Kennt ihr die Angst auf dem Medikament „hängen“ zu bleiben?

Hallo zusammen :slight_smile:

Ich nehme Elvanse, nach langem hin und her und Eindosierung habe ich seit gut einem halben Jahr meine Dosis gefunden. Ich bekomme 50mg Kapseln verschrieben und löse diese auf. Je nach Befinden nehme ich 30 oder 35mg. Habe aber nach den 6 Monaten gemerkt, dass es doch etwas mehr sein könnte. Da ich nicht auf 40mg hochgehen wollte, dachte ich: einfach mal eine Woche pausieren, ich habe Urlaub - perfektes Timing.

Tja, der 6. Tag ohne und es ist einfach nur schrecklich :frowning: Ich komme nicht in die Gänge, alles ist schleppend. Bin träge, bekomme nichts gebacken, würde am liebsten ins Auto und Musik hören, so wie früher halt. Aber ich habe zwei Kinder, eins Autist das andere ADHS. Ich muss funktionieren, auch im Urlaub.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe das Gefühl, dass ich meinen Alltag ohne Medikament nicht mehr bewältigen kann oder will. Das macht mir Angst. Ist das Sucht? In meiner Unsicherheit habe ich vorhin mit meinem Mann darüber gesprochen. Er hat kein ADHS und kann meine Sorge nicht nachvollziehen. Dass er mein Medikament immer als Droge bezeichnet macht es auch nicht besser.

Sind diese Sorgen normal? Vielleicht hat der ein oder andere hier ja auch schon mal solche Ängste gehabt.

Liebe Grüße

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Warum nimmst du denn Medikamente wenn du diese Art Sicht der Dinge einnehmen willst?

Was du als Angst bezeichnest hat ja ganz deutlich mit einer Sicht/ Einstellung zu dem ggf. grundsätzlich zu Medikamenten zu tun.

Vielleicht hinterfragst du dich mal mehr wirso du solch eine Art denken überhaupt hast.

Elvanse hat nen Steady-state von 5 Tagen und logisch das dann erst mal nichts geht, ist ja ein Stimulanz was durch Ausschüttung der Botenstoffe eine Art Gleichgewicht erzeugt die Adhsler ohne nicht unbedingt haben Stress nimmt und dem Gehirn grundsätzlich ermöglicht mehr neuronale Verbindungen auszubauen und vieles mehr.

BTM Medikamente haben immer ein gewisses Potenzial wenn man sie nicht gleichmäßig und in der verordneten Dosis nimmt, daß man sie missbraucht um scheinbar mehr zu leisten, mehr zu schaffen etc. was dann mit Pech weil man es übertreibt ggf. auch durch nen Crash bezahlen kann. Ordnungsgemäß angewendet eben nicht, es soll ja unterstützen und kann Adhs nicht heilen

Und wenn dich die Kommentare deines Mannes so stören zähl ihn an und sag sonst gibt es bald Platzverweis weil du es übergriffig und rispektlos empfindest und schon genug mit deinen Psychogeistern am kämpfen bist

Manchmal muß man ganz klar Grenzen ziehen und auch einfordern gerade egal ob lustig gemeint oder nicht es zu zusätzlicher Belastung führt.

Manche Herren haben einen komischen Homor und können nicht wirklich reflektieren, daß sowas zu einer riesen Belastung wird was sie lustig finden. Dagegen helfen nur klares Anzählen wegen überschrittener emotionaler Grenzen. Kann aber auch sein, daß du es ihm gegenüber einfach nicht klar und deutlich genug sagst und versuchst das höflich zu nennen, verstehen viele so nicht - auch typisch Adhs das wir teils meinen Dinge deutlich gesagt zu haben und erwarten das es ankommt, doch es wird nicht unbedingt so vom gegenüber aufgefasst. Daher kurze klare Sätze mit dem was dich stört, aus deiner Sicht lieber überdeutlich als zu höflich nur dann kannst du sicher sein das was du denkst und fühlst wenn es wichtig ist auch wirklich so ankommt

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Hey, es kann sein dass man sich die ersten paar Tage nach dem Absetzen von Elvanse schlechter fühlt als normal, das ist aber meist nach ca. 5 Tagen vorbei.

Dann kann es auch sein, dass du dich

fühlst, das aber jetzt anders einordnest, weil du weisst, wie es auch sein könnte.

Lies vielleicht mal das, ein super Erfahrungsbericht:

Und nein, das hat weder mit Sucht noch mit Droge zu tun. Mein Alltag wäre ohne Brille auch viel mühsamer und kaum zu bewältigen, trotzdem bin ich nicht „Brillen-süchtig“, oder? Das Medikament gleicht einen Mangel aus, Punkt.

Vielleicht kannst du deinem Mann das hier mal zum lesen geben und ihn bitten, das Wort Drogen in diesem Zusammenhang nicht mehr zu verwenden:

Lange Rede, kurzer Sinn: Nimm die Medis wieder und freu dich, dass sie dir helfen :people_hugging:

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Ich finde deine Gedanken und Sorgen absolut normal, und auch natürlich und gesund. Ich selbst bin genauso. Und habe aus diesem Grund auch eine Pause eingelegt. Allerdings war ich im Urlaub, andere Umgebung, anderer Rhythmus. Zu Hause hätte ich es bestimmt nicht geschafft mit Pausieren.

Inzwischen nehme ich wieder Medikamente, aber bewusst etwas niedriger dosiert als zuvor.

Mir hilft es sehr zu wissen, dass ich auch ohne klarkommen kann.

Dass du dich aktuell in deiner Medikamentenpause müde und antriebslos fühlst, ist ja normal. Aber ich finde es klasse, wenn du es trotzdem eine Woche durchhältst.

Viele hier im Forum sehen das anders mit dem Pausieren. Deshalb entscheide ganz für dich, was dir gerade gut tut, was geht und was nicht.

Alles Liebe

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Versuche es mal mit anderen Krankheiten zu vergleichen, wo man auch dauerhaft Medikamente einnehmen muss. Insulin weglassen und wenn wenn Unterzuckerung eintritt und man unbedingt Insulin benötigt, da würde ma sowas nicht als Sucht bezeichnen.

Oder ein banales Beispiel…..Zahnpastea weglassen , Mundgeruch bekommen und dann doch wieder Zahnpasta benötigen würde man auch nicht als Sucht bezeichnen.

Ich mache regelmäßig eine Auslassphase im Sommerurlaub. Es geht ohne irgendwie und ein paar Dinge kann ich kompensieren vor allem weil ich dann ganz wenig Anforderungen und viel Ruhe habe und mir selber keine Anforderungen stelle.

Aber im Sinne von Wolfgang Petries Schlager „ Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ mutiert es schnell in die Richtung „**

Verlegen, verloren, vergessen , verpeil‘n

Und ich merke es dann vor allem beim Einkaufen in der Reizüberflutung etc…
Da ich auch wissen wollte wie es sich auf die Arbeit auswirkt, bin ich diesesmal da ohne Medis gestartet und definitiv haben sich die Flüchtigkeistfehler erhöht.

Man lernt/oder das Gehirn lernt schon ein paar Dinge, die man ohne Medikation dann besser kompensieren kann , aber oft nur kurz oder mit viel Energie . Doch man hat nun mal ADHS und es bleiben nach wie vor Dinge bestehen die man eben nicht steuern kann .

Nichts in mir schreit im Sinne von „Abhängikeit“ oder „Gelüsten“ nach dem Medikament im Gegensatz zu meinem Gelüst z.B auf Kaffee , was sich z.B ohne Medikation sofort erhöht oder auch mer Hype auf ein Bier. Es gibt nichts innerliches in mir was mich zu meinem Tablettenschrank im Sinne von einem Hype darauf zieht .

Aber mit Blick auf meine Symptome und die Alltagserleichterung sehe ich für mich selbst und anderen Gegenüber meine Verantwortung die Medikation zu nutzen. Ich werde wieder froh sein, wenn ich die Erleichterung spüre, so wie der Schmerz nach einer Kopfwehtablette nachlässt .
Es ist Dankbarkeit und Erleichterung und ein Gefühl von Sicherheit , was ich spüre, wenn ich mein Medikament einnehme und das hat nichts mit Sucht zu tun.

Magst du mir mal aus deiner aktuellen Sichtweise einen Grund nennen, warum ich nun weiterhin auf eine Medikation verzichten sollte ?

Nebenbei , es verträgt nicht jeder einen Auslassversuch , grade bei Elvanse kann sich dass schon negativ auswirken.

Was macht denn dein Mann beruflich oder welche Hobbys hat er? Manchmal hilft es wenn man Beispiele mit Bezug hat um etwas zu verdeutlichen.

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Inzwischen glaube ich, der Brillen-Vergleich gilt sogar für: Ohne Brille seine Brille suchen zu müssen, hat besondere Tücken.

Ich habe immer wieder Auslassversuche gemacht. Auch lange. Mein Autonomie-Bedürfnis würde auch viel lieber nichts nehmen. Jeder Gang zum Rezeptholen, in die Apotheke mit BtM-Rezept usw ist ein Angang. Bei langen Fahrten, je nach Praxis-Orga usw. sogar ein realer.

Und gerade ohne Brille / ohne Medikation schätze ich den Aufwand dann schnell noch viel schwieriger ein, als er ohnehin schon ist.

Daher mache ich aktuell eher Einlassversuche.

Vielleicht ist ein Gradmesser sogar: Wann trifft man die nüchternsten, unaufgeregtesten Entscheidungen? Solche, die „Hängengebliebene“ gerade nicht treffen würden?

Aktuell ist mein individuelles Zwischenergebnis: Mit Medikation gelingt mir eher, dass ich nicht alles glaube, was ich denke und fühle. Und was mir Uninformiertere erzählen wollen.

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Liebe @Ich123456, ich kann deine Sorge verstehen. Ich hatte sie anfangs auch.

Mittlerweile vergleiche ich die Medis mit anderen Hilfsmitteln, wie Brillen, Insulin, Herzschrittmachern, Prothesen, welche bei körperlichen Leiden hilfreich, oft notwendig sind.

Es ist wie mit Krankheiten. Körperliche Leiden sind in der Gesellschaft akzeptiert, psychische jedoch (oft noch) unzureichend.

Ohne Medis und ohne Brille könnte ich vieles nicht mehr machen und an vielen gesellschaftlichen Dingen nicht mehr teilhaben.

Dieser Vergleich hilft mir persönlich, auch die Medis als Hilfsmittel zu sehen.

:four_leaf_clover:

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Hallo Liebe @Ich123456 , ich habe absolutes Verständnis dafür das Du Dir solche Gedanken machst, denn es ist total normal das man Bedenken gegenüber einer Dauermedikation hat, weil Medikamente natürlich auch immer Nebenwirkungen haben, und wer das Abstreiten will, oder ins Lächerliche zieht, lügt entweder, oder ist naiv.

Darum verstehe ich das Du Dir Gedanken machst, und ausserdem zeigt das auch nur auf, dass Du eine sehr intelligente Frau bist die sich selbständig informiert, und z.B. sich hier im Adxs Forum über ADHS beliest, und sogar noch besser, den Mut dafür aufbringt und direkt Fragen stellt.

Deshalb Daumen :+1: hoch und :white_heart: Willkommen.

Was Deine Angst betrifft das ADHS Stimmulanzien süchtig machen kann ich Dich beruhigen, denn das ist tatsächlich nicht der Fall.

Was die Wirksamkeit betrifft ist es verschieden, manchen Adhs’lern hilft ihr Stimmulanz ein Leben lang, anderen vielleicht einen bestimmten Lebensabschnitt lang, wieder anderen vielleicht nur teilweise, oder nur eingeschränkt, oder begrenzt, oder was weiss ich.

Sowie es auch Menschen mit Diagnose gibt die kein einziges Stimmulanz gut vertragen, und diesen deshalb logischerweise auch keine Stimmulanzien helfen, und diese deshalb auf andere Art mit ihrem ADHS fertig werden müssen.

Jedenfalls kann das Einfinden, respektive das Ausprobieren mit Stimmulanzien z.T. sehr mühsam sein, was aber bei Dir anscheinend nicht zutrifft, da Du sogar darüber berichtest, dass Du Dich mit Deinem Stimulanz gut fühlst.

Und in diesem Fall brauchst Du Dein Stimulanz ja eigentlich auch nicht in den Ferien absetzen, und schon garnicht wenn Du „Ferienstress“, statt „Ferienerholung“ hast, dann erst Recht nicht.

Und was Deinen Mann betrifft finde ich hat Kathy absolut recht wenn sie sagt das Du ihn in seine Schranken weissen musst, denn was er mit Dir macht, ist absolut nicht in Ordnung.

Also dann, folge Deinem Herzen und Deinem Verstand, und lasse Dich nicht durch Deinen Mann verunsichern, heisst sprich in Zukunft bei Unsicherheiten lieber zuerst mit Deinem Arzt, oder mit anderen betroffen, wie z.B. hier im Forum. :four_leaf_clover:

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Ich möchte mich erstmal für eure lieben Antworten bedanken und es tut gut, dass andere meine Sorgen nachvollziehen können.

Habe gestern auch noch etwas recherchiert und für mich beschlossen, den Weg mit Medikament weiterzugehen. Es ist natürlich schwierig wenn das gesamte familiäre Umfeld, nicht nur mein Mann deutlich macht, dass es ADHS als Modeerkrankung und für einen Mythos hält. Das größte Argument ist immer „du bist ja fast 40 Jahre ohne ausgekommen.“

Aber jetzt weiß ich wie es anders sein kann und möchte nicht mehr darauf verzichten. Diesen Standpunkt werde ich ab sofort vertreten.

Außerdem bin ich Raucher, ich würde es nicht schaffen 6 Tage nicht zu rauchen mit der Schachtel vor der Nase. Das ist Sucht. Elvanse werde ich zukünftig als das betrachten was es ist. Tabletten die mir mein Arzt verschreibt um das Leben leichter und strukturierter zu machen. Ein Medikament und keine Droge.

Und meinem Mann werde ich nachher mal den Text vom Mythos der Droge ausdrucken.

Ich danke euch nochmal ganz herzlich :blush:

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Das tut mir leid, dass ausgerechnet dein Mann die falschen Vorurteile bezüglich deines Medikamentes hat.

Hat er die Verbesserungen, die du mit dem Medikament hast, nicht wahrgenommen? Und wie ist es bei deiner Tochter - sagt er der auch, es sei eine Droge? Da hört der Spaß aber auf, denn wenn sie das vermittelt bekommt, wird sie eventuell vor oder während der Pubertät ihr Medikament absetzen wollen, was ein schlechter Zeitpunkt und eine schlimme Hypothek für das Erwachsen werden wäre.

Und zum Rauchen - raucht dein Mann auch? Dann ist die Äußerung mit der Droge noch lächerlicher. Vom Tabak wegzukommen ist ja viel schwerer, das ist eine echte Abhängigkeit.

Was nicht heißt, dass ich euch nicht bzw. dir dringend empfehle, es zu versuchen, vielleicht auch mit Hilfe eines Kurses oder eines zeitweiligen Ersatzproduktes. Eventuell musst du dann langfristig deine Elvanse-Dosis erhöhen, denn Nikotin ist ja auch ein Stimulans.

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Genau so sehe ich das auch :yellow_heart:
Wie hier jemand anderes schon geschrieben hat - Menschen mit Diabetes oder Herzerkrankungen würde man doch auch nicht sagen „Lass das Medikament weg!“

Psychische Sachen sind nicht sichtbar, und das macht es leider für nicht-betroffene Schwerer greifbar. Aber das gibt ihnen nicht das recht, es abzusprechen oder „du hast es ja auch 40 Jahre ohne geschafft!“ Jab er für welchen preis ?! Wie viel Kraft hat es gekostet, 40 Jahre ohne hilfe rum zu rennen??? Das sieht keiner…

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Vergiss nicht viele haben Angst auch viel von ihren Gewohnheiten zu verlieren, gerade wenn du dich besser abgrenzen, Schranken setzen kannst und vieles mehr.

Rechne damit erstmal viel Konfrontation kriegen zu können, weil andere plötzlich ihren willen nicht mehr bekommen, so einfach manipulieren und so ihr bequemes Leben nicht einfach wie gewohnt weiterleben zu können.

Ganz gefährlich wenn der Punkt kommt wo warum auch immer das Medikament plötzlich nicht mehr so wirkt wie vorher und es ggf. leichte Probleme gibt. Meist weil man plötzlich Gewohnheiten wie das Essen verändert hat, plötzlich weil man satt ist nicht mehr frühstück oder so dann kann es bis man merkt was anders ist erst mal Problemchen oder Unwohlsein geben. Da dann auch nicht irritieren lassen meist gibt es gute Lösungen oder einfachere Erklärungen als man denkt und kann das dann durch wieder regelmäßigeres Essen und ähnliches wieder gut abstellen

Übrigens du brauchst eine Antwort warum du die Medikamente nimmst.

Hier kannst nur du wissen welche das ist und dann diese Kommunizieren. Wenn es jahrelange oder jahrzehntelange Depressionen sind ist das eine deutliche Antwort.

Zum einen weil man sie nicht ertragen kann, irgendwann ist da Schluss und nebenbei wenn Depressionen nicht gut behandelt werden ähnlich auch mit Chronischen Schmerzen steigt auch mit jedem Jahr die Gefahr und Wahrscheinlichkeit für suiziadale Absichten wie beim Fußballspieler Enke.

Ich bin brillentraeger mit -5 dpt und astigmatismus u.a. würde jemand mir die Brille wegnehmen fände ich das auch nicht toll

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Ha! Das wollte ich jetzt gerade überbieten. Ernsthaft: So eine Bezifferung fehlt dem Spektrum doch! Wenn uns dann jemand mit - 0,75 Ratschläge gibt, wir sollten einfach mal in die Pötte kommen, dann sagen wir: „Was willst Du? Du hast mehr mit Fensterglas gemeinsam als mit uns! Meine Generation wäre damit noch gar nicht zum Optiker gegangen.“ Und die Weitsichtigen sollen uns erst recht nicht kommen. Als würden Zeitblinde, die immer im Jetzt sind, in die Weite sehen wollen.

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Ich biete auf einem Auge -6dpt und auf dem anderen -5dpt :smiling_face_with_sunglasses:

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hey.

Nein das ist keine Sucht. Und auch keine Abhängigkeit im Volksmund.

Sucht = suchen. Dabei wird i.d.R. eine euphorisierende, entspannende Nebenwirkung genutzt. Dazu wird die Dosis selbstständig erhöht um den Effekt den man nutzen will weiterhin zu erfahren. Sucht ist gekennzeichnet von selbstständiger Dosiserhöhung um den Gewöhnungseffekt zu umgehen und die gewünschten Nebenwirkung weiterhin zu erleben. Das endet i.d.R. in Abhängigkeit oder Goldenen Schuss

Abhängigkeit = Körperlich oder geistig abhängig sein. Man benötigt die Substanz um etwas aufrecht zu erhalten. Das kommt am ehesten hin. Obwohl man damit i.d.R. die körperliche oder psychische Abhängigkeit meint.
Psychische Abhängigkeit = Zu glauben das ohne wirklich nichts funktioniert. Das ist hier auch so nicht der Fall. Denn es funktioniert ja wirklich nicht, da du verlernt hast zu maskieren. Daher ist es auch keine psychische Abhängigkeit. Denn da wäre es nur der glaube das es nicht ohne funktioniert.

Per definition fällt es schon in eine Abhängigkeit. Das Wort ist aber sachlich. Das negative ist immer eine Interpretation.

Denn auch der Hypertonie, der Herzinsuffiziente, der Diabetiker etc. die alle sind abhängig von ihren Medikamenten und da haftet nichts negatives dran.

Liebe Ich123456,

ich finde es gut, dass Du Elvanse wieder nimmst.

Was Dein Mann und Deine Umgebung sagt, erfahre ich selber oft. Mein Mann ist genauso wie Deiner der Meinung, das wären “Drogen” und ADHS eine Modekrankheit und dann “hätten alle ADHS”. Und natürlich hat man Jahrzehnte ohne Medis gelebt, aber weil man es nicht wusste, was uns fehlte. Jemand, der lange Zeit Bluthochdruck hat, wusste ich vorher auch nicht, hatte aber Symptome, wie Rauschen im Kopf, Atemnot, Beklemmungen, die nach einer Diagnose und Medis verschwunden sind. Er würde ja auch nicht auf einmal seine “Drogen” wieder weglassen, weil das gefährlich für ihn sein kann. Obwohl er doch jahrelang keine genommen hat. Nichts anderes ist die Einnahme von Elvanse. Und Du kannst mir glauben, ich nehme eigentlich keine Medis. Noch nichtmal Schmerzmittel bei Rücken- oder Kopfschmerzen. Aber Elvanse würde ich keinen Tag absetzen (20mg). Weil es hat mir das Leben gerettet vor einem Jahr. Ich hatte Panikattacken und Depressionen und die Psychopharmaka haben nicht geholfen und ich wollte wirklich nicht mehr leben. Und hätte es auch es auch beendet, wenn meine Psychotherapeutin nicht aufgegeben und mich getestet hätte. Seitdem geniesse ich das Leben wieder. Mehr als vorher und weiss jetzt, warum ich immer so “anders” war. Zwar viele - kompensiert - hinbekommen habe, aber immer mit einem inneren Druck, Angst zu versagen, dem Gefühl unfähiger, chaotischer und dümmer zu sein als andere. Als meine Brüder, meine Freund:innen, meine Kolleg:innen oder sogar meinen erwachsenen Kindern. Und dafür hat es 57 Jahre gebraucht.

Nimm die Tabletten jeden Tag und geniesse Dein Leben, Deine Energie, Deine Inspiration, Dein neues Leben. Das kommt auch Deinen Kindern zu gute.

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Es ist ja eine Droge, nur eine legalisierte. Ich kann dich gut verstehen, habe Elvanse deshalb nacvh wenigen Tagen abgebrochen. Mein Hauptproblem ist eigentlich die dauernde Müdigkeit, deshalb bin ich mit Modafinil ganz zufrieden. Keine Nebenwirkungen und ich nehme sie nicht täglich.

Nein, ist sie nicht.

Du hast es „drogenmäßig“ genutzt, wie du in einem früheren Beitrag sagtest. Die Gefahr besteht natürlich, aber das war nicht das Problem der Threaderstellerin.

Es ist keine legalisierte Droge. Von legalen und illegalen Drogen kann man abhängig werden und von ADHS Medikamente mit sachgemäßer Anwendung nicht.
Sonst wären wir Langzeitanwender ja schon alle Junkies und @Falschparker wäre unsere Ober-Junkie.

Eine legale Einnahme von Drogen wäre unter Beobachtung in einer Substitutionspraxis möglich.

Ich hatte auch noch nie Entzugserscheinungen wenn ich pausiere . Es fehlt mir in dem Sinne nichts . Nur wenn ich es nicht nehme , dann fehlt mir plötzlich immer mehr … also Dinge, die ich verlegt oder verloren habe …. :see_no_evil_monkey:

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