Mehr trinken unter Medikation (Speziell Elvanse)

Hey Leute ich lese hier schon länger mit und bin echt begeistert.
So ein tolles Forum mit so tollen Leuten wo man sich um fast jeden Beitrag wiederfindet.
Ich stelle mich später aber noch einmal genauer vor, da meine 24/25 Jahre, in denen ich nun mit ADHS diagnostiziert bin einen langen, komplexen Lebenslauf hat. :slight_smile:

Jetzt zum Thema:
Ich habe lange Jahre zu wenig getrunken. Teilweise nur 1,5l pro Tag.
Jetzt habe ich mir eine spezielle Flasche mit Markierung besorgt. Will keine Werbung machen, aber ein Kollege hatte mir diese geschenkt und ich war einfach geflasht.

https://720dgree.de/collections/shop-hauptseite-2/products/uberbottle-tritan-sportflasche-fruchteinsatz

Leider hatte er den Einsatz für Früchte/Kräuter verloren. Aber ich überlege mir Ernsthaft eine größere als die jetzige mit 1000ml Fassungsvermögen zusätzlich dazuzukaufen.

Was ich persönlich super finde, ist dieser Klappverschluss mit absoluter Dichtigkeit. Das hat mich schon beeindruckt, da ich oft mal tollpatschig bin und z. B. einen Schraubverschluss einer Flasche schräg drauf mache, ohne es zu merken und die Flasche dann zurück in die Tasche gesteckt hab, wobei ich mich dann später gewundert hab, wieso es aus meiner Tasche tropft. :smiley:

Und dann diese, simple physikalische Methode, mit dem anti-gluck Mechanismus, damit kein Unterdruck beim trinken entsteht. Das war auch oft einer meiner Hauptprobleme, wenn ich so zurückdenke. Durch das 2. Loch oberhalb der Trinköffnung, drückt es einem das Getränk quasi noch zusätzlich mit etwas mehr Druck in die Kehle, wenn man so will. (Ähnlich wie das Trinkspiel mit der Bierdose und dem Loch).
Sodass ich mittlerweile sogar irgendwie herausgefunden habe, dass ein normal großer Schluck etwa 50-70ml enthält. Wobei man das ja auch durch Ausspucken in einen Messbecher herausfinden könnte. xD

Zusätzlich noch die Nachhaltigkeit (die bestimmt auch noch viele andere Hersteller haben). Diese ist mir persönlich sehr wichtig. Plastik ist einfach Mist in den meisten Fällen und seit dem ich diese Flasche habe, brauche ich schon jetzt ca. 60-80%! weniger Plastik in Form von Pfand etc. Meist hole ich mir dann Extrakte in kleinen Flaschen und gebe etwas hinzu. Oft auch isotonisch, da ich bei mir das Gefühl habe, dass ich viele Symptome durch Supplementierung verbessere.
Es ist einfach genial. Werde mir da auf jeden Fall mehrere von kaufen, falls ich mal länger unterwegs bin oder Sport mache. Da reichen 1 Liter meist nicht aus (Womit der Thread auch irgendwie zu tun hat)

Sooo, jetzt habe ich wieder mal, typisch für mich leider, sehr stark ausgeholt und verwirrt gesprochen, wie meine Lehrer immer sagten.

Zusätzliche habe ich die HydroCoach App aufs Handy geladen. Dies zeigt nach Berechnung von (Gewicht, Temperatur am Ort, Körpergröße, körperlicher Aktivität eine Berechnung an, mit der Menge, die man trinken sollte. Bei mir sind es bei 190cm, 87kg, wenig-mittlerer körperlicher Aktivität und 30-35°C Außentemp. am Ende dann etwa 3,1l/d.
Dazu kann man das gewünschte Intervall einstellen. Dies ist Standardmäßig auf 1 Erinnerung pro Stunde festgelegt. Ich habe diese aber auf alle 30Minuten geändert, da mir dies besser vorkommt. Vielleicht verringer ich auch noch auf alle 20 Minuten. Ich weiß erst jetzt zu schätzen (Mit 30…) wie wichtig ein hydrierter Körper ist und bekomme irgendwie ein Trinkreflex oder Mechanismus den ich noch nie wirklich hatte. Keine Ahnung wieso…Auf jeden Fall scheint das Gehirn es sich langsam antrainieren zu können, was mich wieder mal total erstaunt. Also wozu die Psyche in der Lage ist.

Dazu praktischerweise meine Samsung Watch 4. (Ich liebe sie, da sie mir gezeigt hat, wie wichtig sie wirklich sein kann.)
Diese ist natürlich über Bluetooth mit dem Handy verbunden, (hab aber die LTE Version, also auch unabhängig vom Handy, falls mal vergessen oder leer etc.). Und wenn ich mal vergesse zu trinken vibriert die Uhr oder/und gibt eine akustische Benachrichtigung von sich. So weiß ich eigentlich immer, → Uhr vibriert „ohoh schnell zur Flasche greifen.“

Zusätzlich bekomme ich folgende Medikation;
Elvanse 50mg am Morgen und 40mg am Nachmittag bei Bedarf, wobei ich je nach Wetter jetzt z. B. auch mal eine 40 oder 50mg aufmache und nur die Hälfte nehme. Der Arzt weiß das natürlich und hat es abgesegnet, solange ich weiß, wie viel die restliche Tablette am Ende noch enthält, was aber einfach ist, da es immer 50% sind. Natürlich nicht haargenau, aber das geht auch per Augenmaß, vorausgesetzt man zerdrückt auch manchmal diese kleinen harten Klumpen. Sonst kommt es zu Hotspots. Also nicht direkt aus der Kapsel in den Mund. :slight_smile:
Nebenbei dann noch Pregabalin 100-100-100
Lorazepam 1mg, nur bei Bedarf!
Zopiclon 7,5mg Abends/Nachts
und nach fast 1 Jahr vor dem Sozialgericht, Cannabis mit Kostenübernahme. (Neben Elvanse das wichtigste für meine Erkrankungen)
Ist ja oft so bei Begleiterkrankungen und nicht alleinigem ADHS leider.
Dass ich eine Tortur hinter mir habe ist spätestens ja dann klar, da Cannabis auch nicht einfach zu bekommen ist bei alleinigem ADHS. Und da auch 3,6g/d, wovon aber auch der größte Teil eine CBD Sorte ist.

So nun zur eigentlichen Frage(n):

Seitdem (2 Wochen), trinke ich endlich durch diese einfachen Methoden im Durchschnitt 2,8l pro Tag. Das ist schonmal eine Verdopplung zu vorher worauf ich mega Stolz bin, da ich immer mehr merke wie ich mehr Hungergefühl bekomme, etwas zunehme und von den psychischen und körperlichen Restlichen Syndromen bei Dehydrierung brauch man ja gar nicht erst anfangen.

Durch die Medikation aber, vor allem ja Elvanse als Amphetamin, wird ja der Flüssigkeitsverlust über die Haut soweit ich weiß, wenn auch in therapeutischen Mengen, über den Tag verstärkt. Mir ist es jedenfalls schon ein paar mal aufgefallen. An manchen Tagen wirkte eine 50mg Elvanse, trotz 2 Jahren Dauereinnahme, zu starken Schweißausbrüchen vor allem im Rücken und Brustbereich. Vielleicht kennt das ja noch jemand? Gerade in den Bereichen irgendwie.

Dadurch glaube ich den berechneten 3,1l natürlich nicht ganz. Auch andere Rechner im Internet kamen auf 2,8-3,2l.

Ich befürchte jedoch, das ist etwas zu wenig. Sollte man bei Medikation unter Elvanse (Oft halt 90mg/d), aber auch mal 40 oder 50mg, den Flüssigkeitsbedarf erhöhen in der App?

Ich überlege sie auf zusätzliche min. 500ml zu erhöhen.

Das Wetter macht mich so schon total fertig. Da hab ich Tageweise echt Respekt Elvanse überhaupt zu nehmen, was aber auch nicht infrage kommt. Mir fällt jedoch auf, dass es mir schon bei 20mg gegen meine tertiäre Meteoropathie und anderem stark hilft. Und meist zu 95% auch ohne Schweißausbrüche der extremsten Art, wo man denkt, man verliert in 10 Minuten 500ml Schweiß.

Puh sorry, für den etwas durcheinander geratenen Text, aber ich stehe grade unter Zeitdruck, da ich jetzt losmuss zu meinem Termin beim Psychiater. :slight_smile:

Alle Beiträge sind natürlich gerne erwünscht. Egal zu welchem der vielen Unterthemen.

So das war mein 1. erstellter Thread in diesem tollen Forum <3

Freue mich schon auf eure Antworten. :slight_smile:

Liebe Grüße aus dem sonnig heißem Ruhrgebiet… uff :smiley:

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Hi @Lexo,
ich nehme auch Elvanse, 50mg am Tag. Manchmal auch weniger, oder auf 2x aufgeteilt, je nach Bedarf. Ich wusste gar nicht, dass sogar 90mg verschrieben werden. Eigentlich gelten ja 70mg als Obergrenze, aber wenn das so besprochen ist und es dir hilft, wird es wohl passen. Anfangs hatte ich als Nebenwirkung einen ziemlich trockenen Mundraum, weswegen ich automatisch mehr getrunken habe. Aber diese Nebenwirkung existiert nicht mehr und somit ist auch mein Trinkverhalten nicht mehr so ausgeprägt. Dank dir habe ich mir aber gerade einen Liter eingeschenkt. Prost! Das mit den Schweißausbrüchen kenne ich, aber das schiebe ich eher auf die Hitze und ich habe auch vor Elvanse schon gut geschwitzt. Was die Trinkmenge angeht, darüber gibt es ja viele verschiedene Meinungen und zu viel soll ja angeblich auch nicht gut sein. Wenn ich Sport mache, trinke ich aber auch mehr. Ich verlasse mich darauf, dass mein Körper mir schon rückmeldet, wieviel er benötigt. So viel mal zu meinen Erfahrungen. Beste Grüße.

Hey @ads66 Danke für deine Antwort erstmal. :slight_smile:
Ja 90mg Elvanse hatte mich auch erst gewundert, wegen den maximal 70mg wie ich dachte. Ich hätte auch lieber Attentin für den morgen und am Mittag dann 30-40mg Elvanse zusätzlich. Das wäre eigentlich mein Wunsch. Aber ich hab meinen Arzt (Der schon auf ADHS bei Erwachsenen seit 40 Jahren spezialisiert ist und Oberarzt in einer bekannten LWL Klinik) schon ein paar mal danach gefragt. Ich weiß nicht, wieso er dann immer abblockt oder das irgendwie verneint.
Die Cannabiskostenübernahme habe ich auch vor Gericht durchbekommen, da sollte Attentin doch eigentlich kein Problem sein denke ich mir…
Ich brauche einfach diese „starke“ Initialzündung und das ist bei Elvanse aufgrund des langsamen Wirkverlaufs und Eintritt etwas schwer. :smiley:

Aber ich will nicht meckern. Ohne Elvanse wäre ich kaum fähig zu Leben bzw. am Gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. :slight_smile:

Das mit der Mundtrockenheit ist mir am Anfang auch ständig aufgefallen, genau wie so ein weißer Rand an den Mundwinkeln sehr oft. Wo ich mich bis heute frage, woher genau das kommt. Eine Ärztin damals, die aber wohl keine Ahnung hatte, sagte das sind die Benzodiazepine? :slightly_smiling_face: Das kann ich nicht glauben irgendwie, vor allem als sie dann zu ihrem Arztkollegen sagte „Sehen sie den Mund, das meine ich mit Benzomund“ Was zur Hölle? Na ja, andere Geschichte. :smiley:

Direkt 1l? Das ist ja schon mal 25-30% des Tagesbedarfs. Weiter so :slight_smile:

Ja, die Schweißausbrüche kommen oft auch sporadisch, also ohne Vorahnung. Aber das Wetter spielt wirklich oft eine Rolle dabei fällt mir auf. Dabei ist es nicht einmal so sehr die Temperatur, sondern eher der Luftdruck und Luftfeuchtigkeit.

Merke sowas psychisch und physisch schon immer 1–2 Tage vorher extrem. Glaube, das nennt sich sogar Wetterfühligkeit oder so. Aber selbst da, wenn man denkt, Elvanse würde jetzt alles schlimmer machen, helfen einige wenige (Bei mir 20mg) dann doch gut und beseitigen diese Kreislaufschwäche, die dann echt brutal ist bei mir. Ich mag den Sommer deswegen leider auch nicht sooo sehr.

Apropo Sport… Gut das du es sagst. Wollte damit jetzt auch wieder öfter anfangen (Fahrrad bzw. Mountainbike (Hardtail)), also schön Kondition und Ausdauer. Auf Kraft stehe ich nicht so.
Aber Konditionstraining vor allem halt, was einem auch wirklich Spaß macht, bewirkt aber echt schon fast Wunder bei den begleitenden mittel-schweren Depressionen, Panikattacken und Traumafolgestörungen. :smiley:
Ich spür nach einigen Minuten schon direkt, wie mein total überfüllter, Cortisolspiegel wieder absinkt.

Liebe Grüße :wink:

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