ich nehme erst seit März 26 Methylphenidat (63mg) und glaube es läuft ganz gut.
Jetzt habe ich dann BurnOut noch Bupropion auf meinem Medikamentenzettel und mich interessieren eure Erfahrungen, klar werde ich diese Woche die Ärztin kontaktieren.
Der erste Tag war total ereignislos. Tag 2-4 war ich eine gereizte, alte Hexe. Meine Familie wollte sich von mir scheiden lassen. Ich wollte mich von mir scheiden lassen!
Tag 8 brachte dann ein übertriebenes Völlegefühl mit sich, das seit dem anhält.
Heute ist Tag 10. Mein Kopf sagt: Aktivierung! Hier deine drei Seiten lange to do List. Alles wivhtig, alles sofort. Let’s go!
Körper: Exekutive Dysfunktion, Alter. Chill, wir bewegen uns hier gar nicht.
Grad hab ich angefangen zu heulen und weiß nicht wieso. Fühle mich nur arg getrieben und gestresst und genau das sollte doch besser werden. Jetzt ist es schlimmer als vor Bupropion.
Hatte jemand schon die Erfahrung und es dauerte echt bis es besser wurde? Oder wurde es halt nicht besser? Bin einfach neugierig wie es anderen so ergangen ist.
Klar hab ich ständig den blöden Teufel im Hinterkopf der sagt: Hey, in vier Wochen muss das klappen ne? Mehr als 42 Tage kannste unter gar keinen Umständen ausfallen. Und das ist schon drüber. Super hilfreich, der kleine Scheißer.
Bitte sagt mir, dass ich nicht die einzige Erwachsene Frau bin die immer funktioniert aber nicht kapiert, dass man ein Burnout nicht durch noch mehr Anstrengung los wird.
Ich hatte jahrelang Bupropion, was ich denn für meine derzeit laufenden Versuche mit ADHS-Medi (Elvanse, nun Methylphenidat) aber abgesetzt habe. Beides zusammen hielt meine Psychiaterin für potentiell drüber. Lithium blieb die Konstante.
Hej, ich hatte auch einen Burnout und habe dann Bupropion (hatte schon mehrere SSRIs unerfolgreich durch) angefangen. Das lief ganz gut, aber dann kam die ADHS Diagnose dazu und ich habe dann auch Medikinet adult zusätzlich zum Bupropion verschrieben bekommen. Meine Psychiaterin meinte, das sei eine übliche Kombination. In der Kombi hatte ich wieder Panikattacken (was ich schon länger nicht hatte) und mich auch manchmal richtig getrieben und ruhelos gefühlt. Manchmal hatte ich auch krasse Wutausbrüche. Haben das Bupropion dann abgesetzt und damit geht es es mir viel besser. Anscheinend kann das in Kombination verstärkend wirken, wegen der antriebssteigernden Wirkung von Bupropion. Bin viel gelassener, gute Konzentration… Da ich schon mehrere SSRIs durchhabe, wollte ich auch nicht umsteigen, habe mich dadurch Jahrelang so gefühlstot gefühlt. Das will ich auch keinen Fall wieder. Aber das ist natürlich total individuell. Für manche funktionieren die super. Hab immer noch Nebenwirkungen von Medikinet, aber diese Ruhelosigkeit und Panikattacken sind weg.
Und du bist nicht die Einzige, ich habe jetzt 1,5 Jahre gebraucht und ich fühle mich endlich nicht mehr so ausgebrannt. Man brennt ja auch gerade aus, weil man immer zu viel macht. Diese Grenzen zu lernen ist das Schwierigste. Also nur mit Medis wirst du da glaub ich nicht rauskommen. Bei mir waren das viele Stellschrauben, Medis nur eine davon.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mitgefühl. Das ist eine schwierige Zeit. Aber du schaffst das!