Hallo an alle,
Ich bin 47 Jahre und seit ca 1.5 Jahren mit ADHS Diagnose. Davor hatte ich mehrere Jahre mit schwerer Depression zu kämpfen und mehrere Antidepressiva bekommen, die mir nie die gewünschte Wirkung gebracht hatten. Ich fühlte mich komplett gedämpft und mein Antrieb machte mir extreme Schwierigkeiten.
2 Jahre Termine beim Psychater wegen Medikamenten und langer Arbeitsunfähigeit.
Mit Beginn meiner Therapie bei meiner Psychotherapeutin wechselte ich dann auch die Praxis.
Es erfolgten weitere Tests, denn meine Schwierigkeiten im Alltag schienen nicht “nur” typisch für eine Depression zu sein. Bzw. Waren nicht erst seitdem vorhanden. Was mir vorher nicht bewusst war, da ich meine Strategien entwickelt hatte, um den Alltag “irgendwie “ zu meistern.
So bekam ich tatsächlich die Adhs Diagnose.
Zuerst startete ich mit Strattera. Nach ca 4 Monaten abgesetzt. Passte gar nicht. Ich hab das ziemlich schnell gemerkt, aber wusste, dass man auch immer etwas Geduld mitbringen muss (was nicht gerade eins meiner Talente ist) um die richtige Dosis bei den Medikamenten zu finden. Also erst nach 4 Monaten Entschluss gefasst, das zu beenden.
Ich wurde auf Medikinet retard umgestellt.
Startete mit 10mg. Morgens.
Weiter dann auf 20mg gesteigert. Wirkung hielt bis mittags. Deswegen 10mg nochmal am Mittag.
Habe ich schnell über positive Veränderungen freuen können. Ich war fokussiert. Konnte endlich Dinge zu Ende bringen. Stimmung besserte sich enorm.
Aber:
Gegen 14 Uhr merkte ich, dass die Wirkung nachließ und ich den Rest des Tages extrem kaputt war. Körperlich und mental.
Ich sollte mich dann selbst ausprobieren, zu welcher Zeit ich ggfs noch weitere Kapsel nehme , um über den Tag zu kommen, aber auch trotzdem abends schlafen kann. Die richtige Dosis habe ich dann irgendwann nach 2-3 Monaten für mich finden können.
40mg morgens + 20 mg mittags + manchmal 10mg nachmittags
Positiv: Antrieb ist vorhanden
Negativ: Stimmung, Appetitlosigkeit und Juckreiz am ganzen Körper.
Allergietabletten helfen so gut wie gar nicht.
Mittlerweile (nach 9 Monaten) frag ich mich, ob es nicht noch eine andere Alternative gibt und es sich lohnen kann, doch noch ein anderes Medikament auszuprobieren, da der Juckreiz weitaus mehr ist als nur eine unangenehme Nebenwirkung.
Hatte natürlich auch schon die Dosis reduziert , (ggfs Besserung Juckreiz) aber dann fehlte die eigentlich positive Wirkung wieder völlig.
Bin dankbar für Erfahrungen und Anregungen!
Ich stecke gerade im “hoffnungslos” und “frustriert “ und “verzweifelt” fest.
Viele Grüße
Kathy