Hilfe um Medikinet retard adult Wirkung im Zusammenhang mit Essen - übernimmt die AOK auch Concerta?

Hallo, ich nehme seit einer Woche jetzt Medikinet Retard adult 10mg, als Kind hatte ich 30mg retard.

Ich habe das große Problem zurzeit mit der Einnahmezeitpunkt und der allgemeinen Wirkung.
Wenn ich sehr wenig esse davor, wirkt die sofort Freisetzung relativ gut aber ist nach 2-3 Stunden wieder weg. Wenn ich etwas mehr Esse dann wirkt es garnicht richtig. Ich weiß eben nicht ob die Dosis dann einfach zu gering ist oder ob es an meiner Zöliakie liegt das die Retard Freisetzung garnicht richtig funktioniert. Wenn ich wenig esse und dann zwischen drin ein bisschen was esse dann merke ich das die retard Freisetzung so halbwegs funktioniert also das die Wirkung manchmal durch kommt und manchmal wieder nicht es ist sehr komisch.

Ich hoffe jemand hat auch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann weiter helfen.
Ich habe auch überlegt umzusteigen auf Concerta aber ich weiß noch nicht ob es dann meine Krankenkasse übernimmt.
Danke im Voraus

nichts essen bzw wenig essen könnte eine schnelle doppelte Freisetzung veranlassend3n 10 mg = 5 mg sofort und 5mg später

hast du mal probiert mit gut essen 2 Kapseln zu nehmen? Ist die Wirkung deutlich besser dann sind 10 mg zu wenig was eh nur zum Eindosieren sein kann oder? Du bist am Eindosieren oder soll das die Dauerdosis sein?

Also ich habe es schon überlegt aber ich mache erstmal keine dosisänderungen ohne Ja von meinem Psychiater da ich froh bin das ich es jetzt überhaupt bekommen habe durch frühere sucht.
Ich habe gemerkt das es nur richtig wirkt wenn ich wirklich sehr wenig esse und dann wirkt es auch nur 2-3 Stunden. Heute habe ich mittags ca. 100g Pommes und ein gekochtes Ei gegessen dann ca 25 Minuten gewartet und eingenommen. Da habe ich jetzt gemerkt das die sofort Freisetzung extrem schwach bis garnicht da ist und dann 4 Stunden später hat es angefangen gut zu wirken. Also ich denke mal nach der Erfahrung jetzt am Abend das einfach die Dosis zu niedrig ist und ich zu wenig esse damit die retard Wirkung auch funktioniert. Das dann nur das schnell wirkende gut durchkommt, da es ja bei sehr wenig Essen auch stärker wirkt.

Ich hatte auch die letzten Tage Probleme mit rebounds aber heute ist die Abends Wirkung sehr sanft und klingt auch sehr sanft ab.

Und zu der Frage wegen Dosis es ist jetzt die erste Einstiegs Dosis und ich kann auch noch höher gehen aber ich habe erst in 20 Tagen den neuen Termin mit meinem Psychiater

Dann Montag zum Psychiater an die Rezeption und sagen, daß es so nicht geht und diese Dosis so nicht funktioniert

habbich immer gemacht und es gab Abhilfe

Das ist leider bei mir sehr schwer. Alle Psychiater bei mir haben alles voll und den was ich jetzt habe hat gar keine Arzt Helferinnen. Er ist schwer zu erreichen und hat nicht immer Zeit leider. Ich weiß das ist echt schlecht aber leider meine einzige Möglichkeit überhaupt Hilfe zu bekommen.

Ich versuche jetzt mal deine Möglichkeit morgen aus also das ich zwei Stück nehme. Ich darf dann halt mittags keine mehr nehmen das die Stückzahl am Ende noch passt. Ich werde morgen nochmal Bescheid geben ob das gut hilft.

Ich würde hin, was du mast ist blödsinn oder nimm 10 Tages nix dann paßt es, der Rebound kann unangenehm werden.

Wer nicht hingeht und fragt hat verloren. Persönlich hingehen, die Frage braucht 2 mi Aufmerksamkeit und wenn verordnete Medikamente nicht passen ist er zur Abhilfe verpflichet! ! !

Hallo, ich hab jetzt schon seit mehreren Wochen mit Essen und Medikinet Retard zu kämpfen.
Weiß jemand schon oder hat jemand Erfahrungen ob Concerta auch von der Krankenkasse einfach übernommen wird oder ob das auch sehr schwierig ist.
ich habe ja auch Zöliakie und das könnte auch das Reatard Verfahren von Medikinet irgendwie beeinflussen
Danke im Voraus für Rückmeldung

Hallo,

Ich habe deinen Beitrag mal in deinen ursprünglichen Thread verschoben, um Paralleldiskussionen zu vermeiden.

Wenn ich dich bisher richtig verstanden habe, ist das Frühstück gar nicht das Problem, sondern dass die Dosis nicht ausreicht?

Falls doch und das Frühstücken selbst fällt dir schwer, dann ist Medikinet Adult für dich nicht das richtige Medikament, und ja, Ritalin Adult, Concerta und deren Generika kannst du auch als Mitglied der AOK bekommen.

Aber du sagtest ja gar nicht, dass du nicht frühstücken möchtest, sondern dass du das Frühstück vermeidest, weil nur dann die 10-mg-Kapsel ordentlich (aber kürzer) wirkt? Das ist natürlich nicht konstruktiv, wenn 10 mg zu wenig ist, braucht man mehr und fertig.

Dagegen ist auch eine frühere Sucht kein Argument! Du brauchst eine ausreichende Dosierung und die über den ganzen Tag, dann sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, rückfällig zu werden.

Du kannst auf ein anderes MPH wechseln, aber wenn die Dosis zu hoch oder zu niedrig ist, nützt das allein nichts.

Ich nehme übrigens zwar morgens Medikinet Adult, aber mittags Ritalin Adult, denn ich frühstücke gern und esse nicht immer zur selben Zeit zu Mittag.

Nachtrag: Ich will dir Concerta nicht ausreden! Aber wenn, dann lass dir gleich 36 mg geben, später vielleicht sogar 54 mg.

Ja also mit der Dosis habe ich jetzt mit 20mg eine gute Wirkung gefunden da ich es probiert habe beide in der Früh zu nehmen. Aber das mit dem Essen klappt überhaupt nicht richtig, da gestern die Wirkung sehr spät kam und dann auch sehr schwammig aber sonst sehr gut, und die retard Wirkung hat nicht sehr lange gehalten, ich habe auch 1 Stunde nach dem Essen gewartet.

Heute habe ich auch eine Stunde gewartet aber ein bisschen ausgewogener gegessen.
die Wirkung kam sehr früh sogar viel zu stark, sodass ich fast depressiv wurde und gar keine Motivation hatte. Es war auch starker Augendruck und Schmerzen leichte dabei. Die Wirkung hat 2 Stunden angehalten und war dann plötzlich weg. Und als die retard Wirkung ca 1 Stunde später eingeschlagen hat ist die Wirkung auf einmal wieder super gut nicht zu wenig und auch nicht zu viel.

Ich bin sowieso der Mensch der mit regelmäßigen Mahlzeiten Probleme hat und da ich nicht ewig andere Wirkungen will und ständig mich zum Essen zwingen muss habe ich mir Concerta überlegt, da MPH an sich mir extrem gut hilft.

Und mit meiner zöliakie+ Histamin Empfindlichkeit da ausgewogen zu essen das die Wirkung auch so ist wie sie sein soll ist sehr schwierig für mich.

Bei Ritalin habe ich ja gelesen das alle Präparate davon Gluten enthalten stimmt das eigentlich noch ?

Nachtrag auch zu meiner Sucht:
Ich sehe mich auch nicht als stark süchtigen oder irgendwas ich habe nur jahrelang gesucht was mir gegen mein ADHS hilft und da mir immer irgendwelche antidepressiva oder neuroleptika verschrieben wurden habe ich es auf eigene Faust versucht und bin dann bei Cannabis geblieben da es am meisten geholfen hat, aber auf Dauer hat es das eher schlimmer gemacht und weil es dann sehr schwer war davon wegzukommen, wurde mir die Abhängigkeit diagnostiziert. Ich habe so kein Verlangen danach oder sonstiges aber wenn ich einmal angefangen habe dann aufzuhören war sehr schwierig.

Hi Marc :slight_smile:

Vielleicht kann ich etwas zum Thema „Einnahme mit Mahlzeit“ für dich, aber auch für alle, beisteuern.

Ich habe meine ADHS-Diagnose vor knapp zwei Jahren (als 22-jähriger) erhalten und dann folglich (ähnlich zu dir) mit Medikinet retard 10 mg angefangen.
Seit gut einem Monat nehme ich jetzt zweimal täglich Medikinet retard 40 mg ein – davor waren es eine Zeit lang zweimal täglich Medikinet retard 30 mg.

Ich hatte auch eeiiinige Schwierigkeiten bezüglich der Wirkung von diesen Medikamenten in Verbindung mit der Einnahme von Nahrung. Es hat einige Monate gedauert bis ich eine für mich gute Lösung gefunden habe für die zeitliche Einnahme von je Medikament und Nahrung.
Bzgl. Medikinet retard heißt es zwar überall, dass die Hartkapseln „mit oder nach einer Mahlzeit“ eingenommen werden sollten, jedoch hat das bei mir überhaupt nicht funktioniert und ich hatte dann teilweise fast gar keinen spürbaren Effekt. (Zumindest keinen, der mir bei meinen ADHS-Symptomen weitergeholfen hätte :sweat_smile:)
Da ich auch fast nie frühstücke und meine täglichen Mahl"zeiten" wirklich gar keinen regelmäßigen „Zeiten“ folgen, hat mir die „vor oder nach“-Anweisung schon irgendwie Sorgen bereitet.

Inzwischen habe ich aber eine ganz gute Lösung für mich gefunden, die so ziemlich auf die Anweisung scheißt :rofl:

Meine tägliche Routine bzw. mein täglicher Ablauf (unter der Woche):

  1. Aufstehen
  2. Um 7 Uhr zur Uni fahren
  3. 20 bis 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn (beginnt um 8 Uhr meistens) eine Hartkapsel mit Wasser einnehmen.
  4. Mittags, wenn ich dann etwas essen will, ca. 2 bis 5 Minuten VOR der Nahrungsaufnahme die zweite tägliche Hartkapsel mit Wasser einnehmen.

Dazu die Anmerkungen:

  1. Die erste Hartkapsel nehme ich morgens komplett auf nüchternen Magen ein, da ich wie gesagt fast nie frühstücke. Dazu sei auch gleich angemerkt, dass dann durch den nüchternen Magen – zumindest bei mir – die „effektive“ Wirkungsdauer nur zwischen 3 bis 4,5 Stunden liegt. Mal mehr, mal weniger, aber tolerierbar (als Nicht-Frühstücker).
  2. „20 bis 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn“, weil das Medikament so bis ca. 8 Uhr (Unterrichtsbeginn), spätestens aber bis ca. 8:10 Uhr, zumindest leicht angefangen hat zu wirken. So komme ich eigentlich relativ gut durch die nächsten vier Stunden Unterricht.
  3. WENN ich eine zweite Hartkapsel am Tag benötige – was natürlich nicht immer der Fall ist (meistens an Wochenenden oder weil „keine Motivation = kein Bedarf“ oder weil einfach nichts ansteht) – dann nehme ich IMMER die Hartkapseln 2 bis 5 Minuten VOR der Nahrung auf. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch diesen Ablauf die schnelle Freisetzung des Medikaments überhaupt nicht beinträchtigt wird (und ganz normal funktioniert) und dasselbe auch für die verzögerte Freisetzung gilt. Meiner Erfahrung nach sind 5 Minuten vor einer Mahlzeit eigentlich das Optimum; 2 Minuten ist dabei schon fast das Minimum. Durch die Mindestzeit von zwei Minuten scheint es bei mir wirklich so, als gäbe das dem Medikament eine leichte Vorlaufzeit, bevor sich die Mahlzeit dann dazumischt und sich die schnell freigesetzten Wirkstoffe nicht mehr optimal (vor allem auch wirklich „schnell“) aufnehmen lassen. Fünf Minuten ist in meinem Fall aber eigentlich optimal und damit hatte ich wirklich noch nie Probleme.

So viel eigentlich dazu.
Hierbei muss aber nochmals klar darauf hingewiesen werden, dass das die beste Lösung für MICH ist; mit den Erfahrungen die ich halt über die letzten knappen zwei Jahre gemacht habe. Ich hoffe es hilft der ein oder anderen Person weiter, die sich vielleicht auch schon ein wenig Sorgen gemacht hat, weil die Medikamente manchmal zu wirken scheinen und manchmal auch überhaupt nicht.
Als letztens noch: Ich habe einen wirklich sehr guten und schnellen Stoffwechsel. Wenn also jemandem die 2 bis 5 Minuten vor einer Mahlzeit nicht ausreichen, um vor der Mahlzeit dem Medikament noch die leichte „Vorlaufzeit“ zu geben, dann versucht es beim nächsten Mal einfach mit einer zusätzlichen Minute vor der Mahlzeit. ABER: Nicht zu viel „Vorlaufzeit“, denn Medikinet hat bei sehr vielen – auch bei mir – den negativen Effekt, dass einem ab Beginn der Wirkung der Hunger vergeht.

Habs vielleicht ein wenig übertrieben mit der Länge der Nachricht :joy:
Aber liebe Grüße
Tobi