Meine Erfahrung mit ALCAR – massive Verbesserung bei Depression & Wirkung von Elvanse

Hey zusammen,

ich wollte heute mal meine persönliche Erfahrung mit Acetyl-L-Carnitin (ALCAR) teilen, weil es mir unerwartet stark bei meiner Depression/Angst geholfen hat – und gleichzeitig die Wirkung von Elvanse spürbar verstärkt und stabilisiert hat.

Ich litt schon seit längerer Zeit unter Depression und Antriebslosigkeit (Anhedonie). Elvanse(50mg),was ich schon seit ca. einem Jahr nehme für meinen ADHS hat anfangs deutlich geholfen, doch es stellte sich ein Gewöhnungseffekt ein. Ich habe über die Zeit viele Dinge ausprobiert – darunter auch Ashwagandha, was anfangs ganz gut war, mich aber auf Dauer zu gedämpft und „flach“ im Inneren gemacht hat, weshalb ich es wieder abgesetzt habe. Es hat auch meiner Meinung nach die Anhedonie verschlimmert. Gleiche ging auch für NAC und es verschlechterte die Wirkung von Elvanse extrem.

Vor ein paar Tagen habe ich angefangen, ALCAR ca. 2 Stunden nach dem Mittagessen einzunehmen (500mg). Und das erste was ich bermekte ist, die geistige Klarheit und die verbesserte Stimmung. Vorallem empfand ich wieder deutlich mehr Spaß an meinem Hobbys, da ich viel mehr bei der Sache war. Ich bin mir unsicher, ob ALCAR die Wirkung von Stimulanzien(Elvanse) verstärkt oder ALCAR an sich die Konzentration verbessert. Zusätzlich dazu merkte ich auch mehr Mentale Energie zu haben, ich war nicht mehr so erschöpft wie vorher. (Kann vielleicht den Crash abfedern?)

Es war ein deutlicher Gamechanger für mich, hatte da vielleicht jemand ähnliche Erfahrung damit ? Ich hatte Probleme es mit Elvanse direkt morgens zu kombinieren. Ich fühlte mich deutlich überstimuliert. Außerdem nervte mich die Schlaflosigkeit, wenn man es zu spät zu sich nahm.

LG Laikos

Hallo Laikos!

Da ich mich gerade (wieder) mal mit Ergänzungsmitteln beschäfttige, hier die entscheidende Frage:

Wie ist die Wirkung jetzt, nach mehr als 4 Wochen? Und: gibt es Leute, die das seit Monaten/Jahren zur Steigerung des Wohlbefindens nehmen und immer noch begeistert sind?

Ich leite seit 14 Jahren eine SHG / einen Stammtisch bzw. nehme ich seit 24 Jahren an Gruppen für Erwachsene mit ADHS teil, und es kamen immer wieder Leute, die nach wenigen Tagen, Wochen Einnahme von XYZ meinen, das Ei des Kolumbus gefunden zu haben… Ganz klassiches Nahrungsergänzungs-Euphorie-Phänomen.
Die Industrie und die Händler nutzen das seit Uhrzeiten aus. 2002 redete man schon von Omega-3-Kapseln als Heilmittel bei ADHS, von Algenextrakten aber auch von Proteinen…

Ich habe andererseits aber gute Langzeit-Erfahrungen z.B. mit Kreatin als Unterstützung zum Krafttraining und mental in Phasen mit erhöhtem Stress.

Von daher würden mich Deine Erfahrungen mit ALCAR mal interessieren.

LG
Stevie

Man könnte sich Studien dazu durchlesen, oder eine Deep Research Anfrage per KI starten und sich anschließend durch die Quellenangaben hangeln.

Fragen, die man stellen könnte:

  • Was genau bewirkt jeweils ALCAR (Acetyl-L-Carnitin) und Kreatin?

  • Wie wirkt es sich jeweils auf die körperliche und mentale Leistung aus und in welcher Dosis ist es effektiv?

  • Wie wirkt es sich jeweils psychiatrisch oder neurologisch aus und in welcher Dosis ist es effektiv?

  • Wirkt es jeweils positiv bei ADHS im Erwachsenenalter und in welcher Dosis ist es effektiv?

  • Gibt es jeweils Interaktionen oder sogar synergistische Effekte in Kombination mit den ADHS Stimulanzien Methylphenidat und Lisdexamfetamin/Dexamfetamin?

Wenn man es besser versteht, kann man für sich abschätzen, ob, in welchen Fällen und auch, warum es überhaupt möglicherweise eine unterstützende Wirkung haben könnte.

Im Netz findet man alles dazu, was man braucht.

Danach probiert man es für sich selbst aus, oder eben nicht.

Ja.

Die Studienlage ist dünn.

Daher frag ich ja nach ERFAHRUNGEN.

Der Threadstarter hat „nach ein paar Tagen“ gepostet, dass es ihm hilft, das ist ein zu kurzer Zeitraum.

Auskunft aus ChatGPT:

  • ALCAR zeigt potenziell positive Effekte auf ADHS-Symptome, insbesondere auf Aufmerksamkeit und kognitive Funktionen.
  • Die Studien sind aber noch zu klein und zu uneinheitlich, um klare Empfehlungen auszusprechen.
  • Es kann als Ergänzung sinnvoll sein, vor allem bei Menschen, die eine natürliche Alternative oder Ergänzung zu Medikamenten suchen.

Was ich mit der Frage nach Erfahrungen herauszufinden gedenke, ist ob beim Threadstarter besondere Umstände zu einer hohen Wirksamkeit von ALCAR führen. Das wäre der nächste Punkt, der sich im weiteren Gespräch ergeben könnte, falls Laikos mehr erzählt.

Wie gesagt, kommen Nahrungsergänzungsmittel seit Urzeiten immer wieder auf den Tisch als wirksam. Ich hab aber noch nichtmal jemanden mit AD(H)S gefunden, bei dem sie aufgrund besonderer Umstände besonders wirksam waren. Wie z.B. Magnesium bei jemandem mit Magnesiummangel besonder wirksam ist.

Bei ADHS ist die Studienlage für ALCAR vielleicht dünn, aber es gibt welche, die mit ADHS Kindern durchgeführt wurden.

Es gibt auch welche bezüglich Depressionen und allgemein dazu, wie es funktioniert und wo evtl. wirkt.

Statt hier jetzt gefühlt 8 Seiten Text zu posten, reicht das vielleicht schon.

Abschließend lohnt sich der Hinweis, dass die Wirkung solcher Supplemente individuell verschieden ausfallen kann.

Was eindeutig belegt ist: Kreatin und ALCAR sind in ihren empfohlenen Dosierungen sicher und für einige Menschen hilfreich – sei es zur Steigerung der körperlichen Trainingseffekte (Kreatin) oder zur Unterstützung von Gehirnfunktion und Stimmung (ALCAR, und ebenfalls Kreatin).

ALCAR liefert im Gehirn nicht nur L-Carnitin, sondern auch Acetyl-Gruppen, die in die Synthese des Neurotransmitters Acetylcholin eingehen können. Deshalb sehen klinische Studien bei ALCAR Verbesserungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Stimmung.

ALCAR könnte in Einzelfällen einen Versuch wert sein, wenn Unaufmerksamkeit dominiert, während Kreatin vor allem als allgemeines Gesundheits- und Leistungs-Supplement gesehen werden kann.

Beide zusammen mit ADHS-Stimulanzien eingenommen gelten als gut verträglich, jedoch sollte man keine Wundereffekte erwarten, sondern sie eher als Bausteine in einem ganzheitlichen Behandlungskonzept betrachten.

Erfahrungen habe ich speziell zu ADHS keine.

Kreatin landet aber fast täglich im Proteinshake, weil es eben allgemein für Optimierungen sorgen kann.

Aber wie du schon sagst, für beide Supplemente gibts eine empfohlene Dosis und die muss man über Wochen bis zu 3 Monate einnehmen, um es überhaupt einschätzen zu können, ob es für einen persönlich etwas bringt.

Auf examine.com gibts auch viele Studien rundum Supplemente zu finden.

Hey zusammen,

Hier ein kurzes „verspätetes Update“ zu meinem Erfahrungsbericht mit Acetyl-L-Carnitin (ALCAR), den ich vor einigen Wochen gepostet habe.

Ich nehme es inzwischen seit rund 4 Wochen – und es haben sich ein paar Dinge geändert:

Wirkung: Der anfangs sehr deutliche Effekt (mehr geistige Klarheit, bessere Stimmung, mehr Freude an Hobbys, weniger Erschöpfung) ist mittlerweile deutlich subtiler geworden. Ich würde sagen, die Honeymoon-Phase ist vorbei.

  • Gewöhnungseffekt: Vermutlich ist – ähnlich wie bei L-Tyrosin – ein Toleranzeffekt eingetreten. Ich habe es täglich genommen, ohne Pausen, was das vermutlich beschleunigt hat.
  • Dosierung & Timing: Ich habe für mich herausgefunden, dass ich es nicht direkt morgens mit Elvanse nehmen sollte, weil ich mich dann überstimuliert fühle. Stattdessen nehme ich es ein paar Stunden nach der Elvanse-Einnahme und in reduzierter Menge (ca. 250 mg statt 500 mg). Also 30min vor dem Mittagessen für eine gute Wirkung oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit
  • Schlaf: Wenn ich es zu spät am Tag nehme, merke ich, dass es den schlaf stören kann!
  • Kombination mit ALA: Seit Kurzem kombiniere ich ALCAR mit Alpha-Liponsäure (ALA) – in der Hoffnung auf mehr Energieproduktion und weniger oxidativen Stress. ALA soll auch den Blutzuckerspiegel stabilisieren, was für Elvanse hilfreich sein könnte.
  • Zyklische Einnahme: Für die Zukunft werde ich ALCAR wahrscheinlich phasenweise nehmen – z. B. unter der Woche und am Wochenende pausieren –, um einer Gewöhnung vorzubeugen.

Mögliche Nebenwirkungen / Cons

  • Hin und wieder Kopfschmerzen – könnte bei mir ein Zeichen von leichter Überstimulation gewesen sein.
  • Laut ChatGPT könnte das auch am erhöhten Cholinverbrauch liegen, da ALCAR indirekt den Acetylcholin-Stoffwechsel beeinflusst.
  • Wenn man dafür empfindlich ist, könnte es helfen, Cholinquellen in der Ernährung zu beachten oder die Dosis zu senken.

Fazit:
ALCAR ist für mich nach wie vor ein interessantes Supplement mit spürbarem Nutzen, auch wenn der Effekt jetzt subtiler ist als am Anfang. Der größte Gewinn für mich war die Kombination aus besserer Stimmung, klarerem Kopf und etwas mehr Antrieb.
Wer es probiert, sollte aber unbedingt auf Timing, Dosierung und mögliche Schlafprobleme achten – und überlegen, ob Einnahmepausen sinnvoll sind.

LG
Laikos

Ich glaube auch, dass dieser Effekt, den du beschreibst, bei sau vielen NEM auftritt.
Mit einem Mittel habe ich allerdings mehrere Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht, die Wirkung war deutlich und jahrelang gut zu spüren bei meinem ADHS-I.

Es war Rhodiola Rosea / Rosenwurz.

Das Zeug wirkt tatsächlich auch erst nach einigen Wochen der Einnahme. Als ich es genommen habe, hatte ich noch keine Diagnose und habe auch keine Medis genommen, aber es war ein Gamechanger für mich und hat mir gut dabei geholfen, meine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren und im Beruf gut klarzukommen.