Lindern ADHS Medis auch andere Symptome?

So schön ausgedrückt. Sehe das genau so.

Liebe @Trulllana ich hatte meinen Termin am 8.12. und habe heute die Praxis mal angeschrieben, wann ich ungefähr mit einem Ergebnis rechnen kann.

Ich denke einfach jeden Tag daran.

Ich bin auch sehr gespannt und ja, Prokrastination und Struktur sind natürlich auch bei mir ein großes Thema. Auf der Arbeit, wie auch Zuhause. Wobei auf der Arbeit eher die fehlende Struktur und Klarheit im Kopf Themen sind.

Ich habe am 20.1. wieder einen Termin bei meinem Psychiater, für ein neues Rezept Elontril bzw,sofern dann etwas vorliegt, Besprechung, wie es weitergeht und wie wir medikamentös starten.

Er hatte mir einen Überweisungsschein gegeben bei meinem Termin Ende Oktober, für Blutentnahme (Schilddrüse checken) und EKG. Als unterstützende Untersuchungen. (Natürlich) habe ich hier bisher keine Ergebnisse, denn ich war bisher nicht beim Hausarzt dafür. Wobei, doch, ich war da. Da hieß es, ich könne morgens einfach ohne Termin kommen. Hab aber lieber trotzdem einen gemacht. Und naja den halt dann nicht wahrgenommen :see_no_evil_monkey:

Vielleicht braucht es bei dir noch etwas Zeit, bis die Medikation greifen kann bzw bis die passende Dosierung gefunden ist. Die Wirkung wird sich ganz bestimmt nochmal verändern :blush:

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Das klingt richtig gut :hugs:

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Also ich spüre innerlich eher schon, dass ich oft etwas sagen könnte und sollte, es aber nicht (immer) tue.

Ansonsten habe ich einen sehr langen Geduldsfaden bei anderen Menschen, weil ich nicht die Situation an sich sehe, sondern, warum agiert der Mensch gerade so. Ich sehe das ganze dahinter und dadurch kann ich vieles nachfühlen. Nicht immer gut :grinning_face_with_smiling_eyes:

Danke für deine Rückmeldung @xyz12345 :slight_smile:

Oh nein, leicht wird es nie werden.

Ich habe seit ca 2006/2008 mit meinem Kopf zu tun, also so weit zurück reichen Aufzeichnungen usw. Tagebücher und meine genauen Erinnerungen. Leicht war es iwie noch nie. Das muss es sich nicht sein. Ich glaube, niemand hat ein wirklich leichtes Leben.

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Tatsächlich soll MPH auch Rejection Sensitivity (Also Angst vor Ablehnung) mildern:

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Dankeschön für den Link :hugs:

Guten Morgen,

bei mir, spätdiagnostiziert mit 64 (!) im Juni letzten Jahres und Ritalin Adult seit Anfang Juli 2025, hat sich mein Leben sehr gewandelt. Ich sage oft, es begann ein ganz neues Leben für mich. Ich wusste bereits 2002, dass ich ADHS habe, nur diagnostizieren wollte es zu dem Zeitpunkt niemand. Erst seit 2003 werden auch Erwachsene in Deutschland diagnostiziert. Mein altes Leben hätte anders verlaufen können. Da bin ich mir sicher. 2002 wurde unsere jüngste Tochter diagnostiziert, sie war in der 7. Klasse, und behandelt. Ohne hätten sie damals wohl nicht mal den Schulabschluss geschafft. Die 10. Klasse schloss sie ab mit der Empfehlung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Was hat sich unsere Familie gefreut! Danach folgte zwar nicht das Abitur, aber sie machte zwei Ausbildungen mit sehr gutem Abschluss für ihren Traumjob. Sie ist glücklich.

Unsere älteste Tochter ließ sich erst spät diagnostizieren, vor etwa 3 Jahren mit Anfang 40, und seitdem arbeitet sie berufsbegleitend an ihrem Master, den sie nach dem Bachelor anfangs nicht mehr machen wollte, um Geld zu verdienen. (Das hatte erstmal nichts mit dem Adhs zu tun, sondern dass sie sehr spät ihren Studienplätze bekam.) Sie hatte Glück, diagnostiziert zu werden zu einem Zeitpunkt im Leben, wo sie jetzt noch einmal richtig durchstarten kann. Mir war das nicht vergönnt, voll berufstätig und drei Kinder großgezogen waren zu viel für mich. Nach Depressionen und der Ablehnung der Diagnostik durch die Ärzte rutschte ich zwangsläufig ins Burnout und musste meinen Traumjob an den Nagel hängen und aussteigen. Das war bitter, aber ich sah keine andere Möglichkeit für mich. Die späte Diagnostik meiner großen Tochter und ihre Behandlung, die so positiv verläuft, bestärkten mich darin, mich nun doch noch einmal darum zu bemühen, mich diagnostizieren zu lassen, denn das Leben geht auch ohne Job weiter, pflegebedürftige Mutter, Schwiegereltern, Ehemann brachten mich an meine Grenzen, die Überforderungssymptome waren zu schlimm. Ich sagte immer, ich sei damals mit Anfabg 40 aus dem Job raus, ich könne doch aber jetzt nicht auch noch aus dem Leben aussteigen…

Zum Glück wird die Diagnostik jetzt bei Erwachsenen gemacht und man wird behandelt. Für mich persönlich hat sich so viel zum Positiven verändert.

Alles, was du beschreibst, gehört zum ADHS, und ja, wenn du ein für dich richtiges Medikament bekommst und gut eingestellt bist, wirst du mit all dem besser zurechtkommen.

Ich habe sogar einige körperliche Symptome, die besser geworden sind. Zum Beispiel spüre ich die Fibromyalgie-Schmerzen viel weniger. Und ich bin weniger erschöpft.

Der einzige Nachteil, ich vertrage keinen Kaffee mehr, aber das lässt sich aushalten. Ich brauche ihn eh nicht mehr zum Wachwerden. Ich BIN wach. Tee schmeckt auch und den angenehmen Kaffeegeruch bekomme ich von der Tasse meines Mannes in die Nase. :wink:

Und auf Alkohol verzichten ich lieber, nachdem mich ein einziger Lemon Spritz im Sommer etwas umgehauen hatte. Ich bevorzuge jetzt 0,0. Mein Mann freut sich, denn die Frage, wer fährt mit dem Auto nach einer Feier, erübrigt sich seitdem auch.:grin:

Ich wünsche dir viel Erfolg mit den Medis, und ja, vielleicht benötigst du auch therapeutische Hilfe. Das kann zusätzlich niemals schaden.

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Danke für deine Rückmeldung:)

Auf Koffein verzichte ich auch schon seit Oktober, da ich seitdem wieder elontril nehme und mein Körper auf der Arbeit mal in Kombi mit Kaffee sehr unangenehm reagiert hat.

Sehr schön zu lesen, wie positiv sich das Medikament bei dir auswirkt :innocent:

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Herzlich willkommen, liebe Birgitt!

Ich trinke auch keinen Alkohol mehr, seit ich Ritalin nehme. Und: Meine Frau hat sogar mitgemacht! :adxs_wub:

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