Guten Morgen, liebe Forum-Community,
ich bin gerade sehr verzweifelt. Nachdem ich vor einigen Wochen Medikinet unretardiert genommen habe, um eingestellt zu werden, sollte ich es jetzt mit Elvanse probieren. Hier meine Erfahrung:
MEDIKINET unret. 5 mg (2x täglich):
- mit etwas Einbildung war mein Kopf etwas ruhiger
- keine Symptome, außer starke Müdigkeit beim Rebound
- Konzentration eher schlechter (beim Sprechen oft den „Faden verloren“, beim Lesen stetiges gedankliches Abschweifen)
deswegen habe ich die Dosis nach Absprache mit meinem Arzt erhöht auf 7,5 mg:
- am ersten Tag der Erhöhung nach 2. Einnahme extreme Kopfschmerzen, die zum Abend hin immer schlimmer wurden
- am nächsten Morgen deswegen wieder nur 5 mg genommen, Kopfschmerzen kamen sofort wieder
Nach Absprache mit meinem Arzt sollte ich dann lieber auf Elvanse wechseln. Hier habe ich vorgestern mit 10 mg (mit Wasser geteilt) begonnen.
- keine positiven Effekte gespürt
- ganztägig leichte Kopfschmerzen, am Abend starke Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit und Heißhunger
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- Tag: keine Effekte gespürt, ganztägig Kopfschmerzen (gingen nur kurzzeitig beim Kraftsport weg (wo ich auch stetig bei Wasser trinke) und nach Einnahme einer Ibuprofen 400 am frühen Abend, Kopfweh kamen aber 2-3 Stunden nach der Ibu wieder und hielten die ganze Nacht an; ebenfalls wieder starke Müdigkeit und vermehrtes Hungergefühl)
Ich bin so verzweifelt, dass ich mittlerweile einen Hass auf/ bzw. Angst vor Kopfschmerzen durch die Tabletten bekommen habe. Heute und morgen werde ich keine Tablette nehmen, da ich diese Kopfweh-Freiheit einfach brauche. Ich tendiere dazu, auf Medikamente zu sch*** und meinen Alltag so unstrukturiert und unkonzentriert wie bislang weiterzuführen.
Ich hätte zu gerne mal für längere Zeit gespürt, wie ein Kopf ohne stetige Sorgen und Gedanken funktioniert und wie stark konzentriert ich auch bei nervigen Aufgaben auf der Arbeit sein kann. Aber diese ekelhaften Kopfschmerzen sind es einfach nicht wert (mit der Müdigkeit könnte ich ein paar Tage leben, aber die sind ja eigentlich das Gegenteil von dem, was ich für die Arbeit erreichen will).
Mein Arzt sagte, ich solle es mit 20 mg probieren. Aber ich mag die Tabletten einfach nicht mehr nehmen!
Eine weitere Frage, die ich mir stelle ist: Wenn ich die Tabletten doch langfristig nehmen würde, kann ich dann nie wieder morgens Espresso oder mal ein Glas Wein am Abend trinken? Aktuell habe ich das Gefühl, dass mir der Kaffee am Morgen (= Wachheit) und ein Glas Wein am Abend (= Kopf kurz aus) besser tun als die Medikamente…
Ich danke für eure Erfahrung und Einschätzung!
P.S. Ich habe ganztägig viel gegessen und auch auf ausreichend Wasser geachtet (auch in Form von Tee). Beim Kraftsport habe ich innerhalb einer Stunde einen Liter getrunken und meine Kopfschmerzen waren weg (vielleicht aber auch durch die bessere Durchblutung durch den Sport?). Es kann aber doch nicht sein, dass ich stündlich einen Liter trinken muss?? Koffein hatte ich ebenfalls keinen. Auch keinen Alkohol o.äh.