Im Beruf bleiben oder Umschulung?

Ich habe seit meiner Kindheit ADHS (früher wurde mir gesagt, ich hätte ADS), mit evtl einen kleinen Spektrum dabei. Zusätzlich habe ich eine Lernschwäche (In Rechnen, Lesen, Sprache und Schreiben) deshalb war ich immer schon in einer Förderschule, und meine Ausbildung habe ich damals in einem BBW gemacht, (geförderte Ausbildung). Leider leide ich seit vielen Jahren an Psychische Krankheiten, die das Leben Zusätzlich schwer machen.

So und jetzt zur meiner Frage

Ich arbeite seit fast 5 Jahren in einen Altenheim als Hauswirtschafter, (Bereich Reinigung, Wäscherei, Großküche und Service). Seit einigen Jahren bzw seit 2023 merke ich langsam das mir der Beruf Probleme bereitet (Konzentration, immer alles gleich verstehen und so weiter) und wenn ich mal ein Fehler mache und es nicht gleich funktioniert ao wie meine Chefs es gerne hätten, werde ich angemeckert oder ich werde ignoriert über paar Tage. Oder was auch gerne passiert ist das ich einfach schlicht vergessen werde. Das war früher nicht so!

Ich kanns schlecht nachvollziehen warum die das machen, ich mein die haben mein Schwerbehindertausweis gesehen, mit 50%. Mittlerweile bin ich an einen Punkt wo es mir auch Psychisch nicht mehr gut geht. Trotz Antidepressiva geht es nicht 100% gut. Ich habe mir überlegt vielleicht eine Umschulung zu machen zum Zierpflanzengärtner, Weil mein hyperfokus auf Pflanzen und Natur ist, seit meiner Kindheit schon, und ich mir selbst ein großes Fachwissen angelernt habe. Jetzt sagt meine Chefin zu mir, das ich keine Umschulung machen kann, da ich nicht so schwer krank bin und ich locker mein jetzigen Beruf ausüben kann. Problem ist nur das ich mein jetzigen Beruf nur mit Masking bewältigt bekommen habe, nach Feierabend ging es mir Hunde elend. Nur leider bricht mein Kartenhaus langsam zusammen, was ich Jahre mühsam aufgebaut habe. Kann ich wirklich keine Umschulung machen? Oder sagt sie es nur um mich zu verunsichern, da ich halt eine Fachkraft bin und dann weg falle in ihrem Betrieb.

So ich hoffe ihr könnt es gut lesen, mein Schreiben ist nicht so gut, weil meine Gedanken teils weiter sind als ich schreiben kann :sweat_smile::laughing:

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Herzlich willkommen im Forum, @Domiduzi !

Problem ist immer wenns keiner mitbekommen hat und du das auch bei Ärzten nicht angesprochen hast wird es schwierig nachzuweisen das deine jetzige Stelle für dich eine Zumutung ist. Nur weil deine jetzige Stelle eine Zumutung ist bedeutet es nicht das du nicht erst den gleich Job in einem anderem Betrieb ausführen kannst.

Irgendwas ist für mich unlogisch. Bin ich unzufrieden suche ich entweder das Gespräch oder ich suche mir eine neue Stelle.

So wie du das beschreibst sehe ich keine generelle Unzumutbarkeit einer Beschäftigung in deinem Job - du hast nie einen Arbeitgeberwechsel vollzogen wird schwierig dann einfach eine Umschulung zu bekommen. Du kannst eine neue Ausbildung machen kann aber sein das es finanzielle Einbußen sind die du in Kauf nehmen mußt oder du mußt einen Betrieb wie eine Gärtnerei oder einen Baumarkt finden die dich beschäftigen ggf. födern wollen

Im ersten Moment, klang es hart für mich, aber es ist ja auch deine Meinung und dazu kann ich nicht viel äußern, hab auch Daten vergessen im Nachhinein wenn ich mein Text lese, ich wurde in der Vergangenheit schon öfter krankgeschrieben von mein HA also er weiß von meiner Situation, er hat mir ja auch Überweisung geschickt für die Psychiatrische Ambulanz

Im März habe ich eine ADHS Auffrischung Testung, vom einen Facharzt empfohlen, Es sind Staunlich 4 Termine. Hab das als Kind garnicht mehr in Erinnerung das es 4 Termine waren oder es gibt einen unterschied zwischen den Testuungen gibt.

LG Domi :slight_smile:

Hallo,

wie „schwer krank“ du bist, kann deine Chefin ja schwer einschätzen, wenn man nicht gerade eine sichtbare Behinderung hat. Von außen sieht man ja nichts, solange du alles hinbekommst.

Die erneute Testung erfolgt mit dem Ziel, dann eventuell ADHS-Medikamente zu bekommen? Das könnte deine Zufriedenheit (nicht nur) im Job erst einmal verbessern. Ob es reicht oder langfristig doch auf eine Umschulung hinausläuft, musst du dann gucken.

Die Neue Testung ist dazu gekommen da ich Tagsüber oft einfach einschlafe, im Sitzen, beim Fernsehen schauen, und immer Müde bin nachen Schlafen, aber auch wegen Schulischer Laufbahn usw. Ob ich nochmal Medikamente bekomme, das weiß ich nicht, da muss ich schauen.

Bei mir ist das ein Persönliches Problem, ich wollte immer zu den anderen Leuten dazu gehören und habe deshalb alles dafür getan um Anerkennung zu bekommen, auch schon als kind, könnte daran liegen das ich ein Mobbingopfer war als Kind/Jugendlicher. Aber mittlerweile habe ich es Akzeptiert anders zu sein.

LG Domi :grinning_face:

Der Facharzt, ist das ein Psychiater, und bist du da regelmäßig? Falls ja, könntest du das Thema dort einmal ansprechen, vielleicht hat er eine Idee, wie man vorgehen könnte.
Sonst bliebt, wie schon jemand erwähnt hat, noch die Möglichkeit, auf eigene Faust eine andere Stelle zu suchen, oder auch einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz in einem anderen Beruf.

Ah ok, Dankeschön für die Information,

Ja ich bin alle 3 Monate bei ihr, und führe Gespräch, und wegen Medikation.

Andere Frage wenn es mit einer Umschulung nicht klappt, dann bleibt mir eine Ausbildung nichts übrig, mein Gedanke ist das ich komplett untergehen würde, wegen meiner Lerndefizite und das ich langsamer bin als andere. Aber ich bin nicht dumm, bei mir dauert es nur etwas bis ich es verstanden habe. Und da ich seit Kindheit in Förderschulen und Förderausbildung war habe ich Angst das ich wieder versage. Erst letztens wo ich per Abendschule meine Mittlere Reife nachholen wollte, bin ich voll durch gefallen (In Englisch und Mathematik) Deutsch war naja nh 4 halt. Dafür hatte ich in die Mintfächer 2er, aber in der Abschlussprüfung wurde meine Diagnose mit Bescheinigung nicht akzeptiert.

LG Domi

Hattest du denn jemals ADHS-Medikamente bekommen? Eventuell als Kind?

Das wäre nach einer erneuten Diagnose das erste, und dann weiter schauen. Ob du in deinem Beruf weiter arbeiten kannst oder lieber einen anderen suchst, solltest du erst entscheiden, wenn klar ist, wie es mit Medikamenten ist.

Ich habe den Threadtitel angepasst.

Als Kind habe ich, Medikent bekommen bis ich 14 Jahre alt war.

@Domiduzi , Hmmm :thinking:, also Medikinet hättest Du ja höchstwahrscheinlich im Kindes und/oder jugendlichen Alter nicht verschrieben bekommen, wenn Du keine anerkannte ADHS Diagnose von einem Fachpsychologen* oder Psychiater* bekommen hättest?.

Insofern ist das Orginal, oder besser gesagt eine Kopie von der Orginal Diagnose von damals natürlich absolut wichtig, hoffentlich hast Du die?.

Und das vor allem auch deshalb, weil so eine Diagnose eigentlich rechlich gesehen nicht verfällt, jedenfalls nicht ohne unumstössliche, und vor allem „beweisbare Einwänden“ von einer qualifizierten Fachperson.

Und deshalb, jedenfalls meines persönlichen Wissens nach, darf eine einmalig erstellte Diagnose weder „mir nichts dir nichts“ von irgendjemand angezweifelt werden, noch hat jemand das Recht dazu z.B. eine bereits offiziell anerkannte Diagnose, z.B. basierend aufgrund von irgendeiner Art von reiner Willkür, die Diagnose als ungültig zu erklären.

Aber da ich keine Deutsche bin, sondern Schweizerin, kann ich natürlich nur empfehlen, dass man sich selbst immer über die rechtlichen Bestimmungen in dem Land wo man lebt oder Staatsbürger* ist, selbständig informieren muss!.

Für eine Umschulung muß zwingend nachgewiesen werden das die beruflichen Tätikeiten/ Übliche Tätigkeiten des Berufes so krank machen, das sie grundsätzlich nie mehr zumutbar sind.

Das ist eine Hohe Hürde und ist nicht auf einen Arbeitgeber beschränkt. Beispielsweise ist das eine extrem schwere Kontaktallergie gegen Färbemittel trotz Handschuhen weshalb ein Friseur seinen Beruf nicht mehr ausführen kann.

Ich weiß nicht was du gemacht hast, doch du vermischt hier ganz viel. Eine Diagnose hat nichts mit den Noten zu tun bzw. wenn du nur diese anführst dann gilt das als Behinderung die man nicht lindern oder ausgleichen kann.

Man kann immer Nachteilsausgleiche beantragen und muß aber begründen was die Defizite sind und wie diese ausgleichbar sind. Legastinie oder eine Lese Rechtschreibschwäche kann mehr Zeit zum Lesen und zum Schreiben von Prüfungen beantragen. Wird das nur mit Diagnose begründet gibt es keinen Nachteilsausgleich weil eine Behinderung keinen Ausgleich kann, denn das ist dauerhaft und es gibt kein Mittel wie z.B. Zeit mit dem man die Prüfungsbedingungen so anpassen kann das du die gleiche Prüfung wie alle anderen nur mit für dich auf deine Bedürfnisse abgestimmte Bedingungen bekommst. Beispiel ist auch jemand fast blindes der jemanden bekommt der die Prüfungen vorliest damit die gleichen Aufgaben wie alle anderen zu erfüllen sind statt einer schriftlichen eine mündliche Prüfung benötigen oder vergleichbares. Der Arzt muß das aber genauso unterschreiben das du diese Problematiken hast und mit Bedarf a und Bedarf b fie Prüfungen wie alle anderen (die gleiche Prüfung) mit denen besonderen Bedarfen genauso ablegen kannst. Es darf nie was an der Prüfung verändert werden nur an der Prüfungsart wie mehr Zeit zum Lesen mehr Zeit zum schreiben, statt schriftlicher eine Mündliche Prüfung weil du z.B. Buchstabenblind bust und Texte schwarze Kleckse auf dem Papier wären, das gesamten als Text in Blindenschrift oder vergleichbares…

Ärzte dürfen immer alles anzweifeln aber das müsdten sie mit expliziten Tests und expliziter schriftlicher Argumentation und warum es denn damals falsch war sonst dürften gravierende Fehldiagnosen auch nie mehr zurückgenommen werden

Zur not zu einem anderen Arzt mit der alten Diagnose und nochmal diagnostizieren lassen.

Vielleicht verstehst du auch nicht recht was die Leute wollen und gibst dann Antwort die Ärzte zu solchen Ideen mit falscher Diagnose treiben im Zweifel Eltern oder Geschwister mitnehmen und sich nicht alleine auseinandernehmen lassen wenn du nicht gut aggumentieren oder erklären kannst

Das ist mir klar und logisch das die Prüfungen nicht verändert werden dürfen, da es auch unfair wäre gegenüber der anderen Teilnehmer. Bei mir würde in meiner Abschlussprüfung zum Hauswirtschafter ein Nachteilsausgleich um 20min Verlängerung erlaubt. Und Auf Rechtschreibfehler wurde nicht benotet (In Deutsch und Englisch)

Mathematik musste alles Stimmen, und wurde normal benotet.

Was bei noch war, die Abschlussprüfung war in Leichtersprache (Inhalt war aber gleich wie die normale Prüfung)

LG

Für eine Umschulung muß zwingend nachgewiesen werden das die beruflichen Tätikeiten/ Übliche Tätigkeiten des Berufes so krank machen, das sie grundsätzlich nie mehr zumutbar sind.

Das ist eine Hohe Hürde und ist nicht auf einen Arbeitgeber beschränkt. Beispielsweise ist das eine extrem schwere Kontaktallergie gegen Färbemittel trotz Handschuhen weshalb ein Friseur seinen Beruf nicht mehr ausführen kann.

So klar ist das nicht, real oder auch im Forum gab es schon verschiedene Empfindungen und Ansichten zum Nachteilsausgleich

ich schreibe es nicht um sonst so genau wie oft gedacht wird haut der Arzt nur genug Diagnosen in ein Schreiben ist doch klar das das Kind xxxx braucht und wundern sich das es nicht bewilligt, keine Abhilfe geleistet werden kann oder anderes weil der Nachteilsausgleich schon speziell beantragt werden muß aber es extrem auf Bedarfe des einzelnen ankommt und nicht auf eine Erkrankung und das auch die gleiche Erkrankung sehr verschiedene Bedarfe ergeben kann.

Inwiefern meinst du das, könntest du das genauer beschreiben deine Ansicht?

Ich habe damals meine Ausbildung in einen BBW (Berufsbildungswerk) gemacht, (das bbw war für Menschen mit Behinderungen: Hören, Sprache, Lernen und sowie ADHS , Autismus, und Psychische Krankheiten)

Es war alles in einfacher Sprache, und in Gebärdensprache. Und es gab viele Ausbildungsberufe, von Vollausbildung bis zum Fachparktiker Ausbildung .

Nur so als Information, weil viele kennen sowas nicht.

LG

Voralm kennen viele Menschen nicht die ganz normal ihere Ausbildung draußen aufem Freien Markt gelernt haben.

Lg

Das was dich stört, klingt jetzt nicht so, als wäre es etwas, das nur auf deinen aktuellen Job zutrifft. Das kann dir mit jedem Job einfach so gehen.
Konzentration und Verstehen - hängt nicht vom Job ab.
Wenn du etwas falsch machst, wird in jedem Job jemand meckern.
Ansonsten wie mit dir umgegangen wird, hängt von Persönlichkeit der Chefs ab - ist aber jetzt auch nicht vom Job abhängig.

Ich meine, dein Problem ist, dass dir dein Job nicht Spaß macht. Verstehe ich, wird dir aber ehrlich gesagt in den meisten Jobs nach einer Weile so gehen. Plump gesagt bekommt man Geld dafür und kann oft nicht machen, was einem Spaß macht.

Ich weiß ich habe dazu eine pragmatische Einstellung. Aber lass die Pflanzen lieber dein Hobby sein, bevor sie dein nerviger Beruf sind…

Falls du es echt unbedingt willst, tausche dich mal mit Leuten aus, die den Wunschberuf machen. Gärtner ist auf alle Fälle nicht nur Zuckerschlecken so weit ich weiß…

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Wenn du einfache Dinge nicht verstehst bzw. du nicht glaubst eine Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen bzw. denkst das ohne es versucht zu haben wird deine berufliche Auswahl wahrscheinlich überschaubar sein.

Auf der Arbeit ist fehlerfreie und gute Leistung immer gefragt und selbstverständlich und auch auf dem ersten Arbeitsmarkt gibts dafür kräftig eins drauf wenn die Leistung nicht stimmt Druck und noch viele andere Dinge mehr.

Wahrscheinlich wirst du noch mal in Ruhe überlegen müssen mit eiem Sozialarbeiter oder jemanden der dich berät was du kannst, was du dir zutraust und ob du ggf. auch einen schweren Versuch einer ganz normalen Ausbildung machen möchtest, ob dich im Baummarkt jemand auch ungelernt mit deinem Abschluß beschäftigen wollen würde etc.

Es gibt auch bestimmt einige Arbeitgeber die ggf. für einen Versuch bereit sein könnten. Da ich aber deine Leistung nicht einschätzen kann und du doch einige Besonderheiten mitbringst mmußt du mit Eltern, Betreuer, Sozialarbeiter oder sonst wem realistisch schauen was du kannst, wie man ggf. manche Dinge etwas anders erreichen könnte oder so, ob man nicht einfach mal dann mitcder Person Unternehmen mit interessanten Tätigkeiten anspricht ob du dort nicht zumindest mal ein Praktikum machen könntest um zu schauen ob ihr eine Chance auf eine Zusammenarbeit entwickeln könntet oder sowas. Das kann ich hier nicht und andere auch nicht durch schreiben leisten, du mußt sowas selbst anstoßen und den Mut zum ersten Schritt aufbringen dann kann sich einiges ändern