Ich hab kürzlich die Meinung gelesen, dass die Ursache für ADHS ein hormonelles Ungleichgewicht in Verbindung mit zu hohen Insulinwerten ist.
Die einzige Quelle, die diese Theorie stützt, scheint Roberts et al. (2018) zu sein (Journal für Gynäkologische Endokrinologie Schweiz).
Gibt es weitere Erkenntnisse oder Studien, die diese Theorie stützen? Was haltet ihr davon?
Willkömmchen bei uns ![]()
Schau mal im grünen Kasten mit den hilfreichen Links. Im Kompendium gibts ein ganzes Kapitel zur Entstehung von ADHS.
Dann müssten wir ja als Kind schon hormonelle Probleme gehabt haben und da schon Blutzuckerprobleme , oder ?
Ich hatte / habe alles davon. Weiblich, 47, vermutlich in der Perimenopause und seit Teenager-Zeiten Diabetes (MODY, falls jemand was damit anfangen kann). Es kann also gut sein, dass es daran liegt. Aber 1. sind meine ADHS-Symptomw zwar seit ein paar Jahren schlimmer geworden (siehe Perimenopause), mein Langzeitzuckerwert aber besser.
2. Ist es ziemlich schwer, hormonelle Veränderungen in den Griff zu bekommen.
Wenn ich also mit Ritalin gute Erfahrungen mache, dann nehme ich das weiter.
Ich bin Ende des Monats beim Arzt für ein Blutbild, mal sehen, ob sich was geändert hat (glaube ich aber nicht.
Hallo @Fredy ,
was willst du uns damit sagen? Hast du selbst ADHS oder jemand, den du kennst?
ADHS haben ja Menschen verschiedenen Alters und Frauen und Männer, wenn die alle hohe Insulinwerte und hormonelles Ungleichgewicht hätten, wäre das schon mal aufgefallen.
Oder meinst du, dass hormonelles Ungleichgewicht und hohe Insulinwerte ADHS-typische Symptome auslösen können?
Ja vielleicht - diese hätten wir ja nicht bemerkt/diagnostiziert, da wir als Kinder ja kaum auf hormonelles Gleichgewicht untersucht werden.
Hallo @Falschparker
Nicht unbedingt, denn ADHS wird ja (noch) nicht mit hormonellem Ungleichgewicht verbunden und daher auch nicht darauf untersucht.
Ja, ich wurde auch mit ADHS diagnostiziert.
Ich habe keine Insulinprobleme und trotzdem ADHS… Bitte erst richtig belesen..
ADHS ist eine genetische Veranlagung die meistens vererbt wird in 85-90 Prozent der Fälle.
Kohlenhydrathaltige Ernährung feuert mein ADHS an. Low Carb reduziert es, aber nicht so , dass ich ohne Medis könnte .
Nimmt man die Hormonschwankungen der Frau verursachen diese Schwankungen auch bestimmte Spitzen , aber ADHS bleibt vorhanden .
Natürlich spielen Hormone und Insulin eine Rolle .
Nimmt man Cortisol , dann hat ein erhöhter Stresspegel auch Auswirkung auf das Insulin .
Nimmt man fehlendes Melantonin hat es Auswirkungen auf den Schlaf. Das wirkt sich wiederum auf den Stresspegel (Cortisol) aus, das wiederum auf das Insulin gekoppelt bestenfalls noch mit Stressessen und verspäteten Sättigungsgefühl und zack noch mehr Auswirkung aufs Insulin.
Ich glaube eher das Hormone und hohe Insulinwerte die ADHS Symptome anfeuern und selbst wenn alles gut gesteuert bleibt es vorhanden .
Liegt kein AdHS vor und beides wurde eingependelt sind die ADHS ähnlichen Symptome weg.
…, sind aber nur meine Gedanken dazu
Dieses Feature sollte öfter genutzt werden: ADxS KI-Bot - ADxS.org
„Gibt es bei der Entstehung von ADHS einen Zusammenhang mit hormonellen Ungleichgewichten oder Insulin?“
Antwort vom ADxS KI-Bot
Es gibt Hinweise darauf, dass hormonelle Ungleichgewichte und Insulin eine Rolle bei der Entstehung von ADHS spielen könnten. Zum Beispiel wurde festgestellt, dass ADHS-Betroffene eine erhöhte Prävalenz für Diabetes Typ 1 haben, was auf eine Verbindung zwischen ADHS und dem Insulinstoffwechsel hindeutet [2].
Zudem wird Cortisol, ein Hormon, das den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflusst, in Zusammenhang mit ADHS gebracht. Cortisol kann die Insulinresistenz erhöhen und so den Fettstoffwechsel beeinflussen, was ebenfalls eine Rolle bei ADHS spielen könnte [2].
Ein weiteres hormonelles Ungleichgewicht, das mit ADHS in Verbindung gebracht wird, betrifft das Hormon Leptin. Kinder mit ADHS zeigen signifikant verringerte Serum-Leptinspiegel [2].
Leptin ist an der Regulierung des Hunger- und Sättigungsgefühls beteiligt, was wiederum auf eine mögliche Verbindung zwischen hormonellen Ungleichgewichten und ADHS hinweist.
Wer ChatGPT nutzt, kann da auch gerne mal auf „Deep Research“ umstellen und sowas hier eingeben:
„Ist aus wissenschaftlicher Sicht irgendwas bezüglich der Entstehung von ADHS in Verbindung mit Hormonellen Ungleichgewichten als Ursache bekannt?
Bitte die wissenschaftliche Literatur generell nach allen bekannten hormonellen Ungleichgewichten im Zusammenhang mit der Entstehung von ADHS durchsuchen.“
Es dauert so 10+ Minuten.
Anschließend gibts dafür dann aber seitenlang gut gegliederte Infos inkl. Quellenangaben zu den durchforsteten wissenschaftlichen Studien etc. zurück.
Hormonelle Ungleichgewichte werden nicht unbedingt als hauptsächliche Ursachen angesehen, aber könnten als eins von vielen Puzzleteilen durchaus eine Rolle spielen.
Da wirds in der Forschung in Zukunft sicher noch spannend, ob und wie man (durch was auch immer) das Risiko für die Entstehung von ADHS schon vorab auf elterlicher Seite und nach der Geburt reduzieren könnte.
Vielen Dank für die Ausführlichen Info’s. Ich hatte mich ebenfalls über ChatGPT erkundigt und ähnliche Resultate erhalten. Es scheint tatsächlich noch viel Forschungspotenzial in dem Bereich zu geben.
Interessant wäre auch, ob es Leute gibt, die einen solchen Zusammenhang durch eigene Erfahrung bestätigen können.