Ich bin jetzt bei 40mg angekommen, am verträglichsten ist es, wenn ich das Medikinet ca 30 Minuten nach dem Frühstück zu mir nehme, 2x 20mg ca eine halbe Stunde versetzt.
Ist aber immer noch nicht so richtig das, was ich mir vorstelle. Zuviel innere Unruhe bleibt, auch wenn ich insgesamt ausgeglichener bin. Deshalb werde ich auf jeden Fall noch Kinecteen und vor allem Elvanse ausprobieren, hoffe der Arzt macht mit.
Kann auch sein, dass sich das Problem erst mit der Zeit und oder durch Therapie lösen lässt…
Mein Psychiater betreut auch Suchtkranke und gibt Methadon aus. Trotzdem hat er mir einfach Elvanse verschrieben nachdem ich mich drei Wochen mit diversen Methylphenidat Medikamenten bei einem anderen Psychiater rumgeplagt hatte, der auch schon zu Anfang Vorbehalte gegen Elvanse durchblicken ließ.
Wenn ein Psychiater Vorbehalte gegen Elvanse hat dann ist das eigentlich schon ein Grund zu wechseln. Das zeigt nämlich dass der Arzt keinen Schimmer von der aktuellen Forschung hat und du musst gegen die Angststörung des Arztes arbeiten.
Elvanse ist bei komorbider Suchterkrankung im Gegensatz zu Methylphenidat sogar zugelassen, wenn auch mit besonderer Vorsicht.
Ich will dir aber keinesfalls das MPH ausreden. Das solltest Du natürlich erst mal testen wenn du jetzt eh schon damit angefangen hast. Aber der Arzt muss alle Optionen ermöglichen.
Habe heute festgestellt, dass Koffein und MPH bei mir wirklich überhaupt nicht zusammen geht, wenn die Einnahme des MPH zu kurz davor war. Habe nach dem Mittagessen ein Tiramisu mit ordentlich Kaffee drin gegessen, mir nicht groß Gedanken gemacht, ca 1h später wurde ich deutlich hibbelig und hab mich gewundert und dann war es eigentlich klar. Tiramisu hab ich ca 4h nach der Einnahme von 20mg Medikinet gegessen.
Ich muss zugegeben, ich hab es selbst gemacht und es ein bisschen drauf ankommen lassen (der koffeinfreie Kaffee den ich hab schmeckt leider nicht besonders), weil es beim letzten Mal ganz gut geklappt hatte, allerdings war das an Silvester, da gab es das Tiramisu erst später abends.
Ich dachte, Clonidin wäre in Zusammenhang mit Stimulanzien gefährlich und es hätte bereits Todesfälle gegeben? So steht’s zumindest im Netz und der Wechselwirkungscheck spuckt aus, dass die Kombi eigentlich nicht zulässig ist.
Wollte daher meine Ärztin bezüglich Guanfacin auch mal weich klopfen und auf eine Verschreibung hin arbeiten
Kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich mit Kinecteen die Getriebenheit und Unruhe los werde.
Clonidin ist vermutlich etwas einfacher zu bekommen, aber gilt auch als nebenwirkungsreicher und macht auch mehr müde und wirkt zentraler auf den Körper
Also müde macht es mich bisher nicht. Zumindest in Kombi mit Medikinet. Ruhiger macht es mich auch nicht richtig. Dehalb hab ich es nur ein paarmal probiert.
Dass es zusammen mit Stimulanzien gefährlich ist, höre ich zum ersten Mal . Die Wirkung auf den Blutdruck kann nach Ausführung der Apotheke relativ unvorherbar sein, könnte mir vorstellen, dass das gerade in Kombi suboptimal sein kann. Allerdings wird das hier im Forum ab und zu schon genannt, Klang jetzt nicht direkt ungewöhnlich .
Ich erinnere mich, da wurde ich teilweise auch in der Apotheke informiert. Das wird leider bei Netdoktor nicht weiter ausgeführt, aber das bezieht sich wohl explizit nur auf Kinder und Jugendliche. Nicht auf Erwachsene.
Da ich 40mg nicht wirklich toll fand, aber sicher gehen wollte, dass es keine Unterdosierung war, bin ich einmalig auf 50mg und das war einfach nur schlimm. Denke meine Dosis sind 20mg, ich vergleiche jetzt nochmal Medikinet und Ritalin die nächsten Tage und schaue mal, ob 10mg als zweite Dosis mittags notwendig sind.
Tendenziell hab ich mir mehr erhofft, Struktur wird besser, Prokrastination bleibt, auch innere Unruhe und Impulsivität, Vergesslichkeit, Verpeiltheit eher gesteigert leider. Muss mal nächste Woche mein Umfeld interviewen. Letztlich ist mein Eindruck, dass MPH egal welche Form nicht so ganz meins ist.
Tatsächlich hat der Arzt Elvanse trotz meiner Meinung nach guter Argumente wegen seiner schlechten Erfahrungen mit dem Medikament und mangelnder Erfahrung mit ADHS verweigert.
Hab jetzt Kinecteen und probiere das zumindest nachdem Ritalin und Medikinet nicht der Weisheit letzter Schluss für mich waren. Und werde wohl den Behandler wechseln müssen.
Also Koffein geht wirklich gar nicht. Mittlerweile bin ich bei Kinecteen 27mg (vom Anfluten angenehmer), hatte ich heute recht spät genommen, ca 7h später eine kleine Cola nach dem Essen: Nimm, mega hibbelig, unruhig, übel und lärmempfindlich.
Habe die Kinecteen 27mg ca 2 Wochen genommen und das mit der Unruhe wurde besser, wenn ich das Clonidin dazu nehme, hilft das nochmal.
Ich probiere jetzt 36mg mit Clonidin und schaue mal, wie die Nebenwirkungen sich in den nächsten 2 Wochen entwickeln.
Jetzt Elvanse 20mg. Ist schon deutlich angenehmer als MPH, weniger Nebenwirkungen, schauen wir mal, wie das wird, wenn die Dosis gesteigert wird. Vermutung des Arztes ist ein Bedarf von 60mg. Habe den Eindruck, dass das eher chillt als MPH.
Ich bin mittlerweile bei 50mg Elvanse, vertrage es bisher gut, aber auch kein Durchbruch. Es ist, als ob die Gedanken immer noch wusekn, aber etwas langsamer.
Gebt nicht auf beim Eindosieren und probieren!
Ab 50mg Elvanse ging es los, dass ich überhaupt was gemerkt habe. 60mg sind schon besser. 70mg stehen noch aus.
Aktuell vermute ich, dass „meine“ Dosis über der maximal zugelassenen Menge liegen dürfte. Aber abawarten.
70mg schienen in den ersten Tagen etwas drüber, da das auch zu Problemen mit der Sicht führt, bin ich temporär auf 50mg runter und hatte den Eindruck, dass die Symptomatik dadurch wieder stärker rauskommt. Werde bei 70mg anschließend noch etwas dran bleiben (ca 2 Wochen am Stück), bevor ich mir überlege, ob 60 nicht reichen.
Also ich bin von 70 erst auf 60, jetzt wieder auf 50mg LDX. Etwas besser vertrage ich 50mg schon, wenn man es oberflächlich betrachtet, wirken die 50 auch nicht schlechter.
Hatte jetzt aber gerade in letzten Tagen das Gefühl doch wieder verpeilter und unorganisierter zu sein, und nehme eine ausgeprägtere exekutive Dysfunktion wahr. Kann aber auch Zufall sein. Ich beobachte das mal ein paar Wochen. Könnte sein, dass doch die 60mg mein Sweet Spot sind.
Tatsächlich habe ich mittlerweile den Eindruck, dass die 50mg etwas schlechter wirken. Könnte aber auch daran liegen, dass ich etwa im gleichen Zeitraum das Mirtazapin von 30 auf 5mg reduziert habe. Mirtazapin wirkt sich auf das Noradrenalin aus, der Effekt dürfte bei 5mg aber kaum mehr vorhanden sein.
Mittlerweile nehme ich zum LDX aktuell 18mg ATX. Ein paar moderate NW, primär Kopfweh und Übelkeit gelegentlich, für eine therapeutische Wirksamkeit ist die Dosis vermutlich noch zu niedrig. Was ich zu merken meine bisher, geht in die richtige Richtung.
Eine interessante Feststellung: Hatte das ATX zum Frühstück, das LDX später genommen, weil ich es dann besser vertrage, das hat aber bei mir alles durcheinander gekugelt und die NW verstärkt. Je größer der Abstand, desto mehr NW. Zusammen eingenommen ist die Wirkung deutlich harmonischer mit weniger NW.
Ich hatte heute nach anfänglich nur leichtem Ziehen plötzlich sehr starke Schmerzen im linken Harnweg bis hoch zur Niere, so dass für 30 Minuten fast gar nichts mehr ging.
Es wurde bei Bewegung schlimmer und im Liegen auf der linken Seite mit Wärme hat es sich relativ schnell wieder gebesser.
Ich habe das mithilfe von KI relativ verlässlich als eine wahrscheinliche, mittelbare Nebenwirkung von insbesondere Atomoxetin (jetzt 25mg) und Elvanse ausmachen können.
Vermutete Ursachen im Zusammenspiel: Die Medikamente erhöhen die Spannung im Körper und entziehen Flüssigkeit.
Die erhöhte Spannung kann auch den Harnleiter betreffen.
Dazu meiner Ernährung, mit unter Anderem etwas dunkler Schokolade und relativ vielen Mandeln zum Knabbern, beides enthält Oxalsäure, zusammen mit Calcium bilden sich winzige Kristalle in der Niere. Außerdem nehme ich ein Vitamin-D-Depot, das könnte diesen Prozess verstärkt haben, da der Körper Magnesium verbraucht , um das Vitamin zu aktivieren. Das Magnesium fehlt dem Körper wiederum zur Regulation der erhöhten Spannung.
Ich trinke zwar min gut 2l pro Tag, aber da ich mittlerweile auch etwas Sport treibe, scheint das in dem Kontext zu wenig zu sein, 3l sind wohl besser. Dadurch konzentriert sich der Urin und die kleinen Kristalle reizen die Gänge, es kommt zu einer Kontraktion mit temporärem Rückstau.
Trinkt wirklich ordentlich! Verzichtet auf Lebensmittel mit viel Oxalsäure, viele Nüsse, dunkle Schocki oder esst die zusammen mit Calcium, zB Joghurt oder Milch,dann wird die Säure direkt im Magen gebunden.