Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, weil du dich dann besser fühlst, es ist ganz eindeutig eine Droge.
Wenn sie hilft, ist es ja super, aber das ist selten ohne teils krasse Nebenwirkungen der Fall.
Und ich habe Elvanse ganz normal nach Dosis des Psychiaters genommen, das andere war Ritalin und ist ewig her. Auch das hatte ich anfangs „normal“ genommen, aber Drogen machen halt oft süchtig.
Ich würde eher mal fragen, ob es schlimmer ist, als vor dem Medikament?
Oder ist es wieder so, wie es früher war?
Ich für meinen Teil, würde mittlerweile wohl ohne gar nicht mehr funktionieren, und das liegt nicht an der Sucht, ich nehme es noch ha rmicht so lange, sondern daran das es mir vorher unendlich beschissen ging. Und jetzt bekomme ich wenigstens meinen Alltag wieder hin und kann auch wieder mehr für die Kinder da sein.
Aber grundsätzlich kann ich die Angst voll und ganz verstehen.
Aber eher, weil ich noch genau weiß, wie es mir vor einem halben Jahr ging und ich wahnsinnige Angst habe, wieder so ab zu stürzen…
Und deswegen bin ich aktuell, trotz Sorge vor einer Art Abhängigkeit, im Modus: scheiß egal!
Ich muss aktuell funktionieren! Für die Kinder, für meine Frau und weil wir finanziell untergehen würde, wäre ich langszeitkrank (was wegen Depressionen auch fast so weit war, ich hab mich dann rechtzeitig vor dem Krankengeld wieder zur Arbeit geschleppt.
Hach… Das kenne ich.
Nur mein Bruder und seine Lebensgefährtin glauben mir das und verstehen es (vor allem, weil mein Bruder bei fast allen was ich erzählt habe, gesagt hat, dass er das auch von sich kennt…).
Meine Mutter kann damit einfach nichts anfangen, obwohl sie, bin ich mir 150% sicher, auch ADHS hat.
Ihr mache ich keinen Vorwurf.
Aber am schlimmsten finde ich, dass meine eigene Frau, die mich seit 16 Jahren kennt, und wir mehr als oft genug Streit hatten, die voll auf meine ADHS Ausprägung passen (Ungeduld, schnell wütend, schnell überfordert wenn zu viel auf einmal gemacht werden muss, extrem vergesslich, gedanklich nie in der Situation sondern immer abwesend, Soziale Kontakte laugen mich total aus, ich kann keinen Smalltalk machen, weiß oft nicht was ich mit Menschen bzw. ihren Verwandten reden soll, Ein- und Durchschlafprobleme, IMMER total erschöpft und müde und finde trotzdem kein Ruhe uvm) + andere Dinge die sich oft stören (Fuß wackeln, Zehen bewegen, trommeln, Pfeifen, „lautieren“ etc. etc.).
Das ausgerechnet sie das jetzt nicht anerkennt, trifft mich sehr und das steht auch in unserer Ehe extrem zwischen uns. Für sie bin ich in der Midlife-Crisis… Start n Sportwagen hab ich mir halt ne schicke Diagnose geholt… ![]()
Das müsste mit deinem Mann vermutlich auch so sein. Gerade er, mit dem du täglich zusammen bist, müsste das doch erkennen und auch die positiven Veränderungen mit der Medikation bemerken.
Fühl dich mal gedrückt. Das ist echt zum kotzen sowas…
Hey, das ist ja ne gute Idee! Sportwagen sind out, ADHS ist in!
Klimafreundlich und ohne Gefahr für Fußgänger. Und ohne Angst, dass das Benzin jeden Tag um 12 Uhr teurer wird.
Kommt darauf an, wie Kinecteen hergestellt wird ![]()
Dafür wird die Rezeptgebühr ja bald erhöht.
Hab ich mir wohl nicht gut genug überlegt…
wow nun das tut mir ja total leid , viellricht braucht sie stimmen von anderen? Ich zum Beispiel habe positive Stimmen erzählt von Menschen die nichts von meiner medikation wussten.
Würde es dir denn besser gehen, wenn wir sagen: „Menschen mit ADHS dürfen legalisierte Drogen verschieben bekommen, da sie in dem Falle nicht wie Drogen wirken , sondern positive Auswirkungen auf bestimmte Lebensumstände haben.“
Letztendlich ist es mir egal , ob es nun legale Droge heißt oder nicht . Es bleibt ja nach wie vor ein Medikament.
Mir tut jeder leid, wo krasse Nebenwirkungen , dem positiven Effekt vorran gehen, oder wo es zu keiner hilfreichen Wirkung kommt.
Ich habe aber auch schon mal eine Jodid Präparat (andere Marke) nicht vertragen , hatte heftigen Ausschlag. Präparat gewechselt und dann keine Problem mehr.
In einem gewissen Maß , trägt man Nebenwirkungen mit , weil es wiederum ohne Medikation auch wieder Auswirkungen auf ADHS gibt.
Es ist und bleibt ein abwägen und wenn ich ohne könnte wäre es mir ja auch lieber.
Ja, es gibt krasse Nebenwirkungen, aber die sind nicht die Regel , aber dann ist das Medikament eben leider keine Option.
Manchmal entstehen krasse Nebenwirkungen durch ungünstige Verordnungen oder ungünstige Lebensweisen , Komorbitäten und man kann mit einigen Stellschrauben noch was machen.
Und manchmal gibt es keine Chance.
Bist du denn dann in einen Entzug gegangen um von den „Drogen“ wieder runterzukommen?
Bist du immer noch süchtig nach Elvanse und Ritalin?
Natürlich macht es Sinn, wenn dieses Medikamente eine Sucht auslösen, davon abzusehen, weil das keine tragbare Nebenwirkung ist.
Es ist auch gut das du davon berichtest, weil Einzelfälle , die nicht der Regel entsprechen trotzdem wichtig sind.
Für dich hat sich die Medikation als ungünstig erwiesen , aber daraus lässt es sich nicht als „Gefahr“ für jeden schließen.
Also, wenn du jeden davor warnst, kann es sein dass jemand nicht von der positiven Wirkung profitieren kann , weil er sich nicht traut.
Es freut mich dass es dir wieder besser geht. Und genau das ist auch so ein Punkt wohin die Reise gehen kann ohne Medikamente.
Eigentlich so wie früher, ich habe erst jetzt gemerkt wie anstrengend und hektisch das alles früher war. Der rote Faden hat immer gefehlt.
Genau das ist es. Ich war die Woche ohne wirklich sehr gereizt, die Zündschnur war sehr kurz. (War sie früher auch schon
) Mit Elvanse bin ich gelassener und geduldiger. Wie soll ich meine Kinder regulieren wenn ich mich selbst nicht regulieren kann?
Ja das ist schlimm, das einfach das Verständnis und die Empathie fehlt. Wenn dann vom Partner immer so ein Seitenhieb kommt.
„Lustigerweise“ kommt von meinem Mann wenn ich einfach mal aus einem Grund gereizt und mies drauf bin die Frage: „Hast du deine Pillen heute nicht genommen?“
Leih dir mal einen schicken Sportwagen und fahre
mit fett aufgedrehter Musik zu Hause damit vor und sag, dass du die Medis abgesetzt hast und doch lieber einen Sportwagen vorziehst. ![]()
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….spass beiseite , würde sie mal mit zu deinem Arzt gehen ?
Könnte ein passendes Medium (Video,Buch etc.., )helfen um sie etwas aufzuklären
Könnte deine Frau auch von ADHS betroffen sein? Manchmal kritisiert man ja gerne mal seinen Spiegel, den jemand anders wiedergibt.
Wie lang hast du die Diagnose mittlerweile?
Das sind gut belegte und erwartbare Reaktionen nach dem Absetzen der Medikation. Nach längerfristiger regelmäßiger Einnahme dann eben auch schon mal etwas ausgeprägter.
Vereinfacht könnte man es vielleicht eine Art Rebound XXL nennen. Da wäre es zumindest plausibel erklärbar, warum die ADHS-Symptomatik nach abruptem Wirkende oder Absetzen der Medikation (zumindest nach längerfristiger regelmäßiger Einnahme denkbar) vorübergehend ausgeprägter wahrgenommen werden könnte.
Eine plausible Erklärung für das vorübergehende „schlimmer als früher“-Erleben wäre zumindest eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, wie z.B.:
- Rückkehr der ADHS-typischen Netzwerk(dys)regulation
- mögliche kurzzeitige pharmakodynamisch plausible Überschießreaktionen
- nachlassende Wachheit, Motivation und Emotionskontrolle
- Tagesmüdigkeit, Stress
- ein starker Kontrast zum unmittelbar zuvor erlebten medizierten Zustand
Da könnte man jetzt auch in die Neurologie und Neuropsychologie abdriften, aber das dürfte als laienhafte Erklärung hinkommen, denke ich ![]()