Mechanismen und Wirkweise von Lisdexamfetamindimesilat / Lisdexamfetamin / Dextroamphetamin / Elvanse und dessen Nebenwirkungen

Ideologien kommen tatsächlich kaum welche vor, oder persönliche Interpretationen. Die lasse ich überwiegend absichtlich weg, weil es mir um die Sachgrundlage geht. Neuroanatomie ist belegt, Wirkweisen sind belegt, die Studien sind bereits alle da. DOPA- und 5-HT-Rezeptoren und wo sie zu finden sind und was exakt sie bewirken, runter bis zum letzten ein- und auströmenden Ion. Die HPA-Achse, das DMN, das TPN, die Induzierung des BDNF über Psychedelika, Dendriten, Axone, Mylenisierung, Omega-3-Öl, und, und, und, und, und.
Alles bestens bekannt.

Die DATEN existieren bereits, ich habe sie bloß zusammengefügt. Die Lücke gesehen. An einschlägigen Stellen darüber geredet, eine Person gefunden die exakt das bereits seit Jahren tat, wenn auch ohne das exakte Hintergrundwissen. Man muss kein Molekularbiologe sein um die Vorteile von ein bisschen Ausdauersport zu spüren. Ich hab die Person gefragt ob sie willens wäre, ihren nächsten Konsum zu dokumentieren, sie willigte ein, und jetzt hab’ ich’s schwarz auf weiß.

Und weil Leute nach Erklärungen suchen für das für die oft widersprüchliche Wirkweise ihres Medikamentes und Psychiater ja häufig nicht einmal die renale Ausscheidung beachten geschweige denn sich die Mühe machen zwischen tonischem und phasischem Dopamin zu unterscheiden oder ihre Patienten darüber aufzuklären, hab ich diesen Beitrag hier verfasst an einem Ort, wo Leute häufiger mal Antworten suchen.

Mir ist bewusst, dass meine Beiträge kaum verständlich sind, aber leider ist es mir nicht möglich, mich ohne Weiteres simpler auszudrücken. Deswegen tu ich mein Bestes, meine Datenlage, Arbeitsweise und Empirie zu dokumentieren und hoffe, dass die Auseinandersetzung der Betroffenen unter sich das Datenpaket in die notwendigen individuellen Sprachen übersetzt.

Und selbst wenn nicht. Wenns auch bloß einem hilft, war es die Mühe wert.

Ultimativ ist das der Punkt. „Elvanse macht X, deswegen fühlst du dich Y.“

Und ich glaube, hier liegt der Knackpunkt. Dabei kann der Confirmation Bios z.B. eine große Rolle spielen und auch die Freude an Mustererkennung. Ein gefundener Zusammenhang enthält z.B. eine notwendige Bedingung, aber nicht die hinreichende: „Alle Frösche quaken, aber nicht alles, was quakt, ist ein Frosch.“

Ich glaube außerdem, wir Menschen tendieren dazu, unsere Welt verstehbar machen zu wollen, weil uns das Sicherheit gibt. Was wir als Wahrheit definieren, ist die für uns nützlichste und nicht unbedingt plausibelste Variante. Dadurch glauben wir manche Dinge manchmal etwas zu schnell und andere lieber gar nicht.

Ich will nicht sagen, dass dir aus dem einen oder anderen Grund ein Fehlschluss unterlaufen ist (es gäbe sicher auch noch viele andere Ursachen für Denkfehler), dafür versteh ich deine Hypothese zu wenig.

Ich halte es aus diesem Grund, dass Denkfehler nun mal passieren können, aber für sinnvoll, die eigenen Rückschlüsse nicht sofort für die unanfechtbare Wahrheit zu halten, selbst wenn ich mir noch so sicher darüber bin. Ich finde es wichtig, sich andere Perspektiven anzuhören und solange es keinen wissenschaftlichen Konsens gibt, lieber von „Glauben“ als von „Wahrheit“ zu sprechen.

Exakt. :slight_smile:

Jedes Modell muss die Daten der Primärliteratur fassen können, sonst ist es bestenfalls unvollständig oder, schlimmstenfalls, falsch. Jedes Modell muss Prognosen mit, optimalerweise perfekter, Vorhersagekraft stellen können. Jedes Modell muss unabhängig von systemischer und informationstheoretischer Kohärenz, über praktische Anwendung im Alltag verankert werden können.

Oder, simpler: es ist ein astronomischer Unterschied, ob jemand bloß Recht haben will, oder ob jemand richtig liegen will.

Was auf mich zutrifft, obliegt aber nicht mir zu sagen. Das Urteil müssen andere fällen. Ich kann bloß meine Arbeitsweise offenlegen.

Ich glaube, du verhedderst dich gerade… Oder ich konnte nicht klar machen, auf was ich hinaus wollte. Es ist m.M.n. wichtig,

  • eigene Rückschlüsse als Annahmen zu benennen,
  • Bei einer eigenen Theorie nicht von Aufklärung zu sprechen.

Ich glaube sogar, es wäre wichtiger, damit du ernster genommen wirst, als um andere zu schützen.

Exakt. Ein Rückschluss, der sich nicht primärliterarisch oder eben empirisch belegen lässt, ist bloß eine Annahme. Deswegen hab ich mir all die endlose Mühe gemacht, alles im Klein-Klein nachverfolgen zu können. Ich verfasse hier keine Annahmen, ich kann jede Aussage belegen.

Ich vermute, was du hier berührst, ist die soziale Ebene. Aber die ist für mich irrelevant. Ich bin nicht hier um Huldigung zu erfahren oder Lorbeeren zu kassieren. Das wirft mich natürlich in eine Zwickmühle. Will ich „ernst genommen“ werden, damit den Leuten die übergebenen Informationen „vertrauenswürdig“ erscheinen, oder will ich die Integrität der Herkunft der Daten priorisieren, damit die Informationen ohne mich überleben können?

Letztes.

Tausendmal Letzteres.

Ich hab den ganzen Scheiß nicht gemacht, um toll zu sein. *g* Ich hab’s gemacht, weils notwendig war. Und jetzt werf’ ich’s einfach „da raus“, ins Internet, beispielsweise, weil ich will, dass andere von meiner Arbeit auch profitieren können. Mir ist bewusst, wie ineffizient mein Datentransfer ist durch den Verzicht auf soziale Vektoren, aber letzten Endes bin ich endlich.

Letzten Endes ist es eine Frage der Ressourcenpriorisierung. Ich kann meine Energie in die soziale Ebene oder die faktische Ebene kanalisieren. Um beides auf einmal zu machen muss ich extreme Mengen an Ressourcen verbrennen, und mit denen muss ich haushalten.

Wenn du meine Informationen in eine sozialverdaulichere Form bringen magst, bitte, nur zu. Ich hab nicht nur nichts dagegen, ich wäre entzückt.

Ok, da liegt der Unterschied in unserem Selbstverständnis: Ich würde selbst einen perfekt belegten Beweis als Annahme bezeichnet, solange er nicht durch andere geprüft wurde. Nicht nur aus sozialen Gründen sondern auch aus Erfahrung meiner eigenen Fehlbarkeit.

Und ich meine, ein paar „Alle Frösche quaken, aber nicht alles was quakt, ist ein Frosch“-Denkfehler in deiner Theorie zu erkennen.

Belege allein reichen meiner Meinung nach nicht, weil sie keine Aussage darüber treffen, ob sie notwendig oder hinreichend oder vielleicht auch nur Indizien sind. Man könnte sogar sagen, etwas zu belegen, ist ein notwendiges, aber kein hinreichendes Kriterium :grinning_face_with_smiling_eyes:

Aber wir drehen uns im Kreis. Ich merke schon, dass wir hier nicht zusammen kommen.

Trotzdem tut es mir leid um all die Arbeit, die du darein gesteckt hast und deine vielen Ideen und Hypothesen, die nach meinem Empfinden Aufmerksamkeit verdienen :slightly_smiling_face:

Ich habe auch das Gefühl, dass wir irgendwie aneinander vorbeireden. Eine Prüfung durch Kollegen ist, was du meist. Ein Peer Review.

Aber ich bin mir nicht sicher, was an meinen zusammengetragenen Informationen du einem Peer Review / einer Kollegenprüfung unterziehen willst?

Ich finde das nicht richtig, mit diesem Selbstversuch ( Dosis höhe, Missbrauch) auch wenn es vielleicht der anderen Person geholfen hat. Da ich das ganze aber nicht einschätzen konnte, habe ich mich an die Moderation gewandt, mir wurde mitgeteilt, dass ich erstmal hier nicht mehr Mitlesen sollte. Ich werde das ganze aber weiter Beobachten.

Auf eine Meldung bei der Online Wache werde ich bis auf weiteres verzichten.

Ich fänd es spannend ja, aus persönlichem Interesse. Aber ich „will“ deine Theorie keiner Prüfung unterziehen.

Ich glaube, es kann manchmal sehr hilfreich sein, eine klare Sicht auf die Welt zu haben, weil es Stabilität und Sicherheit gibt. Wahrscheinlich wirst du mit der Zeit ganz automatisch immer mal wieder neue Ideen einfließen lassen und die Theorie weiterentwickeln.

Das Forum (Mitgliederbereich) könnte ein ganz guter Ort sein, falls du an Diskussionen zu deinen Hypothesen interessiert bist.

Oh, absolut. Das ist der Grund, wieso ich mir die Mühe mache die Muster, die ich sehe, in mühseliger Kleinstarbeit über bereits geprüfte, anerkannte und im akademischen Konsens etablierte Fakten der Primärliteratur zu belegen. Das korrigiert bisweilen Fehlannahmen, ergänzt durch mir bis dato unbekannte Kausalitäten, und ganz allgemein rundet meine Modelle schön aus.

Solltest du irgendeine Lücke entdecken, rein zufällig, ohne dir jetzt explizit irgendeine Püfung zugemutet zu haben, werd’ ich mich immer freuen, darüber informiert zu werden. :slight_smile:

Danke fürs lesen. :slight_smile: