Lästige Ohrwürmer loswerden

Als ich heute morgen in die Küche kam, überfielen mich aus heiterem Himmel „Honesty“ und „Movin‘ out“ von Billy Joel (bitte kritisiert mich nicht wegen der Musikauswahl, ich hatte darauf keinen Einfluss :wink: )

Seitdem verfolgen mich die zwei Ohrwürmer und ich werde sie nicht wieder los. Grundsätzlich sind Ohrwürmer bei mir schon immer lästige Untermieter gewesen, die mich täglich malträtieren.

Jetzt habe ich mich gefragt, ob man mit ADHS vielleicht besonders empfänglich für Ohrwürmer ist, also zusätzlich zu dem ganzen anderen Mist, der einem so durch den Kopf geht.

Und ich habe mich gefragt, ob das mit Medis nicht eigentlich besser werden müsste. Habe ich bisher nicht feststellen können, aber vielleicht müsste ich das nochmal genauer beobachten.

Hat hier noch jemand Probleme mit Ohrwürmern und gute Strategien gefunden, ihnen Herr zu werden?

Was mich ja wundert: Die Lieder sind oft aus einer bestimmten Zeit, so um die 40 Jahre alt. Ob das wohl einen Grund hat?

Ich hab auch andauernd ohrwürmer aus meiner jugend und ich muss mega aufpassen, weil die Sachen die ich in meiner Jugend gehört habe nicht unbedingt jugendfrei sind :sweat_smile:

Das Donaulied, oder was? :lol:

Bei mir sind das oft so 70er-Jahre-Hitparaden-Schlager :mrgreen:

…nicht jugendfreie Ohrwürmer aus der Jugend
Witziges Wortspiel! :smiley:

Danke, ich hab jetzt auch einen … grmbl

Ernsthaft: ich hab das nicht täglich und auch oft nicht, ohne dass ich Musik gehört hab. Aber wenn er da ist, bekomme ich ihn wirklich schwer los. Eine Strategie hab ich allerdings nicht, ich ergebe mich meinem Schicksal.
Muss das mal aufmerksamer (!) beobachten …

Kenn ich gar nicht. Hab gerade mal gegoogelt und das hat ja vor kurzem noch für richtig Diskussionsstoff gesorgt.

Hab mir den Text mal angeschaut aber da ist zu wenig vulgär sprache drin als dass ich das in meiner Jugend gehört hätte :roll_eyes:

Bzw im Donaulied befindet sich gar keine vulgär Sprache.

Kennt Ihr das?
Früher habe ich Jahre lang ein und dieselbe Kassette im Auto gehört.
Als die Technik dann „besser“ wurde, habe ich oft Wochen lange nur ein Lied in Dauerschleife gehört.
Oft auch beim Joggen, um dann eine Art Trance zu kommen.
Oder um gebetsmühlenartig den Text mitzusingen, weil der gerade gut in meine Welt gepasst hat.

Tja, und siehe da, nun ist es Ka-Ching! von Shania Twain, obwohl ich das schon eeewig nicht mehr gehört hab. Und das dudelt so im Hinterkopf rum, mal mehr, mal weniger laut …

Ganz so krass mit nur einem Lied nicht. Aber ich habe das gerne mal, dass ich ausschließlich eine bestimmte Band höre. Aber da nur die Lieder, die mir wirklich gefallen, die anderen werden ignoriert. Während der Umschulung bin ich mit der Bahn und Kopfhörern gefahren. Da liefen jeden Morgen die gleichen Lieder, wenn auch in verschiedenen Reihenfolgen, um wenigstens ein bisschen überrascht zu werden. :slight_smile:

Komischerweise bin ich da kein „novelty seeker“ - Ich höre Radio, ja, aber Musik gekauft habe ich schon ewig nicht mehr. Ich bin mit meiner vorhandenen Sammlung weitestgehend zufrieden.

So ein sonores Grundrauschen von Bekanntem wirkt auf mich wohltuend und beruhigend, da es keine Aufmerksamkeit mehr erzeugt.

Geht auch mit Büchern: Dasselbe Lieblingsbuch immer und immer wieder vor dem Einschlafen lesen - dann klappt’s auch mit dem Einschlafen.

ja, hat etwas Beruhigendes und manchmal reagiere ich mit so starken Gefühlen auf Musik - das kann ich nicht immer gebrauchen.
Wenn ich ein Lied 50 mal hintereinander höre, dann stimmt irgendwas nicht…

Mit starken Gefühlen kann ich auch auf Musik reagieren.

Jetzt bin ich grad 2,5 km zur Physiotherapie gelaufen, in denen Ka-Ching! nicht dabei war. Kaum angekommen, ist es wieder da.

Was stimmt denn dann nicht? Die Stimmung?

Ich lasse mich manchmal komplett in eine Stimmung/Musik hineinfallen
Habe einmal eine ganz Nacht die Filmusik zu „Once upon a time in Amerika“ in Dauerschleife gehört, weil ich so ergriffen war. Morricone ist eben Kult.

Entweder bin ich dann verliebt oder muss was verarbeiten.

Ich höre dann oft ganz komische Sachen.

Also, ich habe nur 3 Lieder, die ich mit Emotionen für einen bestimmten Menschen verbinde und das wohl auch bis an mein Lebensende.

Ansonsten ergreifen mich bestimmte Songs oder klassische Werke ganz allgemein emotional…aber immer ausschließlich im positiven Sinne. Dann bekomme ich meistens Gänsehaut und ich höre sie in Endlosschleife.

Oh ja, bei Musik kann ich auch extrem sensibel reagieren - ebenfalls positiv bis hin zu einem starken Gefühl von Freude und Glück. Kommt leider nicht so oft vor.

Reggea löst in mir aggressionen aus, wo ich nicht gewusst habe dass ich imstande bin solche Gefühle zu besitzen.

Nach meiner Erfahrung ist das beste Mittel gegen einen unerwünschten Ohrwurm ein erwünschter. Ich versuche deshalb dann immer, mich auf einen besonders eingängigen zu konzentrieren. Am Besten sind Lieder, bei denen die Melodie endlos erscheint und eins immer zum anderen zu führen scheint. Ich will hier keins nennen, sonst könnte ich konkreter werden…

Der oben erwähnte Billy Joel hat übrigens ein paar der besten.

So geht es mir meist mit Jazz. Macht mich noch hibbeliger.

Beides finde ich auch schwierig, drehe da auch am Rad.

Da gehen stark strukturierte Sachen wie Bach oder Beatles viel besser.