LIsdesamfetamin / Elvanse 30-40mg Gefühl von Stress/ Über- oder Unterfosiert?

Hallo Ihr,

ich habe jetzt schon etwas länger hier im Forum herumgegeistert, da ich seit Ende Juni bei der Meidkamenteneinstellung mit (aktuell 30mg oder 40mg LDX) Lisdexamfetamin bin.

Meine Raktion auf das Medikament hat sich aber in den letzten Tagen verändert.

Zunächst war ich bei 30mg:

• wach, gut gelaunt, orientiert, konzentriert, nicht mehr so impulisiv sondern eher strukturiert. Insgesamt habe ich mich also sehr gut damit gefühlt. Mein Arzt sagte mir ich könnte das Medikament zwischendurch mal nicht nehmen um zu gucken wie es ist. Das hat ebenfalls gut geklappt.

Bei 40mg (nur 2-3 mal genommen):

• hatte ich das gefühl es läuft ebenfalls ganz gut, bis auf das körperlich gefühl von “gestresst sein” obwohl ich nicht in einer stressigen Situation gewesen bin.

Zu meinem Probem, ich nehme jetzt wieder regelmäßig 30mg und habe plötzlich auch hier das Gefühl von “Dauerstress” und auch, dass meine ADHS Symptome wieder schlimmer werden, wie z.B. ich suche keinen sozialen Kontakt mehr, lasse meine Dinge überall liegen, schiebe Aufgaben vor mich hin, wenn ich frei habe mache ich gefühlt den ganzen Tag “nichts” (Youtube) usw..

Aus genau diesen Gründen sollte ich 40mg ausprobieren, aber da hatte ich wie gesagt ebenfalls dieses komische körperliche gefühl von “Stress” außerdem fühlten sich meine Nasenschleimhäute sehr trocken und irgendwie angeschwollen an, auch hatte ich starke Mundtrockenheit, weshalb ich die 40mg nur 3x ausprobiert habe.

Muss dazu sagen und da bin ich nicht stolz drauf, sobald ich das Medikament nehme habe ich kaum noch Hunger und esse oft den ganzen Tag nur ganz wenig :frowning:

Deswegen wundere ich mich, ob das Symptome bei Über- oder Unterdosierung sein können?

Ob jemand von euch vielleich ähnliche Erfahrungen mit dem “Stress Gefühl” gemacht hat?

Oder habt ihr Tipps, was man dagegen machen kann?

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt :slight_smile:

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Kuckilikuck :adxs_wink:

:index_pointing_up:t2: wenn das Dauerzustand ist, kann auch das schon dazu führen, dass es mehr stresst, als dass es Symptome lindert.

Das Hirn will gut mit Nährstoffen versorgt werden.

Der Körper braucht Futter, um die Bausteine zu bekommen, die er für die Neurotransmittersynthese und ganz viele andere Prozesse im Alltag benötigt.

Für kognitive Leistung natürlich ebenso essenziell.

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Ich danke dir für deine Rückmeldung! Vielleicht kam das in dem Post etwas falsch rüber. Ich bin nicht untergewichtig aber ich esse deutlich weniger als zuvor.

Die Symptome treten aber auch auf, wenn ich ausreichend am Tag esse.

Ich danke dir für deine Rückmeldung! Vielleicht kam das in dem Post etwas falsch rüber. Ich bin nicht untergewichtig aber ich esse deutlich weniger als zuvor.

Die Symptome treten aber auch auf, wenn ich ausreichend am Tag esse.

Edit: Ich würde gerne meinen Beitrag korrigieren, da mir Rechtschreibfehler aufgefallen sind, leider weiß ich nicht wie das geht. Im Titel soll es heißen Über- oder Unterdosiert. Zudem wollte ich noch weitere Symptome wie die typische Paralyse usw. einfügen.

Schreib hier mal deine genaue Überschrift hin. Ich kopiere es dir dann rein y

Bin auch nicht davon ausgegangen, dass du untergewichtig bist.

Aber du isst regelmäßig / zu oft kaum.

Und vorher waren mal 30mg gut.
Dann (nach längerer Zeit) plötzlich nicht mehr so, also musste es am Medikament liegen, das nicht mehr wirkt.

Und dann wurde um 10mg aufdosiert.
Das passte ja aber scheinbar dann auch nicht.

Also, lags nun am Medikament, oder sind es möglicherweise die Faktoren drumherum?

Fühlt sich eine Extra Ladung Noradrenalin in Kapselform - ohne ausreichende Nährstoffversorgung - möglicherweise wie ein gestresster/überdosierter Körper an?

Ja. Durchaus möglich.

Ob sich seit Beginn der Medikation sonst noch etwas verändert hat, kann ich nicht herauslesen. Also muss ich mit dem arbeiten, was vorliegt. Und das kann gravierende Unterschiede machen.

Von Nährstoffmängeln mal noch abgesehen :slight_smile:

Ich glaube zu meinen, was du mit dem „gestresst“ sein meinst, ich nenne es innere Unruhe. Nimmt bei mit höherer Dosis auch tendenziell zu, der Effekt ist aber bei LDX nicht so stark, wie bei MPH.
Nimmst du noch Koffein zu dir? Das verstärkt den Effekt gegebenenfalls enorm.

Ich würde aber die 40mg mal länger ausprobieren. Damit der Körper sich auf eine Dosis einstellen kann. Mindestens 14 Tage am Stück. Außer das geht halt gar nicht für dich. Viele Nebenwirkungen legen sich meist nach ein paar Tagen.

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Ich kann das so gut nachempfinden.

Ich nehme jetzt seit 3 Wochen Elvanse 30 mg und habe damit auch richtige Probleme zu essen weil ich null Appetit habe. Selbst kochen fühlt sich für mich wie ne unüberwindbare Aufgabe an und das obwohl ich ohne Medis gerne koche. Am Wochenende kaufe ich immer frische Lebensmittel, die dann unter der Woche vergammeln weil ich mich nicht zum kochen überwinden kann :see_no_evil_monkey: Versuche auch gerade dafür eine Lösung zu finden weil ich auch sehr schlank bin und nicht noch weniger wiegen will. Momentan ernähr ich mich nur von Fertiggerichten und anderem ungesundem Zeug weil ich auf nichts anderes Lust habe. Das nervt mich sehr weil mir gesunde Ernährung sehr wichtig ist. Aber besser ungesund essen statt garnicht.

Und auch dieses gestresst sein kenne ich sehr gut. Sobald mein Kopf mal keine Beschäftigung hat werde ich sofort nervös bis leichte Panik. Aber ich habe festegestellt dass Essen dieses Stressgefühl deutlich mildert. Passt natürlich wunderbar zusammen. Keine Lust auf Essen aber genau das ist die Lösung :sweat_smile: Ich finde aber dass dieses Stressgefühl von Tag zu Tag ein Stückchen besser wird. Das stellt sich wohl alles mit der Zeit ein.

Aaaber die Vorteile überwiegen bei mir einfach deutlich, weshalb ich darauf nicht mehr verzichten will.

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Grüß dich und willkommen hier.

Du hast ja selbst schon festgestellt, das Essen deinen Stress mindert. Ausreichend viele Proteine und besonders Kohlehydrate (!) sind ganz wichtige Voraussetzungen für die Wirksamkeit aller ADHS Medikamente. Notfalls tut es ein Müsliriegel, Traubenzucker, Cola, Fruchtsaft, notfalls - auf jeden Fall besser als garnix.

Hallo, ich bin jetzt seit Februar diesen Jahres diagnostiziert. Ich habe mit Elvanse 30mg angefangen. Ich hatte es ähnlich, wie du beschreibst. Am Anfang war ich plötzlich sehr aktiv, hatte wieder Energie für alles, war gut gelaunt, ect. Pp. Einzig ein sehr krass erhöhter Blutdruck und Puls war das Problem. Die Therapeutin sagte nach ner woche, das kann etwas dauern, bis sich das einspielt, also hab ich dann erstmal 3 Wochen weiter genommen. Nach 3 Wochen hatte ich immer noch diesen starken Blutdruck und meine SmartWatch hat sich dann auch plötzlich ständig gemeldet, wegen ungewöhnlich hohem Puls und das mindestens 3- 4 mal am Tag. Dazu begann es dann auch, dass ich dann, wie du auch beschreibst dieses krasse Stressgefühl zu bekommen habe. Ich hab mich innerlich gefühlt, als wäre ich kurz vor einem melt down, ohne dass ich wütend oder traurig war.

In der 4. Woche stellte sich dann auch wieder eine bleiernde Müdigkeit ein und auch das prokrastinieren wurde wieder stärker. Das wechselte sich dann kurzfristig immer mal ein paar Stunden mit wieder erhöhter Aktivität ab. Nach 4 Wochen hab ich dann mit der Psychaterin zusammen entschieden, dass ich dann Methylphenidat probiere.

Bisher fahre ich mit Medikinet besser. Ich bin jetzt bei 20mg morgens und seit Montag 10mg nach Nachmittags. Insgesamt nehme ich Medikinet jetzt seit ca. Juni. Während der Sommerferien bzw. Meinem 3 wöchigen Sommerurlaub, hab ich es weniger genommen. Wenns hoch kommt vielleicht 1 Woche von den 3 wochen.

Ich nehme es zur Arbeit und wenn ich unterwegs bin und vielen Reizen ausgesetzt bin.

Bisher komme ich gut damit klar und im Gegensatz zu Elvanse vertrage ich es sehr viel besser. Dieser innere Stress/Druck ist nicht mehr da und auch meine SmartWatch hat sich sehr lange nicht mehr gemeldet, wegen einem zu hohem Puls.

Meine Psychaterin meint, leider kann man immer noch nicht genau festmachen, welches Medikament für welchen Menschen am besten funktioniert. Man muss das ausprobieren. Sie sagte bisher hatte sie bei ihren Patienten eher bessere Erfahrungen mit Elvanse gemacht, weshalb sie das mittlerweile bevorzugt und als erstes einsetzt, wenn Menschen mit frischer Diagnose zu ihr kommen. Auch bei Menschen wie mir mit Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion, aber trotzdem ist das nicht die regel, sagt die.

Ich wünsche dir alles gute, dass du das richtige für dich findest.

LG

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Meine Erfahrungen:

-Erst nach min 4 Wochen gewöhnt man sich an eine neue Dosierung.

-alles was Koffein, Teein usw enthält weglassen