Innosuisse-Studie «Digitale Lösung für ADHS-Betroffene»

DIGITALE LÖSUNG FÜR ADHS-BETROFFENE

ANFORDERUNGSSTUDIE

WAS?

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führt eine Anforderungsstudie für eine digitale Lösung für ADHS-Betroffene durch. Im Zentrum stehen insbesondere Aspekte von Organisation und Zeitmanagement. Gesucht werden ADHS-Betroffene und -Experten, die ihre Bedürfnisse, Erfahrungen und Anforderungen in die digitale Lösung einbringen möchten.

WIE?

Der obligatorische Studienteil umfasst semi-strukturierte Interviews bestehend aus den Teilen (1) Einleitung, (2) aktuelle Herausforderungen, (3) Diskussion der aktuellen Lösung, (4) Validierung zukünftiger Funktionen und (5) Ausblick. Bei Interesse können Betroffene die aktuelle Version der digitalen Lösung optional im Alltag einsetzen und durch einen Tagebuchansatz Langzeitfeedback geben.

WESHALB?

Für ADHS-Betroffene bietet die Teilnahme die Gelegenheit, ihre spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen in eine für sie unterstützende Lösung einzubringen. Experten hingegen können durch einen Erfahrungsaustausch zu innovativen Lösungsansätzen und KI-basierten ADHS-Apps profitieren.

WANN?

Die Interviews mit einer Dauer von rund 30 min finden im Zeitraum Mai bis Juli 2022 per Telco oder vor Ort statt, eine Vorbereitung seitens der Teilnehmer ist nicht erforderlich. Die Daten werden nur anonymisiert und aggregiert verwendet, selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Datenschutzrichtlinien.

KONTAKT

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zur Teilnahme unter Angabe eines für Sie passenden Zeitraums und stehen für Fragen gerne zur Verfügung: Dr. Manuel Holler (ZHAW Product Management Center, manuel.holler@zhaw.ch).

Es tut mir leid wenn ich jetzt ketzerisch fragen muss, aber wollt ihr kostenlos helfen oder später ein Produkt verkaufen?

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Ich persönlich bin ehrlich gesagt kein Freund von Apps, für junge Menschen kann sowas vielleicht wirklich hilfreich und von Interesse sein, für mich bedeutet jede zusätzliche App die ich benötige oder verwenden muss je länger je mehr eine zusätzliche Belastung der ich mich widmen muss.

Je älter ich werde, desto mehr habe ich Mühe damit, dass scheinbar alles im Leben nur noch digital abgewickelt werden kann/soll, fühle mich damit oft überfordert.

Ist nicht böse gemeint, aber mir als ältere Person fehlen je länger je mehr schlicht und einfach Anlaufstellen wo man noch Hilfe in einem persönlichen Gespräch mit einer realen Person die Zeit und Verständnis für meine Anliegen hat.

Deshalb kommt für mich persönlich keine App als Hilfsmittel in Frage.

Wie gesagt, für andere kann das wieder ganz anders sein, aber mich persönlich erschöpft diese digitale Welt in der wir leben, habe oft das Gefühl das man als älterer Mensch durch diese Entwicklung immer mehr ins Abseits manövriert wird.

Ich bin immer mehr gefrustet darüber wieviel Zeit und Aufwand die Digitalisierung in meinem Leben in Anspruch nimmt, wieviel kostbare Zeit ich dafür in Wahrheit opfern muss und mich diese Dinge eigentlich von meinem realen Leben immer weiter fern hält, statt mir zu helfen.

Denn gerade zum Beispiel das surfen im Internet mit seinem riesigen Angebot von Ablenkung die einem dort geboten wird, tut mir persönlich überhaupt nicht gut, weil ja genau diese Ablenkung mich davon anhält mich um die eigentlich wichtigen Dinge die ich machen sollte/müsste zu kümmern, aber das sind nur meine ganz persönlichen Gedanken dazu.

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Ja da ist schon was Wahres dran…

Aber so sehr ich Zettel und Papier liebe, merke ich als Familienmama, dass ich ohne einen digitalen Kalender mit Cloudsicherung nicht herum komme. Ich kann meine Einträge mit der Person teilen, die mit zum Termin muss und die anderen wissen, wo man ist…

Auch Kontakte, Besprechungsinhalte, Notizen vor oder nach Arztterminen mIt den Kids oder von mir selber… was müsste ich alles herumschleppen, auch noch zur Arbeit…

Ich habe schon viele Apps ausprobiert und nie konnte eine App alles abdecken… als Mutter von zwei medikamentierten Kindern und Job und drumherum habe ich auch immer viele To Dos, die irgendwann mal dran sind und dann irgendwann dringlich werden und je nachedem, wo ich entlang komme, sortiere ich die Sachen mehrfach neu und schiebe sie weiter…

Das geht auf dem Papier alles wirklich nicht so gut, da müsste ich das ja andauernd neu abschreiben…

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Ich muss auch sehen, bildlich vor Augen haben, ToDo’s und Termine.
Am besten ganz gross als Kalender an der Wand. Weil wenn die App geschlossen wird, ist bei mir auch der Inhalt weg.
Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mir wird das ganze digitale Gedöns auch zu viel, auch wenn ich früher ein Computerfreak war…
Uberall ploppt was auf, piept und düdelt es, alles muss ständig aktualisiert werden.
Lenkt alles ab.
Hab mich lange geweigert ein Smartphone zu benutzen, mich aber damit ins soziale aus geschossen.
Das heisst nicht dass es eine progressive Entwicklung einer App nicht geben kann.

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Ich schreibe mir trotz aller Apps, die ich nicht missen möchte, auch immer noch Zettel.

Teils sind das neue To Dos, die ich schnell spontan aufschreibe, zB Sachen im Haushalt, Einkaufszettel… manches davon übertrage ich dann in eine App…

Und wenn ich den Überblick vor der Menge der Todos verliere, schreibe ich mir auch das Wichtigste nochmal auf.

Und alle Termine aus dem Handy werden schön brav nochmal in den Küchenkalender geschrieben, damit ich ein Gefühl kriege, was so los ist und ob ich nicht plötzlich in einer Woche viel zu viele Extras habe und ob es für eins der Kinder oder für mich zu viel werden könnte. Dann werden nämlich Termine nochmal rechtzeitig verschoben… sowas kriege ich in einer App ja gar nicht in den Blick… dazu braucht man dann doch besser eine schöne große Monatsübersicht…

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Das meine ich ja damit, den Gesamtüberblick zu haben.
Aber ich mag die Erinnerungsfunktion im Handy schon.
So habe ich eine App, die jede volle Stunde ein Kukuksuhrlaut von sich gibt.
So habe ich den Tag in Stundenintervallen akustisch vor mir. Das hilft mir bei Hyperfocus ( mach mal Pause und iss was) und allg. Zeitblindheit, der Tag ist strukturierter.

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@Hypoborea also die Idee mehrmals am Tag einen lustigen Tierlaut als Gedankenstütze zu verwenden, reizt mich zwar ungemein, muss mir auch sowas einfallen lassen, Super Idee. :+1::grinning:

Aber es gibt ja auch diese Apps wie den Pomodoro Timer - 25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause, mehrmals hintereinander und die 3. Pause ist glaube ich dann etwas länger… das stelle ich mir bei Hyperfokus auch sinnvoll vor. Ist aber eher was für längere Schreibtischarbeiten…

Noch besser wäre wohl eine Stimme, die die Zeit ansagt.

Aber das „Kuckuck“ reisst mich schon so wieder in die Gegenwart.
Und klingt echt so wie eine Kuckucksuhr.

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Das mit der Zeitansage lässt sich vermutlich bei IPhones über die Kurzbefehl-Funktion regeln… ich habe damit noch nicht viel Erfahrungen, aber im Netz gibt es verschiedentlich Anleitungen für die verschiedensten Anwendungen für diese Kurzbefehle. Die sind eigentlich sowas ähnliches wie ein Programmiertool. Man muss aber nicht programmieren können.

@Nono Sorry aber solche Sachen klingen für mich persönlich schon wieder nach viel zu viel Aufwand, nur um ab und zu mal einen Kuckuck zu hören?.
Ich glaube ich kaufe mir eine Kuckusuhr, da gibt es ja die verschiedensten Modelle, je nach individuellem Geschmack der jeweiligen Uhren Liebhaber: innen.
Ach was soll’s, ich bin wie ich bin, inzwischen alt und schrullig, aber c’est la vie, ich stehe zu mir wie ich bin, komme was wolle. :muscle:

Zum Kuckuck fällt mir zwar gerade noch ein, dass der Kuckuck übrigens EXTREM unsozial ist, wenn nicht sogar fast schon „diabolisch“, ich meine Hey! die schmeissen die „echten“ Kücken des Vogel Eltern Paares eiskalt aus dem Nest!, saumässig brutal sowas, trotzdem mag ich den Kuckucks Ruf irgendwie. :crazy_face:

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@Dokma: Valide Frage, danke hierfür: Die Lösung wird bis auf weiteres kostenfrei sein.

@Alle: Herzlichen Dank für das Feedback im Forum und die bisherigen Gespräche. Um die digitale Lösung noch breiter abzustützen, freuen wir uns über weitere Teilnehmer.

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Ja klar Kuckucksuhr ist auch schön.

Aber ich blende sowas schnell aus.

Bei einer individuell einstell- bzw. programmierbaren Lösung wäre das vielleicht zu verhindern, dachte ich.

Es gibt im Handy auch normale Wecker, die setze ich auch oft ein oder Timer, die mich nach 3, 5 oder 15 Minuten daran erinnern, mit etwas anzufangen. Oder wenn ich mal wieder bei einer schwer erreichbaren Arztpraxis anrufen muss, erinnert es mich daran, es nochmal zu versuchen.

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Da kennst meinen Kuckuck nicht.

Mich reisst das Geräusch aus dem Tagträumen oder Hyperfocus, weil ich da selten zur Uhr schaue.
War wohl früher auch in Echt mal so gedacht: tempi passati.

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Huhu,

könnten wir bitte den Umfragen, Studien, Forschungsprojekte-Bereich von Diskussionen verschonen, die zwar irgendwie zum Studienthema passen, aber nicht die Studie betreffen?
Fragen oder Kommentare zur Studie gerne hier, Diskussionen über Sinn und Unsinn bestimmter Methoden bitte lieber woanders…

Besten Dank

UlBre
(als Mod)