Kopfschmerzen nach Einnahme MPH (Concerta) über Monate

Kann man so sagen . Ritalin hat 2x5 mg unret. MPH und 18mg Concerta hat quasi 3x5mg . Wobei die Freisetzung aber nicht genau 1:1:1 ist .

Wenn vom Arzt her nichts dagegen spricht wäre die Kombi Rialin Concerta ein Versuch wert . Reichen den 10mg Ritalin am Morgen wenn sie sonst 36mg Concerta nimmt . Wenn nachmittags 18mg reichen , warum dann 36mg?
Aber ihr müsstest es eh ausprobieren.

1 „Gefällt mir“

Danke für deine Antwort. Meine Tochter spricht sehr gut auf Ritalin an, sie ist damit besser fokusiert und motiviert als mit Concerta.

Ja das könnten wir mal so probieren, ob es reicht mit den 18 mg nachmittags.

Da sie momentan Ferien hat, werden wir das morgen mal ausprobieren und schauen, wie lange es wirkt.

1 „Gefällt mir“

Liebes Forum

Gestern und heute haben wir nun 20 mg Ritalin Kurzzeit morgens probiert und keine weitere Dosis, da die Wirkung etwa 5 h anhielt und von Rebound keine Spur - abends konnte sie gut einschlafen mit dem Melatonin-Spray.

Wenn die Schule beginnt, probieren wir mal so und dann mittags Concerta 18 mg - wenn das mit den Kopfschmerzen wieder losgeht und das eher nachmittags, könnte doch wirklich das Concerta daran “Schuld” sein.

Vielen Dank für eure Hilfe und die Tipp, ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt :smiling_face_with_three_hearts:

Liebe Grüsse Schwimmerin

1 „Gefällt mir“

Liebes Forum

Also meine Tochter hat mit dem Kurzzeit-Ritalin eine sehr gute Konzentration und auch die Kopfschmerzen blieben aus.

Nun möchte sie das Concerta nicht mehr nehmen.

Da der Arzt gerade in den Ferien ist, wäre ich sehr froh, wenn mir jemand schreiben kann, wieviel Ritalin 10 mg mein Tochter etwa nehmen muss, um auf 54 mg Concerta zu kommen.

Oben wurde schon bestätigt, dass 10 mg Ritalin etwa 18 mg Concerta ist, aber stimmt das auch mit dem Kurzzeit-Ritalin?

Lieben Dank im Voraus und liebe Grüsse

Schwimmerin

Chat GPT schreibt:

15 mg Ritalin unretardiert = 18 mg Concerta

20 - 25 mg Ritalin unredardiert = 27 mg Concerta

30 mg Ritalin unredardiert = 36 mg Concerta

45 mg Ritalin unredardiert = 54 mg Concerta

Kann das jemand bestätigen ob das stimmt?

DANKE :slight_smile:

Wenn die Wirkung und Verträglichkeit gut ist mit der Dosis Ritalin, lasst es doch so! Warum willst du was ändern?

Laut Tabelle entspricht 20 mg Ritalin unretardiert 72 mg Concerta. Vielleicht würden 15 also auch ausreichen.

Edit: Chat gpt irrt sich!

Das mit der Gehirnreifung bei einer bestimmten Dosis und bestimmten Medikamenten habe ich noch nie gehört, gibt es dazu irgendwelche wissenschaftlichen Belege?

1 „Gefällt mir“

Achtung !!!
Es stimmt zwar umgerechnet in der Gesamtmenge
Aaaaaaber
Die 15mg unretardiert in Concerta teilt sich über eine länger Zeit über den Tag auf , also man müsste es eher als 3x5mg unretardiertes Ritalin sehen was man dann nach und nach einnimmt.

Wenn 10mg unretardiertes Ritalin für deine Tochter gut passt , dann müsst ihr herausfinden wie lange es wirkt und dann jeweils 10mg nachnehmen, also je nachdem nach 2-3 Stunden oder länger und zum späten Nachmittag/Abend hin vielleicht weniger z.B. noch 5mg oder 2,5 mg .

1 „Gefällt mir“

Die Umrechnungstabelle ist einerseits ganz okay, andererseits kann sie zu Verwirrung führen, wenn umgestellt wird. Die Tabelle sollte meiner Meinung nach nur als Richtwert genutzt werden.

Warum?

Zwischen den retardierten MPH Präparaten gibt es bzgl. Galenik und Pharmakokinetik teils deutliche Unterschiede, wenn es um Cmax, Tmax und AUC, also den Spiegelverlauf geht.

Medikinet Adult / Retard + Ritalin Adult / LA haben eine 50/50 Freisetzung. Die ersetzen quasi die Einnahme von 2 x nicht-retardiertem MPH, wenn man es 3h versetzt hintereinander einnehmen würde.

Aber selbst diese beiden Präparate (inkl. deren Generika) unterscheiden sich ja schon leicht voneinander, wenn es um Initial Peaks etc. geht. Und dann auch nochmal im direkten Vergleich zu Kinecteen + Concerta, die wieder andere Peaks haben.

Wer Medikinet Adult oder Ritalin Adult gewohnt ist und entsprechend der Tabelle auf Kinecteen oder Concerta umsteigt, könnte die Unterschiede zumindest in den ersten paar Stunden deutlich merken - denn der Initial Peak ist bei 50% vs. 22% Wirkstoff natürlich zu Beginn niedriger.

Es muss am Ende zum Alltag passen.

Hier gibts mehr zu den Unterschieden:

1 „Gefällt mir“

Nein, nicht 15, 22,5, 30 oder 45 mg unretardiert oder nur in der Summe:

5 - 5 - 5 mg unretardiert = 18 mg Concerta;

7,5 - 7,5 - 7,5 mg unretardiert = 27 mg Concerta;

10 - 10 - 10 mg unretardiert = 36 mg Concerta

und 15 - 15 - 15 mg unretardiert = 54 mg Concerta.

Und selbst das sind Annäherungen, ob es bei einem selbst oder bei Kind so ist, muss man probieren.

2 „Gefällt mir“
1 „Gefällt mir“

Danke für deine Antwort! Sie nimmt 20 mg morgens und möchte nachmittags am liebsten nochmals 20 mg. Das wären dann wohl zu viel denke ich.

Ideal für mich wäre natürlich ein retardiertes Präparat, damit sie nicht oft daran denken muss es einzunehmen. Wir sind immernoch am ausprobieren, was das Beste für sie ist. Dass die Kopfschmerzen nicht mehr so oft und stark sind, ist ja schon mal gut. Aber so wenige Einnahmen wir möglich täglich wäre für mich am idealsten, eben wegen dem vergessen..

Vielen Dank für die Antworten und die Tabelle, langsam verstehe ich .

Aber ist es nicht so, dass man versuchen sollte, möglichst auf ein retardieres Präparat zu wechseln, wegen den Rebounds bei den Kurzzeitpräparaten?

Ich denke, das was meiner Tochter so gefällt ist der erste Peak beim Ritalin, sie ist dann sehr motiviert und voller Tatendrang, aber die Tabelle zeigt schon einen raschen Abfall, den meine Tochter bisher vielleicht einfach noch nicht so registriert hat..

Das Ritalin LA hat sie von Ihrem Bruder 1 x ausprobiert und hatte starke Kopfschmerzen danach..

Ich denke, ich notiere mir mal gut die Zeiten, wie lange es wirkt und wieviel sie effektiv benötigt. Ob die gute lange Wirkung anhält vom Ritalin. 4 - 5 Stunden wären ja super, wenn es so bleibt..

p.s: das Behandlungsmodell von unserem Spezialisten für AD(H)S ist speziell - er therapiert nach Erfahrung und ich weiss nicht, ob das wegen der Gehirnreifung wissenschaftlich fundiert ist.

Hallo liebes Forum

Gibt es Leute, die beim unretardiertem MPH bleiben? Meine Tochter nimmt nun 2 x unretardiert Ritalin 20 mg und möchte kein anderes Medikament mehr ausprobieren. Concerta schon gar nicht mehr und Ritalin LA will sie auch nicht ausprobieren.

Was denkt ihr, spricht etwas dagegen es so zu belassen?

Es geht ihr gut damit, sie isst mittags gut und ist auch abends relativ gut drauf. Insbesondere das einschlafen ist damit viel früher und sie bekommt genug Schlaf.

Das ist ein Riesenfortschritt gegenüber der Concertaeinnahme, wo sie viel Kopfschmerzen hatte und öfters depressiv war mit heftigen Stimmungsschwankungen.

Ich frage mich nun, auch ob sie nun nach 3 Monaten einfach sich an das MPH gewöhnt hat und daher weniger Nebenwirkungen hat oder ob das Kurzzeit-Ritalin wirklich besser ist für sie..

Vielen Dank im Voraus für Meinungen von euch.

Herzlich Schwimmerin

Warum irgendwas ändern wenn es so gut passt und deine Tochter sich damit wohlfühlt ?
Es spricht überhaupt nichts dagegen .

Seit froh dass es endlich passt. :+1:

2 „Gefällt mir“

Danke dir, das erleichtert mich sehr. Das ist für mich alles Neuland & mein Bauchgefühl und auch das meiner Tochter ist gut, wenn es so bleibt.

Kann man das ungefähr sagen, wieviel % der Leute es so (mit unretardiertem Ritalin) machen?

Die meisten nehmen ein Langzeit oder sehe ich das falsch?

LG

Wir Erwachsenen haben das Problem, dass die Krankenkassen es nicht übernehmen, meist wird es eher ergänzend genommen .

Die Langzeit nimmt man ja im wesentlichen deswegen, weil man nicht so oft nachnehmen muss. Das ist schon ein großer Vorteil.

Bei Kindern habe ich schon mitbekommen dass auch nur unretardiertes gebommen wird .

1 „Gefällt mir“

Ja sicher kann man beim unretardierten Methylphenidat bleiben. Wenn es deiner Tochter nichts ausmacht, dass die Wirkung dann natürlich kürzer ist, prima.

Ja, die Meisten nehmen Langzeitpräparate. Das war vor 20 Jahren aber noch umgekehrt, weil die Retardkapseln noch neuer waren und teurer. Bis 2011 habe ich fünfmal Tabletten genommen, heute morgens eine Kapsel, mittags eine Kapsel und abends eine (halbe) Tablette.

1 „Gefällt mir“

Ich denke, meine Tochter ist so happy, dass sie mal keine Nebenwirkungen hat (wie beim Concerta), dass sie die Wirkung des Kurzzeitritalins alleine deshalb toll findet.

Gut für ich wäre aber schon, wenn sie wenigstens mal 2 Wochen das Ritalin LA ausprobieren würde. Aber sie entscheidet.. - braucht vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit und soll sie die Stabilität die aktuell da ist einfach mal geniessen, ist so viel wert und längst fällig.

Ich zieh den Hut vor jedem, der dieses Eindosieren und richtige Medikament finden übersteht und vorallem durchzieht :clap:

Lass es einfach so wie es ist , wenn sie irgendwann genervt ist davon, wird sie wohl von selber kommen. Sie weiß ja, dass es noch andere Medis gibt.

Ich habe auch schon so meine Erfahrungen gesammelt. Ich vertrage z.b unretradiertes Medikinet besser als das von Ritalin und das von Hexal war Schrott und für die Tonne. Auch wenn ich Geld sparen könnte würde ich kein Generikum mehr testen.

Als ich von Medikinet auf Concerta umgestiegen bin musste ich aufgrund von Lieferengpässen zunächst auf 3 verschiedene Generika ausweichen, die nicht so gut funktionierten. Ich war dann mehr als froh, dass es wenigstens mit Concerta dann passte.

Wenn man ein Präparat nicht verträgt kann das körperlich, emotional und psychisch sehr unangenehm sein.

Ich muss zu Concerta mehr dazuzahlen will aber jetzt nicht auch noch ein viertes Generikum testen wollen, weil dann vermutlich wieder alles durcheinander geht.

Deine Tochter würde das mit der zweiten Einnahmen nicht in Kauf nehmen wenn es nicht um so vieles besser wäre.

Wenn ich andere Präparate teste schau ich immer das ich Kapazitäten dafür habe, denn es kostet viel Kraft.
Ich glaube im Moment machst du mehr damit kaputt als das es hilft wenn sie es ausprobiert.

Ja bis die Medikation passt kann es ne Weile dauern, aber wenn es dann passt lohnt es sich dies ausgehalten zu haben.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank Nelumba_Nucifera für deine Erfahurungen mit der Medikation, ja du hast recht, wenn man einmal eine gute Medikation mit der richtigen Dosierung gefunden hat ist das schon Einiges wert.

an Alle: ich bin ja schon froh, dass es der Tochter besser geht, aber ideal scheint es mir immer noch nicht zu sein:

Sie ist ja erst 14 Jahre jung, sie kann Stunden an etwas dran sein, was sie interessiert und scheint auch aufgeweckter und motivierter zu sein aber….z.b. schafft sie es nicht ihre Esswaren die sie benutzt hat aufzuräumen, sie lässt immer alles liegen, auch Sachen die in den Kühlschrank gehören. Im Bad dasselbe: Chaos wenn sie z.b. mal duschen ging (Handtuch am Boden, alte Kleider am Boden und im Waschbecken Bürste Schminksachen etc.

Ich frage mich nun: ist das einfach, weil sie ein Teenager ist und Ordentlichkeit nicht so wichtig ist( zuviel anderes im Kopf?) Oder ist es die AD(H)S, die noch besser eingestellt werden muss??

Ich bin wie gesagt froh, dass es ihr gut geht und räume ihr alles hinten nach, auch in ihrem Zimmer. Ich bin froh, dass sie die Medikamente nimmt und zur Schule gehen kann. Aber frage mich auch, wann das besser wird, ob ich sie damit einfach zu sehr verwöhnte, da sie sich daran gewöhnt, dass ich alles aufräume. Wenn ich mit ihr darüber rede, sagt sie, sie schafft das einfach nicht, dass sie nicht kann…

Aber ewig so weitergehen kann es ja auch nicht, daher frage ich mich, ob bei dem Kurzzeit-Ritalin eben doch die Rebounds ein Problem sind, dass sie das nicht schafft. Anderseits macht ihr Hirn evl. aktuell eine Umstrukturierung durch, was das vielleicht auch bewirken könnte, keine Ahnung. . Jedenfalls mache ihr keinen Druck mehr und räume einfach alles auf und sage mir: hauptsache es geht ihr gut und sie ist nicht mehr depressiv.

Liebe Grüsse Schwimmerin