Hallo bei meinem Sohn wurde in der 2ten Klasse eine LRS diagnostiziert. Die Lerntherapie ging schleppend voran.
Kurz darauf folgte die Diagnose ADS .
Unter Meikinet wurde er beinahe schlagartig besser.
Nun haben wir aufgrund Dosisänderung eine Phase der Unterdosierung gehabt und die Symptome der LRS waren wieder enorm stark Im Vordegrund ,sogar die phonologische Bewusstheit wieder sehr schlecht. Verstümmelt Wörter, 0 Rechtschreibregeln mehr amgewendet, Schrift krakelig bis unlesbar….
Nun wo die Dosis wieder besser passt, wieder 100% besser….
ich frage mich ob er wirklich eine LRS hat oder die sehr ausgeprägten Probleme in Deutsch rein ADS bedingt sein könnten….
die Lerntherapeutin meinte damals als die Stimulanzientherapie begann auch das er ungewöhnlich schnell Fortschritte machen würde…
.ohne Medis, bzw mit Unterdosierung noch schlimmer, schien die Symptomatik aber wie vor der Lerntherapie….
Bei meinem Sohn besteht auch eine Leserechtschreibschwäche ( also KEINE Legasthenie, weil diese ist ja eine angeborene Störung).
Eine Adhs Diagnose hat mein Sohn leider nicht bekommen ( da laut der Kinderpsychiatriepraxis die Tests negativ waren ). Er hat bei dem IQ Test 126 gehabt.
Naja, meine Frau hat ihn darauf privat bei einer Lerntherapie angemeldet, ungefähr 1 Jahr lang, was aber nicht viel gebracht hat. Er schreibt immer noch 5en im Diktat . Die Nachhilfelehrerin meinte zu mir einmal, dass sie bei meinem Sohn eine innere Blockade sehe ( da dachte ich mir innerlich: ja das ist Adhs Defizit…).
Ich habe mich weiterhin auf die Suche gemacht nach einer Fachperson, die sich wirklich mit Adhs bzw Neurodivergenz auskennt. Dann bin ich auf eine Psychologin gestoßen, die sich laut ihrer Angaben mit Neurodivergenz auskennt.
Gestern Termin gehabt, bin alleine hingegangen ( ohne meine Klugscheisser Frau, die nichts von Adhs wahrhaben will…)
Habe seine Zeugnisse und den Bericht von der Praxis mitgenommen. Sie hat sich alles angeschaut und den Kopf geschüttelt. Das ist ganz offensichtliches Adhs, meinte sie. Durch seine hohe Intelligenz kompensiert er dies…
Und unser Sohn hätte keine LRS.
Durch die Adhs bedingte Konzentrationstörung könne er sich natürlich nicht auf die Rechtschreibung und Grammatik kozentrieren. Macht Sinn.
Tatsächlich erlebe ich es bei meinem Sohn auch das wenn die Adhs Medikation passt und nicht noch etwas ein leichter Infekt die Konzentration negativ beeinflusst, er bzgl Rechtschreibung unauffällig ist und die Fehler auch nicht die typische LRS Systematik aufweisen…aber mit LRS Diagnose gibt es zumindest Entlatsungs Möglichkeiten in der Schule…also sehe ich das sehr pragmatisch
Ja, kenne ich von meinem Sohn ähnlich - wenn auch erst seit Kurzem:
Es wurde in der 4. Klasse LRS festgestellt und es hat sich 5 Jahre durch Lerntherapie nur minimal verbessert.
Jetzt ist er mit 16 ADHS diagnostiziert und mit Medikament versorgt und plötzlich steigt die Leistung in der Schule und auch deutlich im Schriftbild/ Lesen.
Bei der Diagnostik sagte die Psychologin, dass beides in Kombination nicht selten ist. Oft ist die (unerkannte) ADHS so anstrengend für die Kinder, dass das Gehirn eben kaum/ keine Kapazitäten hat, eventuelle Schwächen oder entstandene Versäumnisse auszugleichen.
E kann also gut sein, dass je nach Kind keine tatsächliche oder nur eine Leichte Schwäche vorliegt, die durch ADHS zu einem großen Problem wird.
Heute wundert mich es nicht mehr, warum Lerntherapie & co so wenig Erfolg brachten. Er hatte einfach gar keine Kapazitäten, das gelernte ausreichend umzusetzen.