Also ich merke es immer wieder, dass ich Sachen kaufe, von denen dann nur wenig oder nichts esse und einen Großteil weg werfen muss, weil er verschimmelt oder anderweitig hinüber ist.
Ich habe nicht viel an Lebensmitteln da und wenn das meiste in Konserven, also das die eh schon lange halten, aber die wenigen (vielleicht 6 Stück) frischen Sachen muss ich regelmäßig entsorgen.
Also ich würd sagen, ich haue im Monat Sachen für über 60€ in die Tonne.
ich habe schon alles versucht wie auf Augenhöhe hinlegen, weniger kaufen, Essensplan usw. aber es wird nicht besser.
Also - ich kaufe im Sommer einen oder zwei Pfirsiche und esse die gleich… so als Beispiel…
Es hilft also eigentlich nur, frisches nicht auf Vorrat zu kaufen… Zwei Brötchen, einen Kräuterquark, zwei Äpfel… Oder gekochte Eier, die schält man sich mal nebenbei… rohe Eier muss man „betreuen“…
Also, ich kenne das. Früher war mein Firmenparkplatz direkt neben einem Lidl. Da war ich buchstäblich jeden Tag nach der Arbeit einkaufen. Und was ich den Abend nicht gefuttert hatte, habe ich mit zur Arbeit genommen.
Oh ja, das Problem kenne ich auch. Phasenweise klappt es mal besser, mal schlechter. Ich nehme mir immer sonst was vor, z.B. Salat zu schnippeln und dann mache ich es doch nicht. Also das ist grad aktuell mein Lebensmittel, wo ich 2x hintereinander versagt habe. Werde ich demnächst nicht so schnell kaufen.
Und es gibt einen Brokkoli, der als nächster Kandidat auf der Abschussliste landen könnte, also muss es morgen was damit geben. Hab schon ein Rezept ausgesucht. Welche Teile sind es denn, die schlecht werden bei dir? Vergisst du sie komplett oder sind sie angebrochen? Gibt es etwas, was immer gut leer wird? Wenn ja, was ist da anders ?Mit einem Essensplan, falls man dieser Strategie noch eine Chance geben möchte, könnte man ja ähnliche Rezepte auswählen, damit alles Nötige komplett aufgebraucht wird? Oder nur in kleinen Mengen kaufen und wenn’s absehbar ist, dass man’s nicht schafft und es sich einfrieren lässt, dann ab in die Kühltruhe.
Mich motivieren immer leckere Rezepte, die mir so über den Weg laufen, aber leider ist dabei nicht die freie Zeit enthalten, um es dann auch vorzubereiten.
Wahrscheinlich war das jetzt nicht super hilfreich, …
Vermutlich ist es auch ein Routine Ding, so nach dem Motto “ regelmäßig durchgucken blablubb”. Und auch wenn mir der Nutzen von Routinen natürlich theoretisch klar einleuchtet, scheitert es in der Praxis einfach daran, sie nicht praktisch umgesetzt zu kriegen.
Also seit ich keine richtige Küche mehr habe - sondern nur meine Kellerwerkstattbürowohnschlafzimmerküche - habe ich dieses Problem auch wieder. Vor Allem was frische Lebensmittel betrifft. Habe vor 10 Minuten eine faulende Schale Feldsalat und 4 angeschimmelte seehr weiche Tomaten weggeworfen.
Ich ernähre mich vordringlich mit belegten Broten. Und die esse ich eh in der Arbeit. Nur am Wochenende wird frisch gekocht. Und wenn dann irgendwas dazwischen kommt… sei es daß ich einfach nur sackmüde bin… dann stimmt die Planung nicht mehr und die schönen frischen Lebensmittel verschwinden auf nimmerwiedersehen aus meiner Aufmerksamkeit.
Aso es sind meist wirklich so Reste von dem, was Eltern gekocht haben, das wird dann in den Kühlschrank gestellt, dann 1-2 Tage nicht dran gedacht und dann ist es meist schon drüber.
Ansonsten angefangene Sachen eigentlich recht selten, nur wenn mal was, was aus dem normalen Essensplan ausbricht, wie irgendein Käse, Gemüse oder so, dass wird gekonnt übersehen.
Das kann sogar direkt vorne liegen, ich nehme es wahr, will was damit machen, dann sehe ich bei den (fast immer verpackten) Sachen schon weißen Belag oder so, dann dauert es noch 1-2 Wochen bis es dann entsorgt wird.
Ich hab das auch. Mittlerweile ist es günstiger für mich, mir einfach immer kleine Snacks zukaufen und das was ich gerade an dem Tag machen will.
Vorrat nur wenn es haltbar ist.
Obst und Gemüse geht bei mir auch ständig ein.
Werktags hat sich bei mir eine Routine etabliert.
Ich kaum mir morgens auf dem Weg ein Brötchen. Dann bei uns in der Kantine noch einen Kleinigkeit.
Das haut besser hin.
Oft vergesse ich was ich eigentlich im Kühlschrank habe oder, ich habe genau darauf keine Lust. Wie es immer so ist.
Die Biotonne und Muttererde nimmt es uns nicht übel. Obst und Gemüse, egal in welchem Zustand nehme sie dankbar an um es wieder in den natürliche Kreislauf zu bringen.
Ja, nur der Geldbeutel nimmt es einem leider übel das ärgert mich dann doch öfters.
Ich weiß nicht, wie dein Kühlschrank von außen aussieht @ADHS-Chaot … bei uns hängen tausend Bilder und Magneten dran, deswegen funktioniert der folgende Tipps hier nicht. Aber vllt einen Zettel schreiben mit der Info und vllt auch bis wann du es essen willst bzw wann eine günstige Gelegenheit sein könnte, man hat ja auch nicht immer auf alles Lust.
Z.B. Gulasch aufbrauchen, Mittag/ Abendessen am Freitag oder irgendwie in der Form
Ich mache mir manchmal Listen, wenn noch viele ( verschiedene) Lebensmittel zügig/ demnächst aufzubrauchen sind, was ich damit machen will. Aktuell gerade wieder Möhren kurz vorm Ende, seit Tagen nehme ich mir vor, Möhrenbutter zu machen.
oh ja, was du beschreibst, klingt vertraut. Frisches Obst und Gemüse sowie Essenreste haben die Tendenz, sich unsichtbar zu machen, bis sie im Pelzgewand wieder sichtbar werden…
Vielleicht sind einige der folgenden Hinweise für dich hilfreich:
Radikal weniger frische Sachen kaufen
Nicht „weniger kaufen und es trotzdem versuchen“, sondern aktiv entscheiden: max 2–3 frische Artikel pro Einkauf, bewusst gewählt. Der Rest kommt aus Konserven, Tiefkühl, haltbaren Sachen. Das ist keine Niederlage, das ist ein ADHS-kompatibles System.
Tiefkühl ist der Sweetspot: fast so nährstoffreich wie frisch, kaum Verderb, kein Zeitdruck.
Gemüse, Fisch, Fleisch, fertige Gerichte – alles gefroren kaufen statt frisch. Wer dann mal Lust auf frisches Gemüse hat, kann es kaufen. Aber die Basis ist eingefroren.
Wenn frische Sachen nach Hause kommen: sofort waschen, schneiden, portionieren und einfrieren oder verarbeiten – nicht "später".
Das klingt nach mehr Aufwand, ist es kurzfristig auch, aber eliminiert das Verfallsproblem fast vollständig. Tomaten, Paprika, Kräuter – direkt einfrieren. Brot – direkt einfrieren, Scheiben einzeln rausnehmen.
Auch wenn das ineffizienter wirkt, ist der Gesamtverlust geringer. Nur dann einkaufen, wenn man jetzt essen möchte, und dann nur für 1–2 Tage. ADHS-Gehirne kaufen oft im Hunger oder aus Impuls – und essen dann nicht, weil der Hunger-Moment vorbei ist.
Meal-Kit-Services wie HelloFresh, Dinnerly und co
Kein Überschuss, kein Vergessen. Teurer pro Mahlzeit, aber günstiger als 60 € / Monat Wegwurf. Als temporäres System, bis sich ein besseres Muster etabliert.
Was wahrscheinlich nicht hilft (auch wenn es logisch klingt)
Komplexere Einkaufslisten oder detailliertere Essenspläne – sie erhöhen den kognitiven Aufwand, der sowieso schon scheitert
Apps zur Lebensmittelverwaltung – sie funktionieren nur, wenn man sie konsequent pflegt
„Mehr Disziplin“ beim Einkaufen – das trifft nicht die Ursache
Listen an der Kühlschranktür - werden konsequent übersehen
Frische Lebensmittel bestrafen Vergessen. Tiefkühl, Konserven und sofortiges Einfrieren nach dem Einkauf tun das nicht.
Ich kenne das sehr gut und die hier genannten Tipps sind alle richtig! Nur leider klappt bei mir auch nichts wirklich durchgehend.
Ich denke jeder hat seine Individuellen Herausforderungen beim einkaufen. Daher würde ich zunächt versuchen herauszufinden warum Lebensmittel verschimmeln. So habe ich es gemacht.
Also: Hab ich sie vergessen? Doch keine Lust drauf? Warum kaufe ich sie überhaupt? Ist der Laden zu unübersichtlich? Bin ich besonders empfänglich für Werbung? etc.
Dann ist es evtl. leichter einen passenden Weg zu finden.
Bei mir ist es so, dass ich beim einkaufen regelrechte Kochprojekte entwickle. Die müssen dann natürlich sofort umgesetzt werden und alles muss sofort eingekauft werden. Zuhause hab ich das dann schon wieder vergessen oder kene Lust mehr dazu, weil es zu anstrengend ist.
Oder ich nehme es mir dann jeden Tag vor und mach es dann aber doch nicht bis alle schlecht ist.
Mein derzeitgier Weg ist “Hello Fresh” Leichte schnelle Rezepte und ich ab immer gleich was für zwei Tage. Das macht mir persönlich zwar wenig spaß und es ist leider sehr teuer, aber ohne das wär es noch teurer und ich äße fast nur Fastfood.
EDIT: Ich hab jetzt erst alles gelesen und gesehn, das deine Eltern kochen. Also kaufst du evtl. gar nicht selbst ein?
Nun ja…. Einfach ist es natürlich nicht. Da Ärzte mich nicht ernst nehmen,versuch ich allein aus einem tiefen Loch in meinem Leben rauszukommen. Die Ernährung (mit allem was dazu gehört) ist ein Baustein davon.
ja das leidige Thema kenne ich zu gut. Oftmals habe ich während dem Einkaufen soviele Ideen bzw. denke mir, ach ja das kann man mal schnell machen und das wär mal wieder lecker…
Was mir jetzt etwas geholfen hat, die Lebensmittel die wirklich schneller verarbeitet werden sollten auf Augenhöhe im Kühlschrank zu platzieren. Denn oft, ist der Gang zum Kühlschrank, aufmachen, reinschauen, doch keine Motivation.. das was es dann vergammeln lässt.
Ja, aber wie du schon sagst, irgendwie ist das auch nicht die Lösung des Problems, es kehrt immer wieder.
Eine Zeit lang, habe ich dann nichts mehr gekauft, nur noch dann wenn ich wirklich direkt kochen wollte aber das kann eben auch in Stagnation enden, weil der Aufwand einem so groß erscheint.
Ich kaufe jeden zweiten bis dritten Tag ein. Es ist unmöglich mein Essen weiter in die Zukunft zu planen. Ich kaufe nur Lebensmittel, von denen ich genau weiß, wie ich sie zubereite oder essen werde. Ich koche extrem wenig und esse zum Beispiel Gemüse oft roh mit Dip oder Gerichte, die schnell und einfach gehen. Ich würde aber schon gern mehr kochen und will mir jetzt ein bis zwei feste Gerichte auswählen, die ich jede Woche jeweils einmal kochen werde. Es nimmt mir viel Stress bei der Entscheidung und Planung der Einkaufsliste.
Seitdem ich wieder alleine wohne, muss ich kaum noch etwas wegwerfen. Höchstens mal Gemüse das unerwartet faulig wurde.
Selbst vertrocknetes Brot verarbeite ich noch als Suppenbeilage.
Und habe ich mal etwas zu üppig gekocht, dann friere ich den Überschuß einfach ein.