Mein ADHS und ich. Heute:

Gestern hab ich beim Psychiater die Schengenbescheinigung stempeln lassen und ein Attest für Bupropion ausstellen lassen, sowie das neu verordnete BTM Rezept in der Apotheke kopieren, stempeln, unterschreiben lassen.

Genau richtig!

Am Abend, auf dem Weg zur Nachtschicht kam ich in eine Polizeikontrolle.

Das erst Mal, seit ich Medikamente, vor allem BTM nehme :see_no_evil_monkey:

Ich hab mich gefühlt wie ein Schwerverbrecher, obwohl ja alles legal ist :joy:

Haben sie Alkohol getrunken, oder nehmen sie irgendwelche Medikamente.

Bupropion und Methylphenidat

Und was ist das?

Bupropion ist ein Antidepressiva und Methylphenidat ist wegen ADHS.

Und damit dürfen sie am Straßenverkehr teilnehmen?

Ich bin damit sogar sicherer unterwegs als ohne.

Ich hatte alle Dokumente noch dabei, die hat er sich noch durch geschaut, die Augen kontrolliert und dann durfte ich weiter fahren.

Ich bin ja so schon immer nervös bei Kontrollen (obwohl ich noch nie in einem Zustand gefahren bin, in dem ich das nicht hatte tun dürfen), aber dieses Mal hab ich schon damit gerechnet, dass ich 1x komplett auseinander genommen werde (Drogentest, Bluttest, keine Ahnung :rofl::rofl::rofl: ).

Herzlichen Glückwunsch :partying_face:

Nächstes mal vielleicht aber lieber „Nein“ sagen.
Sicher ist sicher - man muss sich nicht selbst belasten :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich glaube ich wäre ein grässlicher Lügner gewesen in dem Moment. Keine Ahnung, wieso ich bei Polizeikontrollen immer so nervös bin.

Ich spiele lieber mit offenen Karten. Alles andere kann nur in noch mehr Stress und Misstrauen enden.

Ist ja alles legal und ärztlich verordnet.

Auch wenn ich vielleicht gar nichts dazu hätte sagen müssen (muss man eigentlich?)

Im Prinzip bin ich auch total für Kontrollen, sollte es mehr geben.. vor allem am Wochenende.

Durch die Schichtarbeit bin ich oft spät abends mit dem Auto unterwegs und gerade am Wochenende sieht man immer wieder jemand, der offensichtlich nicht ganz nüchtern fährt.

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Mein ADHS und ich. Heute:

Wie mein ADHS und ich mit dem Parkautomaten der Drop-Off Area am Flughafen stehen und darüber streiten, wer das richtige Kennzeichen meines Autos weiß. Leider haben mein ADHS und ich heute verloren und der Parkautomat gewonnen.. Mein Mann hat die Situation aufgeklärt. Aus nicht erklärbaren Gründen haben mein ADHS und ich das Wunschkennzeichen eingegeben, das ich vor 3 Jahren haben wollte, anstelle des Kennzeichens das ich seit 3 Jahrem habe.. naja, es war verdammt früh und ich hatte noch keinen Kaffee

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Oh, Kennzeichen haben wir Wunschkennzeichen, allerdings sind die so ähnlich, dass ich immer überlege, welches denn an dem Wagen ist.

Außerdem schreibe ich in irgendwelchen Bögen oft das falsche Geburtsdatum meines Kindes auf…

Irgendwann kam mal eine und sagte: „Frau Post-it, auf der Geburtsurkunde steht der 2.3., Sie haben den 1.3. aufgeschrieben?!“

Ups :see_no_evil_monkey:

Oder, in einer Gruppenveranstaltung: „Dann rufen Sie bitte am x-ten zwischen 12:30-13h an.“ Ich schreib brav zwischen 13h-14h auf, der Typ neben mir schreibt ab. Ein anderer fragt, ob zwischen 14h und 15h richtig sei. Der Vortragende sagt, er habe sich vielleicht versprochen und man solle zwischen 12:30h und 13h anrufen.

Ne, hat nur keiner richtig zugehört :sweat_smile:.

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Nein, du darfst sogar lügen.

Und musst aufgeklärt werden, dass bei dir Anzeichen einer Intoxikation vorliegen und Tatverdacht besteht.

Du musst auch keinen Schnelltest machen.

Mein Führerschein wohnt auch nicht in der Geldbörse. Das ist für mich eine Folgenabwägung: Nachher behalten die meinen Führerschein direkt ein und dann darf ich ab sofort nicht mehr fahren.

Das Schlimmste, was mir also passieren kann, ist dass sie mich zum Bluttest mitnehmen (dem Arzt würde ich es vielleicht sagen, damit sie so eine Dingsmethode zum prüfen anwenden, sodass man erkennt, dass es Medikamentbedingt ist, außerdem sind therapeutische Dosen auch ziemlich niedrig, was sich im Test ja zeigt), ich mit dem Taxi heimfahre und dann ein Verwaltungsverfahren anläuft und ich mich mit der Führerscheinstelle rumschlagen muss.

Müsste ich aber auch, wenn ich dem Drogentest zustimme. Dann lieber mit als ohne Führerschein.

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Man darf glaube ich auch nicht ohne begründeten Verdacht zum Bluttest gebracht werden.

Trotzdem bin ich da nicht der Typ, der dann riesen Stress anfängt.

Bisher waren Polizisten bei Kontrollen, bei mir, auch freundlich und haben, meiner Meinung nach, keine unangemessenen Fragen gestellt.

Wohin man will, ob man getrunken hat, Drogen oder Medikamenten, sowie ob man schon mal etwas mit der Polizei zu tun hatte, sind Standard fragen, mit deren Beantwortung ICH kein Problem habe. Und die Beantwortung ablehnen, würde sicher zwangsläufig dazu führen, dass man genauer unter die Lupe genommen wird.

Ich weiß, dass es einige gibt, die da total anti sind (was dann aber in der Regel auch eher an einer kompletten Ablehnung der Polizei liegt), und gar nichts von sich Preis geben, weil’s die Polizisten nichts angeht, aber ich finde, solange es so harmlose standard Fragen sind, kann man einfach kooperieren (wenn man natürlich wies, dass man nicht fahren dürfte, aus welchen Gründen auch immer, ist das was anderes).

Die Medikamente zu verheimlichen z.B. führt potenziell auch zu mehr Stress, als einfach ehrlich zu sein. Vor allem, wenn man entsprechende Atteste, oder einen Medikationsplan vom Psychiater mit dabei hat.

Polizisten sind auch nur Menschen die ihren Job machen und sofern sie dabei noch halbwegs freundlich sind, muss man ihnen ihre Arbeit nicht unnötig schwer machen, bzw. find euch es auch unhöflich und respektlos sich dann komplett queer zu stellen, gerade Kontrollen von Autofahrerin kommen, meiner Meinung nach, viel zu kurz.

Wie ich schon geschrieben habe, sehe ich, vor allem am Wochenende so oft Autos, die krasse Schlangenlinien fahren.

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Du meinst, wer unschuldig ist, braucht nix befürchten? Nach dieser Argumentationskette wäre ja jeder, der nicht antworten mag, auffällig und schuldig?

Man muss sich nicht selbst belasten und das ausüben des Schweigerechts würde dann ja zu einem schuldig!-Stempel führen. Dann wäre es kein Recht mehr und man könnte es abschaffen.

Ich finde, das kann es nicht sein und führt irgendwann zu einem totalitärem Staat.

Damit will ich auch nicht die Arbeit unserer Polizei schlecht machen oder so. Ich bin froh, dass wir in Deutschland idR eine gute Polizei haben und dass diese Menschen sich dafür einsetzen, dass wir in Sicherheit leben können.

Kritisch zu sein, schließt wertschätzenden Umgang nicht aus.

Dennoch sind die mich kontrollierenden Beamten nicht meine Freunde, sondern handeln als Amtspersonen, die mir im Zweifel mächtig Probleme bereiten können, indem sie Verwaltungsvorgänge anstoßen, die ich nicht gebrauchen kann. Obwohl ich nichts Unrechtes getan habe.

Sorry, ist jetzt sehr OT geworden :sweat_smile:

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Ich verstehe schon was du meinst.

Aber für mich fühlt sich das trotzdem einfach „falsch“ an, zu allem nur zu sagen, dass ich keine Auskunft geben will. Auch wenn es eine Amtsperson ist, die dienstlich agiert.

Auch wenn es gleichzeitig natürlich wichtig ist, dass es die Grenzen gibt. Und wenn man vielleicht tatsächlich eine Vorgeschichte hat, die z.Bm der langen Vergangenheit angehört, dass man dann absolut keinen Bock hat, deswegen genauer unter die Lupe genommen zu werden, kann ich das auch voll verstehen.

Solange ich höflich und respektvoll behandelt werde, widerstrebt es mir total, das nicht auch zu tun. Und genau so würde es sich anfühlen, komplett ablehnend zu sein, solange es um solche oberflächlichen Standardfragen geht.

Meine Grenzen fangen an, sobald ich mich (oder auch andere), angegriffen, oder ungerecht behandelt fühle.

Bis zu dem Punkt bin ich der naive Labrador, der einfach mit allen auskommen will.

Auch noch mal sorry, fürs OT. Aber ich glaube es ist auch erstmal alles gesagt zu dem Thema :joy:

Der Verdacht würde mir als Polizist kommen - dass da jemand was zu verbergen hat. Was bedeutet, dass man sich ggf. mit einer unkooperativen Haltung mehr Ärger macht als die Sache wert ist.

Und Heute:

Nach über einem Jahr wieder mal eine Gitarre in die Hand genommen und nach 5 Minuten wieder frustriert zurück gelegt, da die Übung fehlt und natürlich kaum was ging…

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Exakt so geht es mir auch oft…

Gitarre war über zwei Jahrzehnte mein größter Lebensbegleiter. Ich habe täglich gespielt, oft sogar mehrere Stunden.

Und ich war, dafür dass ich alles autodidaktisch gelernt habe, auch relativ gut.

Seit den Kindern komme ich zeitlich fast gar nicht mehr dazu. Und wenn, dann läuft nichts mehr so, wie es früher mal war…

Ich hab letztes Jahr meine alte Band mal wieder bei einem Gig unterstützt, weil ein Gitarrist nicht konnte. Und da hab ich mehrere Wochen echt viel gespielt. Und es ist wieder schnell besser geworden.

Aber danach kam der Alltag wieder dazwischen :grimacing:

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Weiter geht’s mit meinem ADHS und ich.

Jetzt „muss“ ich ganz viel verkaufen von den 1000den
Hobbys die ich habe. Angefangen mit allen Gitarren bis auf eine und einigem Zubehör. Heftiger Verkaufsdrang… a

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Dann ist Verkaufen dein nächstes Hobby? :wink:

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Jaaa, kenne ich. Wir wollen das neue Auto meines Mannes abholen und ich will mit meiner Bankkarte bezahlen. Die PIN habe ich schon mindestens 3 Jahre und noch nie geändert, damit ich sie nicht vergesse. Im Vorfeld akribisch vorbereitet, dass der Tagesdipo angepasst ist.
Was soll ich sagen- Karte ins Gerät…Leere im Kopf…Verkäufer, Mann, 4 Augen starren mich erst erwartungsvoll, dann zunehmend ungläubig an… 3 Fehlversuche!! Selten war mir was so peinlich.

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