Ich hab da mal eine wichtige „blöde Frage“ am Rande: Hatte deine Tochter vor der Einnahme von Medikinet eine reichhaltige Mahlzeit möglichst mit viel Protein und schwer verstoffwechselbaren Kohlenhydraten (Vollkornbrot, Proteinbrot etc) aber kein Müsli oder Joghurt eingenommen??
Wenn deine Tochter Medikinet nüchtern eingenommen hatte könnte es gut möglich sein, das Medikinet die sofortfreisetzende Dosis und innerhalb der ersten Stunde auch die verzögert freisetzende Dosis freigesetzt und angeflutet hat, so das sie ca. effektiv 10 mg statt 5 mg und später noch mal 5 mg Medikinet weshalb der Rest dann nicht mehr gepasst haben könnte.
Das ist nur ne Idee/ Theorie warum Medikinet so kurz gewirkt haben sollte.
Das könnte auch erklären warum Methylfinidat Stada nicht passen könnte. die 20 mg retard funktionieren so:
10 mg sofortfreisetzend und 10 mg in der Regel nach 4 std was je nach Stoffwechsel a) ein wirkloch erzeugen kann, wenn die sofortfreisetzende Dosis abklingt/ ausklingt und die verzögert freisetzende Dosis zu spät anflutet. und in diesem Wirkloch hat sie einen Rebound ich denke mal spät fing sie sich und crashte später nochmal mehr oder?
Wenn Medikinet mit 10 mg voll angeflutet war weil keine vollwertige Mahlzeit eingenommen wurde, dann wären die 20 mg bisschen wenig, weil Medikinet anders anflutet. Medikinet setzt schneller frei, flutet viel schneller an - und alles was schnell anflutet ist leider auch genauso schnell weg und kann gerade bei Medikinet zu unangenehmen crashs führen weil es dann recht zügig vorbei ist.
Wenn die Ärztin das Methylfinidat Stada auf 30 mg testweise setzen würde wäre es aus meiner Erfahrung recht sinnvoll den wirkstoff versetzt einzunehmen. Wie es bei euch passt müsstet ihr ausprobieren weil ich das jetzt aus meiner Erfahrung und Einnahme mit dem Original (Ritalin) mache. Ich persönlich komme nicht gut mit Medikinet zurecht weil mir das alles zu fix ist und ich gerade das recht langsame Anfluten und ausklingen von Ritalin mag. Ritalin braucht ab der Einnahme so 2 bis 2,5 std bis es voll angeflutet ist bzw. bis ich zumindest gefühlt den den Peak der ersten Dosis spüre und quasi voll da bin.
Je nach Empfinchkeit könnte man probieren nur als Beispiel 10 mg nehmen 20 min später nochmal 10 mg und nochmal 20 min 10 mg, womit das wirklich abgedeckt sein könnte und nicht auftauchen sollte, könnte man falls nötig auch in 30 min schritten machen wenn die 20 min nicht passen
Oder20 mg nehmen und 1 std später 10 mg und schauen ob die Wirlöcher wegbleiben ggf. ist dann auch der Rebound zum Wirkende bei beiden Möglichkeiten milder.
Wenn Medikinet das bessere Medikament war/ ist dann müsste Concerta die gleiche nur länger wirkende Retardierung zu Medikinet sein und einen Versuch wert sein. Ich lese zumindest das es die verlängerte 'Version" von Medikinet ist
Medikinet hat"nur einen Säureschutz" um die verzögert freisetzende Kügelchen und baut auf eine reichhaltige ä, schwer verdauliche Mahlzeit, die gerne recht viel sein darf und so möglichst lange viele der verzögert freisetzenden Kügelchen im vollen Magen hält und so auch langsam und recht gleichmäßig abgibt an den Dünndarm und sobald die verzögert freisetzenden Kügelchen im Dünndarm ankommen, beginnt im Dünndarm (basischer PH Wert) die Schutzummantelung der Kügelchen sich aufzulösen und sofort danach die Freisetzung und das Anfluten.
Ritalin/Stada/Aluid haben einen Schutzfilm der sich im Magen mit Kontakt der Magensäure bei einer Person immer mit der gleichen Zeit aufzulösen und danach freizusetzen - quasi eine Art Zeitschaltuhr, die nicht so groß wie bei Medikinet beeinflusst werden kann.
Concerta hat einen Ring mit einem Loch, durch den in bestimmter Zeit eine bestimmte Menge Wirkstoff freigesetzt wirdxund das auch kontinuierlich und ich glaube auf diesen Loop eine gewisse Menge sofort freisetzendes Methylfinidat Falls an der Beschreibungwas falschist bittegernekorrigieren- sind meine erinnernden Informationenzu Concerta
Vielleicht hilft dir das ja schon mal etwas weiter
Das mit dem überdosiert kann ich dir nicht sagen, dafür müsstest du für alles genau Zeiten angeben, damit das schätzbar wird.
Wenn du aber zu spät und zu niedrig nachgegeben hast ist der Rebound ja da den man so dann nicht abschwächen kann ggf. sogar verschlimmern.
adu wie ich es mitbekommen habe, ist es wohl sehr schwer für Kinder Zeitpunkte etc abzuschätzen auch die Dosen, wenn die Kinder das nicht oder nur kurz allgemein benennen können, wie das es ihnen komisch ging etc. weil man dann ja nicht schätzen kann aufgrund der Äußerungen ob es ein Rebound, eine Unterdosieru, schon längst im Abklingen etc. ist und dann mehr oder weniger alle Theorien dann was es sein könnte wie mit Schema durchprobieren müsste - auch wenn wir uns im Schwarm bemühen und das beste geben. Manchmal haben wir dann mit dem ersten Schluß glück Manchmal erst nach mehreren Versuchen, weils dann nicht genau genug war um es mit unsere Symptomen dann abzugleichen…