Das glaube ich auch.
Die Frage ist nur, welche sie dann nehmen. Ibuprofen z.B. ist nicht so verdächtig.
Ibu und Novalgin sind halt nur in im ersten Schwangerschaftstrimester erlaubt und dann aber auch nur nach ärztlicher Rücksprache.
Es gibt generell nur sehr wenige gute Studien zu Medikamenten in der Schwangerschaft, weil natürlich keiner das Risiko eingehen will.
Am besten so sparsam wie möglich mit Medikamenten während der Schwangerschaft sein.
„NSAID können zum vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus Botalli beim Fetus und zu einer Schädigung der fetalen und neonatalen Nierenfunktion führen. Die Empfindlichkeit des Fetus steigt mit zunehmendem Gestationsalter. Dieses Risiko ist nach der 28. Schwangerschaftswoche gut dokumentiert“
Quelle: embryotox.de
So viele Alternativen gibts leider nicht… Man kann nur froh sein, wenn man in der glücklichen Lage ist, während der Schwangerschaft nicht oder kaum auf Medikamente angewiesen zu sein.
Dieselbe Quelle sagt übrigens zu Paracetamol:
„In verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen werden mentale bzw. Verhaltens- und Sprachentwicklungsauffälligkeiten beim Kind im Zusammenhang mit einer Paracetamol-Einnahme der Mutter in der Schwangerschaft diskutiert. Hierzu zählen die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Autismus-Spektrum-Störungen. Diese Studienergebnisse sind u.a. aus den folgenden Gründen kritisch zu bewerten:
1) Die beobachteten Entwicklungsauffälligkeiten bei den Kindern können viele Ursachen haben, die in den Studien nur unvollständig erfasst waren. Hierzu gehören u.a. genetische Faktoren, das soziale Umfeld einschließlich der familiären Interaktion sowie Details zu mütterlichen Erkrankungen und weiteren Expositionen.
2) Die diagnostischen Kriterien für die beobachteten Auffälligkeiten werden in Studien uneinheitlich angewandt.
3) Die statistische Signifikanz der beobachteten Zusammenhänge zwischen Paracetamol und den Entwicklungsauffälligkeiten ist in vielen Untersuchungen grenzwertig.
4) Dosis, Dauer und Trimenon der Einnahme unterscheiden sich zwischen den Studien oder sie werden nur unzureichend oder gar nicht spezifiziert.
5) Ein plausibler Schädigungsmechanismus von Paracetamol hinsichtlich der diskutierten Auffälligkeiten ist nicht bekannt.
6) Einige Studien zeigen auch nach Paracetamol-Einnahme des Vaters (zeitlich vor oder nach einer Schwangerschaft) ähnlich erhöhte Risiken für Verhaltensauffälligkeiten beim Kind wie nach Paracetamol-Einnahme der Mutter während der Schwangerschaft. Dies spricht gegen einen kausalen Zusammenhang und deutet eher auf einen Einfluss familiärer Faktoren hin.“
Quelle: embryotox.de
Natürlich muss auch das berücksichtigt werden. Mütter, die selbst psychisch krank sind, vererben ihren Kindern die genetische Präposition für NDDs und müssen aufgrund diverser somatoformer Erkrankung öfter auf Schmerzmittel zurückgreifen, als die Vergleichsgruppe.
Auch das hat ganz viel mit den hohen Werten bei Psychopharmaka zu tun.
Ich finde aber auch, dass Vorsicht angebracht ist.
Nochmal ein wichtiger Hinweis: Novalgin nur ist nur in seltenen Ausnahmen während der Schwangerschaft erlaubt. Unbedingt mit der Ärztin/ dem Arzt die Alternativen besprechen.
Ist denn nicht Frühgeburtlichkeit ein Risikofaktor für Neurodivergenz? Ich bin Frühchen gewesen, meine Mutter war Traumatisiert durch Krieg. Soweit ich weiß, hat sie keine Schmerzmittel benutzt. aber alle ihre Kinder zeigen Auffälligkeiten.
Es gibt hunderte Umweltfaktoren, die da mitspielen…
heute am ORF:
Ansonsten ich selber vertrau(t)e auch dem hier schon von jemand anderen verlinkten embryotox. Aber klarerweise sollte man generell ärztlichen Rat einholen.
Stimmt, ich kenne tatsächlich gleich mehrere Kinder, die eine ADHS haben und manche auch mit autistischen Zügen, die zu frühgeboren wurden. Leichte Hirnverletzungen und sehr frühe Stresserfahrungen scheinen keine günstige Kombination zu sein.
Diese Betrachtung, scheint doch sehr vereinfacht. Paracetamol ist seit 54 auf dem Markt und Glyphosat seit den 70 er Jahren.
Viele Aspekte bleiben in der Betrachtung außen vor. Insbesondere ob der Betroffene einen Platz in der Gesellschaft und Arbeitswelt findet, die diese nicht stresst und er dort akzeptiertet wird. Ein Vergleich mit Kuba, dessen Arbeitswelt noch anders organisiert ist wie die der USA und anderen Industriegesellschaften gibt keine gesicherte Anhalt.
Ich kann bin erst nach dem 50 Lebensjahr diagnostiziert und kann anhand des heutigen Wissens über die eigene Biografie und die meiner Vorfahren, gesichert bis zum Urgroßvater, von einer sehr hohen genetischen Disposition ausgehen.
Darüber hinaus ist uns zu eigen, dass keiner meiner männl. Vorfahren bis zurück Anfang des 17. Jahrhunderts, an dem Ort seiner Geburt gestorben ist. Die Suche nach Veränderung?
Ich habe kein ADHS, ich bin es. Es ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Persönlichkeit, der schon ab der Geburt erkennbar war, aber keine Zuordnung fand.
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Sehr gut beschrieben… ![]()