Lilaluft - Start mit Elvanse adult 30 mg

Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu hier und habe viele Fragen…hab mich gerade in diesem Thread lange zu euren individuellen Dosierungen und dem Aufteilen von Elvanse in kleinere Dosen belesen. Finde ich sehr spannend, weil ich erst heute (Tag 4 Elvanse 30mg) gedacht habe, dass ich eig. gerne weniger nehmen würde. Ich würde mich freuen wenn ihr mir eine Einschätzung geben könntet.

Ich bin seit ca. einer Woche diagnostiziert, von einem Psychiater der sich ca 15-20 min Zeit genommen hat mich zu meiner Schulzeit und ein paar Schritten danach zu fragen und mir dann recht schnell (für mein Empfinden, keine Ahnung, habe keinen Vergleich) eine „klassische ADHS“ diagnostiziert hat. Allein dieser super schnelle Prozess irritiert mich und macht dass ich an der Diagnose zweifle, obwohl ich ja selbst den starken verdacht habe und mich deshalb auf den Weg zur Diagnose begeben habe.
Naja, aber eigentlich gehts mir um die Medikation.

Ich nehme seit 4 Tagen Elvanse 30mg 1x morgens. Ich hatte bis dahin noch keine Erfahrung mit Psychopharmaka und bin irgendwie recht unsicher was im normalen oder gewünschten Rahmen ist.

Ich merke ca. 30 min nach Einnahme schon höheren Puls, das steigert sich dann noch auf so ein Gefühl von ich bin irgendwie bisschen verschallert ab ca 1 h nach Einnahme. Also irgendwie ein bisschen im ganz feinen Nebel, aber auch am funktionieren, kann weitestgehend machen was ich mir vorgenommen habe. Es kommt aber auch vor, dass ich wegträume oder einfach rumsitze und in die Gegend schaue, denke, und keine Lust auf das vorgenommene habe.
Ich war an Tag 1-3 den ganzen Tag traurig und irgendwie durchlässig, konnte die ganze Zeit wie auf Kommando weinen, kenne ich so nicht von mir. Heute an Tag 4 war das etwas besser.
Habe sonst noch mit Kopfweh, Schwindel, Kreislauf und Appetitlosigkeit zu tun.

Ich habe heute ganz besonders darauf geachtet viel zu trinken und rechtzeitig und genug zu essen, was ich echt schwierig finde, weil mich alles fast schon anwidert (liebe sonst essen…), aber ging schon etwas besser als die Tage davor.

nach ca. 7-8 Std. nach Einnahme gehts aber richtig los, ich hab für ca 2-3 h ein richtiges Loch, bin ultra müde, muss mich wirklich fast hinlegen und bin zwischen depressiv und sterbe vor Kopfweh (Depri und Kopfweh war heute besser, nehme an wegen essen.) Danach geht es dann wieder und ich kann noch leichte Dinge erledigen

Ich hab vom Bauchgefühl her das Gefühl dass ich überdosiert sein könnte, vielleicht ist es aber am Anfang auch normal so und braucht mehr Zeit?
Ich überlege weniger zu nehmen, vllt 15 mg, weiß aber nicht ob es besser wäre erstmal mit den 30mg weiter zu machen und das noch länger auszuprobieren.
I know, ich sollte den Arzt fragen…aber da habe ich erst wieder in 5 Wochen einen Termin und will das ungern weiter so spüren über diesen Zeitraum…

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Herzlich willkommen im Forum!

Ich habe deinen Beitrag mal verschoben, da ist’s dann doch besser einen neuen Thread zu erstellen :blush:

Das ist dann der sogenannte Rebound. Da hört die Wirkung auf und man rutscht erstmal in ein Minus.

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Bei einigen (war bei mir so) ist eine zu geringe Dosis die Ursache der Nebenwirkungen - es kann aber auch anders herum sein.

Du könntest Elvanse auflösen und es zum Beispiel mit 20 mg versuchen.

Auch ein eiweißreiches Frühstück könnte helfen.

Vielleicht kannst du telefonisch fragen, ob es ok wäre die Dosis zu reduzieren?

Da Elvanse 3-5 Tage bis zum steady State braucht ist’s gut wenn man eine Woche bei einer Dosierung bleibt.

Wenn das allerdings sehr unangenehm ist - klappt das natürlich nicht.

Koffein kann ein Störfaktor sein, deshalb ist es gut erstmal darauf zu verzichten. Vor allem tagsüber.

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Sorry - nochmal richtig gelesen :sweat_smile:.

Da es an Tag 4 besser war würde ich auf jeden Fall erstmal bei den 30 mg bleiben!

Wird wahrscheinlich besser.

Berichte weiter. Und schreibe jeden Tag Notitzen für dich auf.

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Danke für deine Antwort! :slight_smile:

Wie ist das denn mit dem Rebound, ist das etwas, das sich mit der Zeit auch einstellt und normalisiert, oder habe ich das jetzt täglich?

Auflösen habe ich auch schon drüber nachgedacht, ich habe mir heute vorsorglich Spritzen besorgt, aber werde es jetzt noch 3 Tage mit 30 mg probieren, das wären dann 7 Tage insgesamt.
Könnte man einen Rebound abfedern mit morgens 20 mg und später nochmal 10 mg vielleicht? Oder ist das zu experimentell gedacht?

Koffein lasse ich weg. Hat mir der Arzt nicht von gesagt, aber ich habe gleich am Herzrasen durch Elvanse gemerkt dass ich da besser erstmal drauf verzichte. Brauche es auch gerade nicht zusätzlich, bin durch das Medikament genug wach.
Aber auch hier frage ich mich gerade, ob ich vielleicht am frühen Abend einen Kaffee trinken könnte - gegen die Kopfschmerzen und Müdigkeit im Rebound und falls ich am Abend noch etwas unternehmen möchte?

Ich bin sehr dankbar dass es dieses Forum gibt und dass du dir die Zeit zum Antworten genommen hast!

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Machen ein paar einzelne Personen, vor allem wegen schnellem Stoffwechsel.

An deiner Stelle würde ich aber die Eindosierung normal durchlaufen. Dass anfangs Nebenwirkungen auftreten ist normal, deshalb auch die Eindosierung. Es wäre ungewöhnlich wenn gar nichts wäre. Das Mittel greift ziemlich stark in die Funktionsweise des Gehirns ein, dass da psychosomatische Nebenwirkungen auftreten ist normal. Das Hirn gewöhnt sich aber daran.

Elvanse beeinflusst den Dopaminspiegel und Dopamin will/braucht einen gewissen Blutzuckerspiegel. Meistens hilft es - bevor die Wirkung zum Ende ausgeht - etwas rechtzeitig zu essen, kann ruhig eine Banane oder so sein. Die geht schnell in den Blutzucker. Damit wirkt Elvanse auch etwas länger dann.

Habe auch Tage wo ich am späten Nachmittag leichte Kopfschmerzen entwickle. Ich hau mir da, wenn nicht anders möglich, dann ruhig auch einen Würfel Zucker in den Mund.

Dazu kann Kopfweh auch wegen Dehydrierung auftreten, weil ich wegen Elvanse oft weniger trinke als ich sollte.

Koffein in dieser Eindosierung/Eingewöhnungsphase auch abends weglassen. Es bleibt immer ein gewisser Elvanse-Pegel im Blut.

Jeder funktioniert da bisschen anders, muss rausfinden was hilft usw. Die Eindosierung kann ruhig ein halbes Jahr dauern, bei einigen ist das erste und zweite Präparat nicht immer das passende.:grinning:

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Hallo @LilaLuft im Forum :green_heart:

Hört sich so an, als wäre - auch durch die recht schnelle Diagnose - das alles bis jetzt im Eiltempo für dich gelaufen.

Da du ja schon einiges dazu gelesen hast hier, konntest du dir sicher auch schon ein ungefähres Bild von der Einstellung machen.
Und deswegen hör auf dein Gefühl und gib dir Zeit.

Elvanse war mein 2. Versuch und da ich davor sicherlich auch zu ungeduldig war, bin ich es dann viel ruhiger angegangen.

Habe alle 10-12 Tage hochdosiert. So lange hat es gedauert, bis die jeweilige Dosis praktisch nicht mehr zu spüren war.

Ich denke, wenn es am Tag 4 wieder besser wird mit den Nebenwirkungen, dann kannst du getrost dabei bleiben und weiter machen.

Einige können es Vlt nicht mehr hören, aber das ist ja für dich: Magnesium und Omega3 nehme ich noch zusätzlich. Das und genug trinken sowie regelmäßiges Essen (nachmittags vor allem auch zuckerhaltiges) machen die Wirkung recht stabil bei mir.

Das ist das wichtigste! So lange die NW nicht zu arg sind und wieder nachlassen.

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Da der @BrainBuzz kennt das auch :grin:

Habe deinen Teil nicht gelesen, sorry :see_no_evil:

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Ja! Mir hilft Kaffee im Rebound.

Kannst du ausprobieren.

Aktuell würde ich auf jeden Fall davon abraten, Elvanse zweimal zu nehmen.

Wenn du morgens 20 nimmst und mittags zehn hast du morgens trotzdem nur eine Einzeldosis von 20 und wenn du damit unter dosiert bist, geht es dir dann nicht gut.

Ich selbst nehme Attentin am Nachmittag, das ist kürzer wirksam. Muss man aber selbst bezahlen.

Du kannst auch nach einer Woche die Dosis erhöhen, dann wird es insgesamt subjektiv. Auch länger wirken für dich, so dass der Rebound später auftritt.

Das ist alles ein try and Error. Sonst wurde ja schon vieles gut beantwortet

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Hallo zusammen!

ich wollte kurz berichten dass es mir schon besser geht mit den Nebenwirkungen.
Es bahnt sich zum Abend, ca 8 Std nach Einnahme immer noch leichtes Kopfweh und Müdigkeit an. Aber gestern ging es gut mit dem süßen Snack am Nachmittag, das probiere ich heute wieder.

Ich bin euch sehr dankbar für eure ganzen Tipps, ich habe jetzt das Gefühl das ein bisschen besser navigieren zu können.

Bin auch froh, dass ihr geraten habt erstmal mit den 30mg weiterzumachen und nicht schon mit dem experimentieren anzufangen.

Danke!

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