habe vor 7 Tagen mit Elvanse 30mg begonnen und seitdem jeden Tag andere (Neben-)Wirkungen erlebt. Nehme es immer gegen 9 Uhr morgens mit meinem Frühstücksshake ein (der enthält auch Proteinpulver). Achte darauf, regelmäßig zu essen und zu trinken, aber kein Koffein und keine Schokolade.
Nur am ersten Tag fühlte ich mich gedanklich etwas ruhiger und konnte Reize besser aushalten, war am zweiten Tag mittags total hibbelig und durcheinander, konnte am zweiten und dritten Tag abends schlechter einschlafen, dann am vierten und fünften Tag eine Stunde nach der Einnahme musste ich plötzlich gähnen ohne Ende. Am sechsten Tag habe ich gar nichts gemerkt und heute bin ich wieder vergesslich, habe wieder zu viel Hintergrundmusik (irgendwelche Songs) im Kopf und bin vor allem den ganzen Tag schrecklich reizbar und impulsiv-wütend. Das kenne ich (w,40) sonst auch, vor allem in der zweiten Zyklushälfte. Da bin ich aber noch nicht ganz angekommen.
Frage an euch: Ist das noch normal so? Einfach 30mg weiternehmen und abwarten?
Vermutlich wirst du solangsam mit der Dosis nachjustieren müssen.
Hat der Arzt ein Schema vorgeschlagen, oder einfach strikt 30 mg bis zum nächsten Termin verordnet?
Was ich persönlich immer Erwähnenswert finde ist (nachdem du von Proteinshake gesprochen hast), dass Elvanse über den Urin eliminiert wird.
Je nach PH Wert deines Urins, also ob er eher sauer oder basisch ist, werden Amphetamine schneller oder langsamer ausgeschieden.
Da du regelmäßig Proteinshakes vor allem direkt zur Einnahme zu dir nimmst, liegt es nahe, dass du eventuell einen säuerlichen PH Wert des Urins hast, wodurch Elvanse zusätzlich zu deiner Gewöhnung ans Medikament auch noch schneller eliminiert wird, als es sein müsste.
Wenn der Urin basischer ist, dann bleibt das Amphetamin länger in den Nieren und wird zurück ins Blut absorbiert statt ausgeschieden zu werden.
Wäre also auch eine Idee den PH Wert mit Teststreifen zu bestimmen
Meine Erfahrung sagt, egal wer hier anderes behauptet das Shakes für Stimulanzien keine gute Grundlage sind ähnlich wie Müsli oder vergleichbares weil es einfach das Thema mit den Blutzuckerkurven und der wirklichen Nährstoffvorhaltung zu tun hat. Entsprechend macht es sinn eine andere Ernährungsart auszuprobieren denn das schwingt sehr in Verträglichkeit und auch in das Gefühl Müdigkeit. Ich habe das 2 Jahre mit allem beobachtet und immer wieder probiert.
Das Elvanse sich oft verändert ist logisch weil Elvanse hat einen Steady-state von 5 Tagen vereinfacht nach 5 Tagen nimmst du soviel zu dir wie der Körper verbraucht weil Elvanse in 1 1/4 Tagen erst komplett abgebaut wäre aber vorher ja wieder zugefügt wird.
Steady-state einfach mit der Suche suchen wurde oft erklärt ob von mir oder anderen und bei mir konnte es bis zu 2 Wochen brauchen bis ich im Gleichgewicht war. Muß nicht sein kann aber und definitiv macht regelmäßige Mahlzeiten sehr sehr viel aus, egal was gesagt wird, probiere 2 Wochen eine beliebige Ernährungsart aus und dann 2 Wochen mit viel Vollkorn und Protein in Brot und Belastung, vollwertige Mittagessen ggf. auch gerne abends mit Bratkartoffeln und Ei, Steak… und auch gerne wegen des schnelleren Glukose Glukagenstoffwechsel mit Zwischenmahlzeiten alle 2 bis 3 std und wenns nur 2 Bissen im Brot sind, egal wie blöd das klingt es wirkt sich auf das gesamte Wohlbefinden aus und teils kann es statt Nebenwirkungen Reaktionen auf veränderten Blutzuckerspiegel, Unterzuckerungen und anderes wenn man zu viel schnellverwertbare Kohlenhydrate zu sich nimmt.
Wir haben uns alle zu weit von der Ernährung unserer Ururgroßeltern entfernt und haben seit dem sehr viel mehr Probleme mit Insulinausschüttungen und anderer Befindlichkeitsprobleme wahrscheinlich weil vieles an Energie schnell da ist verbraucht oder mit Insulin gespeichert werden muß aber eben dann so nicht mehr vernünftig abgerufen werden kann und das dann irgendwie Beschwerden verursachen muß.
Ist mir besonders jetzt in der Hitzeperiode sehr deutlich aufgefallen weil ich da die Wohnung nicht mit Kochen und Backen aufheizen wollte und sich das mehrfach gerächt hat
So merke ich auch riesen Unterschiede beim Brot ob ich es im Supermarkt aus der Fabrik kaufe oder es bei einem Bäcker mit sehr langer Teigführung kaufe, das dann länger als 24std kühl reifen kann bis es gebacken wird
Danke für eure Antworten. Das mit den Teststreifen könnte ich mal ausprobieren. Grundsätzlich ernähre ich mich überwiegend vegan, proteinreich und vollwertig, auch regelmäßig. Daran sollte es also vielleicht nicht unbedingt liegen?
Mein Arzt sagt, ich solle in einem Monat wiederkommen und lässt mir bis dahin freie Hand, mit der Dosis herumzuprobieren.
Bisher hatte ich es aber hier im Forum so verstanden, dass man mindestens 2-3 Wochen auf derselben Medikamentendosis bleiben sollte, bevor man etwas daran verändert - das hatte mich mir deshalb auch so vorgenommen. Oder habe ich das falsch verstanden?
Sorry aber Vegan hat trotzdem je nichts damit zu tun, eine falsche Ernährung möglicherweise zu führen, wo zu viel Stärke, nur weißes Mehr, Zucker etc. drin ist. Vielleicht sogar waeil vegan zu leben geschmacklich noch deutlich herausfordernder ist als vegetarisch zu leben.
Und wenn dir das nicht gelingt hast du die Möglichkeit dich an die Krankenkasse zu wenden um einen Zuschuß zu einer Ernährungsberatung zu bekommen. Dazu brauchst du den Hausarzt oder Psychiater der dir eine Notwendigkeitsbescheinigung unterschreibt. Ich meine das ihn jede Ernährungsberatung, bei der du fragst ob sie auf vegan vorbereitet ist und dich begleiten kann aushändigen kann und du brauchst eh einen Kostenvoranschlag von der Ernährungsberatung bei der du die Stunden dich beraten lassen möchtest.
Ich glaube es gibt nur einen Festzuschuß außer du bist speziell privatversichert, weil meine Bekannte jedes mal die volle Ernährungsberatung bezahlt bekommt war aber lange höchste Personaler Mercedes Benz für die Niederlassungshändler und Werkstätten und damit immer sehr, sehr gut verdient und auch immer nur das teuerste und beste abgeschlossen und Geld spielt bei ihr auch heute noch absolut keine Rolle.
Eine Ernährungsberatung kostet 250 bis 300 Euro für 6 Sitzungen dazu ist die erste Sitzung komplette Anamnese und erstellen eines Ernährungsplanes. Möchtest du die erste Sitzung gleich sinnvoll nutzen dann bitte 3 besser 4 Wochen richtig Ernährungsprotokoll mit allem führen.
Wenn du ein Muster für soein Protokoll brauchen solltest kannst du bescheid geben.
Man schreit immer schnell nein, ist auch nicht schön kritisiert zu werden bringt aber im Verständnis extremst weiter auch warum der Körper auf gewisse Dinge bei den und den Formen der Kalorienaufnahme (Dmoothy, Saft, Mus ( Apfelmus, Pflaumenmus etc)) und warum das dann sehr schlecht für gewisse Zusammenhänge ist
Ich habe den Eindruck, du hast meinen Text nicht richtig gelesen. Mit (veganer) Ernährung kenne ich mich sehr gut aus und benötige diesbezüglich keine Beratung.
Und danach gefühlt eine „Belehrung“ von dir erhalten,
Daraufhin hat sie jediglich gefragt ob du ihr posting dazu gelesen hast und mitgeteilt dass sie sich mit Veganer Ernährung auskennt.
Das ist aus meiner Sicht kein Gemotze sondern der Versuch die Beiträge wieder in die richtige Richtung zu lenken.
Ich bin aktuell im 2. Monat und komme mit meiner Anfangsdosis (20mg) sehr gut zurecht.
Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten, dass ich erst nach 2 Wochen gemerkt habe, wie sich alles einpendelt und dass ich bei gleichen Umständen (genug Schlaf, Essen, Bewegung, Ruhe…) eine verlässliche Wirkung habe.
Ja, nach 5 Tagen hat man diesen „steady State“ (kannst du im Forum sehr gut erklär nachlesen), aber mein Körper und auch mein Kopf brauchten da wohl etwas mehr zeit!
Ich dachte anfänglich auch, dass ich „gut“ und „regelmäßig“ genug gegessen habe, habe ich aber nicht. Ich habe festgestellt, dass mit unter LDX 2 Mahlzeiten (die seit der Einnahme deutlich geschrumpft sind) nicht reichen und ich 2 Zwischenmahlzeiten brauche. Auf Koffein sollte ja durchaus verzichtet werden, das ist schonmal gut. Und tatsächlich hilft mir bei zB Mittagstief oder so eine kleine Schoki ganz gut, wieder auf die Bahn zu bringen, verteufeln würde ich das also nicht. Meine Ernährung ist überwiegend pflanzlich, nicht vegan, aber ich achte einfach ganz normal auf eine ausgewogene Ernährung, das reicht voll und ganz mMn!
Vielleicht hilft es dir, nochmal die Beiträge zum Thema ADHS/Zyklus/Medikamente zu lesen. Wir Frauen haben durch unseren Zyklus einen schwankenden Dopaminbedarf, sodass wir zeitweise mehr brauchen. Vielleicht musst du da etwas rumprobieren, ob gerade in dieser Zeit eine höhere Dosis hilft und im „Normalfall“ die kleinere Dosis ausreicht!
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen und ich kann dich nur ermutigen, dranzubleiben und nicht aufzugeben, es braucht (leider) Zeit, eine optimale Einstellung zu finden!
Ich habe mittlerweile dazugelernt, mein Frühstück ein bisschen aufgestockt und auch mehr Zwischenmahlzeiten eingebaut. Seitdem hatte ich nicht mehr diese schrecklich aufgekratzten und verwirrten Phasen 2-3 Stunden nach der Einnahme.
Den Steady State habe ich jetzt, nach 11 Tagen, ziemlich sicher erreicht. Ich habe keine Schwankungen mehr, sondern spüre kognitiv/psychisch einfach gar keine Wirkung. Ca. eine Stunde nach der Einnahme muss ich häufig gähnen und spüre einen leicht beschleunigen Herzschlag. Sonst nichts.
Werde somit ab morgen 40 mg nehmen und eine weitere Woche beobachten. Es wäre schön, wieder diese Ruhe im Kopf zu haben wie bei der allerersten Einnahme…
Das wäre ziemlich deutlich überm Schnitt.
Da der pH-Wert sich über den Tag mehrfach (rhythmisch) ändert, kommt es auf den Wert zum Einnahmezeitpunkt an, auch zur Vergleichbarkeit. Bei 7 solltest du eine recht lange AMP-Wirkung haben. Wie lang wirkt das Elvanse bei dir?
Die Eindosierungsnebenwirkungen lassen nach 2 bis 4 Wochen nach.
Gestern Abend habe ich nochmal gemessen, da war der Wert bei 6,5. Das müsste ja der ungefähr zu erwartenden Schwankungsbreite über den Tag entsprechen, wenn ich richtig nachgelesen habe.
Tatsächlich merke ich von der positiven Wirkung, die ich mir nach dem Wow-Effekt des ersten Tages (= plötzlich Ruhe im Kopf, entspanntes Zen-Gefühl) weiter erhofft hatte, sehr wenig bis gar nichts. Bis vorgestern habe ich eine leichte Beruhigung bemerkt, aber es fühlte sich an, als wäre das eher nach außen hin so (quasi eine beruhigte Körperhülle), während innerlich weiter eine gewisse Unruhe und Durcheinander zu spüren waren. Seit gestern habe ich von 30 auf 40 mg erhöht und habe heute erstmals den Eindruck, klarer und fokussierter zu sein, gleichzeitig aber auch „angeknipst“, d.h. sehr wach. Gestern Abends hatte ich deutliche Schwierigkeiten, in den Schlaf zu kommen. Mein Kopf dröhnt oder wummert (keine Schmerzen, aber aktiviert) heute etwas und mein Kiefer und Nacken sind nochmal eindeutig verspannter als sonst.
Diese körperlichen Nebenerscheinungen spüre ich auf jeden Fall bis in den Abend hinein. Die möglichen positiven Wirkungen kann ich nicht so ganz differenzieren oder es fehlt einfach noch was. Würde mir einfach so sehr Entspannung und innere Ruhe wünschen…
Was meinst du, kommt das noch? Hat es sich mein Gehirn nach dem ersten Ausprobieren schon anders überlegt bzw. sich zu schnell dran gewöhnt?
Hab Geduld und dosiere langsam hoch. Wenn du es jetzt richtig hinkriegst, hast du dein Leben lang was davon. Wenn du das jetzt verk…, hast du eine Riesenchance verloren…
Dann ist es doch gut, dass du langsam hochdosierst! es ist eben einfach ein langsamer, mühseliger Prozess.
Vielleicht brauchst du einfach eine höhere Dosis, Taste dich langsam heran, gibt deinem Körper Zeit, sich daran zu gewöhnen. Es ist ja nicht so, als würdest du nichts merken oder nur super Mega dolle Nebenwirkungen haben. Du wirst schon die passende Dosis finden und wenn nicht, tut es vielleicht auch ein Medikamentenwechsel. Vielleicht sprichst du auch einfach auf andere Medikamente besser an.
ich bin ein bisschen verunsichert bzgl. der Eindosierung von Lisdexamfetamin. Habe mit 30mg begonnen, dann jeweils nach ca. 3 Wochen erhöht, weil ich einen leichten Wirkungsabfall bemerkt habe bzw. immer noch Symptome übrig waren. Bin derzeit auf 50mg und würde nach dieser Logik nun bald die 60mg ausprobieren. Allerdings kommt mir das etwas viel vor im Vergleich mit anderen. Kann es sein, dass ich sehr schnell eine Toleranz entwickle?
Ich bin weiblich, 56kg Körpergewicht und hatte nach außen nie eine stark sichtbare ADHS-Symptomatik bzw. habe „Tüddeligkeit“ (so sagt man hier) und innere Unruhe ziemlich gut kompensiert/maskiert.
Und natürlich weiß ich auch, jeder Mensch ist anders etc. Würde mich trotzdem über Tipps und Erfahrungswerte freuen.