Homeoffice Wie entscheidet ihr euch?

Hallo ihr lieben,

mich würde es wirklich sehr interessieren wie es euch mit Thema Home Office so geht? Wenn ihr euch entscheiden müsstet, was würdet ihr bevorzugen? Home Office oder wieder ins Büro?

Derzeit bin ich zu 100% im Home Office plus ich habe in meiner Tätigkeit nicht wirklich etwas zu tun. Nun habe ich mich intern auf einen anderen Job beworben. (wahrscheinlich war es mal wieder eine Kurzschlussreaktion mit der Bewerbung)
Sehr wahrscheinlich muss ich in dem neuen Job wieder mehr vor Ort sein und sogar auf Dienstreisen gehen. Das macht mir jetzt doch etwas Sorgen weil ich derzeit so unmotiviert und depressiv bin. Das kann ich im Home Office besser verbergen.

Ich habe mal gelesen, dass wir uns mit ADxH selber ein „Bein stellen“ sollen und uns somit zu Dingen zwingen müssen. Denkt ihr das so eine motivationslosigkeit und depressive Verstimmung besser wird wenn ich wieder ins Büro gehen muss? Ist es bei euch so? Oder seit ihr happy im Home Office? Mir geht es aufjedenfall gerade nicht so besonders. Ich kann aber beim besten Willen nicht identifizieren an was es liegt.

Evtl. Habe ich auch einfach den falschen Job generell für mich ausgesucht. Welchen Job habt ihr der euch ausfüllt und glücklich macht?

BTW. Geht es euch auch so das ihr euren Gedanken nicht trauen könnt weil die soooo sprunghaft sind?

Grüße Heidi

Nach anderthalb Jahren im Homeoffice bin ich froh mal wieder dienstlich unterwegs sein zu müssen.
Die Menge macht das Gift.
Wenn Du die Dauer und Anzahl der Reisen beeinflussen kannst solltest Du Dir keine Sorgen machen müssen.

3 „Gefällt mir“

Hallo Heidi!

Ich (!) würde mit meinem ADHS nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen wollen, manchmal ist es schwer in die Arbeit zu gehen, aber ich merke recht schnell das es mir besser geht, wenn ich aus dem Haus war und nach paar Stunden wieder zurückkehre. Es ist einfach das positive Gefühl des Heimkommens, aber dafür muss ich eben natürlich erst mal raus gehen.

Viele Grüße

2 „Gefällt mir“

Hey Heidi!

Ich und meine Partnerin (auch ADHS) waren seid März 2020 im Homeoffice. Wir haben eine komische Kombination aus Festanstellung und Selbstständigkeit und arbeiten rein Remote. Zuhause ist es uns damit sehr schwer gefallen Aufgaben zu priorisieren. Mache ich jetzt was für den Job oder für die eigene Selbstständigkeit? Gleichzeitig kann man ja auch im Garten was machen oder mit dem Hund spazieren gehen.

Uns hat insbesondere die Routine und ein halbwegs fester Tagesablauf gefehlt. Mit Unterstützung der Arbeitgeber und mit einem Teil von uns selbst getragen, haben wir uns dann im August 2021 ein eigenes kleines Büro gemietet. So kommen wir Zuhause raus und können klarer zwischen Arbeit und Freizeit trennen. Je nachdem für was wir an einem jeweiligen Tag arbeiten, bleibt dann der entsprechend andere Laptop Zuhause. So das wir auch nur das machen können, was gerade auf der ToDo-Liste steht.

Story of my life! Wenn du eine Lösung gefunden hast, sag gerne Bescheid :wink:

2 „Gefällt mir“

Ich sag mal mit meinen 48 Jahren Lebenserfahrung zu 100% ja! Deshalb bin ich oft bemüht, mich auf meine Gefühle zu verlassen, passt einfach öfter wie mit den Gedanken. Blöd nur, wenn der Film losgeht und die Gedanken weit über den Gefühlen stehen…wer kennt es nicht, dieses Karussell?!

1 „Gefällt mir“

Schließe mich auch an. Habe auch sehr große Schwierigkeiten zwischen Realität und Einblidung/ Reinsteigern zu unterscheiden.

Für mich ist Home-Office die bessere Wahl. Weil ich dann meine eigene Struktur basteln kann und weniger externen Faktoren dabei berücksichtigen muss.

Anders gesagt: im Home-Office kann ich meine ideale Struktur schaffen. Und weil damit Störfaktoren ausscheiden habe ich mehr Energie und Konzentration für alles andere, weil sie nicht damit aufgebraucht wird mit Unannehmlichkeiten klarzukommen bzw. die irgendwie zu kompensieren.

Guten Morgen,

ich bin nun seit fast zwei Jahren (März 20) durchgehend im HomeOffice und versuche mal meine Eindrücke zu wiedergeben. Ein Pluspunkt ist natürlich, dass ich nicht mehr mit dem Auto fahren muss → Zeitersparnis und kein Verkehrsstress mehr. Wobei ich eh nur 20 Minuten ins Büro habe :slight_smile: Negatives scheint aber eher zu überwiegen bei mir:

  • Mir fehlen manche Kollegen bzw. der Austausch mit manchen.
  • Es ist irgendwie sehr Monoton. Immer der selbe Tagesablauf und eben immer zu Hause. Als Familienvater mit drei Kindern fehlt mir irgendwie dann doch mal die „Abwechslung“. Dank „C“ ist man eh meistens viel mehr zu Hause :frowning:
  • Natürlich lasse ich mich viel leichter von der Arbeit durch andere Dinge ablenken.

In der Zwischenzeit wurde bei uns Desksharing eingeführt. D.h. wenn ich im Büro wäre, ist dies nicht mein geliebtes „Zweierbüro“ sondern nun ein Großraumbüro - damit kann ich mich erstmal gar nicht anfreunden. Lärmpegel usw.

Mal sehen wie es so weitergeht - aktuell bleibts beim HomeOffice.

Grüße,

B.