Ich glaube wenn der Zug bereits fährt, ist es echt schwer da wieder was zurück zu drehen. Mein Sohn ist auch 11, hat kein Handy, soziale Medien machen wir nur gemeinsam und ich versuche ihn da so doll wie möglich zu langweilen mit meinen ausgewählten Sachen. Den Rest schnappt er im Umfeld auf, das ist ja meist auch so banal, dass es reicht oberflächlich Bescheid zu wissen (Tiktok Trends und so). Er hat ein Tablet über das er frei verfügen darf solange es seiner Kreativität dient und er gerade eh nichts anderes zu tun hat, was selten vorkommt in der Woche. Die Regeln sind die selben wie bei meiner 6 jährigen Tochter: wenn sie fragen ob Sie was gucken dürfen wird explizit geklärt was sie gucken wollen und wie lange/wie viel davon. BeI meiner Tochter sind es 10 min. Serien, da lass ich sie entscheiden welche und wieviele und erlaube das dann. Wenn sie sich nicht dran hält, einfach weiter guckt oder was anderes an macht, gibt es Konsequenzen. Bei meinem Sohn ist es genauso. Alles vorher geregelt, dann erst wird das Gerät an gemacht. Er hat eine Playstation, die darf nur am Wochenende an gemacht werden, da gibts die Regel, nie vor dem Frühstück und individuell nach Freizeit Gestaltung immer mit Blick auf die Uhr. Wenn die Zeit um ist, muss er aus machen. Dadurch hat er gelernt selbst den Blick für die Zeit zu haben, damit er z.b. weiß ob es sich lohnt noch ein Spiel anzufangen. Das diskutiere ich nicht („bitte nur noch das Spiel zu Ende“ ) und er darf keine Spiele mit Gewalt (eher inhaltliches Thema daher egal).
Ich glaube in dem Alter braucht es noch viel Begleitung und/oder Austausch. Jeder macht es anders. Und meine Version soll nur ein Einblick sein. Es gibt online Seminare für Elterm zum Thema Medien. Hast du Interesse dran?
Sind die 8 Münzen für deine Sohn die Ration an den Wochenenden oder täglich? (Frage damit man das einordnen kann).
Ich rede auch haarklein über die Inhalte mit den Kindern, dadurch reduziert sich die Vielfalt eventuell. Wenn sich mein Sohn eine Stunde lang kurze Videos reinzieht, hätte er hinterher den Salat, dass er mit mir über alles sprechen müsste, (was er daran gut findet, was es mit seinen Gefühlen macht etc) - das ist so das Regel Ding hier.
Der Sohn von eine meiner Freundinnen darf alles, aber da gibt es die Regel, PC Spiele oder Konsole nur mit dem Vater - der spielt auch gern und dann darf der Sohn sogar spiele für ältere und ist da dann in Begleitung. Ist der Vater nicht da oder hat keine Zeit, bleibt alles aus.
Und ich habe gelernt, dass es fatale Folgen hat, wenn man Ausnahmen macht, denn die Kinder machen aus dem Wort „Ausnahme“ sofort den Begriff:„neue Regel“ 
Ich drücke die Daumen, dass du einen guten Weg für euch findest!