Langwirkendes MPH (concerta, Kinecteen und Co) Dosierungsfrage

Hallo liebes Forum!

Mein Sohn hat früher 2x 20mg Equasym genommen. Erste Dosis ca 6:15 Uhr, zweite Dosis dann gegen 10 Uhr ungefähr. Ohne die zweite Dosis ging es ab 12 in der Schule absolut nicht mehr. Da Equasym irgendwann nicht verfügbar war und wir mit mehreren Einnahmen pro Tag eh unzufrieden waren (wird leicht vergessen), haben wir inzwischen Concerta, Methylphenidat AL und Kinecteen probiert. (Concerta müssten wir leider selbst pro Packung dazuzahlen, weil unsere Kasse keinen Rabattvertrag mit dem Hersteller hat, deshalb hatten wir dann Methylphenidat AL probiert. Da gab es dann auch Lieferschwierigkeiten und wir sind zu Kinecteen gewechselt.)

Leider läuft es mal wieder nicht so gut in der Schule. Meine Überlegung ist gerade, ob 2x 20mg Equasym nicht eigentlich eher 45mg Concerta/AL/Kinecteen entsprechen. Er nimmt gerade 36mg. Gibt es irgendeinen Hersteller mit 45mg oder muss man da immer 27+18 kombinieren?

Concerta ist immer noch das einzige mit OROS-Technologie?

Ich habe den Eindruck, dass er damit nachmittags gelassener ist. Aber es gibt ja immer so viele mögliche Faktoren, die in das Verhalten mit reinspielen. Es ist so schwierig, das zu bewerten. Und er selbst weiß es auch nicht. Zusätzlich zu ADHS hat er auch ASS, also könnte es durchaus auch sein, dass es trotz optimaler Einstellung der Medikamente aus dieser Richtung Probleme in der Schule gibt.

Die Wirkungskurve von Kinecteen sollte aber mehr oder weniger wie bei Concerta sein? Oder gibt es da Unterschiede?

Wie ist das eigentlich mit dem Wachstum und der Pubertät? Kann es sein, dass die Dosis dadurch mit der Zeit erhöht werden muss?

Lieben Dank schon mal für eure Hilfe :heart:

Was nennt ihr denn in der Schule läuft es nicht gut und liegt das Problem schon morgens vor oder fängt das erst ab einer bestimmten Zeit an?

Es wäre mir nicht bekannt, daß es ein Methylfinidat Medikament gibt was eine wirkliche Tagesabdeckung mit nur einer Einnahme bewirkt. Selbst bei Concerta und Kinecteen meine ich wird etwas nachgenommen. Ich meine einige ein längerwirkendens MPH Präperat wie Generika von Ritalin oder was unretardiertes.

Das müssten aber die, die es nehmen dir genauer erklären.

Ich meine zu erinnern, daß manchen auch die Anflutdosis nicht ausreicht, sie morgens was zusätzlich nehmen und dann aber der Zustand gut erhalten werden kann.

Ich hoffe mal da werden sie die noch genauer zu äußern die damit umgehen

Aber gewachsen ist er nicht, daß ggf. daher noch eine Dosisanpassung nötig wäre? ? ? Das kann ja auch noch immer dazu kommen

@GreenChameleon

Im Bezug zu Kathy. Ich nehme 2x am Tag Concerta (36/18mg) und starte morgens mit 5mg unretardiert .

Was aber nicht heißt , dass es bei deinem Sohn auch so gemacht werden muss. Das müsst ihr ausprobieren.

Ich hatte bei den länger wirkenden bisher Concerta, Kinecteen, Neuraxpharm und A1 verschrieben bekommen.

Alle wirkten bei mir unterschiedlich (muss nicht bei jedem so sein) . Ihr müsst einfach austesten welche Dosis am besten passt.
Ob es 45mg gibt müsstest du mal recherchieren. Ich weiß es es nicht .
Wenn ihr 27+18mg bekommt habt ihr ja genug Spielraum um die Höhe auszutesten . Das Methylphenidathydrochlorid von Neuraxpharm ist noch feiner zu dosieren, da man ab der 27mg Tablette, die Tablette teilen darf.

Wann eine zweite Dosis in welcher Höhe ggf . Notwendig ist müsst ihr leider auch erst herausfinden. Vor allem sollte sich die zweite Dosis nicht auf den Schlaf auswirken.
Die Chance, dass er nicht in der Schule ggf. nachnehmen muss stehen auf jeden Fall höher.
Wenn eine zweite Einnahme notwendig könnte ja auch Equasym eine Alternative sein.

Ja, dem ist so. Aber das ist eigentlich nicht so relevant, da man eh nicht vorher weiß ob Concerta das passende ist.
Nur doof wenn dem so ist , wie bei mir , dann muss man leider mehr zahlen :angry:

Es gibt mehre Produkte die als Generikum mit einem gleichem Freisetzungsverlauf zu Concerta stehen . Sie sind bioäquivalent aber nicht genau identisch da es unterschiedliche Freisetzungsmechanismen sind.
Die Krankenkassen interessiert nur die Bioäquivalenz und auch einige Ärzte/Apotheker sind im Irrglauben , dass dann jedes Präparat grundsätzlich gleich wirkt.

Ja das kann sein , oder auch weniger . Leider vergessen Ärzte es regelmäßig zu überprüfen. Meist merkt man es wenn sich plötzlich was verändert.

Ihr seid ja quasi am neu eindosieren und könnt nun wieder anpassen .

Man kann es nur nicht genau 1:1 von einem vorherigen Medikament umrechnen .

Ich hatte vorher Medikinet Adult 10/10/10mg da wäre es theoretisch 18mg Concerta gewesen . 18mg war zu wenig 27mg fühlte sich an wie mal zu viel mal zu wenig und passte garnicht und es wurden dann 36mg.

Ich hoffe ich habe nicht zu sehr verwirrt ?

Kann gerade nicht auf alles antworten, aber wenns am Mittag/Nachmittag eher gut ist, würde ich zuerst am Morgen mit unretardiertem MPH ergänzen, bevor ich die Concerta-Dosis erhöhen würde.

In diesem Beitrag im Video ist die Erklärung dazu:

Vielleicht auch ein kleiner Nachtrag von mir.

Es ist egal ob nachgenommen werden muß oder nicht, wenn es dem Kind am besten mit solch einem Medikament geht bzw. wenn nach 1 bis 2 Versuchen nachher nichts länger wirkendes gleich gut mit kaum oder keinen Nebenwirkungen wirkt. Für das Nachnehmen kann man trainieren, sich Hilfen besteln für ein gutes Gefühl gibt es eher wenig Möglichkeiten