Hallo, ich habe vor einiger Zeit schonmal etwas ähnliches gepostet, aber ich bin immer noch am experimentieren mit Medikamenten und bin langsam etwas verzweifelt. Ich frag mich ob es sich lohnt eventuell nochmal hochzudosieren oder ob ich es einfach aufgeben sollte.
Kurz zur Situation:
Ich wurde zuerst mit Medikinet adult eindosiert, angefangen mit 10mg. Das hab ich aber schon nach zwei Tagen in Absprache mit meiner Ärztin hochdosiert, weil ich nicht nur motorisch ruhig, sondern als Nebenwirkung auch soo müde geworden bin, das ich im Seminar eingeschlafen bin. Bei jeden 10mg mehr wurde die Müdigkeit etwas besser. Ich hab mich dann (weil ich zugegeben vergessen hatte bis wohin ich aufdosieren darf) über die wochen auf 70mg hochdosiert, wo ich gelegentlich gute konzentration hatte, gelegentlich aber auch Kopfschmerzen und Brainfog. Meine Ärztin war über die Menge etwas erschrocken und meinte dann wir probieren Elvanse aus. Ich hatte erst 20mg, von den auch überhaupt nichts gespürt hatte, also weder Nebenwirkungen noch Wirkung, dann 30mg bei den ich auch Wochenlang nichts gespürt hab außer das ich an ein paar Tagen ein besonders angenehmen Mittagsschlaf hatte. Dann hatte ich 40 mg und hab in mehreren Wochen Einnahme ein paar Tage gehabt wo ich mich gut Konzentrieren konnte und mich leicht motivieren konnte anzufangen. An den meisten anderen Tagen hab ich entweder nichts gespürt oder war etwas entspannter und hatte ein Nachmittagstief wo ich sehr müde war. Jetzt hab ich 50mg, an vielen Tagen spüre ich immer noch nichts oder bin motorisch ruhig und entspannt mit Mittagstief, an so etwa 3 Tagen war ich Konzentriert und motiviert und an ein paar Tagen hatte ich irgendwie eine ganz Komische Wirkung. Ich bin dann irgenwie innerlich und äußerlich sehr ruhig und es ist auch tendenziell eher angenehm, aber ich neige dazu extreme Hyperfokus auf irgendwelche zufälligen Gedanken zu bekommen was mich dann wieder stresst. Z.b. muss ich eigentlich schnell zum Bahnhof um mein Zug zu kriegen, aber klebe die ganze Zeit auf dem Weg an mein Handy und recherchiere irgendwas was ich überhaupt nicht wissen muss und bin am Bahnhof in der Chaotischen Atmosphäre komplett überfordert weil ich die Gedanken und Fragen nicht aus dem Kopf bekomme um genug Aufmerksamkeit zu haben um niemanden umzurennen und den richtigen Zug zu bekommen. Ich bin dann etwa so orientiert und aufmerksam auf alles andere als den aktuellen Hyperfokus wie jemand den man aus dem Tiefschlaf gerissen hat, was im Alltag extrem stressig ist. Atomoxetin hatte ich auch mal, während der Wirkung hatte ich so ein extremes Dopamin Craving (also nach Koffein, Schokolade oder allgemein Zucker, TikTok, Zigaretten etc.) und als Rebound war ich unaushaltbar hyperaktiv das ich das nach etwa 8 Tagen abgebrochen hatte, weil weder ich noch mein Umfeld das weiter ausgehalten hätten.
Ich hab sonst mein Koffeinkonsum extrem reduziert und trinke an den meisten Tagen gar kein Koffein, wenn dann ausnahmsweise doch hat es entweder kein Einfluss auf die Wirkung oder ich kriege leichte Kopfschmerzen. Wenn ich Mittags Kaffe trinke hab ich weniger Müdigkeit beim Rebound. Frühstücken tu ich selten, bei Medikinet hab ich es aber jeden Tag gemacht und bei elvanse (40mg) hab ich auch mal eine Zeit lang probiert ob es ein Unterschied macht, ich denke die Wahrscheinlichkeit einen Tag mit (leichter) Wirkung zu haben ist dann geringfügig höher. Außerdem nehme ich täglich Bupropion 150mg seit etwa 1,5 Jahren als Antidepressiva ohne Nebenwirkungen aber mit sehr guter Wirkung.