wir haben bei meinem Sohn (6) zeitweise folgende Nebenwirkung unter Equasym Retard, insbesondere in den ersten Stunden nach der Einnahme, bemerkt. Er spricht in der Öffentlichkeit sehr wenig und sehr leise bzw. flüstert. Ohne Equasym ist er in der Öffentlichkeit sehr laut, auffällig und kann sich kaum kontrollieren. Ansonsten zeigt er keine anderen Auffälligkeiten unter dem Medikament. Sobald wir im Auto sind und keine fremden Personen in der Nähe sind, spricht er wieder in normaler Lautstärke. Das ist ein sehr starker Kontrast zu seinem eigentlichen lauten Verhalten. Er bekommt morgens 20 mg. Die Wirkung von 10 mg war damals zu schwach. Bei 15 mg hat der Kindergarten gemeint, dass die Wirkung zu schwach sei. Wir haben damals die 10 mg geteilt. Heute früh waren wir z. B. bei der Logopädin und da hat auch zwischendurch geflüstert und war eher leise. Der Kindergarten hat das leise Sprechen auch angesprochen, sind aber sonst mit der Wirkung zufrieden gewesen. Dies ist besonders in den ersten Stunden auffällig. Er verträgt Equasym Retard im Vergleich zu anderen Medikamenten sonst gut. Außerdem hat er kaum Spielpartner im Kindergarten, obwohl er möchte. Früher, weil er sehr laut war und Konflikte hatte und aktuell weil er leise ist und damit in der Gruppe untergeht.
Kennt ihr vll. solch ein Verhalten. Leider haben wir aktuell auch keinen Kinderpsychiater, um dies zu besprechen.
wie lange nimmt er denn die Dosis so? Bei den meisten M Medikamenten gibt sich durch Gewöhnung auf ein Mittelmaß und er bekommt ja Medikamente um nicht das typisch laute impulsive Adhs verhalten zu haben oder?
Das erste Jahr bei Methylfinidat Medikamenten hatte ich das beim Anfluten zwischenzeitlich ich durcheinanderer war, tolpatschiger etc das hat sich vollständig mit der Zeit gelegt
Hallo Kathy, vielen Dank für die Rückmeldung. Er nimmt diese Dosis schon länger, bestimmt seit 8 Monaten. Jedoch hat er aktuell Ferien und deshalb nur ab und zu Equasym bekommen. Der Kindergarten hat und in dieser Zeit (er nimmt es seit insgesamt 9 Monaten) nur gesagt, er ist deutlich ruhiger und es passt. Jedoch habe ich das Gefühl, die sind einfach froh gewesen, dass er ruhig ist und alles andere, wie soziale Kontakte usw. ist egal. Heute haben wir es z. B. wieder getestet und er hat draußen in der Öffentlichkeit fast nichts gesprochen. Nur 1 bis 2 x kurz mir ins Ohr geflüstert. Er ist meiner Meinung nach zu ruhig. Außerdem beteiligt er sich weniger an Gesprächen und lacht weniger. Ich finde es schwierig, die optimale Wirkweise zu finden, da ich auch den Eindruck habe, die Leute wollen einfach ein ruhiges Kind, das brav ist. Equasym ist leider das einzige Medikament, das er verträgt. Er kommt in 1,5 Wochen in die Schule und unsere Befürchtung ist einfach, dass er dort leise sprechen bzw. flüstern wird und weiterhin sich zurückzieht. Hinzu kommt, dass es Equasym nur in 10 mg, 20 mg usw. gibt. Durch das Teilen der zweiten Kapsel kann es tgl. zu Schwankungen kommen. Wir wollen die nächsten Tage mal etwas weniger geben.
Ich dachte, Equasym darf/kann man gar nicht teilen, weil manche Kügelchen retardiert sind und manche nicht und das von außen nicht sichtbar ist.
Was meinst du mit „andere Medikamente verträgt er nicht“? Andere Methylphenidat-Präparate oder andere Wirkstoffe? Von Equasym gibt es auch Generika von anderen Herstellern mit anderen Trägerstoffen. Neu sind auch die Kautabletten mit Kirschgeschmack (kein Equasymgenerikum, aber Methylphenidat). Es gibt durchaus Kinder, die auf die verschiedenen Hersteller unterschiedlich reagieren.
Hallo, genau, eigentlich darf man es nicht teilen, jedoch hat der Kinderpsychiater gesagt, dass wir es machen sollen, da 10 mg zu schwach und 15 mg zu stark sind. Wir haben Ritalin LA, Medikinet retard und Methylphenidat unretardiert getestet, da hatte er ganz schlimme Rebounds. Bisher hat er nur das Equasym gut vertragen. Vor ca. 2 Wochen wurde er nun eingeschult und wir haben der Lehrerin in der ersten Woche über seine Diagnose und medikamentöse Einstellung berichtet. Nun möchte sie wieder mit uns sprechen, da sie festgestellt hat, dass er u. a. stark verunsichert wirkt und regelrecht in Panik gerät, wenn er etwas nicht mitbekommen hat. Könnte dies eventuell für eine Überdosierung stehen oder weil er erst eingeschult wurde? Bsp. er geht morgens ins Schulgebäude, stellt fest, dass er dort alleine in der Garderobe ist und andere Kinder noch nicht da sind, dann wird er etwas panisch. Mich wundert das nun alles etwas, da er Equasym seit fast einem Jahr bekommt und sich der Kindergarten, nie negativ geäußert hat. Aktuell bekommt er 17 mg Equsym. In der Packungsbeilage steht Angst jedoch als bekannte Nebenwirkung drin. Ohne Medikament geht es jedoch gar nicht, da er stark hyperaktiv und impulsiv ist. Außerdem zeigt er ohne Medikament ein starkes Trotzverhalten und emotionale Regulationsprobleme (geringe Frustrationstoleranz), spielt den Clown usw.. Der Weiteren schafft er es nicht, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, obwohl möchte. Er hat keine Freunde und ist in der Schule für sich alleine. Im Kindergarten war es genauso, weil die anderen nicht mit ihm spielen wollten. Diese Kinder sind mit ihm nun in der Schule. Privat geht er offener auf Kinder zu ohne Medikament.