Ich brauche euer Schwarmwissen

Hallo,

Ich habe eine Odyssee hinter mir, gefühlt habe ich alles durch und habe immer noch nicht das richtige. Mein Arzt hat mich innerhalb kurzer Zeit durch alle Medikamente gehetzt und bei der Rückmeldung von Nebenwirkungen ist er komplett umgestiegen. Das richtige habe ich immer noch nicht. Kurz zu allem, was ich schon hatte, jeweils nur eine Woche

  1. 10 medikinet
  2. 20 medikinet
  3. 30 medikinet (alles mit heftigem rebound)
  4. Statt mittags eine dosis einzuführen auf 30 lisdex (ich war nur gereizt und genervt. Laut meinem Arzt macht das aber keinen Sinn)
  5. Kinecteen 38
  6. Kinecteen 27
  7. Dann wieder medikinet, da ich unter kinecteen im zombiemodus war, und gleichzeitig angespannt
  8. 15 (20 in der 2. Zyklushälfte) - 10 - 5 medikinet (die letzte dosis unretardiert) das war am besten, aber ich kann nicht alle drei Stunden essen. Mein Beruf lässt das gar nicht zu. Auch hier sagt mein Arzt, dass das medi länger wirken müsste
  9. Jetzt wieder kinecteen 18. Die ersten beiden Tage waren gut, an Tag 3 bin ich nur genervt und aggro. Und habe null Fokus

Ganz wichtig. Ich wollte nicht so viele medi Wechsel. Ich habe nur Nebenwirkungen mitgeteilt. Wenn er gesagt hätte, das würde sich noch einpendeln, hätte ich auch einfach weiter gemacht.

Eigentlich wollte ich einfach nur Ritalin, das gab er mir nicht da er nicht verstanden hatte, dass das Essen das Problem ist und nicht die mehrfache Einnahme der Tabletten.

Ich bin nun am überlegen ob Ritalin oder die lisdex Lösung ein weg wären. Die Lösung, damit ich ganz langsam und genau hochdosieren kann, da ich denke, dass ich ein high responder und fast metabolizer bin…

Habt ihr Ideen?

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Ja, liest sich grundsätzlich so das du sehr gering dosiert starten musst und dann langsam steigern, egal welches Präperat.

Da du grade bei Kinceteen bist, und 2 Tage gut waren, würde ich erstmal dabei bleiben, und die nächste Dosis testen.

Wenn Methylphenidat grundsätzlich gut wirkt, würde ich erstmal nicht zu Elvanse.

Concerta gäbe es auch noch.

Egal was du machst, nicht zu schnell steigern und niedrig einsteigen .

Moin :smiling_face:

Ich bin seit ca. einem Jahr auf der Suche nach dem passenden Medikament und habe ebenfalls beim 1. Versuch schnell gewechselt und beim 2. (nach einer Pause von gut 10 Monaten) leider auch. Und warum? Weil die Vertretungsärztin meiner Ärztin meinte, dass es ja nicht sein kann, dass man mit Minidosen anfängt, wenn die Leitlinien etwas anderes sagen!

Also habe ich mich durch Concerta 18 mg, MPH retardiert 10 mg und Atomoxetin 10 mg gequält.

Letztendlich habe ich diese Ärztin um Ritalin unretardiert als Kindersaft gebeten. Lösung gibt es von Lisdexamphetamin aber wohl auch.

Also habe ich ganz klein mit 2 mg angefangen, aber schnell gemerkt, dass die nicht reichen. Inzwischen bin ich auf 5 mg Kindersaft, der Rebound ist nicht schön, aber aushaltbar. Mein Ziel ist es, auf 5 mg unretardiert umzuschwenken bzw. eine weitere kleinere Dosis ca. 4 Srunden nach der ersten zu nehmen, um den Rebound anzufangen und eine etwas längere Wirkung zu haben.

Das Ding mit dem Essen war auch mein Problem. Inzwischen merke ich aber, dass es mir Struktur gibt, und ich fitter in den Tag starte.

Was genau ist dein Problem mit Essen und Arbeit?

Ich lerne langsam, meinen Alltag an die Bedürfnisse anzupassen und nicht mehr umgekehrt.

Dieses „es ist nicht möglich“ war für mich eher ein „ach, das ist mir zu anstrengend“.

Wenn überhaupt, wie kannst du das Medikament nutzen, welche Voraussetzungen braucht es dafür, und wie kannst du die erreichen?

Mir geht es auch tierisch auf die Nerven, dass die Medikamenteneinstellung so anstrengend ist. Ich schiele neidisch auf die, die „einfach“ etwas einwerfen und gut is!

Ich wünsche dir Geduld *muhaaahaaa, jetzt muss ich selber lachen :laughing: - und vielleicht eine kurze Pause bis zum nächsten Versuch.

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Mein Problem mit dem Essen ist, dass ich Lehrerin bin und nicht immer im Unterricht Essen kann :see_no_evil_monkey:. Außerdem finde ich, auch wenn ich gut frühstücke, ist es eine Wunderkiste wie medikinet wirkt, da es eben so extrem davon abhängig ist, was man isst. Und ich kann nicht jeden Tag das gleiche essen :see_no_evil_monkey: das geht für eine gewisse Zeit, aber dann reicht es auch.

Ich dachte nun, dass ich vielleicht mal einen Riegel für die zweite dosis ausprobiere oder eine flüssige Mahlzeit. Denn trinken geht ja im Unterricht…

Meine Aggressivität und gereiztheit heute sind untragbar für meine Familie. Und ich hänge den ganzen Tag am Handy und recherchiere zu medikamenten, Dosierungen und Erfahrungswerten. Mein Kopf ist maximal gefangen :see_no_evil_monkey:. Ich glaube diese langsame, gleichmäßige Abgabe des Wirkstoffs ist nichts für mein Hirn, :weary_face::thinking:

Hast du schon mal nach einer neuen Praxis geschaut? Dein Arzt wäre jetzt nicht der Arzt meines Vertrauen und scheint nicht mal zu gewissen Medikamenten die Fachinformationen zu lesen. Was war jetzt für ihn bei Lisdexamfetamin nicht nachvollziehbar? Wahrscheinlich wäre mit einer Steigerung einigea besser geworden, ich war bei 20 ok bei 30 agro und gereizt und bei 40 dann nicht mehr

Meinst du du kannst dich bei dem Arzt dauerhaft gut aufgehoben fühlen?

Nein. Das kann ich tatsächlich nicht. Ich habe schon eine alternative gefunden. Es dauert aber noch, bis ich dorthin kann… Wäre aber wahrscheinlich doch der beste Weg. Ist nur ein sehr langer Weg, aber das muss ich wohl in Kauf nehmen.

Bei lisdex hat es für ihn keinen Sinn gemacht, dass ich aggressiv und gereizt wurde. Das wären ja eher adhs Symptome und die werden ja durch das lisdex unterdrückt.

Er meinte auch, dass das medikinet viel länger wirken müsse. Hat er mir mit so einer tollen Drehscheibe gezeigt. Ist aber eben nicht so…

Medikinet retardm? ofer unretardiert,

retard auch adult zwischen 3 bis 5 std im schnitt liegt am Essen a) was und b) menge unretardiert immer so 3 bis 3,5 std aber auch da gibt’s trotzdem plus und minus

Probier es doch einfach aus . Eine Flüssige Mahlzeit könnte man auch noch mit ein paar Saaten oder Flocken pimpen.

Andersrum könntest du auch sagen , dass du aus gesundheitlichen Gründen was essen musst . Rein theoretisch würde ja bei einem Diabetiker z.B keiner was sagen.

Bei mir war das Frühstück am wichtigsten. Morgens ist der Bauch ja noch leer.

Hilfreich fand ich immer unretardiertes Medikinet, (MPH) damit konnte ich die Einnahme von Medikinet Adult zur nächsten Mahlzeit schieben.

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Die ersten beiden Dosen adult, die letzte ist unretardiert

Das ist eine Idee, über die ich noch gar nicht nachgedacht habe. Danke! Ich frühstücke immer, aber ich glaube es reicht einfach nicht so. Wenn ich normal frühstücke, dann unretardiert nehme und beim zweiten Frühstück die retardierte, ist ja schon eine Grundlage da. Das wäre ein versuch wert. Danke!

Wenn ich morgens sonst 20 adult nehme, würde ich dann zum Start 10 unretardiert nehmen. Stimmts?

So würde ich es ausprobieren und wenn 10mg zu stark kannst du ja auch 7,5 mg nehmen .

Ich hatte/habe in meiner Hosentasche so ein kleines Kunstoffröhrchen mit unretardierten Tabletten zur Sicherheit falls ich nicht essen kann oder wenn es länger wird.

Die Tablette kann ich in der Hosentasche entnehmen und unauffällig dann einnehmen. (Oder schnell aufs WC)

Kontaktlinsenbehälter sind auch gut geeignet. Hat jeder Kontaktlinsenträger in Mengen übrig, well bei jeder Kontaktlinsenflüssigkeitsflasche ein neuer dabei ist.

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Dat Ding ist noch ein bisschen kleiner :sweat_smile::wink: und passt auch gut ins Taschenuhrfach der Jeans.

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Kontaktlinsenbehälter haben dann zwei Fächer und beherbergen locker einen 1-3-Tage-Bedarf.

Das Münzenfachargument ist gut… Hast du einen Link, wo man die kleinen herbekommt?

Der Arzt hat zwar vermutlich nicht so viel Ahnung von der Eindosierung aber bald bist du selbst Profi und vielleicht verschreibt er dir dann was du möchtest/brauchst.

Ich finde diese Art von Arzt inzwischen am hilfreichsten. Den Glauben an qualifizierte medizinische Versorgung bei ADHS und auch Endometriose habe ich inzwischen verloren.