Wir haben für unseren Maxi insgesamt drei Klinik Empfehlungen erhalten. Eine davon ist die Tagesklinik in der Nähe, zwei davon vollstationär in Entfernung. Da es eine geplante Einweisung ist, haben wir freie Klinik Wahl, so ist das auch mit dem KJP abgesprochen.
Nun bekomme ich Zweifel…
Klinik 1. Empfehlung von mindestens 4 unabhängigen Fachleuten. Entfernung 1 Std Fahrt. Klein, ländlich, familiär. Die ersten paar Tage übernachtet die Bezugsperson auf Wunsch dort. Eine Führung wurde bei Terminvergabe angekündigt. Nach Aussage am Telefon werden die Neuaufnahmen so geplant, dass die Kinder zueinander passen, nicht strikt nach Warteliste. Heißt aber auch, man kann uns noch nicht zusagen, wann die Aufnahme wäre. Ersttermin 03/2026
Klinik 2. Empfehlung einer (alternativ angehauchten) Fachperson. Entfernung 2 Stunden. Teil einer Klinikkomplexes. Google Bewertung für eine Klinik recht gut. Zur Führung und der Art und Weise der Neuaufnahmen-Planung gab es keine Aussage. Nun sagte mir jemand, diese Klinik wäre antroposophisch. Leider weiß ich nicht mehr wer das war, sonst würde ich nachhaken. Im Netz und über AI finde ich dazu keine Bestätigung. Ersttermin 09/2025.
Nun habe ich so ein Gefühl dass ich mir den Termin in Klinik 2 schenken kann. Ist aber nur so eine Intuition. Da die Entfernung nicht gering ist, frage ich mich, mit wievielen Terminen ich neben der wöchentlichen Besuchszeit rechnen muss. Denn das muss sich neben allen anderen Terminen zeitlich ja auch noch machen lassen. Außerdem bin ich dem Antroposophischem skeptisch gegenüber und möchte das für mein Kind nicht (bitte keine Grundsatz Diskussion dazu).
Möchte noch klarstellen dass ein Klinikaufenthalt mein Joker ist. Ich hoffe ja, dass es nicht nötig sein wird, dass mit einer ADHS Diagnose die ambulanten Möglichkeiten und Medikamente reichen, aber wenn nicht….
Mein Kind war in der KJPP stationär und ich konnte es Mittwoch Nachmittag abholen / besuchen und von Samstag früh, 8h, - Sonntag 17h… ich war froh, daß die Entfernung zur Klinik nur 1 Std war…
Wie alt ist denn dein Kind? Ich würde jetzt wenn überhaupt noch mal, in eine Tagesklinik…
Die Frage ist auch, wie groß euer Druck ist, wie schnell ihr einen Platz braucht…
In Datteln kenne ich nur das Kinder-Schlaflabor und das war gut!
Ein Bauchgefühl ist immer wichtig zu beachten. Trotzdem würde ich bei der antrosophischen Klinik einfach mal anrufen . Einmal um das Konzept und den Ablauf zu erfahren aber auch wie der antrosophische Ansatz zu verstehen ist. Ergänzend zur Schulmedizin könnte die ganzheitliche Sicht sehr unterstützend sein. Ganzheitlich als „Heilversprechen“ ohne Medikation wäre der Sache nicht so dienlich .
Ein Anruf dort könnte dein Bauchgefühl bestätigen oder vielleicht auch revidieren, weil dir noch Informationen fehlten.
Danke dir für deine Erfahrung. Der Maxi ist 11. Unsere Geschichte ist so ein komplexes Ding und weil da irgendeine Art von Beziehungsstörung vermutet wird, wurde uns nahegelegt über eine zeitweise Trennung durch einen stationären Aufenthalt nachzudenken. Aber wie gesagt, am liebsten wäre es mir, dass wir es ambulant hinkriegen. Gerade auch weil im Moment einige Hilfen anlaufen.
Wie dringend ist schwer zu sagen, es gibt schlimme Tage und solche die okay sind. Ich würde auch noch etwas warten und den Hilfen Zeit gebe zu greifen. Und da es mir persönlich gerade besser geht, auch weil meine Hilfen nun greifen, will ich nichts überstürzen.
Ehrliche Empfehlung schau das du überall schnell mal vorbeifahren kannst und spontan zumindest einen ersten Eindruck gewinnen kannst.
Bewertungen im Netz sind schrott und nachweislich über NDR Markt und die Story kaufbar und negative mühelos löschbar.
Dein Bauch ist deine Bewertung, denn du gibst „einen Teil von dir“, der dir wichtig ist dort ab. Fahr spontan ohne Anmeldung hin und schaue wie sie mit dir ind der plötzlichen Situation umgehen. Die die menschlich nicht vorteilhaft sind werden dich nocht reinlassen, dich von oben herab belehren oder oder oder. Die die dich verstehen und auch deine Sorgen haben schon mal ein paar menschliche Kompetenzen.
Tageskinik hat den Vorteil du belommst viel mit und läuft aus deiner Sicht viel schief kannst du eingreifen, aber es macht deinem Sohn die Klinik vielleicht auch leichter weil er bestimmt noch nie lange weg war und es auch nocht klar ist wie lange es dann braucht
Aber der Bauch ist der allerbeste Ratgeber und das gibt selbst wenn Dinge „schief laufen“ einangenehmeres Gefühl. Es kann immer mal zu falschen Einschätzungen lommen oder auch das win Medikament nocht funktioniert, fühlt du dein Kind gut aufgehoben und dich mit deinen Sorgen gesehen dann wirst du das auch entspannter beim Klären sehen/empfinden weil so eine Basis und ein Grundvertrauen in das Personal herrscht. Sp habe och mir immer meine Ärzte ausgesucht, meine Operateure und selbst bei Komplikationen bon ich damit dann ansers umgegangen und hab nie an ihnen gezweifelt auch wenns nicht immer lustig war und ich auch gut rumgezickt hatte
Vielleicht kannst du auch fragen, wie viele Elterngespräche sie pro Woche planen. Es macht ja schon einen Unterschied, ob du 2 oder 4 Stunden fahren musst für eine Stunde Elterngespräch. Oder für einen Besuch.
Bei meiner Tochter war es meistens 1 Termin pro Woche, wo die Eltern da sein sollten.
Ich habe das Glück das unser Großer seine aktuelle Diagnostik ambulant an einer Klinik 50km entfernt macht.
Mich nehmen sie leider stationär nicht auf weil es ein anderes Bundesland ist.
Ich gehe (sofern das Erstgespräch erfolgreich verläuft) jetzt im November erstmal in eine Klinik 50km weg von hier, ist aber keine ADHS Spezialklinik, da ich bei mir eine Depression vermute.
Weil ich nicht so lange so weit weg will um zwischendurch meine Kids sehen zu können.
Ansonsten bliebe nur Bad Arolsen oder Bad Brahmstedt.
Die Klinik wo ich hin gehe hat aber den Auftrag von oben bekommen sich als Akutklinik aufzustellen. Mal sehen was da ggf. in Richtung ADHS möglich ist.
Ich würde bei meinen Kindern höchstens eine Tagesklinik in Betracht ziehen sofern es nicht um Leben und Tod geht.
So eine Trennung über Nacht und über Wochen kann schon heftig sein. Für beide Seiten.
Und da du es sowieso nur als Notnagel nutzen willst, reicht ja auch die Tagesklinik? Steigern könnte man ja immer noch wenn es unwahrscheinlicherweise irgendwann nötig werden würde?
Bevor ihr die Medikation nicht ausprobiert habt, ist Klinik nicht dran meiner Meinung nach. Die Medis können doch schon so helfen, dass ein Klinikaufenthalt nicht mehr nötig sein wird.
Ich finde, du solltest dich mit der Klinikoption nicht allzu viel beschäftigen. Was soll eine Klinik schaffen, was ambulante Maßnahmen nicht leisten können?
Ihr habt einen Arzt, der euch hängen lässt („keine Diagnose“), was ich unmöglich finde, trotz einer sehr sehr schwierigen Situation. An dem Punkt, stationäre Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, seid ihr noch lange nicht.
Sehe ich grundsätzlich auch so. Es fällt mir nicht leicht, alles andere als das. Die Sache ist halt dieses Beziehungsding. Aus therapeutischer Sicht könnte eine Trennung sinnvoll sein, weil er irgendwelche ungesunden Bindungen mir gegenüber gebildet hat. Er hasst und liebt mich zugleich, er kann nicht ohne mich aber auch nicht mit mir. Schwer zu beschreiben. Aber es ist ein Notnagel.
Definitiv. Es geht mir darum die Wartezeit, die sowieso da ist, zu nutzen.
Ich glaube da hast du was falsch verstanden. Die Diagnostik findet erst noch statt. Nach den Herbstferien haben wir das Abschlussgespräch.
Ich hoffe du hast recht.
EDIT. Den Termin in Klinik 2 haben wir abgesagt. Wegen Entfernung… und meinem Bauchgefühl.
Ich habe es schon richtig verstanden. Das Ergebnis liegt noch nicht vor und bis dann gibt es kein Medikament.
Da die Wahrscheinlichkeit für eine positive Diagnose hoch (Symptome, Mutter betroffen, …) und das Risiko des Medikamentes, falls es wider Erwarten doch nicht ADHS sein sollte, gering ist, finde ich es bei der starken Problematik nicht richtig, bis nach den Herbstferien (!) abzuwarten. Zumal man ja nicht am ersten Tag das richtige Medikament in der richtigen Dosis erwischt, das könnte dann auch noch ein paar Wochen dauern.
Wie lang braucht denn der Arzt für eine ADHS-Diagnose? Das ist doch keine Raketenwissenschaft, das kann man an einem Nachmittag abschließen. Schlimmstenfalls gibt es noch einen weiteren Termin und fertig.
Der Klinik mit dem antroposophischen Hintergrund hätte ich auch nicht getraut. Zumal wenn sie noch weiter weg ist.
Datteln hat einen sehr guten Ruf - nicht gekauft im Netz sondern von Eltern und Kindern meines erweiterten Bekanntenkreises.
Meine Mutter kennt viele Familien mit Pflegekindern und in den letzten Jahrzehnten waren da einige in Datteln.
Sowohl Datteln als auch die Klinik plus abgeschlossene Bereiche in Witten/Herdecke arbeiten wissenschaftlich.
Der Anthro-Ansatz bedeutet nicht, dass dort nur singen und klatschen stattfindet.
Letztlich ist es immer eine Frage, an welches Personal man in einer Klinik landet.
Wir haben bei unserem jetzt 11jahrigen auch länger überlegt, ihn aufnehmen zu lassen (in Aprath), aber letztlich war unser Leidensdruck nicht groß genug.
Und das Kind muss wollen, sonst geht es nicht wirklich