ich war bisher stiller Mitleser, momentan geht es mir aber psychisch wieder mal nicht so gut.
Zu mir : ich bin 36 und habe meine Diagnose seit ca. 1 1/2 Jahren, wie bei vielen anderen die auch Spät diagnostiziert wurden haben sich vorher in meinem Leben noch andere Psychische Erkrankungen etabliert. Depressionen und Angststörungen sind mein steter Begleiter. Ich bin alleinerziehende Mama von Zwillingen.
Ich bin auf der Suche nach Hilfen um meine Defizite klar zu benennen um diese gezielt zu bearbeiten.
Daher wollte ich gerne hier das Schwarm-Wissen nutzen. Kennt ich Workbooks, Webseiten mit Arbeitsblättern, Podcasts etc. welche gut verständlich und „ansprechend“ zu lesen sind.
Über ganz viele Kommentare, Ideen und Input würde ich mich so so sehr freuen.
Ich möchte nicht mehr auf der stelle treten.
Wie wäre es, wenn du hier erst mal schaust, ob da der ein oder andere Test (da ist von ADHS bis Depression und Autismus schon viel dabei an Tests) positiv ist? Dann kannst du dich evtl schon mal besser einordnen.
Sonst würde ich vorschlagen (falls noch nicht in einem anderen Thread geschehen), dass du deine Problemfelder/Symptome/Baustellen hier in den Thread so als Liste rein schreibst, damit man hier mit dir zusammen darüber rätseln kann, was da ADHS ist und was vllt woanders her kommt.
Sie sind mit dieser Situation nicht allein: Bei einer späten ADHS-Diagnose treten tatsächlich häufig bereits Angstzustände und Depressionen auf, was den Alltag erschwert, insbesondere mit Kindern. Um die Schwierigkeiten systematisch anzugehen, sollten Sie sich am besten nach Materialien zum Umgang mit ADHS-Symptomen bei Erwachsenen umsehen.
Hilfreich sind Bücher und Arbeitshefte wie „Taking Charge of Adult ADHD“ von Russell Barkley und „The ADHD Workbook for Adults“, die dabei helfen, mit Prokrastination, Emotionen und Organisation umzugehen. Es gibt Websites mit kostenlosen Materialien – zum Beispiel das ADDitude Magazine (Artikel und Checklisten) sowie Podcasts zum Thema ADHS bei Erwachsenen (ADHD reWired, Hacking Your ADHD).
Praktisch hilfreich sind einfache Systeme: das Aufteilen von Aufgaben in kleine Schritte, visuelle Listen, Timer (Pomodoro-Methode), feste Routinen und externe Erinnerungen. Es lohnt sich auch, die Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten (insbesondere KVT bei ADHS) und, falls erforderlich, eine Anpassung der medikamentösen Behandlung in Betracht zu ziehen.Das Wichtigste ist, in kleinen Schritten vorzugehen und nicht zu versuchen, „alles auf einmal zu ändern“: Nachhaltige Veränderungen bei ADHS entstehen schrittweise.