Ich habe meine Diagnose auch in der Menopause erhalten und nehme HRT (Östrogen und Progesteron). Ich hab mit Medikinet begonnen und bin auf Elvanse gewechselt, kann also nichts zu Elvanse als Erstdosierung sagen, sondern nur zur Eindosierung, wenn der Körper schon an Stimulanzien gewöhnt war. Bin von Medikinet auf Elvanse umgestiegen und hab mit 20 mg Elvanse gestartet, was mich erst mal eher nervös gemacht hat, war fahrig und hatte gefühlt mehr ADHS als ohne. Medikation. 30 mg waren dann viel besser, konnte mich konzentrieren, nicht mehr so hibbelig innerlich, 40 sind am Ende noch besser gewesen.
Mein Psychiater meinte übrigens, dass HRT keine Contraindikation für Stimulanzien sei, es sei jedoch wichtig zu beachten, dass wenn man an der Östrogendosis was verändert (weniger/mehr nimmt) dass das die Wirkkraft beeinflussen kann.
Beim Elvanse Eindosieren habe ich jede Dosis 7 Tage lang genommen und dann erst hochdosiert, weil ich von Medikinet schon wusste, das mein Körper auf Dosisänderungen empfindlich reagiert. Elvanse hat bei mir in der Unterdosierung deutlich mehr Nebenwirkungen (bei 20 mg) als jetzt bei meiner Wohlfühldosis. ( (Bei Medikinet war das nicht so, da war 5 mg am Anfang einfach nur wenig Wirkung).
Vielleicht auch nicht unwichtig: Ich habe Null Koffein zu mir genommen und auch gar keinen Alkohol getrunken während der Eindosierung. Kaffee lasse ich immer noch weg, alle paar Wochend trinke ich jetzt auch mal ein kleines Glas Wein.
Die Substitution von Östrogen wird übrigens für Frauen mit ADHS dringend empfohlen, da das sinkende Östrogen das sowieso gering vorhandene Dopamin senkt.
Ich bin eine spät diagnostizierte und auch bereits seit 2 Jahren in HT (plus Typ2 Diabetikerin im noch ein bisschen mehr Komplexität hinzuzufügen ).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Art und Weise der HT auch manchmal mehr Ruhe und Berechenbarkeit reinbringt.
Ich habe zwar meine optimale Medikinet Dosis noch nicht gefunden, aber seit ich bei der HT auf Pflaster gewechselt habe, die ja kontinuierlich Östrogen abgeben, fühlt sich alles ein bisschen ruhiger an. Zudem habe ich die Östrogen Dosis ein bisschen angehoben und merke bei 75ug eine bessere, ausgeglichenere Stimmung.
Pluspunkt an dieser Behandlung ist, ich muss nur alle drei Tage dran denken. (Auch wenn ich schon 10+ Medikamente pro Tag nehme. Ist an eins weniger denken zu müssen eine große Erleichterung.)
Mit dieser Basis vertrage ich die vorher als gut befundenen 20mg Medikinet ret. (+10mg Mittags) gar nicht mehr und bin wieder zu 10mg (+5mg Mittags) zurück. Ist aber noch work in Progress. Gefühlt bringt mich immer wieder ein Störfaktor ins Wanken (Erkältung, Depression, Schulferien, etc).
ich bin neu hier und in der eindosierung von elvanse. Ich nehme die Gestagenpille um Hormonschwankungen zu minimieren und deren Symptome und dazu nehme ich östrogen transdermal.
Da ich noch nicht lange die Medis nehme habe ich noch einige Schwankungen und bin manchmal echt nicht sicher, was wovon kommt.
Die Nebenwirkungen die mir zu schaffen macht ist ein hoher Puls. Dieser kommt scheinbar aber Zyklusabhängig in Kombi mit Elvanse.
Es gibt eine Frauenärztin die sich auf Perimenopause spezialisiert hat und eine Spezialsprechstunde für ADHS In der Perimenopause anbietet: FRAUENJAHRE.de
Zeitweise ganz ohne, zeitweise koffeinfrei und zeitweise zb Nachmittag einen leichten Kaffee oder ne Cola. Habe jetzt seit ein paar Wochen pausiert und Versuche erstmal die Hormone in den Griff zu bekommen. Bin aber in der Wiedereingliederung und brauche / hätte gern die Unterstützung von elvanse wieder. Grade meine prokrastination, Vergesslichkeit und das abschweifen / abbrechen von Dingen ist Grad sehr anstrengend.
Hallo, bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen weil ich auf der Suche nach Erfahrungen mit HRT in Kombi mit Elvanse war. Ich habe IM Frühjahr mit 45 Jahren die Diagnose ADHS bekommen, obwohl ich es mein ganzes Leben lang wusste, aber es nie geschafft habe, es anzugehen. Mein erster Versuch mit Elvanse (Einstieg 10mg) lief ähnlich wie du es oben beschreibst und ich habe ihn abgebrochen. Zumindest hatte ich auch auch starke körperliche Reaktionen und Blockaden wie schwere bleierne Beine, nicht mehr laufen können, sediert sein, Heißhunger, heiß kalt von Schüttelfrost bis Schwitzen ohne Anstrengung etc. Hatte darüber einen Bericht geschrieben.
Ich habe dann Ritalin Adult 10mg bekommen besser vertragen, es hat mir aber nicht auf allen Ebenen geholfen (stark bei Fokus, keine Verbesserung bei exekutiver Funktion oder bei innerer Unruhe und Impulsivität).
Deshalb habe ich 2 Monate später nochmal einen Anlauf mit Elvanse gestartet, diesmal mit 5mg, dann erst 10 Tage später auf 7.5mg, dann wieder 10 Tage später auf 10, also ganz langsam in 2.5mg Schritten hoch. Mittlerweile bin ich bei 20mg angekommen und vertrage es gut und es geht mir gut damit. Nur in der 2. Zyklus Hälfte, würde ich mehr brauchen, was wegen der Nebenwirkungen aber nicht geht. Daher nehme ich dann unretardiertes Medikinet 5mg dazu am Mittag/ Nachmittag. Zusätzlich habe ich vorgestern mit HRT (kontinuierlich zum Glätten) angefangen, weil ich leider auch andere typische Wechseljahrenbeschwerden habe und bin gespannt was jetzt passiert. Ich würde nach deiner Beschreibung mit niedrigeren Dosen einsteigen und mich ganz langsam hocharbeiten. Immer mindestens 1 Woche auf der gleichen Dosis bleiben. LG
Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich bin 50 Jahre alt, Gebärmutterteilentfernung vor zwei Jahren, dann direkt schwungvoll in die Wechseljahre , gefolgt von vielen Problemen. Nehme Östrogen und Progesteron . Zusätzlich nehme ich jeden Abend Magnesium. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme L‘Thyroxin 100.
Letzte Woche habe ich die ADHS Diagnose erhalten. Gedacht habe ich mir das schon immer, aber da alles gut gelaufen ist, sah ich keinen Handlungsbedarf. Mit den Wechseljahren lief es immer schlechter. Ich dachte an ein Burnout, wollte aber zuerst die ADHS Geschichte checken.
So jetzt nehme ich seit 5 Tagen Elvanse 20mg.
Am ersten Tag hatte ich ab nachmittags schlimme Kopfschmerzen, da spielte wohl der Koffeinenzug mit rein.
Jetzt trinke ich morgens einen Kaffee und nehme meine Schilddrüsentablette. Eine Stunde später nehme ich Elvanse.
Die Wirkung ist der Hammer! Ich fühle mich wieder wie früher. Ich habe Motivation, Ideen, möchte was erleben. Meine bleierne Erschöpfung der letzten Jahre ist weg. Einfach komplett weg. Ich brauche keinen Mittagsschlaf mehr und bin den ganzen Tag entspannt und gar nicht mehr gereizt oder gestresst.
Aktuell habe ich aber auch Urlaub, mal schauen wie es wird, wenn der Alltag wieder einkehrt.
Meine Ärztin hat mir einen Dosierungsplan gegeben. Ich soll in der 2. Woche auf 30mg erhöhen und das dann weiter wöchentlich, bis ich bei 70mg bin.
Da ich mich jetzt aber super wohl fühle. Ich habe keine Hitzewallungen mehr und fühle mich sehr lebendig und viel mutiger, frage ich mich, ob eine Erhöhung überhaupt sinnvoll ist? Was sagt ihr dazu!?
da Du ausdrücklich um Rat fragst: Ich rate Dir, für die Eindosierungsphase gedanklich offen zu bleiben.
Vielleicht ist 20 mg für Dich wirklich schon die richtige Dosis. Dann ist ja alles wunderbar. Bei mir war es so, dass sich nach einiger Zeit (zwei, drei Wochen) dann doch noch Nebenwirkungen aufgrund Unterdosierung eingestellt haben. Ich habe grundsätzlich für jeden Dosierungsschritt mehrere Wochen gebraucht, bin zwischendurch auch nochmals wieder runter gegangen, dann wieder hoch. Bis ich bei einer Dosis war, die für meinen Kopf zwar ideal gewesen wäre, für meine Körper aber einfach ein Quäntchen zu viel. Da bin ich dann wieder einen Schritt zurück zu meiner finalen Dosis. Stand heute.
Du musst ja jetzt noch überhaupt keine Entscheidung treffen. Lass Dir Zeit.
Vielen Dank für deine Antwort. Genauso, wie du es schreibst mache ich es gerade. Habe jetzt erstmal nicht erhöht, weil es gerade so wie es ist, richtig gut für mich ist. Weiter schaue ich dann in den nächsten Wochen. Liebe Grüße