Medikinet / Elvanse Adaptionsprozesse - Absetzen

Hallo,

leider eine sehr Technische frage aber eventuell hat auch jemand persönliche Erfahrungen damit gemacht.
ich bin über folgendes Video gestolpert:

Dort wird min 10:25 die dokumentierten folgen von Psychopharmaka infrage gestellt.
Ich Persönlich werde bald eventuell anfangen regelmäßig Medikinet oder Elvanse zu nehmen.
allerdings habe ich noch ein bisschen schiss das wenn ich diese Medikamente absetzte das ich noch stärkere ADHS Symptome habe. Man hört ja öfters das nach absetzen von MPH das Dopamine-Transporter Protein häufiger vorkommt. Auch bei Elvanse könnte es ja Theoretisch zu einen Ähnlichen Effekt kommen das manche Rezeptoren runterreguliert werden wie bei der Eingewöhnung von SSRIs.
Vielleicht hat ja hier jemand Erfahrungen mit Absetzen/Adaptionsprozessen gehabt bzw kennt sich Pharmakologisch mehr aus wie ich.

Vielen Dank :smile:

Hallo DMN und herzlich willkommen,

du sprichst hier von einem Gewöhnungseffekt, d. h. dass nach Absetzen des Medikamentes die ADHS-Probleme schlimmer wären als wenn man das Medikament nie genommen hätte.

Die Erfahrungsberichte der meisten Betroffenen sprechen dagegen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass man den Zustand ohne Medikament dann negativer empfindet, wenn man den mit Medikament kennengelernt hat.

Ich habe mir das von dir angehängte Video nur ausschnittweise angeguckt, spricht denn der Autor überhaupt irgendwo von Methylphenidat oder Amfetamin??

Erzähl gerne etwas mehr von dir!

Viele Grüße
Falschparker

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Hallo Falschparker,

danke für deine Antwort, nein der Autor spricht von Psychopharmaka im allgemeinen und hebt SSRIs hervor.
Trotzdem danke für deine Antwort das beruhigt ein bisschen allerdings wunder es mich das man dazu echt wenig findet, entweder meine „Befürchtungen“ scheinen offensichtlich falsch zu sein oder es scheint keinen zu interessieren aber ich bin da auch ein bisschen paranoid was sowas angeht.

Trotzdem Danke :v:

Doch, interessieren tut das natürlich viele Leute, die Frage, ob das Medikament nur eine Zeitlang gut hilft und dann immer höhere Dosen genommen werden müssen oder ob man wenn einmal dann immer Medikamente nehmen muss, kommt immer wieder. Du bist nicht paranoid, wenn du dich damit beschäftigst.

Bei Stimulanzien tritt das im Allgemeinen nicht auf.

(Beobachtet wird von Manchen, alles ist toll, und nach einigen Wochen lässt die Wirkung nach und man muss etwas steigern - da sprechen manche Autoren von einer einmaligen körperlichen Gewöhnung. Bei mir war die Einzeldosis zuerst 10 mg MPH (unretardiert), nach 1 bis 2 Monaten musste ich auf 15 mg steigern, um dieselbe eindrucksvolle Wirkung zu haben.

So wie wenn jemand noch niemals Kaffee getrunken hat, putscht eine Tasse richtig doll auf, aber routinierte Kaffeetrinker brauchen zwei Tassen, um überhaupt etwas zu merken.

Das ist ein einmaliger Effekt, d. h. die Dosis die man danach gefunden hat, wirkt viele Jahre gleich.)

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Ich habe mir das Video nicht angeguckt, sorry. Aber vielleicht ist meine Antwort dennoch nicht vollkommen am Thema vorbei -, bin heute müde und schreibe ohne mich groß anstrengen zu wollen - auch hierfür sorry.

Ich nehme jetzt seit ca. 3 Jahren Elvanse Adult durchgehend. Ich war die letzten 2 Wochen ziemlich krank und da ich die Möglichkeit hatte, habe ich die Medikamente einfach komplett weggelassen und mich etwas genauer beobachtet.

Ich habe an anderer Stelle mal das hier geschrieben:

Was ich in meiner medikamentenfreien Woche feststellen konnte, war, dass ich mir in den vergangenen 3 Jahren eine Menge Skills angeeignet habe auf die ich zurückgreifen kann - und ich hatte nicht den Eindruck, dass ich stärkere ADHS Symptome hatte, als vor drei Jahren. Lediglich die Autofahrt zum Freitesten fand ich ohne Medikamente recht unangenehm, - hab aber jetzt auch den Vergleich wie es konzentrationstechnisch sein kann.

LG

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Danke für deine Erfahrung :smile:

Eine sehr wertvolle Erfahrung die du hier mit uns teilst, danke dafür liebe @Neinhorn :pray:

Ich hoffe es geht dir wieder besser und du konntest dich gut erholen :hugs:

Das mit dem Autofahren kann ich bestätigen!
Seit ich Elvanse nehme kann ich konzentrierter autofahren!
Außerdem fahre ich jetzt auch längere Strecken bis zu 4 Stunden Autobahn ohne Panik Angst und Konzentrationsstörungen.
Allerdings viel Spaß macht mir Auto fahren immer noch nicht!

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@Ratte ich LIEBE das Auto fahren richtig gehend, obwohl ich mich dabei Sch****e fühle, da ich ja auch unseren Planeten LIEBE und eigentlich kein egomanischer Mensch bin dem alle anderen oder das Wohl unseres Planeten egal ist, trotzdem LIEBE ich dieses Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, dass ich in meinem Auto habe. :frowning:

Ich WEISS total Sch****e. :frowning:

Ich fahre wirklich nur wenn ich „muss“, wenn es nicht anders geht, aber dann „geniesse“ ich das fahren :frowning:, ausser wenn ich im Stau stehe, ein schlimmer Unfall passiert ist, oder hoffentlich nicht sonstige Katastrophen passiert sind. :frowning:

Ach wenn man doch in Zukunft nur mit gutem Gewissen Auto fahren könnte, dass wäre so schön.
:frowning:

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Wenn du wirklich nur fährst wenn du musst, brauchst du ja kein schlechtes Gewissen zu haben.

Bei mir ist es das Gegenteil, ich liebe das Auto fahren nicht, vor allem längere Strecken finde ich sehr stressig. Ich fahre besser und sicherer seit ich Medikamente nehme, aber noch immer nicht gerne.

Ich hatte es glaube ich schon mal erzählt, mein (sehr altes) Auto hätte bis Dezember 2021 wieder TÜV-Untersuchung haben müssen, das wäre aber nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Und ich spüre ein Gefühl von Unabhängigkeit, weil mir der Verzicht leichter fällt als ich dachte. :adxs_peace:

Meine Frau ist nicht begeistert, dass wir jetzt meistens zu Fuß zum Bahnhof (2 km) gehen müssen, und mein Sohn vermisst auch, dass wir das Auto nicht „mal eben“ für eine Besorgung benutzen können, aber ich selbst fühle erstaunlich wenig Phantomschmerz.

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