Achtung! Wird lang und unstrukturiert!
Ich habe das Gefühl, dass es mir seit ungefähr 6 Monaten wieder schlechter geht. Alles fing wieder damit an, dass ich auf meinem Bürostuhl saß und wieder Beklemmungen in der Brust gespürt hatte.
Das hat mich natürlich sofort getriggert, da mich das vor rund 11 Jahren täglich begleitet hatte. Dazu diese scheiß Schluckbeschwerden.
Früher sehr schlimm gewesen, heute meistens nachts, wenn ich mal wieder meine Spucke nicht herunterbekomme.
Dazu kommen meine ungewöhnlichen Magenbeschwerden. Dazu muss man wissen, dass ich seit bummeligen 2 Jahren eigentlich keinen festen Wohnsitz mehr habe. Ich wohne immer mal hier und mal dort, also mal ein paar Monate hier und mal wieder dort.
Die erste Bleibe war eine Vollkatastrophe! Das totale Chaos! Dort habe, habe ich das erste Mal meinen Magen gespürt und festgestellt, dass ich keine Milchprodukte mehr so vertrage, wie früher. Seit dem verzichte ich gänzlich auf Milch jeglicher Art.
Richtig schlimm wurde es aber eben vor ungefähr 6 Monaten. Just in dem Moment, wo ich etwas verändern wollte, schlägt mein Frühstück (Hirse) derart auf den Magen, dass ich fast zusammengeklappt bin. Musste mich erstmal hinlegen und die Füße hochstellen.
Jetzt neigt sich auch meine Zeit beim jetzigen Arbeitgeber dem Ende zu. Ich habe dort an einem Programm teilgenommen, um einen Fuß in einen anderen Beruf zu bekommen. Das Programm ist jetzt fast zu Ende und eine Übernahme ist gerade nicht möglich, da der Markt wohl gerade gesättigt ist.
Das macht mir eigentlich nicht so viele Sorgen, da ich sicher bin einen Job zu finden. Ich bin natürlich wieder spät dran mit der Arbeitslosenmeldung, aber das ist ja fast wieder normal.
Ich habe mich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt! Ich hatte diesen Job eigentlich zuvor abgelehnt, da man sehr präsent ist und sein muss. Es hat mir allerdings nicht geschadet, im Gegenteil. Vor anderen zu sprechen und den bei ihren Problemen zu helfen hat mir sogar großen Spaß bereitet. Sowas kann ich nicht täglich machen, aber ab und zu kann ich auch daraus Energie schöpfen.
Jetzt ist es aber so, dass ich selber ziemlich gut mit fast Jedem klarkomme dort, aber auch nicht zu jedem irgendwie eine Bindung aufbauen kann. Ich hatte mal mit einer Arbeitskollegin zusammengearbeitet und wir haben uns sehr gut verstanden, fällt mir nämlich nicht leicht selbst an jemandem wirklich interessiert zu sein, aber der Humor hat halt gestimmt.
Aber das Ganze hat irgendwie nicht richtig gezündet. Danach war irgendwie Stille und wenn ich nicht mehr mit jemandem in irgendeiner Form ins Gespräch komme bzw. wenn da keine gewisse Fügung ist, sondern man wirklich einen aktiven Schritt machen muss.
In solchen Momenten fühle ich mich einfach irgendwie nackig. Da man sich auch nicht so oft sieht und man dann auch nie so richtig in ein tiefes Gespräch kommt, fühlt es sich umso nackiger an. Wenn ich andere Beobachte, dann scheint es ganz einfach zu sein. Wenn ich mich in so einer Rolle sehen würde, dann denke ich, dass es dem Gegenüber eher komisch vorkommt. Ich weiß auch gar nicht, wie ich von Außen wahrgenommen werde.
Ich mache immer wieder die Beobachtung, dass Leute auf sich gegenseitig zugehen, nur ich lebe scheinbar in einer Blase, denn für mich ist das Schwerstarbeit, da ich gefühlt immer auf andere zugehen muss. Scheinbar bin ich nicht interessant genug oder ich wirke desinteressiert oder abweisend.
Trotzdem teilen mir dann Menschen aus dem heiteren Himmel mit, dass es schön war mich wieder gesehen zu haben.
Jedenfalls endet meine Zeit jetzt dort und ich merke jetzt seit einigen Wochen, wie das auf mich niederschlägt. Als wir unsere vorweggenommene Abschiedsfeier hatten, war ich in so einer enormen Anspannung. Mein Herz hat ununterbrochen gestolpert und ich war unfähig zu arbeiten. Seit dem, wenn ich ein Fuß in das Büro setze, dann bekomme ich Magenprobleme. Entsprechend geht auch nicht viel rein.
Gestern bin ich dann erstmal zitternd aufgewacht, weil ich vermutlich die Tage zuvor zu wenig gegessen hatte. Jetzt ist erstmal wieder Zwieback und Reis angesagt.
Kurzum: Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, was mein Körper da ausheckt. Ich weiß nur, dass ich seit Jahren wieder richtigen Stress verspüre, den ich nicht einmal mehr vor mir selbst verbergen kann.
Ich erwarte hier keine Antworten, aber runterschreiben tut auchmal ganz gut.