Mechanismen und Wirkweise von Lisdexamfetamindimesilat / Lisdexamfetamin / Dextroamphetamin / Elvanse und dessen Nebenwirkungen

Grüße an alle,

mir liegen empirische Daten vor welche, wenn mit gängig verbreitetem neuromolekularem Fachwissen korrelliert, die tatsächliche Wirkweise, die Myriade teils massiv widersprüchlicher Nebeneffekte und den Grund erklärt, wieso dieselbe Substanz bei manchen Menschen Wirkung zeigt und bei anderen Menschen nicht.

Basis, Dextroamphetamin: unter anderem die Studien hier genannten Studien in welchen aktiv Methabhängige, ehemals Methabhängige, Kontrollgruppen und Teilnehmergruppen ohne Drogenvorgeschichte Dextroamphetamin- und Lisdexamfetamindimesilatdosen von bis zu, lisdexäquivalent, 250mg gegeben wurden und häufig innerhalb Sicherheitsparameter (kardiovaskuläre Werte <160/100, etc) abschlossen.
Die gängigen Prognosen und Leitlinien beharren auf das Eintreten von akuter Tachykardie, kardiovaskulärem Notfall, Psychose, Wahn.
Basis, Psychedelika, spezifisch LSD-25: zahllose Studien der außerordentlichen Wirksamkeit von insbesondere als 5-HT2A-Agonisten wirkende Psychedelika.
Basis, Neurologie: gängige Primärliteratur zur Neuroanatomie.

Referenzstudien für Lisdexamfetamindimesilat, Dextroamphetamin:
Lisdexamfetamine Dimesylate: Linear Dose-
Proportionality, Low Intersubject and
Intrasubject Variability, and Safety in an
Open-Label Single-Dose Pharmacokinetic
Study in Healthy Adult Volunteers
James Ermer, MS, Robert Homolka, BS, MBA, Patrick Martin, MD, Mary Buckwalter, MS,
Jaideep Purkayastha, MS, and Benno Roesch, MD

Abuse liability and safety of oral
lisdexamfetamine dimesylate in
individuals with a history of
stimulant abuse
DR Jasinski Department of Medicine, Johns Hopkins University, Baltimore, MD, USA.
S Krishnan Formerly of New River Pharmaceuticals, Inc., Belvedere, CA, USA.

Safety and tolerability of oral
lisdexamfetamine in adults with
methamphetamine dependence: a
phase-2 dose-escalation study
Nadine Ezard , 1,2,3,4 Brendan Clifford,1,5 Adrian Dunlop,4,6,7 Raimondo Bruno,8
Andrew Carr,9 Zhixin Liu , 9,10 Krista J Siefried , 1,2,3 Nicholas Lintzeris4,11,12

Arbeitsweise: in einschlägigen Foren, Clear- wie Darkweb, konnte ich eine partizipierende Person für meine Forschung gewinnen. Männlich, mittleres Alter, kaukasischer Herkunft, leichtes Übergewicht, unbehandelte Hypertonie ersten Grades, diagnostiziertes und unbehandeltes Borderline, selbstmedikamentierend mit exorbidanten Dosen LSD-25 und, spezifisch, Lisdexamfetamindimesilat. Diese Person hat sich bereit erklärt, ihre übliche Eigenmedikation per Videoaufnahme und Notiz für mich zu dokumentieren.

Daten, Einnahme: 250mg Lisdexamfetamindimesilat, 350mg Lisdexamfetamindimesilat, 500mg Lisdexamfetamindimesilat ; 500µg LSD-25, 1000µg LSD-25, 2000µg LSD-25 ; mit Pausen von zwei bis vier Wochen ; kardiovaskuläre Werte per Blutdruckmessgerät in regelmäßigen Abständen überprüft.

Daten, kardiovaskuläre Werte:

  • Morgenwert nach dem Aufstehen, nüchtern, sitzend: 144/107-99 ; 139/95-104 ; 140/93-89
  • Werte nach dem Aufstehen, zwei Tage nach 500µg LSD-25: 120/80-79 ; 123/65-53, 129/82-68
  • Werte während des Plateaus von 250mg Lisdexamfetamindimesilat, 2 Tage nach Einnahme 1000µg LSD-25, sitzend: 140/93-79 ; 145/101-106 ; 138/89-69
  • Werte während des Plateaus von 500mg Lisdexamfetamindimesilat, 25 Tage nach Einnahme von 2000µg LSD-25, sitzend: 160/105-101 ; 157/103-99 ; 153/93-88

Neuroanatomie:
5-HT2A-Rezeptoren finden sich primär im Default Mode Network, das neurale Netzwerk des somatisch-ich-referenziellen Erlebens. Soll heißen, das Netzwerk das aus Schmerz Leid und aus Glück Ekstase. Die durch Überstimulation eingezogenen Rezeptoren fungieren zum Zellschutz und sind der Mechanismus des gemeinhin als Ego-Tod erlebten Effekts, sowie das „Nachglühen“ über die folgenden Tage. Üblicherweise werden eingezogene Rezeptoren innerhalb von Stunden wieder ausgestülpt, aber da manche Psychedelika sich vom Rezeptor nicht wieder löst wird dieser zellintern zum Abbau und Wiederverwertung markiert. Bau neuer Rezeptoren dauert um die 48 Stunden, das Erreichen der ursprünglichen Rezeptordichte für gewöhnlich um die zehn Tage.
Da die meisten Menschen sich über ihr somatisches Erleben erfahren („ich bin superglücklich“, „ich bin fuchsteufelswild“, „es tut so weh ich kann nicht mehr“) erleben Konsumenten den Verlust dieser Komponente je nach Persönlichkeit als zutiefst verstörend oder als höchste Form des Seins.
Während der psychedelikainduzierten Phase der Hyperplastizität werden massiv neue dendritische Verbindungen geschaffen, Axone mylinisiert, und alte „festgefahrene“ Strukturen neu eingebettet oder gar geschwächt. Für die Konsumenten führen diese Vorgänge zu persönlichem Wachstum, emotionalem Ausgleich, höherem Wohlbefinden.

Korrelation: glatte Muskelzellen, wie sie in Blutgefäßen und dem Herz zu finden sind, verfügen über viele Adrenozeptoren und reagieren auf sich dort bindendes Noradrenalin mit Kontraktion. Stress führt, unter anderem, zu Noradrenalin und damit zu höherem Blutdruck. Chronischer Stress führt zu chronischem Bluthochdruck. Deswegen ist Guafancin bei stressbedingtem Bluthochdruck sehr wirksam. ADHS, Autismus, K-PTBS haben alle ähnliche neuronale Strukturen und neigen zu oder haben eine hyperaktive (unter unterregulierten, je nach Perspektive) HPA-Stressachse (chronisch erhöhtes Cortisol, Noradrenalin, etc). Die Hydrolysesättigung über welche Lisdexamfetamindimesilat zu Dextroamphetamin metabolisiert wird, steigt liniar-proportional bis ungefähr ~100 - 150 mg, fällt ab ~200 - 250 mg, und erreicht ihre maximale Auslastung bei ~300 - 350 mg. Höhere Dosen Lisdexamfetamindimesilat wirken nicht stärker, nur länger. Renale Ausscheidung spielt eine weitere Rolle bei Anflutung und Abfall der Wirkung.

Direkte Wirkung: Lisdexamfetamindimesilat ist nicht der eigentliche Grund für teils exzessiver Sprünge in Puls und Blutdruck. Noradrenalin ist der Grund. Alles jenseits einer Systole von 140 - 160 ist nicht Lisdexamfetamindimesilat, sondern hat psychsomatische Ursachen. Vorbereitung, Psychoedukation, Koregulierung und somatische Sicherheit limitieren kardiovaskuläre Reaktionen auf die rein mechanische Anflutung von Noradrenalin. Hydrolyse verhindert eine Anflutung von Noradrenalin über das Maß von chronischem Stress hinaus.
Das Default Mode Network ist die Hauptquelle von Stress. Ohne Leid keine kardiovaskuläre Stressreaktion.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN: Das erklärt, wieso Erwin Extremsportler beim Sprung aus dem Hubschrauber keinen Herzinfarkt erleidet, Huberta Häkeltante aber schon. Erwins somatische Reaktion auf die abrupte Ausschüttung astronomischer Mengen Noradrenalin ist ein Gefühl von Befähigung, Klarheit und Schärfe. Hubertas somatische Reaktion auf dieselbe abrupte Ausschüttung astronomischer Mengen Noradrenalin ist ein Gefühl totalen Kontrollverlusts, dem eine Panikattacke, hysterische Spirale und schließlich Herzkaspar folgen. Dasselbe Phänomen lässt sich bei Ersthelfern und Ureinwohnern feststellen, aber auch bei Leuten mit K-PTBS: „Cool bleiben unter Stress.“ Wo Hans Mustermann festfrieren oder schreiend gegen die nächste Wand rennen wurde, marschiert Fred Feuerwehrmann stoisch wenngleich auch nicht ungerührt durchs Inferno.

GEFAHR: NEHMT NICHT MEHR ALS VON EUREM ARZT VERSCHRIEBEN. MEDIKAMENTE SIND KEIN SPIELZEUG. MEIN BEITRAG DIENT A U S S C H L I E S S L I C H ZUR AUFKLÄRUNG UND ALS HILFESTELLUNG.

Indirekte Wirkung: Dopamin reguliert das Task Positive Network („ich will/mach jetzt“) über D1-Rezeptoren HOCH und das Default Mode Network („wieso immer ich“) über D2-Rezeptoren HERAB. Deswegen verlieren Leute in dopaminerger Rückkopplungsschleife hochkonzentrierter mentaler Arbeit ihre Mimik und „sehen konzentriert aus“, die somatisch-emotionale Strukturen haben, salopp gesagt, Pause. Wird Lisdexamfetamindimesilat hoch genug dosiert, ist die Wirkung ÄHNLICH von Psychedelika. Das DMN wird extrem herabreguliert, was von Menschen als Verlust des „Selbst“ empfunden wird, wenn sie sich über ihre Somatik personifiziert wahrnehmen („ich bin glücklich/leidend, also bin ich“).
Leute mit negativem Selbstbild, Traumageschichte oder chronischem Stress KÖNNEN diesen Verlust der somatischen Wahrnehmung als EXTREM erleichternd empfinden und unerwartet zu alter Stärke zurückfinden. Das Suchtverhalten entstammt nicht einem Rausch, der „Rausch“ ist in Wirklichkeit bloß die Abwesenheit massiven somatischen Leids, an das man sich bereits so extrem gewöhnt hat, dass man es gar nicht mehr registriert.
Lisdexamfetamindimesilat ist dabei wichtig, weil Dextroamphetamin in massiven Dosen, NICHT der Hydrolysesättigung unterliegt! (Von anderen Formen von Amphetamin will ich erst gar nicht reden, meine Arbeit handelt ausschließlich von neuromolekularen Mechanismen, therapeutischem Nutzen und zur Aufklärung der Herkunft von Nebenwirkungen).

Dopaminerges System: Dopamin ist nicht einfach bloß irgendwas, die neurologischen Mechanismen verfügen sowohl über tonisches Dopamin, welches uns Lärm und Licht filtern und unseren positiven wie negativen Affekt regulieren lässt und den Mindestschwellwert bestimmt, den die mit einem Reiz verbundene Dopaminausschüttung überschreiten muss, um auf unserem Radar zu landen. Das bestimmt unsere Baseline-Realität („Oh, entschuldige, ich bin heute so gut drauf, ich hab das gar nicht bemerkt“ vs „ich bin heut so mies drauf mir geht alles auf den Sack“).
Phasisches Dopamin wird ausgeschüttzt bei individuellen Reizen. Je hochprioritärer die neuralen Gewichtungen einen Reiz behandeln, desto stärker die dopaminerge Reaktion. Salienz ist Rezeptorsättigungsbasierend, soll heißen: wenn 80% eurer Rezeptoren bereits gesättigt sind, geht es euch blendend (nicht zwingend euphorisch, dazu gleich mehr) und was auch immer die restlichen 20% der Rezeptoren via phasischer Ausschüttung sättigen mag, registriert ihr zwar aber es ist nicht das Ende der Welt.

Fazit: Langzeitwirkung von Lisdexamfetamindimesilat: eine ständige Hintergrundausschüttung via Lisdexamfetamindimesilat ist eine künstliche Erhöhung des tonischen Pegels. Initial wird das als erleichternd oder vielleicht gar berauschend wahrgenommen, aber der VERLUST dieser Wirkung beruht NICHT auf permanenter Rezeptorzerstörung. Der VERLUST dieser Wirkung beruht a) auf GEWÖHNUNG an WENIGER LEID und b) HERABREGULIERUNG beruht auf einem AUSREICHENDEN PEGEL TONISCHEN DOPAMINS. Der wichtige Unterschied ist, dass DIESE Herabregulierung therapeutisch ist und einem Normalzustand näherkommt. Die sinkende Reaktivität aber, bei Leuten die ihr Leben damit verbracht haben Panik und Stress als einige Motivatoren zu kennen oder zu nutzen, kann zu Verwirrung und dem Gefühl von Antriebslosigkeit führen.

Persönliche Anmerkung: es ist wichtig, Befähigung zur Verbesserung der Situation zu verwenden, nicht zum weniger-betroffen-sein der Situation. Setzt man sein Medikament ab und hat vorher sein Leben den eigenen Ansprüchen besser angepasst, findet der „Sturz“ zurück zum vorherigen Zustand aus deutlich niedrigerer Höhe aus.

Ich hoffe, meine Arbeit hilft dabei, das eigene Leben und die Wirkung von Lisdexamfetamindimesilat besser zu verstehen.

Besonderen Dank an die partizipierende Person, die mir einen faszinierenden Einblick in ihr Leben gewährte und sich selbstlos Umstände bereitete. Ich hoffe, meine Forschung wird Personen in ähnlichen Lebensumständen genauso oder sogar noch mehr helfen wie sie meiner partizipierenden Person half. Wenn man die Mechanismen des Leids versteht, und erfolgreich Einfluss auf sein Schicksal nimmt, ist die Wirkung, die eigene Neurologie erfolgreich ausgeführter Handlungsfähigkeit auszusetzen, das stärkste und gesündeste Hilfsmittel aller.
(Referenz: Rat Park Experiment)

Um mal Richard Feynman zu paraphrasieren: Das nennst du Forschung? Du hast eine Person „untersucht“. Du schreibst vom Darknet, Erwin Extemsportler und Huberta Häkeltante. Klingt so als wolltest du viel Aufmerksamkeit generieren und seist wenig an Wissenschaft interessiert. Irgendwie liest es sich auch sehr wirr. Aber gut, das ist nicht meine Baustelle.

Ich kann das, was du hier geschrieben hast, jedenfalls beim besten Willen nicht ernst nehmen.

Für mich gilt daher: DFTT.

4 „Gefällt mir“

Ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber nach einem Troll klingt mir @ion absolut nicht… eher nach einem Ppaul 2.0… hach, er fehlt mir irgendwie :face_holding_back_tears:

Du hast Fred Feuerwehrmann vergessen. Ich versteh von dem ganzen kram da jetzt auch nicht soviel, aber das mit Ego Tod kann ich sehr gut nachvollziehen und dem DMN. Klingt Einleuchtend.

Können Erwin Extremsportler, Huberta Häkeltante und Fred Feuerwehrmann eigentlich das gleiche Selbst sein, wäre möglich oder? Wenn dann also Huberta Häkeltante aus einem Flugzeug springt, macht Erwin Extremsportler den Fallschirm auf vor Freude. Kann natürlich auch passieren das Huberta Häkeltante aus Vorfreude direkt schon beim einsteigen ins Flugzeug zu Erwin Extremsportler wird. Fred Feuerwehrmann leistet dann Huberta Häkeltante derweil Erste Hilfe.

EXAKT!

Neurologisch sind wir alle gleich. Manche haben eine höhere Anreicherung rarer Neandertalgene, andere eine höhere Anreicherung rarer Heidelbergensisgene, aber unter’m Strich sind wir alle bloß verschiedene Phenotypen entlang desselben Spektrums: Homo Sapiens.

Soll heißen: eine jede Huberta Häkeltante kann ein Erwin Extremsportler oder Fred Feuerwehrmann werden, aber nicht von 0 auf 100 (dann platzt sie / kriegt einen Herzinfarkt), sondern in Schritten und kontinuierlich.

Gleichzeitig ist unser Ich, das wir lustigerweise als einzelne kohärente Form wahrnehmen, im Grunde bloß die Synchronisation von einem Dutzend verschiedener Netzwerke in Kooperation. Das heißt, bestimmte Anteile von uns, die bei einem Fred Feuerwehrmann stärker ausgeprägt sind / mehr benutzt wurden, können bestimmte Anteile von uns, die bei einer Huberta Häkeltante stärker ausgeprägt sind / mehr benutzt wurden, regulieren (sich „um sie kümmern“).

Konventionelle Therapie unterliegt dem Irrtum, dass bei jedem irgendwo ein inneres Kind ist das aktiv unterdrückt wird. Das ist spirituell romantisch, wissenschaftlich aber Unfug. Die Fähigkeit, Gefühle zu unterdrücken, ist lediglich ein Merkmal des Menschen, aber geschieht es chronisch, verändert sich PHYSISCH die STRUKTUR unseres GEHIRNS.

Direkt formuliert heißt das: „innere Kind Arbeit“ geht davon aus dass da noch was ist, und während zwar jeder eine somatische Realität besitzt (Default Mode Network und die daran beteiligten Areale), ist eine mangelnde Dominanz dieses Netzwerks (= „inneres Kind“) nicht pathologisch, sondern bloß … Ausdruck des bisherigen Lebens.

Man kann sein Hirn physisch und ganz real umstricken, innerhalb des Rahmens der eigenen Genetik, wie immer man beliebt. Form folgt Funktion, und neurologische Strukturen folgen Umwelt / Repetition.

Huberta mag vielleicht Extremsport bestenfalls zu tolerieren lernen, weil, Leute sind Leute und Leute sind unterschiedlich, und stattdessen Huberta Hubschrauberpilotin werden, wenn sie bloß oft genug ihren inneren Erwin Extremsportler kanalisiert. Aber trotzdem bricht eine neue Realität in ihre Welt, die sie sich noch nie hat vorstellen können.
…und um fünf dann trotzdem Tee und Häkelclub, weil, ein Mensch kann beides in sich vereinen. :slight_smile:

2 „Gefällt mir“

Aktiviere z.B. das längst vergessene kleine Netzwerk Fiete Hibbelfuß, Fütter es mit einem medikamentösen Plastizitätsnetzwerkbeschleuniger und stresse es leicht im Geschützten Rahmen ohne das es wieder vom Netzwerk Fred Feuerwehrmann abgeschalten wird wenn Gefahr droht. Irgendwann wird aus dem klein Fiete Hibbelfuß Netzwerk eine stattliche junge Frau, vielleicht mit vielseitigen Interessen und kann die Feuer Hand in Hand mit dem Fred Feuerwehrmann Netzwerk zusammen löschen. Kennenlernen müssen die sich natürlich auch vorher. :thinking:

Ist bei mir jetzt nicht so und ich finde das auch gut so. Werden aber meiner Wahrnehmung nach weniger Netzwerke bzw. gehen in einander auf. Hand in Hand

E-

-xakt.

*g*

Fred Feuerwehrmann ist allerdings weder schlecht noch böse. Er ist die Handlungsfähigkeit in Notwendigkeit und ist die höchste Stärke, aber wie alle Stärke, auch sofort die stärkste Gewichtung.

Weniger werden deine Netzwerke nicht, das Gehirn ist strukturiert und aufgebaut wie es strukturiert und aufgebaut wird. Was du formulierst lässt sich auf zwei Wege bewirken. Erhöhung der Kohärenz, oder Reduktion der Wahrnehmung. Keines ist besser als das andere und wofür man sich entscheidet wird uns zumeißt vorgegeben. Von Notwendigkeit, Umgebung, Bedarf, individuelle Gewichtung („wollen“, „wünschen“). Manche wollen Bequemlichkeit, Frieden, Ruhe. Andere wollen Entwicklung, Realisierung, Streben.

Beide Enden des Spektrums führen zu Problemen, insbesondere im alltäglichen Leben. Aber so lange man sich irgendwo im Rahmen der Gaußschen Normalverteilung aufhält, ist es eine Frage der persönlichen Präferenz und mit der ist nicht zu diskutieren. Die ist lediglich zu akzeptieren. :slight_smile:

Es können aber neue zusätzliche Netzwerke entstehen? Wenn z.B. Huberta Häkeltante tatsächlich aus einem Flugzeug springen muss, wird sie vermutlich versuchen ( unbewusst) ein Erwin Extremsportler Netzwerk zu erzeugen bevor es zum Herzinfarkt kommt. Was ich damit meine, ist nicht ein geplanter langfristiger Netzwerkplan sondern ein kurzfristige Extremsituation wo Huberta Häkeltante keine Wahl bleibt.

Und ohne Kohärenz zum neuen Erwin Extremsportler Netzwerk, fehlt Huberta Häkeltante vielleicht zukünftig im Alltag danach dieser Netzwerkteil der das Häkeln Perfektioniert hatte aber jetzt Erwin Extremsportler ist.

Wird langsam kompliziert glaube ich. :joy:

Wie hat denn deine Testperson das eigentlich mit dem Schlaf gemacht?

Das sollte schon klar sein, aber auch Fred Feuerwehrmann sollte lernen sich einigermaßen Sozialverträglich zu benehmen. Sonst wird Huberta Häkeltante vielleicht irgendwann Verbittert, wegen dem ständigen Anecken, gleiches gilt natürlich auch für ein möglicherweise neu entstandenen Erwin Extremsportler.

TL;DR unten. :wink:

Jein. Wenn ich von Netzwerken und Anteilen und Gewichtungen spreche, dann spreche ich nicht von Persönlichkeiten und Verhaltensweisen, sondern eine Ebene tiefer: das Hirnfleisch drückt sich in diesen Persönlichkeiten, Verhaltensweisen und Gefühlen aus - nicht umgekehrt. Sum, ergo cogito.

Was passiert ist, dass die Mechanismen und Strukturen des Gehirns exakt das tun was sie sollen: Schaden vom Gewebe abwenden / die einzelnen Zellen vom Zelltod schützen.

Wenn Huberta aus dem Flugzeug springen muss aber nicht kann, stirbt sie. Das sind der Schreckmoment. Dagegen kann man nichts tun. Ist sie aber vom langsam niederbrennen des Flugzeugs gezwungen, wird ihre Panik dermaßen ins unermessliche steigen dass das somatische Netzwerk, über welches ihre Neuronen sich entladen (bioelektrische Ladung, „Aktionspotential“, Kalium- und Magnesiumionen, etc, pp, bla, tralala), dass die Neuronen, die Gehirnzellen, wortwörtlich das Hirnfleisch, einen Zelltod durch Exotoxizität oder Überhitzung zu erleiden drohen. Es gibt zahlreiche redundante Systeme, die das verhindern. MASSIVE Ausschüttung von GABA, welche ein Stopp hinter die Angst setzt. MASSIVE Ausschüttung von Dopamin, welches das somatische Erleben herabregelt und die kalte kognitive Logik hochballert. Einziehen der Rezeptoren, womit gesamte Areale des Hirnfleischs PHYSISCH vom NETZ genommen werden und damit nicht mehr in die Bildung des „Momentanen Ichs“ miteinfließen. Auf Dauer, wenn man nicht auf dem gottverdammten Flugzeug kommt, werden die PHYSISCHEN VERBINDUNGEN zwischen den Regionen SCHWÄCHER. Konventionelle Psychiatrie schimpft das dann „Strukturelle Dissoziation“ und pathologisiert es, hat aber keine Ahnung dass nichts „kaputt“ ist sondern exakt so funktioniert wie es soll und muss, und dass man die UMGEBUNG ändern muss wenn man will, dass dem GRUND der strukturellen Veränderung die Grundlage entzogen wird, und dann AKTIV die WIEDERHERSTELLUNG fördern - und nicht durch „heranführen“ einmal die Woche 45 Minuten und danach mit den Folgen alleine lassen.
Das ist …

Ich hab da viele Worte dafür, aber ich überlass das mal eines jeden Phantasie.

(Zurück zum Thema.)
Das kurzfristige, mitelfristige, langfristige oder gar semipermanente (nichts im Hirn ist je für immer, dafür ist es viel, viel zu plastisch) herunterregeln oder vom Netz nehmen einer neuralen Struktur nimmt die Person dann als Verstummen einer Stimme wahr, oder als Dissoziation, oder als Verlusr des Ichs.
Aber in Wirklichkeit ist alles, was einen ausmacht, noch da. Bloß halt -fristig um das eine oder andere erleichtert oder ergänzt.

Ein Fred Feuerwehrmann war so oft in der Hölle, dass das Gehirn weiß, was abgeht, und deswegen lässt es ihn nicht nur kalt, er kann inzwischen auch auf deine Kompetenzen vertrauen. Die limbische Reaktionen auf Feuer und Rauch und Lebensgefahr bleiben (Puls, Weitung der Pupillen, Blutgefäßkontraktion), aber das Task Positive Network hat so eine starke dopaminerge Schleife entwickelt, dass es sich selbst erhält.

Es ist bloß extrem wichtig für Fred, nach dem Einsatz somatisch sicher zu sein: kuscheln, gestreichelt werden, gemütlich mit einem Kamillentee in eine Decke gewickelt das Lieblingsbuch lesen. Sonst wird er irgendwann volle Dröhnung Task Positive und seine Somatik liegt verhungert in der Ecke.

Wir sind WORTWÖRTLICH was wir tun und wofür wir uns entscheiden, brauchen aber die notwendigen Ressourcen um etwas tun und entscheiden zu können. Das wird dann als Teufelskreis oder holistisch bezeichnet, je nachdem ob die Spirale zum Teufel führt oder zur Selbstrealisierung.

TL;DR

An den fundamentalen Prinzipien des Hirnfleischs lässt sich nichts ändern, aber die minderen Netzwerke INNERHALB der übergeordneten Netzwerke lassen sich neu verdrahten und entwickeln, wie man will, ja. Auf DER Ebene, der neurologischen Mikroebene, entstehen und zerfallen und werden erhalten und werden degradiert ununterbrochen Netzwerke. Als Person bekommt man das als „Gewohnheit entwickeln“ zu spüren oder als „das sollte ich mir echt wieder abgewöhnen“. Das ändert unser Verhalten, und weil wir sind was wir tun und wofür wir uns entscheiden, WERDEN wir das dann auch. Auf neuromolekularer Ebene. Nachweislich. Zum anfassen wahr, real und echt.

Ego Tod?

Gemini
Ein Ego-Tod (oder Ich-Auflösung) ist der vorübergehende oder dauerhafte Verlust des Identitätsgefühls. Das gewohnte „Ich“ – die Summe aus Erinnerungen, Gedanken, Ängsten und dem Konzept, eine vom Rest der Welt getrennte Person zu sein – löst sich auf. Zurück bleibt reines Bewusstsein und ein tiefes Gefühl der Einheit. [1, 2, 3, 4, 5, 6]

Exakt.

Auch genannt: Psychopathie; die Abwesenheit, „Leid“ erkennen zu können oder „angemessen“ [Anführungszeichen vom Autor] darauf zu reagieren.

Viele Psychedelika bewirken das wie im Eingangsbeitrag von mir beschrieben. Ständiger Stress bewirkt das durch wieder eine andere Methode. Eine extrem starke dopaminerge Rückkopplungsschleife bewirkt das erneut auf eine andere Weise. Aber der Effekt ist ähnlich bis derselbe, weswegen man psychopathische Anteile in allerlei Demographien wiederfindet.

So wie ich das auf die schnelle verstehe ist Ego Dissolution ( klingt irgendwie netter als tod) etwas anderes als Psychopathie. Letzteres ist ein relativ stabiles stark Selbstbezogenes Persönlichkeitsmuster.

Bei Ego Dissolution löst sich vorübergehend das Ich Gefühl auf, man sieht sich in all seinen Persönlichkeitsanteilen als Metakognitiver Beobachter

Edit: Ego Dissolution, ermöglicht einem ein besseres Handlen und Verstehen. Warum Reagiere ich so, was kann ich ändern usw. klingt meiner Meinung nach für Therapie recht Sinnvoll.

Terminologie entspringt Absicht. Terminologie aus der Abteilung Pathologie muss Merkmale des pathologischen beinhalten, um die Voraussetzung für Gültigkeit zu beinhalten.
…aber das macht blind. Wenn ein Merkmal der Psychopathie ist, dass man sein Umfeld schädigt, beschränkt man seine Wahrnehmung auf das, worauf man gerade seine Aufmerksamkeit richtet.

Beispiel:

  • ein symptomaler X haut jemandem aufs Maul damit der sich nicht traut ihn beim Chef zu verpetzen.
  • ein symptomaler X zwingt jemanden so lange in den Spiegel zu starren bis dieser seine eigenen Vermeidung nicht mehr unkonfrontiert lassen kann.
  • ein symptomaler X zwingt sich selber so lange in den Spiegel zu starren bis er seine eigene Vermeidung nicht mehr unkonfrontiert lassen kann.
  • ein symptomaler X beißt sich selber in den Arm / schlägt die eigene Stirn gegen die Wand um Druck abzulassen.

Zwei von den vieren erkennt die Psychiatrie als das eine, zwei von den vieren erkennt die Psychiatrie als das andere. Alle sind SYMPTOMATISCH psychopathisch in unterschiedlicher Ausprägung (schwache Akzentuierung, starke Akzentuierung, Persönlichkeitsstörung, etc), aber SYMPTOMAL werden sie weiß Gott als alles mögliche Bezeichnet.

Aufgrund meiner Natur nehme ich alles nahezu strikt strulturell und systemisch wahr, soll heißen: meine neuromolekulare Basis macht es mir extrem schwer etwas nicht auf informationstheoretischer Basis zu sehen. Und Information ist substratunabhängig.

Ich erkläre das alles, um den notwendigen Rahmen zu schaffen für diese hier wichtige Basis:

ALLE Psychopathie beobachtet ALLES als METAKOGNITIVER BEOBACHTER. Die Frage ist bloß, in welchem RAHMEN man das verpackt, oder, einfacher gesagt, WAS. MAN. DAMIT. TUT.

Womit wir wieder bei Fred Feuerwehrmann, Erwin Extremsportler und Huberta Häkeltante wären.

Huberta kriegt vielleicht den Schock ihres Lebens und totale Panik, wenn sie ängstlich veranlagt und somatisch-personifiziert ist. Sie kann das aber auch total toll finden und die beste Zeit ihres Lebens haben, wenn sie SO veranlagt ist.
Erwin lacht sich 'nen Ast, der schlüpft in diese Zustände rein und raus wie andere Leute in ihre Socken.
Und für Fred ist es Dienstag. Vielleicht mag er es, vielleicht mag er es nicht, vielleicht mag er es ein bisschen zu sehr …

WEGE dorthin gibt es mehrere (permanenter Stress, übergewichtige dopaminerge Rückkopplungsschleife, Geburtsfehler, etc), AUSDRÜCKEN tut es sich mannigfaltig, EINSETZEN kann man es wie immer man will, aber STRUKTURELL ist es immer dasselbe, auch wenn die WAHRNEHMUNG dem gesetzten RAHMEN folgt: spirituelle Erleichtung/Erleuchtung, Workaholic, sadistisches Arschloch, Feuerwehrmann.

EGO-AUFLÖSUNG: mechanisch einfach bloß eine Deaktivierung oder Reduktion der Aktivität im Default Mode Network / das Netzwerk des somatischen Erlebens. Es ist nicht das Ich, es ist Teil. Aber alle Teile sind optional.

Jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof. :thinking:

Kürzer: STRUKTURELL ist es Psychopathie, weil es deine Fähigkeit, SOMATISCH zu ERLEBEN, abschaltet. Weil die Leute aber sich mit ihrer Somatik IDENTIFIZIEREN und sich gar nicht anders kennen, bezeichnen sie das als „Ich“.

In Wirklichkeit ist das, war wir als „Ich“ kennen, bloß Dies + Das + Jenes + Solches + X + Y. Zieht man beliebig irgendeines davon ab, ist man noch immer Ich.

…stell dir vor du lebst dein Leben in einer Sauna. Du bist dort geboren. Du bist nie woanders gewesen. Zu atmen ist PHYSISCH SPÜRBAR weil die Luft so dick ist und voll Wasserdampf und so warm bis heiß. Aber für DICH … ist das bloß, wie du dich anfühlst.
Wenn ich dich da jetzt rausnehme und in einen lichten Frühlingsmorgen stelle mit frischer angenehmer klarer Luft und einem blauen weiten Himmel über dir und einer freundlichen hellen Sonne - was denkst du, wirst du mir berichten, wenn du zurück in der Sauna bist?

War die Sauna toll? Hast du also Panik geschoben?

War die Sauna immer scheiße? Hast du dich als unglaublich erleichtert gefühlt?

Die Wände der Sauna waren weg. Der Dampf war weg. Du konntest unglaublich viel weiter und mehr sehen. Hat dir das Angst gemacht? Hast du die Geheimnisse des Universums zu sehen gemeint?

Unser Somatik ist uns was uns verankert, beschränkt, und handlungsfähig macht.

Was Leute als „Ego-Auflösung“ verstehen, ist in Wirklichkeit bloß sie, aber ohne die Somatik.

Somatik ist, was aus Schmerz Leid macht, und aus Glück Begeisterung.

Wir empfinden es als „menschlich“, aber in Wirklichkeit sind wir Somatik + fünf* weitere Sachen.

* Zahl nicht representativ. :wink:

Wie geht es eigentlich der von dir Untersuchten Person?
Ich muss jetzt nicht alles Verstehen was du schreibst, es beunruhigt mich jedenfalls gerade die Tatsache das du den Begriff „Psychopathie“ so verwässerst meiner Wahrnehmung nach.

Hasi, wenn du in Großbuchstaben schreibst, wirkt das nicht überzeugender. Großbuchstaben gelten im Netz als Schreien. Just saying. Ansonsten kannst du hier vielleicht Menschen „überzeugen“, die dich für sehr clever halten, aber niemals Menschen, die selbst (kritisch) denken können. Egal wie sehr du hier auch mit vermeintlichen und/oder angelesenen Fachbegriffen um dich wirfst. Wenn du nicht manipulativ, sondern seriös rüberkommen möchtest, dann schreibe doch bitte allgemeinverständlich, denn du weißt doch sicher, dass es eine hohe Kunst ist, selbst verstandene Konzepte auf ein allgemeinverständliches Niveau herunterzubrechen, so dass es auch Hubertus Häkelonkel, Erika Extremsportlerin und Frederike Feuerstein es verstehen können - falls das überhaupt dein Anliegen ist. Ansonsten wäre ein Tagebuch hier mitunter besser geeignet.

Ich habe das ganze erst gar nicht so wirklich ernst genommen ( eine Art Troll), jetzt tue ich es. Habe die Moderation um Stellungnahme gebeten. Sollte dies nicht schnellstmöglich geschehen leite ich den Thread an die Online Wache weiter.

Darkweb Bezug, mögliche Gesundheitsgefährdung, gefährliche Anleitung zum Arzneimittelmissbrauch und Nachahmungsgefahr.

Edit: Ich habe den Thread Dokumentiert.

1 „Gefällt mir“

Ok, man kann ja mal nachfragen: @ion, bist du ein Troll, der uns von seinen Ideologien überzeugen will?

Du musst zumindest zugeben, dass es trollig klingt, von „Aufklärung“ statt von „Diskussionsgrundlage“ zu sprechen, weil das wirkt als wolltest du eine Hypothese als Wahrheit verkaufen. Willt du das :face_with_monocle:?

Ich finde trotzdem einige deiner Ansätze interessant und glaube, mit gaaaaaanz viel:

  • Ich habe die Vermutung, dass…
  • Daraus habe ich geschlussfolgert, …
  • Daher nehme ich an, …
  • Was denkt ihr darüber?
  • Könnt ihr meine Gedankengänge nachvollziehen und sind sie aus eurer Sicht schlüssig?
  • In welchen Punkten würdet ihr widersprechen?

könnten aus deinen Beiträgen spannende Diskussionen entstehen.

Mir ist die gesamte Theorie zu komprimiert dargestellt bzw. fehlt mir Grundlagenwissen, sodass ich sie nicht nachvollziehen und erst Recht den Wahrheitsgehalt nicht einschätzen kann. Es gibt aber einige User hier, die fitter darin sind und ich muss zugeben, dass ich eine fachliche Einschätzung und Diskussion ziemlich spannend fänd.

P.S. Der Versuch mit der freiwilligen Testperson ist schon ein wenig spooky.

Der Person geht es besser, die Eigenmedikation wird gezielter und bewusster eingesetzt als vorher.