tldr: der neu diagnostizierte Vitamin D Mangel kombiniert mit meiner chronischen Übermüdung + schlechter Flüssigkeitsaufnahme lässt bei mir folgende Gedanken aufkommen: Soll/darf ich mit Einstellung weitermachen? (Und mein Klassiker: HaBe IcH üBeRhAuPt ADHS?)
Hallo zusammen
Ich (ü30, weiblich) habe im Sommer meine Diagnose bekommen und vor einigen Wochen retardiertes Medikinet verschieben gekriegt. Ich habe mit 10mg Tagesdosis starten und bin nach einer Woche auf 20 hoch. Da ich noch nicht mega viel spüre, gehe wohl morgen nochmals rauf.
Zusätzlich hat mir der Psychiater aber noch einen Check bei der Hausärztin verordnet, was ich am Donnerstag hatte. Jetzt die Resultate gekriegt: EKG, Schilddrüse und alles war soweit in Ordnung. Ich habe aber einen Vitamin D-Mangel (Wert ist 19 - das ist grad knapppp unter dem Mindestwert von 20). Da bekomme ich ab Montag Supplemente (Eisen und B12 nehme ich auch schon was).
Meine Hausärztin hat dann noch geschrieben, dass die ADHS-Symptomatik halt auch von diversen Mängeln, die bei mir leider vorliegen, ausgelöst oder verstärkt werden können. Also neben dem Vitamin D sind das bei mir konkret vor allem Mangel an Schlaf und Flüssigkeit; ich habe halt grosse Schwierigkeiten, genügend zu trinken (viel mehr als 1 Liter ist eher eine Ausnahme) und Abends frühzeitig ins Bett zu gehen (habe durchschnittlich 5-6h pro Nacht). Dass ich damit Probleme habe, kreide ich jetzt mal dem ADHS an - passt, oder?
Jetzt bin ich unsicher - muss ich zuerst diese Mängel ausgleichen, damit die Einstellung funktioniert? Oder kann ich weitermachen und es einfach im Hinterkopf behalten? (Also ganz ehrlich, das mit dem Schlafen+Trinken kriege ich wohl (hoffentlich) erst im Rahmen der Therapie in den Griff.)
Ich frage einfach hier, weil es mir so stark unter den Nägeln brennt - mein Psychiater aber zwei Wochen weg ist bevor ich meinen nächsten Termin habe, (und meine Hausärztin mag ich nicht fragen, da sie sich nicht so auskennt mit Psychopharmaka).
Und da ich mich seit meiner Diagnose immer wieder mit der “Impostor”-Problematik herumschlage, (dass ich mir die Diagnose nur “ergaunert” habe durch “Manipulation” bei den Fragebögen, Gesprächen und Tests) habe ich natürlich sofort auch wieder die blöden Gedanken, dass das ganze ADHS in Wahrheit nur Mangelerscheinungen sind. (allerdings hatte ich als Kind ja noch keinen Schlafentzug, nur Trinken war da schon schwer und beim Vitamin weiss ich halt nicht…)
Oje, konnte mich nicht kurz fassen… Danke falls es trotzdem jemand gelesen hat!