Medikinet nur punktuell eingesetzt – funktioniert das?

Ich suche gerade Informationen, Erfahrungsberichte und gerne auch Studien zur Wirkung von Medikinet, wenn es nicht durchgehend genommen wird, sondern nur punktuell. Also z.B. an 2-3 Tagen in der Woche statt an 7. Funktioniert das?

Eine Kollegin von mir plant das für sich und hat sich deshalb für Medikinet statt Elvanse entschieden, weil das damit eher möglich sei.

Meine Einschätzung wäre, dass es dem Körper eher unnötig Stress macht – aber ich lasse mich gerne von etwas anderem überzeugen. (Ich selbst nehme derzeit Elvanse durchgängig, finde den Gedanken aber für Phasen, in denen ich beruflich weniger Stress habe als derzeit auch spannend).

Ich habe viele Jahre Methylphenidat, also nicht-retaridiertes, nach Bedarf dosiert. Das habe ich in Absprache mit meiner Ärztin gemacht.

Vorab hatte ich getestet, welche Menge ich brauche und wie lange eine Dosis wirkt. Festgelegt hatte ich die Tageszeiten, zu denen ich MPH nehme. Dann habe ich jeweils entschieden, ob ich an diesem Tag zu dieser Zeit Unterstützung benötige oder nicht. Manchmal habe ich morgens später angefangen oder nachmittags früher aufgehört. An manchen Tagen habe ich ganz darauf verzichtet, eher am Wochenende oder im Urlaub.

Ich bin insgesamt mit einer geringen Dosis hingekommen und habe nur selten einen leichten Rebound gepürt. Das machte es bestimmt leichter.

Studien kenne ich dazu keine.

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Warum soll das nicht gehen?

Ob das mit den Tagen wirklich Sinn macht hängt ja eher von mehreren Faktoren ab.

Theoretisch könnte sie sogar zwischen Medikinet oder Ritalin wählen weil Methylfinidat.

Ist sie in einer Krise wird sie aber eine Zeit brauchen um da raus zu sein und müsste die Medikamente eher länger nehmen und wenn sie da raus ist schauen ob sie das „nur“ für wichtige Tage oder für schlechte Phasen nimmt. Denn Adhs ist ja nicht immer gleich und in guten Phasen kommt man ja oft auch so ganz gut zurecht und in schlechten Phasen nicht.

Kinder nehmen ja öfter Methylfinidat nur in der Schulzeit und setzen an Wochenenden und Ferien aus entsprechend ist das ja auch für jeden der nicht in einer Krise ist auch im Erwachsenenalter möglich nur ist ne Krise da, dann sch einstellen und aus der Kirse kommen und dann nach Bedarf.

Vor nem 1/2 Jahre war doch ne Dame da die Medikinet nur gelegentlich nahm und mit sich gerungen hat weil gelegentlich zu täglich wurde durch die belastende Pflege des dementen Ehemannes.

Methylphenidat hat keine Steady-state und wirkt ja zeitlich begrenzt. Fragt sich auch ob sie das dann durchhält oder möchte wenn sie die Wirkung erlebt hat.

Sie wird es erfahren müssen und dann wird sie schon tun was für sie richtig ist. Pläne können auch sehr anders als die Umsetzung haben

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Im Bezug zu Methylphenidat

Vernünftig eindosieren und dann testen ob eine situative Einahme funktioniert. Über diesen Weg kann man es am besten Einschätzen.

Der einzige Stress den ich habe wenn ich es mal nicht nehme oder nur punktuell am Tag , ist der Stress durch ADHS wenn ich keine Wirkung habe , körperliche habe ich da keine Probleme oder zusätzlich körperlichen Stress wahrgenommen.

Es ist dann eher der Rebound der stören kann , wenn man ihn ggf mit einer weiteren Einnahme nicht auffängt ,

Es ist aber immer individuell und es kann auch sein dass man dass nicht so gut verträgt.

Den Wunsch und die Idee auf nur situative Einnahme hatte ich auch mal . Aber als Dauermedikation fahre ich damit besser.

Aber dass ist ja dass schöne an Methylphenidat. Es bietet einen gewissen individuellen Spielraum.

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