben.
Wenn lang, könnte die Dosis zu hoch sein.

Gegen offene Panik hilft erfahrungsgemäss nur: 1. Abstoppen der Gedanken, 2. ruhiges, dunkles Plätzchen suchen, 3. ruhige, tiefe und vor allem regelmässige, nicht gepresste Atmung, 4. Beten und Abwarten.

Gegen heftige Angstzustände hilft am besten ein mittelstarkes Benzodiazepin wie Tavor, keine Dauerlösung.

Am besten gegen generelle Unruhe und generalisierte Angststörung wirkt Pregabalin. Kann wesentlich länger als Benzos eingesetzt werden, bis es abhängig macht; tut es aber auch früher oder später.

Generell versucht man deshalb Angststörungen mit SSRI in den Griff zu bekommen.

Wenn ich das recht begriffen habe, liegt bei Dir aber gar keine Angststörung vor, sondern eine mehr oder weniger typische Nebenwirkung des Venlafaxin.

An diesem Punkt wäre also zuerst anzusetzen, bevor man alle möglichen Mittelchen hinzunimmt.

Florian hatte das vor über einem Jahr geschrieben.

Sorry, das habe ich wieder nicht mitgelesen. :adxs_rot:

Ich weiß, dass dieser Beitrag schon etwas älter ist, dennoch halte ich es für wichtig, hier kurz eine Anmerkung zu machen:
Venlafaxin und auch andere Antidepressiva, sowie Schmerzmittel wie Tramal, sogar Johanniskraut und einige weitere Medikamente, können in Kombination mit Elvanse ein Serotoninsyndrom auslösen, dass lebensbedrohlich sein kann. Ebenso möchte ich noch die Aminosäure Tryptophan erwähnen, die viele gerne für eine bessere Stimmung zusätzlich einnehmen.
Symptome für ein Serotoninsyndrom sind unter anderem massive Unruhe, Schwitzen, Bluthochdruck, Zittern, Schwindel, erhöhter Puls, Delirium etc.
Meine Ärztin hat mich damals angewiesen, Venlafaxin auf höchstens 37,5 mg runterzudosieren aus genau diesem Grund.
Ihr könnt auch online Eure Medikamente auf Wechselwirkungen überprüfen lassen.
Das nur dazu.
Viele Grüße von Julia

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Gefühlt nimmt das halbe Forum elvanse in Kombination mit venlafaxin, auch in höheren Dosen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so Fachpersonal eine gefährliche Kombi munter verschreibt. Hat dazu jemand mehr Infos?

@Schöller Das halbe Forum Venlafaxin mit Elvanse? Wohl eher Bupropion.

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Ich lege für meine Wahrnehmung in der Verteilung der medikamentenkombis hier nicht die Hand ins Feuer :smiley:

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Neben den Studien und Infos auf adxs.org wäre Seite 6 interessant :slight_smile:

Hab Venlafaxin ca. 1 Jahr genommen, aber ohne Stimulanzien und rein als AD.

So viel habe ich noch nie geschwitzt.
Die Brain Zaps beim Wechsel auf ein anderes Medikament waren auch „toll“, aber der Text da klingt für mich einleuchtend.

So, ich habe wirklich alles abgesucht und nur auf dem Beipackzettel von venlafaxin und einer Art infozettel für Ärzte für elvanse (nicht Beipackzettel) wird in seltenen Fällen von dem serotoninsyndrom bei einer gemeinsamen Einnahme berichtet oder eher der technischen Möglichkeit. Vor einer gemeinsamen Einnahme mit MAO-Hemmern wird bei beiden Medikamenten überall gewarnt. eine Kombination von elvanse mit venlafaxin wird sogar mehrmals empfohlen, bis zu 150 mg, je nach Problematik. Johanniskraut ist ja bei der Einnahme vieler Medikamente problematisch, nicht nur bei elvanse.

Es liest sich für mich etwas wie Panikmache, dass du diese Kombi so hervorhebst, und das fände ich sehr problematisch. Für die meisten adsler ist die Diagnostik und medikation sowieso schon schwer genug zu bekommen, deswegen tummeln sich so viele hier, die erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wurden. Gesellschaftlich gibt es immer noch ein gewisses Tabu um die medikation von adhs und Depressionen. Da hilft so ein post nicht. Allerdings bin ich medizinisch zu wenig bewandert (aka kein Profi), um deine Aussage und die momentane Studienlage sicher einschätzen zu können. Daher würde ich mich über weitere Meinungen hierzu freuen.

Ich habe es zum Einen nur grundsätzlich erwähnt, da ich finde, dass das etwas ist, was jedem bekannt sein sollte. Was jeder einzelne daraus macht, ist jedem selbst überlassen.
Zum Anderen habe ich das auch auf dieses hier gefragte Thema bezogen, da der Fragende geschrieben hatte, dass er Venlafaxin in einer höheren Dosis einnimmt. Leider hat er nicht erwähnt, wie hoch. Deshalb dachte ich, es wäre an dieser Stelle erwähnenswert.
Ich möchte noch kurz erwähnen, dass ich, seit ich Elvanse nehme und somit mein Dopamin bekomme, das Venlafaxin tatsächlich eigentlich nicht mehr brauche. Vielleicht geht das anderen ja ähnlich? Ich versuche gerade, das Venlafaxin nach über 10 Jahren abzusetzen, was sich als schwierig, aber nicht unmöglich erweist. Ich zähle langsam die Kügelchen raus…
Und vielleicht sollte jeder, den dieses Thema interessiert einfach mit dem Arzt seines Vertrauens darüber sprechen.
Alles Gute Euch!