Ich glaube, das ist von Mensch zu Mensch verschieden, also kann ich nur von mir sprechen.
Da ich gerade im Moment am Testen bin, kann ich dir sagen:
Unretardiert 5mg: klarer Kopf, kein schummriges Gefühl, ich bin ich - nur „besser“ (oh Gott ) heißt fokussierter, trotzdem auch mal „lustig“, menschlich, gesprächig, ruhig, je nach Aufgabe. ich fühle mich ganz normal mit einem kleinen Push/Hilfe für das Gehirn, Brainfog verschwindet.
nach 3-4h → Wirkung beendet, kann super vor um 12 einschlafen, keine Nebenwirkungen, kein Rebound
Retardiert 5mg nüchtern (bei mir!): foggy im Kopf, Tunnelblick, fühle mich emotional gedämpft. wirkt viel zu lange und leichter und unruhiger Schlaf, spätes Einschlafen. Alles verbunden mit extremen Heißhunger und Durchfall. Fokus - nur wenn ich mich anstrenge
Aber wie gesagt, ist sicher bei jedem anders. Ich komm da auf irgendwas nicht klar beim Retardierten.
Füge nur hinzu:
hab AuDHS, mein Hirn/Nervensystem kommt da vllt mit was nicht klar + Hakenmagen, d.h. das retardierte wird evtl. nicht korrekt transportiert
Ja, da stimme ich dir zu. Ich wollte auch nicht behaupten, dass MPH Retard auf nüchternen Magen wirkt wie unretardiertes MPH.
Aber die Richtung und die Idee der Ärztin verstehe ich: es kommt vom Anfluten und der Wirkkurve dadurch unretardiertem MPH näher.
Ich habe es aus Sicht der Ärztin verstanden, dass sie Off-Label kein MPH unretardiert verschreiben möchte dauerhaft.
Ob der Vorschlag vollkommen unbrauchbar ist, ist Ansichtssache.
Vielleicht habe ich mich einfach geirrt, aber ich dachte unretardiertes MPH wäre in Deutschland nur für Kinder zugelassen?
Somit wäre eine Verschreibung durch die Ärztin Off-Label und damit gehen für die Ärztin Haftungsrisiken einher - auch was Probleme mit der Abrechnung der GKV angeht.
Darauf wollte ich nur hinweisen. Aus Sicht eines Arztes ist Off-Label-Verschreibung einfach eine Sache mit mehreren Risiken. Wenn die Ärztin Risikoscheu ist - vielleicht aus Erfahrung, vielleicht allgemein, dann würde ich persönlich ihr das nicht als Bösartigkeit auslegen.
Darauf wollte ich nur hinaus.
Natürlich wäre es besser sie verschreibt einfach das unretardierte MPH, wenn das besser angeschlagen hat.
Ja, und das ist bedauernswert. Denn dadurch haben viele Erwachsene ADHS-Patienten nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchten.
Außer sie hatten einen mutigen und aufgeschlossenen Arzt/Ärztin.
Das es heute immer noch sowas gibt ist auch bedauernswert.
Betrifft aus meiner Sicht z.B. auch das Thema Attendin - das es nur Off-Label für Erwachsene gibt.
Wünschenswert fände ich in Deutschland zudem ein Präparat wie Adderall in den USA - das m.W. nach L-Amfetamin u. D-Amfetamin kombiniert.
Retardierte 5mg ist doch viel weniger als 5 mg unretardiert. Ich würde tatsächlich mal Concerta ausprobieren oder einen Arzt finden der dir unretardiertes gibt.
Wenn 5mg MPH unretardiert so gut bei dir wirken und MPH retardiert 5mg bei dir nicht die positiven Effekte haben, sondern nur Nebenwirkungen, dann ist aus meiner Sicht eine krasse Unterdosierung beim Retard-Präparat sehr naheliegend.
Denn die unretardierten 5mg MPH wirken halt ohne Retardierung und entsprechend stärker als die 5mg MPH die über einen ganzen Tag lang retardiert freigesetzt werden.
Die Wirkkurve ist daher natürlich ganz anders, ebenso wie der maximale Peak im Blut.
M.E. würde ich beim Retard MPH die Dosierung deutlich höher ansetzen um einen vergleichbaren (positiven) Wirkeffekt zu haben und ähnliche Blutspiegel wie beim unretardierten MPH zu haben.
Aber das kann und darf natürlich nur ein Arzt entscheiden, aber logisch gesehen halte ich es für ziemlich offensichtlich.
Hast du Elvanse (LDX) eigentlich schon probiert gehabt in Absprache mit deiner Ärztin?
Ich habe MPH nicht gut vertragen und Elvanse (LDX) dagegen wirkt für mich persönlich tausend Mal besser.
Vielleicht einen Versuch wert, sofern noch nicht geschehen?!
Ist es nicht so, dass der Arzt, wenn er diese Risiken umgehen will, ein Privatrezept schreiben kann, und der Patient reicht das Privatrezept zur Erstattung bei der Krankenkasse ein? Oder alternativ, dass die Kostenübernahmen vorab im Einzelfall bei der Krankenkasse beantragt werden kann?
jaa, der Grund, wieso sie dazu riet war, dass ich 7,5mg unretardiert als meine Idealdosis (außerhalb der Lutealphase) empfinde
und sie wollte, dass ich 5mg retardiert dann nüchtern einnehme, damit es die 5mg sofort freisetzt, um eine ähnliche Wirkung zu erzielen. Aber ja, unterdosiert, das trifft es gut. Hab heute mehr genommen und es fühlt sich besser an. Nicht wie unretardiert, aber besser.
Ja, ganz bestimmt.
Das mit dem sofort freisetzen auf nüchternen Magen hat scheinbar einfach nicht funktioniert und dann war ich den ganzen Tag sinnlos unterdosiert, weil ich nicht verstanden hab, woher diese seltsame Wirkung kommt. Bei Ritalin habe ich mich so gefühlt, wenn ich überdosiert war.
Elvanse hatte ich noch nicht, auch wenn ich natürlich mitkriege, wie sehr es gelobt wird.
Ich mag das unretardierte, weil es eben auch mitten am Tag wieder aufhört zu wirken und ich merke, dass es komplett draußen ist. Und ich kann 17:00 nochmal was nehmen in dem Wissen, dass ich trotzdem vor um 12 einschlafen kann. Also für mich iwie ideal, da ich es punktuell für meine Bedürfnisse einsetzen kann (Kita morgens, meetinglastige Tage, Präsentationen, abends Familienzeit) ohne dann iwann zu crashen und ohne Schlafmangel zu haben oder diese Leere, die ich nach Retard-Präperaten oft fühle.
Bin halt einfach wieder ich. Und da es bei mir irgendwie recht lange wirkt, brauch ich davon (in mg) weniger als vom retardierten. Klingt iwie paradox, aber ist iwie so
Hab halt das autistische Problem, dass ich oft nicht mitkriege, wie es mir geht und mit dem unretardierten behalte ich am ehesten die Verbindung zu mir selbst. Bei Ritalin war ich oft richtig neben der Spur. Und jetzt mit Medikinet retard fühle ich mich auch abgekapselt.
Ich hab jetzt iwie 3 Monate Achterbahnfahrt hinter mir, nachdem das Jahr zu Beginn schon furchtbar war, und die Eindosierung hat auch einige Beziehungen belastet, daher würde ich am liebsten erstmal was haben, was mich einfach nur stabilisiert, statt dass ich wieder eine Eindosierung machen muss. Für Elvanse oder anderes wäre ich aber in der Zukunft offen.
Sry vllt too much information aber manchmal hilft ja so was persönliches, um es einzuschätzen.
Aber ich hab morgen ein Gespräch mit meiner Ärztin.
Vllt finden wir einen Mittelweg mit retardiert und unretardiert.
Also danke euch schon mal an der Stelle. Hilft mir iwie sehr, das alles etwas einzuschätzen.
Ich merke, dass retard (zumindest Ritalin und Medikinet) evtl. einfach nichts für mich ist, zumindest diese zwei Freisetzungsphasen.
Laut Recherchen kann mein komischer Hakenmagen das auch wirklich beeinflussen, wann die zweite Phase einsetzt. Lag jetzt öfter schon 1-3 Uhr wach, obwohl ich schon geschlafen hatte und ich glaub, mein Körper verarbeitet das einfach komisch.
Ich bespreche morgen die Option auf unretardiert und wenn ich dafür kein Gehör finde, frage ich nach Concerta, Kinecteen oder direkt Elvanse. Oder überlege dann nochmal neu.
Retardiertes 5mg =2x 2,5 mg (unretardiert ) nacheinander freigesetzt . Einmal unbeschichtete Kügelchen direkt und beschichtete Kügelchen für später …,oder auf gut Glück im Sinne der Ärztin nüchtern dann 5mg direkt freigesetzt , wobei ja die Beschichtung trotzdem noch da ist und aufgelöst werden muss.
In einer 10mg retardierten wären es dann 2x5mg unretardiert .
Nein, die Krankenkasse wird nicht zahlen, weder bei späterer Einreichung noch wird sie es im Einzelfall vorab genehmigen. (Versuchen kannst du es natürlich trotzdem.)
Aber unretardiertes MPH ist preiswert, insbesondere wenn man Generika nimmt (1a oder Tad) und eine niedrige Dosis hat. Du schreibst oben, deine Tagesdosis sei 25-30 mg/Tag, das wären 1 € bis 1,20 €.
Damit umgeht die Ärztin das (eher theoretische!) Risiko aber nicht, denn das ist kein Kostenrisiko, sondern dass die Verantwortung bei schweren Gesundheitsschäden höher ist, wenn man ein nicht zugelassenes Medikament verordnet.
Ich selbst bekomme auch noch unretardiertes Methylphenidat, aber nur noch ergänzend 5 mg am Abend. Die zahle ich auch selbst, die Kapseln für morgens und mittags die Krankenkasse.
Wobei ich die Verordnung Medikinet Adult gegen die Vorgabe nüchtern einzunehmen um die Retardierung zu umgehen sogar als riskanter finde als direkt unretardiertes zu verordnen.
Es ist ja für Kinder zugelassen, nur nicht für uns Erwachsen weil die Zulassung sich nicht lohnt. Ich finde dann ist es in der Risikoabwägung noch was anderes als wenn es sich um ein neues Medikament auf dem Markt handelt. Zumal es ja doch so einige Erwachsene bekommen und wenn es da auffällig gesundheitliche Probleme gegeben hätte, wäre es wohl auf Dauer bekannt geworden.
Man weiß aber bei den Ärzten ja auch nicht, ob es da schon mal Probleme gab und die deswegen vorsichtiger sein müssen oder wollen.
Huhu, kleines Update. Das Gespräch war nicht schön, die in der Praxis waren schon genervt von mir, weil ich so viele Probleme mit den Medikamenten hatte. Nach viel hin und her wurde mir nun unretardiert verschrieben, aber auf Kasse und ich weiß nicht, ob die Krankenkasse Probleme machen wird. Mal sehen.
Ich habe es nicht verlangt, ich habe nur gesagt, was ich bisher am besten vertrage.
Wir konnten leider (trotz meiner Bitte) nicht auf Augenhöhe sprechen, man wollte meine Symptome nicht wirklich wissen, sondern nur, was aufgeschrieben werden sollte. Es war ein großes Machtgefälle zu spüren, weshalb nicht alles sagen konnte, was ich wollte, da es mich innerlich stumm gemacht hat.
Sätze fielen wie:
Meine Eindosierung dauert mit 3 Monaten schon zu lange und wir müssten jetzt was finden, was funktioniert. Sie war frustriert, ich hab geweint. (ich glaube, das hat irgendwas altes bei mir getriggert, diese Art mit mir zu reden)
Medikinet Adult und Ritalin Adult seien das gleiche und wirken gleich, wenn ich da Unterschiede merke, stimmt das einfach nicht. Ich solle Medikinet retard einfach öffnen und im Wasser auflösen für den unretardierten Effekt.
Ich wurde ermahnt, weil ich die unretardierten Tabletten zerbrochen habe (um mich ranzutasten, welche Dosis funktioniert) - verstehe ich, wirklich. Auch wenn ich dadurch begriffen habe, wieso ich bei 10mg retard unterdosiert und bei 20mg retard überdosiert war. Aber die Ärzte müssen mir ja auch vertrauen, dass ich die Tabletten sachgemäß einnehme.
Ich hab die Ärzte wohl in den letzten Wochen zu sehr mit meinen Rückfragen und Befindlichkeiten genervt, es zu sehr ausgereizt und es einfach nicht gemerkt (Hallo Autismus). Und ich habe mich nicht gehört gefühlt, weil sie meine Rückfragen oft ignoriert und auf meine Symptome nicht eingegangen sind. Da ist einfach was geclasht. Ich habe erst später auf der Website gesehen, dass ich medizinische Rückfragen nicht per Mail machen soll, sondern dafür in die Sprechstunde gehen soll.
Da das Gespräch so angespannt war, gab es keinen Raum mehr für weitere Vorschläge wie Kinecteen, Concertra oder Elvanse in der Zukunft.
Ich lasse es jetzt sacken. Schaue, wie ich das zukünftig weniger emotional und informationslastig angehen kann, damit ich die Zeit der Ärzte nicht überstrapaziere. Aber hinterfrage natürlich auch etwas das Verhalten meiner Ärztin.
Naja. Mir fällts dann immer schwer, die Fakten und das emotionale da auseinander zu ziehen, daher hängt mir das Gespräch noch etwas nach. Aber wird schon.
Das mache ich aber auch, da ist ja auch eine Rille extra dafür. Bei unretardierten ist das Zerbrechen unproblematisch. Aber interessant, dass sie es auf ein Kassenrezept geschrieben hat. Berichte mal, ob das Probleme mit der Krankenkasse gibt.
Ja, dachte ich so eigentlich auch. Auch wenn ich mal gelesen habe, dass das dafür ist, damit man die besser runterschlucken kann, wenn es im ganzen nicht geht.
Aber der Körper ist ja auch kein Uhrwerk, so dass bei jedem entweder 5,mg, 10mg oder 20mg perfekt sind
und bei Frauen je nach Zyklusphase kann es ja noch komplexer sein
Und werde ich. (Bin nicht sehr optimistisch, aber wir werden sehen.)
Edit.: PS: Meinen Vorschlag, es als Privatrezept zu machen wurde abgelehnt und auch da wurde ich ermahnt, so etwas vorzuschlagen. Ich denke, sie wollen dort kein Risiko eingehen. (Dann verstehe ich das mit dem Kassenrezept noch weniger, aber naja)
Also so wie du es beschreibst, ist es unterste Schublade, wie man dich behandelt hat. Wie ein kleines Kind, allerdings auch ein kleines Kind darf man selbstverständlich nicht anlügen!
Kommt vor und ist nicht deine Schuld.
Das ist Unsinn, jede Ärztin sollte das wissen. Und wenn sie es nicht weiß, jedenfalls nichts Anderes behaupten.
Das funktioniert natürlich nicht. Wer das sagt, hat sich gar nicht damit beschäftigt, wie das Medikament aufgebaut ist. In der Kapsel sind Kügelchen, wovon die Hälfte mit einer Schicht aufgebaut sind, die die Wirkung verzögern. Und diese Schicht löst sich in Wasser nicht auf.
Das ist absolut üblich. Ich halbiere die Tabletten für mich und für meinen Sohn viertele ich sie.
Um schrittchenweise die Dosis herauszufinden, ist das doch der einfachste Weg.
Hast du!
Man sollte in der Einstellungsphase natürlich nicht die ärztlich erlaubte Dosis grob überschreiten, aber im Rahmen des Erlaubten variieren, um zu wissen was passt ist richtig und es geht ja auch nicht anders.
Das kann schon sein. Damit müssen Ärzte aber auch professionell umgehen und notfalls das Gespräch beenden und vertagen, wenn es zu emotional geworden ist. Aber die Patientin von oben herab behandeln und völlig falsche Informationen geben geht nicht.
Ich glaube dann bekommt eher die Praxis selbst das Problem, ggf. ein Regress und die müssen dann rückwirkend zahlen.
Das ist absolut nachvollziehbar. Wer mit Menschen arbeitet, die psychische Probleme haben, sollte vor allem dafür Sorge tragen , dass so ein Gefühl nicht entsteht .
Aber das machst du doch nicht aus Spaß und ich wüsste keine konkrete Zweit Angabe in welchem Rahmen eine Eindosierung „zu passen hat“.
Puh ….harter Tobak ……meine erster Arzt konnte mir im Vorfeld sagen , dass ich mit Ritalin Adult nicht so gut klarkommen werde , als mit Medikinet Adult. Er sagte, Ritalin Adult sei eher für Schulkinder gemacht, die zum Schulende noch eine Spitze benötigen.
Allein wenn man sich den Plasmaverlauf anschaut sieht man ja schon Unterschiede
Und die zwangsläufige Einnahme mit Mahlzeit ist der gravierendste Unterschied.
…..aber Bullshit lässt grüßen….mir hat mal eine Psychotherapeutin folgendes gesagt, als ich sagte, dass ich Medikinet Adult nehme und das es zyklusbedingt nicht gleich wirkt….“Ritalin wirkt immer , ansonsten hat man kein ADHS!“
Hier hast Du es auch nochmal fachliche medizinisch schwarz auf weiß, dass du nicht „spinnst“ sondern mangelndes Wissen in der Praxis vorhanden ist.
Aber nach wie vor gibt es leider Ärzte und Apotheker, die einfach behaupten , dass alle Präparate gleich sind.
Es gibt Tabletten, die haben nur eine Kerbe zum Teilen zur einfacheren Einnahme aber nicht um eine Dosierung anzupassen. Dem ist aber bei Methylphenidat nicht so . Meine bisherigen Ärzte verschreiben mir 10mg obwohl ich 5mg benötige . 1. weil es dann günstiger ist und damit ich auch auf 2,5mg vierteln kann.
Bitte , damit du dich fachlich sicherer fühlst, frag einfach nochmal in eine Apotheke nach ob man Medikinet Adult offiziell auflösen darf, damit es unretardiert ist.
Meine Apotheke hatte ich mal gebeten mir Elvanse in einer kleineren Dosis auf Kapseln zu verteilen. Das durften die nicht, weil es dann als „neues Medikament“ gilt welches auf der Dosis offiziell nicht zugelassen ist.
Dann hätte von deren Seite doch einfach mal ne Erklärung kommen müssen, oder zumindest ein Verweis auf die Internetseite, was dort erwünscht ist. Mit Transparenz hätten die doch ganz unkompliziert helfen können.
Ehrlich gesagt liegt es eher an der Praxis, die erstens Fachlich irgendwie schräg drauf ist und deren Kommunikationsstrukturen dich emotional verunsichern.
Wenn es möglich ist, suche auf Dauer nach einer neuen Praxis, oder wenn es mit den unretardierten klappt und Dauerhaft verschrieben wird und du damit klarkommst….dann bleib dort um einfach nur dein Rezept zu erhalten.
Aber ich finde du hast ein Recht darauf etwas besseres zu finden.
Oh man, ich bin - ehrlich gesagt - ganz schön schockiert!!!
Ich habe selbst im Gesundheitswesen gearbeitet und kann nur immer wieder meinen Kopf über solche Menschen schütteln.
Als Arzt/Ärztin, die vor allem mit psychiatrischen Patienten, die einfach nochmal ihre spezielleren Bedürfnisse (nicht negativ gemeint, weiß einfach nur, wie wir alle sind haha ) mitbringen, arbeitet, sollte man dafür Sorge tragen, dass sich jeder verstanden und gehört fühlt und man sich eben nicht so wie du fühlt, von oben herab und nicht auf das gesagte/die Bedenken eingehend…
Ich kann mich da @Nelumba_Nucifera nur anschließen - ich würd dir dringendst dazu raten den Arzt zu wechseln. Solche Aussagen empfinde ich als Patienten-gefährdent und höchst unprofessionell. Man kann nicht erwarten, dass jede/r Psychiater/in ADHS-Experte/in ist, aber sie sollten sich mit den Medikamenten, die sie verschreiben, (im normalen Maß) auskennen. Ich persönlich hätte das postwendend wohl bei der Ärztekammer angezeigt…
Es tut mir sehr leid, zu hören wie schlecht es dir damit geht. Ich finde es wirklich richtig gut, dass du versuchst bzw. Versucht hast das vernünftige Gespräch zu suchen und auch von dir aus dich anzupassen, aber es mangelt hier eindeutig an professionellen auftreten der anderen Seite.
Bitte lass dich nicht unterkriegen, steh zu dir und deinen Bedürfnissen und bestehe weiter darauf, dass man dir zuhört und dich so behandelt, wie du es brauchst!
Huhu, ich danke euch sehr für eure Kommentare und auch das Mut zusprechen.
Das hatte mich noch eine Weile mitgenommen, ich war einfach komplett überfordert von diesem Termin und auch etwas traumatisiert (das klingt so dramatisch, aber ich hatte nen Zusammenbruch, vllt habe ich das durch den Autismus einfach nicht greifen können). Empathie brauche ich nicht mal zwingend von der Ärztin, aber Logik/Sachlichkeit, wenn das andere schon nicht vorhanden ist. Das (mich) nicht sprechen lassen, falsche Fakten streuen und das Desinteresse an meinen Nebenwirkungen hat mein Vertrauen kaputt gemacht.
Aber so ein Verhalten sagt ja dann immer mehr über die andere Person aus als über einen selbst. Nicht wahr? Zumindest ist dieser Gedanke etwas heilsam für mich und mir geht es inzwischen besser.
Dass die Tabletten geteilt werden dürfen, habe ich nun auch in der Packungsbeilage gelesen. Muss zugeben, ich hatte da vorher nicht nachgeschaut und es gemacht, weil ich es hier öfters gelesen hatte. Danke euch für das Zusammentragen hier nochmal. Das ist mega lieb.
Und ich schaue mich auch schon nach neuen Psychiatern um. Ich guck mal noch, inwieweit ich unproblematisch meine Rezepte weiter kriege bei meiner Praxis, weil ich darauf wirklich angewiesen bin (aber wem sag ich das) und warte eventuell noch den nächsten Termin ab und schaue, wie die Stimmung ist. Aber hab natürlich da Sorge, hoffe aber, dass ich mit ner gewissen „Stärke“ da reingehen kann.
Es ist nur sehr schwer in Sachsen eine neue Praxis zu finden, da kann man wohl schon dankbar sein, wenn man überhaupt was hat, wo auch ADHS behandelt wird. Aber ich halt die Augen offen.
Danke euch ganz doll an dieser Stelle. Hat ehrlich gesagt sehr gestärkt.